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Orchideen in den Garten (Freiland) auspflanzen, winterhart?

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Orchideen für das eigene kleine Gartenparadies

Orchideen sind nicht nur wunderschön, diese Pflanzen - in der Fachsprache "Orchidaceae" genannt - gehören mit zu denen umfangreichsten Pflanzengattungen. Mehr als 20.000 Arten wurden bereits entdeckt und gezüchtet. Während der Sommermonate können sehr viele Arten, die sonst nur auf den Fensterbänken zu finden sind auch in den Garten gesetzt werden, zudem gibt es Orchideenarten die winterhart sind. Wir nennen die Orchideen daher in diesem Bericht einfach Gartenorchideen.

Verschiedene Wuchsformen bereichern das Gesamtbild

Gartenorchideen können nicht nur durch ihre Farbenpracht viele Farbakzente im Garten setzen, sie fallen auch durch ihre ganz unterschiedlichen Blätterformen auf.
So gibt es einsprossige (monopodiale) Orchideen und mehrsprossige (sympodiale) Orchideen. Erstere haben nur eine einzige Sprossachse, an der sich die einzelnen Blätter ausbilden. Die bereits genannte Gartenorchidee Phalaenopsis fällt in diese Kategorie. Sobald mehrere Triebe zu sehen sind, spricht man von einer sympodialen Orchidee. Hier wächst nicht nur eine Achse senkrecht nach oben, sondern mehrere Triebe und diese meist leicht nach außen geneigt. Eine solche Gartenorchidee, die auch in unseren Breiten angepflanzt werden kann, ist die Oncidium.


Winterharte Orchidee, Cypripedium calceolus - Frauenschuh

Tropische Orchideen im Sommer raus, im Herbst ins Haus. Leichter Einstieg mit den ersten Gartenorchideen - Phalaenopsis und Oncidium

Die Phalaenopsis und Oncidium gelten als besonders einsteigerfreundliche Orchideen. Sie verzeihen kleine Fehler und gedeihen auch ohne optimale Bedingungen.
Phalaenopsis benötigt im Garten einen hellen aber nicht komplett sonnigen Platz. Die Temperaturen sollten 30 Grad Celsius nie übersteigen. Sobald die Außentemperatur unter 15 Grad Celsius fallen, sollte die Pflanze zum Überwintern ins Haus geholt werden. Diese Faustregeln gelten auch bei der Oncidium. Hier gibt es allerdings je nach Art Pflanzen, die Temperaturen zwischen 17 Grad Celsius und 27 Grad Celsius bevorzugen und Pflanzen, die bei kühleren Werten zwischen 12 und 25 Grad am besten gedeihen.
Alle Gartenorchideen sollten nur mit Regenwasser oder weichem (kalkarmen) Leitungswasser versorgt werden. Im Sommer darf zwei Mal pro Woche gegossen werden, im Winter reicht einmal.
Dünger ist immer zu empfehlen, er sollte allerdings sparsam angewandt werden. Als Orchideendünger ausgeschriebene Produkte dürfen einmal pro Monat benutzt werden. Einsteiger können auch auf Düngestäbchen zurückgreifen, die nach Bedarf ganz automatisch gespeicherte Nährstoffe an die Pflanzen abgeben.

Weitere winterharte und pflegeleichte Gartenorchideen

Winterhart und daher als dauerhafte Anpflanzungen im Garten gut geeignet sind die Cypripedien, umgangssprachlich auch Frauenschuhe genannt. Durch ihre Schönheit bei Züchtern besonders beliebt, konnten inzwischen mehr als 45 Arten und hunderte Hypride gezüchtet werden. Im September jeden Jahres kommt es zu einem Einzug der Blätter und die Orchidee überwintert bis zum nächsten Frühling. Sobald es wärmer wird, beginnt sie allein mit dem Austrieb.
Auch die Ophrys (die Ragwurzen) dienen als Gartenorchideen. Die Pflanze gilt nicht nur als schön, sondern auch als Überlebenskünstler. Die hierzulande bekannten vier Arten sind allesamt winterhart und können daher problemlos in jedem Garten ausgepflanzt werden.
Für Gartenfreunde mit einem Teich empfiehlt sich auch die Anschaffung einer Pogonie, denn diese Hochmoor-Orchideen verschönern jeden Teichrand und sind in Deutschland durchgängig winterhart. Ihre bis zu 3 Zentimeter großen Blüten blühen stets im Juni und Juli. Auch die winterharte Epipactis (der Stendelwurz) bevorzugt ein feuchtes Substrat und eignet sich daher als Zierpflanze an Gartenteichen. Im Juni, Juli und August erscheinen die zarten Blüten am Ende des aufrechten Stängels.

Der Kampf gegen Schädlinge

Gartenorchideen sollen viele Jahre lang als Zierpflanzen das heimische Grün verschönern. Neben unsachgemäßer Pflege gibt es noch eines, was ihre Gesundheit und damit ihre Schönheit zerstören kann: ein Schädling.
Es gibt verschiedene Schädlinge, die sich von Orchideen ernähren und diese dadurch entweder beim Wachstum stören oder sie sogar so krank machen, dass Blätter ausfallen und die Blüten eingehen. Um etwas gegen die Schädlinge unternehmen zu können, muss man die gesamten Orchideen regelmäßig genau nach unerwünschten Gästen absuchen.
Der bekannteste und zum Glück auch leicht zu entdeckende Schädling ist die Schnecke. Schnecken ernähren sich von der gesamten Pflanze und können diese daher innerhalb weniger Tage völlig verzehren.
Auch die Blattunterseiten aller Orchideen sollte man regelmäßig kontrollieren, denn hier fühlen sich schnell die Mottenschildläuse heimisch und ernähren sich von den Blättern. Bekämpft man die Tiere nicht, geben sie Ausscheidungen ab, die zuckerhaltig sind und zum Blattverlust führen können.
Dritter Feind der Gartenorchideen sind die Blattläuse, die im Garten von kaum einer Pflanze ablassen und auch die Stängel, Blätter und Blüten der Orchideen anfressen.
Zu den natürlichen Feinden der Gartenorchideen zählt übrigens auch der Ohrenkneifer. Die Ohrwürmer sind zwar im Allgemeinen nützlich für den Garten, da sie die Blattläuse beseitigen, doch Orchideen schmecken ihnen ebenfalls. Gerade die Wurzeln der Pflanzen dienen den Ohrwürmern als Nahrung.
Neben chemischen Mitteln zur Schädlingsbekämpfung gibt es auch eine einfache und harmlose Methode, die von Züchtern gern angewandt wird: eine Orchideenvitrine. Eine solche Vitrine gibt es in verschiedenen Höhen und Breiten, damit jede Orchidee ihren Platz darin finden kann. Durch Glaswände bleibt die Pflanze vor allen Fressfeinden sowie Regen und Wind geschützt und kann dennoch betrachtet werden. Viele Orchideenvitrinen besitzen auch eine eigene innere Beleuchtung, sodass die Orchidee selbst an dunkleren Standorten problemlos gedeihen kann.

Kleine Lehrstunde - Gattung, Art und Hypride

Orchideen sind so zahlreich, dass man schon ein wenig Fachwissen haben muss, um durch all die Begrifflichkeiten zur Unterscheidung durchzusehen. Aber im Grunde ist das recht einfach, wenn man drei Dinge kennt:
1. Gattung
Eine Gattung dient als Oberstufe. Die beliebteste Gattung ist die Phalaenopsis. Diese Orchidee kommt ursprünglich aus den Tropen.
2. Art
Die Phalaenopsis als Gattung kennt viele Orchideenarten, etwa die Phalaenopsis aphrodite. Arten unterscheiden sich zum Beispiel in der Farbe oder der Länge der Stängel und Größe der Blätter.
3. Hypride
Man spricht dann von Hybriden, wenn verschiedene Gattungen von Orchideen untereinander gekreuzt werden und so ganz neue Formen entstehen. Viele Züchter von Gartenorchideen arbeiten mit diesem Prinzip, um Pflanzen hervorzubringen, die noch widerstandsfähiger sind und so auch im Garten pflegeleicht bleiben.

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