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Das Pflanzenlexikon - Steckbrief, Portrait und Pflegehinweise...
In unserem Lexikon der Pflanzen sind die Pflanzenarten alphabetisch sortiert. Es werden alle Pflanzengattungen wie Gartenpflanzen, Zimmerpflanzen und exotische Pflanzen aufgeführt. Zu fast jeder Pflanze gibt es Angaben zum schneiden (Rückschnitt und Erziehungsschnitt) , wässern (wie viel Wasser und wie oft), düngen (welcher Dünger und wann muss gedüngt werden), Standort (sonniger, halbschattig oder im Schatten, Licht und Ansprüche), Erde (welcher Boden oder welches Substrat), Krankheiten (bekannte Schädlinge und Erkrankungen, Mittel wie Insektizide und Fungizide sowie Maßnahmen zur Bekämpfung).
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Plumeria obtusa ´Singapore White` - Frangipani

Sa 18 Aug, 2007 11:04



Plumeria obtusa ´Singapore White` - Frangipani


Wer eine Frangipani wie die weiße Sorte `Singapore White´ (Plumeria obtusa) mit ihrer gelben Mitte in tropischen und subtropischen Urlaubsländern ein Mal blühend gesehen hat, wird sie nie wieder vergessen und den eigenen Wintergarten, die Terrasse, den Balkon oder südexponierte Wohnzimmerfenster damit schmücken wollen. Denn ihre makellosen Blüten duften so verführerisch, dass man ihre Essenzen bis heute für hochwertige Parfums nutzt. Die Blütenblätter sind ebenmäßig und von solch feinem Glanz, dass sie wie aus Porzellan gegossen scheinen. Die von der Wildart Plumeria obtusa abstammende Sorte 'Singapore White' ist eine der weltweit robustesten und blühfreudigsten Sorten, die auch bei kühleren Temperaturen und geringerer Lichtausbeute beste Blühergebnisse erzielt und auch im Winter einen Teil bis Großteil ihrer Blätter behält. Deshalb ist sie zurecht die meistgefragteste und hierzulande häufigste Sorte.
Allgemeine Informationen zu Frangipani (Plumeria):
Jedes Individuum blüht zu einem anderen Zeitpunkt, so dass exakte Prognosen unmöglich sind. Unserer Erfahrung nach fällt die Blütezeit hierzulande meist in die Hoch- bis Spätsommermonate. Falsch ist die Annahme, dass sich erst oberhalb einer Verzweigung Blüten bilden. Auch eintriebige Exemplare sind bereits blühfähig. Stattdessen verzweigen sie sich mit hoher Wahrscheinlichkeit nach dem Flor! Plumerien wachsen bevorzugt in lockerer, mit Lavagrus, Blähtonbruch oder grobem Sand durchmischter Erde und danken ein regelmäßiges Übersprühen oder -brausen der Blätter (hohe Luftfeuchte). Die Pflege der wasserspeichernden Pflanzen (Sukkulente) ist je nach Jahreszeit unterschiedlich: Im Sommer brauchen die Pflanzen konstanten Wassernachschub. Trockenheit führt zu Blattverfärbungen und Blattfall. Geben Sie 3 bis 4 x pro Monat flüssigen Volldünger in halber Konzentration mit ins Gießwasser. Im Winter, wenn ein Großteil der Blätter abfällt, gilt es, Nässe zu vermeiden, die die Pflanzenbasis faulen lassen würde. Gießen Sie deshalb wenig und in größeren Abständen - aber nicht "gar nicht".

Info: edle & duftgewaltige Blüten; pflegeleicht; langsamwüchsig

Verwendung: ab Mai draußen auf Balkon & Terrasse, ganzjährig in lichtreichen Zimmern; ganzjährig in beheizbaren Wintergärten


Pflegehinweise:

Standort im Sommer: Vollsonnig. Sicherstellen, dass die Töpfe bei Windböen nicht umfallen, um einem Abbrechen der wertvollen Triebe vorzubeugen.

Standort im Winter: Hell bei 15 °C (+/- 5°C). Blattabwurf ab Oktober/November. Neuaustrieb ab April/Mai. Kurzzeitiges Temperaturminimum 0 °C.

Pflege im Sommer: Mit dem Sprießen der Blätter ab Mitte April nimmt der Wasserbedarf kontinuierlich zu. Aufgrund des Substrats (siehe unten), das wenig Feuchtigkeit speichert und diese rasch verliert, brauchen Frangipani im Sommer einen kontinuierlichen und reichen Wassernachschub. Zur Nährstoffversorgung genügen 14-tägige Gaben flüssigen Kübelpflanzendüngers zwischen Mai und August.

Pflege im Winter: Mit sinkenden Temperaturen dreht sich die Pflege um und es gilt, Nässe zu vermeiden. Über längere Zeit zu nasse Erde lässt die Pflanzenbasis faulen und die Stämme umknicken. Gießen Sie deshalb wenig - aber nicht "gar nicht" - und in größeren Abständen. Der Wasserbedarf ist im Winter sehr gering, die Wurzeln sollten aber nicht verdorren.

Schnitt: Zwar kann man Plumerien während der Winterruhe an beliebiger Stelle über 20-30 cm Länge/Höhe kappen, doch stellt sich nur selten der gewünschte Erfolg einer Verzweigung ein, die natürlicherweise nach jeder Blüte erfolgt. Schnitte hinterlassen oft unschöne Narben und solange die Wunden offen sind, kann es zu Bakterienbefall oder Fäulnis kommen. Deshalb raten wir von Schnitten ab.

Substrat: Plumerien bevorzugen lockere, mit Lavagrus, Blähtonbruch oder grobem Sand durchmischte Erde. Umgetopft werden Plumerien nur alle 2-5 Jahre.

Gesundheit: Bei sommerlicher Erd- oder Lufttrockenheit auf Spinnmilben-Befall achten. Spinnmilben gehören zu den Spinnentieren, gegen die nur Pflanzenschutzmittel nachhaltig wirken, die zu den Akarizide zählen. Mittel "gegen beißende und saugende Insekten" sind nicht geeignet.

Verwendung: Ab Mai im Freien mit Überwinterung im Haus; ganzjährig in beheizbaren Wintergärten oder in lichtdurchfluteten Wohnräumen


Kurzbrief:

Familie: Apocynaceae
Herkunft: Mittel-Amerika, Karibik
Zone: 10-12
Temperaturminimum: 0 °C
Überwinterung: 15 (±5)°C, hell
Blüte: (Spätsommer), weiß-gelb, intensiv duftend
Früchte: Schoten
Wuchsform: Sukkulente
Höhe: 0,5-3 m
Standort: sonnig


Mit freundlicher Unterstützung durch ©www.flora-toskana.de

Bilder
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