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Kalk bzw. Calziummangel

Braune Blätter, kleine Tierchen, was tun, wenn Schadbilder auftreten ...
Worum geht es hier: Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun...
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.
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BeitragKalk bzw. CalziummangelFr 22 Mär, 2013 20:03
Hallo zusammen,

Ich mische mein Substrat selber. Hauptbestandteil ist Kokohum mit einem pH-Wert von 5-6. Und ich gieße auch nur mit Regenwasser und in Ausnahmen mit Brunnenwasser.

Dann haben einige meine Plumis kleine braune Flecken auf den älteren Blättern bekommen (kann ich euch nicht mehr zeigen,da schon längst abgefallen). Ich dachte erst dass das Verbrennungen sind und ich die Pflanzen überdüngt habe. Aber nun habe ich gelesen dass das auch ein Calziummangel sein kann. Bei dem Ph-Wert ja nicht so abwägig.

Wie kann ich dagegen vorgehen?
Gibt es irgendein wirksames "Hausmittel"?

Ich wollte mir deswegen ungerne einen 20kg Sack mit Dolomitkalk kaufen...


MfG

Domer
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BeitragFr 22 Mär, 2013 21:18
Hallo Domer

Es gibt Pflanzen, die brauchen einen Sauren Boden, Rododendron und Sauergräßer gehören dazu.

andere wollen wirklich einen Kalkhaltigen Boden.

also es kommt auf deine Pflanzen an, was die wollen.

Kalk fördert auch die zersetzung des Humusbodens. somit werden nährstoffe für Pflanzen frei. Deshalb Kalke ich meinen Komposter regelmäßig. Außerdem bindet er Gerüche.
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BeitragSa 23 Mär, 2013 13:13
Danke für deine Antwort.

Nur hilft mir das bei meinem Problem nicht wirklich weiter.
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BeitragSo 24 Mär, 2013 0:33
Hallo, also wenn es denn so sein sollte, ist ja überwiegend Regenwasser nicht so das gelbe vom Ei. Aber schau mal bei Gelegenheit auf das Etikett von einer Flasche Mineralwasser. Die gibt es schon sehr billig im Handel. Meines hat z.B. einen Kalziumanteil von 206 mg/L. Oder einfach nur Leitungswasser nehmen? Oder wenn es etwas Kalk sein darf? Kleingemuselte Eierschalen in Wasser geben, ziehen lassen, je länger je Kalk, je kleiner mehr Kalk, und damit gießen. Größere Stückchen kann man danach wegwerfen, oder auf n Kompost.
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BeitragSo 24 Mär, 2013 12:32
Moin,

das Problem ist, das Spurennährstoffmangel schwer zu diagnostizieren ist. Es gibt einige gut untersuchte Pflanzen (für den Erwerbsgartenbau wichtige z.B. Weihnachtsstern) aber der Rest ist Raterei, vor allem bei Liebhabergewächsen. Sowas kann meist nur durch kontrollierte Versuchsreihen geklärt werden.
Deshalb würde ich jetzt nicht unbedingt anfangen die Pflanze extra zu kalken. Dazu ist die Diagnose viel zu ungewiss. Wenn Du in der Hauptwachstumszeit einen etwas stickstoffärmeren Volldünger mit allen Spurennährstoffen verwendest und das Wasser nicht zu salzarm (also Regenwasser und entsalztes) ist, dürften keine Mangelerscheinungen auftreten.
Mach Dir also keine Sorgen. Ein gewisser Laubfall sollte als "normal" hingenommen werden.
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BeitragDi 26 Mär, 2013 20:54
hallo,
denke kokoshum ist als hauptbestandteil für Plumeria ungeeignet. kokoshum hat die eigenschaft sich wie ein schwamm vollzusaugen, einer Plumeria wird das schnell zu nass. kokoshum ist sehr nährstoffarm und puffert auch kaum den ph-wert (die erde nimmt sozusagen den ph-wert des wassers an).
weil Plumeria leicht sauren boden mit nicht zu viel kalk mag, find ich kalkmangel jetzt etwas fraglich.
wichtig für das substrat für Plumeria ist perfekte wasserdurchlässigkeit und nicht zu viel von den wasserspeichernden zutaten. gute hauptzutaten sind blähton (4-8mm), lavakies, bims, granitkies. als humosen zusatz eignen sich torffreie blumenerden oder auch rindenhumus. torf verdichtet die erdstruktur und macht sie luft- und wasserundurchlässig. zum festhalten von wasser und dünger darf man auch etwas perlit, seramis oder kokoshum dazumischen. möchte man zusätzlich mineralien hinzufügen, mischt man am besten urgesteinsmehl in die humosen zutaten und streut es jährlich auf die substratoberfläche. urgesteinsmehl (z.b. von neudorff) hat spuren von kalk, die absolut ausreichen.
rezepte für plumeriasubstrate gibt es viele. allen gemein ist eine luftige, kiesige mischung im leicht sauren bereich, die zur winterruhe gut trocknet.
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BeitragMi 27 Mär, 2013 12:32
@horreum
Danke für die Tipps.
Ja das werde ich als Übergangslösung wohlt tun. Also Leitungswasser u. Mineralwasser benutzen. Allerdings hat meins nur 30-50mg/L. Eine Dauerlösung ist das aber nicht.... Werde demnächst wohl doch einen Sack Rasenkalk oder so kaufen.

@Plantsman
Ja da hast du Recht! Und natürlich bin ich mir auch nicht sicher. Aber wenn Das Substrat im schlimmsten Fall einen Ph-Wert von 5 hat und ich mit Regenwasser gieße (5,8 ), dann ist das für die meisten Pflanzen sicherlich nicht der optimale Bereich. Wenn ich mit etwas aufkalken auf 6-6,5 komme, dann sollte das doch nicht schlecht sein oder?

@andi.v.a
Das Problem tritt auch nur bei meinen Plumeria stenophylla auf. Meine 1-jähringen Plumeria Salmon Brown hatten dieses Problem nie. Und ich finde Kokohum ist ein schöner Zuschlagstoff(natürlich mit Seramis, Bims, Lava, Perlite etc.). Gut das mit dem puffern des Ph-Wertes ist mir neu. Aber ich finde Kokohum hält überhaupt nicht zu viel Wasser. In den Sommermonaten musste ich meine Pflanzen 2mal am Tag gießen sonst wären die mir vertrocknet. Und den Winter haben die auch schadlos überstanden.
Hier mal ein aktuelles Bild.



MfG

Domer
Bilder über Kalk bzw. Calziummangel von Mi 27 Mär, 2013 12:32 Uhr
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BeitragMi 27 Mär, 2013 12:54
Hallo

also ich benutze Kokohum nur als Beimischung um das Substrat wasserdurchlässiger zu machen. Das trockene 'Brickett' saugt sich zwar erstmal voll, wie ein Schwamm, aber die Wasserhaltekraft finde ich eher mäßig. Die mangelnde Pufferwirkung des PH-Werts und von Nährstoffen ist auch ein Problem.

Mit Plumeria kenne ich mich nicht aus, aber ich denke es gibt schon bessere Substrate/Mischungen für die Pflanze.

Ob die Pflanze Kalzium braucht, kann ich nicht sagen, aber es gibt einen relativ neuen Flüssigdünger (Complete) mit pflanzenverfügbarem Kalzium und Magnesium, trau mich hier nicht den Hersteller zu nennen.

Gruß, CL
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BeitragMi 27 Mär, 2013 14:30
Hallo Domer,

bevor Du mit Kalk usw. herumexperimentierst, wäre meine Empfehlung, dass Du Deiner Plumeria ein ordentliches Substrat gibst, von dem nährstoffarmen Kokohum als reines Substrat halte ich überhaupt nichts.
Es ist mir auch nicht bekannt, dass die Plumerien einen besonders hohen Kalk/Kalziumbedarf haben, da höre ich hier das erste Mal davon:-k .

Siehe auch mal hier unter Substrat, auch die anderen wertvollen Tipps wie z.B. Dünger, solltest Du Dir mal in Ruhe durchlesen:
http://green-24.de/forum/ftopic67458.html

Meine Frangipanis stehen seit Jahren in diesem Gemisch und es geht ihnen gut :wink:.

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