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Pflegeleichte Präriestauden aus Amerika

Mi 23 Aug, 2006 16:51



Leuchtender Farbrausch im Herbstgarten
Pflegeleichte Präriestauden aus Amerika


Auf nach Amerika! Land der unbegrenzten Möglichkeiten, in dem Tellerwäscher zu Millionären aufsteigen ? dieser Gedanke hat in der Vergangenheit zahlreiche Europäer dazu bewegt, hier ihr Glück zu suchen. Die deutsche Einwanderung in die USA begann bereits im 17. Jahrhundert. In der Nähe von Philadelphia entstand ?Germantown?, und um 1850 emigrierten fast eine Million Deutsche in die Vereinigten Staaten. Deutsche Wurzeln in der amerikanischen Bevölkerung sind also keine Seltenheit ? umgekehrt hat sich in Deutschland viel Amerikanisches verwurzelt: Auch in den Gärten! Dort blühen nämlich Präriestauden mit amerikanischen Vorfahren in leuchtenden Farben und bringen ein bisschen ?Wilden Westen? in die Beete. Zu den beliebtesten unter ihnen gehören viele Stauden-Astern, einige Staudensonnenblumen (Helianthus-Arten), das Sonnenauge (Heliopsis) sowie die Sonnenhüte (Rudbeckia und Echinacea), die alle reichhaltig und langanhaltend blühen.

Sternenzauber

In der griechischen Sprache bedeutet Aster ?Stern? und tatsächlich muten die den Gänseblümchen ähnelnden Blüten wie Sterne an. Im Herbst ist der Höhepunkt des Asternjahres: Wenn der Sommer noch verlängert werden will und das menschliche Auge von Farbe nicht genug kriegen kann, haben diese Stauden ihren ganz großen Auftritt. Zu den im Herbst blühenden Arten gehören die kompakte und niedrig wachsende Kissen-Aster (Aster-Dumosus-Sorten), die filigrane Myrten-Aster (Aster ericoides) und die Weiße Waldaster oder Gebüsch-Aster (Aster divaricatus). Die Weiße Waldaster ist eine der wenigen Herbstblüher, die auch im Halbschatten und an trockenen Stellen im Garten bestens gedeiht. Sie blüht von August bis in den Oktober mit unzähligen weißen Blütensternen. Wegen ihres wilden Charmes passen Astern gut in Naturgärten und sorgen dort vor allem für blaue, violette, rote und rosafarbene Farbtupfer.

Sonne, Sonne, Sonne

Wenige Jahrzehnte nachdem Kolumbus Amerika entdeckte, brachten spanische Seefahrer die ersten Sonnenblumen nach Europa. Die meisten der mehr als 60 verschiedenen wild wachsenden Sonnenblumenarten kommen aus der Prärie des Mittleren Westens. Seit dem 19. Jahrhundert werden einjährige Sonnenblumen in Europa großflächig zur Ölgewinnung angebaut. Die Nationalblume des amerikanischen Bundesstaates Kansas sorgt auch in deutschen Gärten für lichte, fröhliche Bereiche ? und das mitten im Herbst. Die altbekannten Sonnenblumen haben nämlich ausdauernde, mehrjährige Verwandte: Die Staudensonnenblumen. Sie blühen ausdauernd von Juli bis Oktober, brauchen reichlich Wasser und einen nährstoffhaltigen Boden. Außerdem sollte dieser gut durchlässig und sandig-lehmig sein. In der Regel werden Staudensonnenblumen fast zwei Meter hoch. Weitere unkomplizierte Dauerblüher sind Sonnenhüte. Sie sind ausgesprochen winterhart und wachsen sowohl in der vollen Sonne als auch im Halbschatten. Sie blühen ? überwiegend gelb oder purpurfarben ? je nach Art von Juli bis Oktober. Von manchen lassen sich die Fruchtstände nach der Blüte hervorragend als Trockenblumen nutzen. Eine andere reichblühende Gartenstaude mit Sonne im Namen ist das Sonnenauge. Die gelben Blütenstände sind einfach, halb- oder gefüllt und erscheinen von Juli bis September. Am besten gedeiht die Staude in humosem, nicht zu trockenem Boden in voller Sonne, wächst aber auch im Halbschatten und gibt hervorragende Schnittblumen für bunte Sommersträuße ab. Präriestauden sind in der Regel also eher anspruchslos und erfreuen Mensch und Tier gleichermaßen, sind sie doch vor allem im Spätsommer eine beliebte Nahrungsquelle für Vögel, Bienen und Schmetterlinge.

Gute Begleiter

Die warmen Töne der Präriestauden wirken besonders im Kontrast: Blauviolett blühende Verbenen zwischen Sonnenauge und Sonnenhut sind eine gelungene Kombination! Optisch aufgelockert werden Gartenbereiche mit Präriestauden auch durch Ziergräser wie Chinaschilf (Miscanthus), oder Präriegräser, wie Rutenhirse (Panicum), Indianergras (Sorghastrum), Liebesgras (Eragrostis) und Tautropfengras (Sporobolus). Sie verfärben sich zum Teil im Herbst bronzegelb oder gelbbraun und rauschen beim leisesten Windstoß. Eine attraktive Zusammenstellung ist auch der Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) mit weiß blühenden Flammenblumen (Phlox) und einigen rosa-violetten Prachtscharten (Liatris spicata). Die beste Zeit, um Präriestauden zu pflanzen, ist von Ende August bis Anfang September oder auch im Frühjahr.

CMA

Weitere Informationen: www.cma.de

Bilder
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Foto: CMA. - Auch in deutschen Gärten blühen im Herbst viele Präriestauden mit amerikanischen Vorfahren in leuchtenden Farben und bringen ein bisschen ?Wilden Westen? in die Beete. Zu den beliebtesten gehören viele Stauden-Astern, einige Staudensonnenblum
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Foto: CMA. - Präriestauden wie Sonnenhüte erfreuen Mensch und Tier gleichermaßen und sind vor allem im Spätsommer eine beliebte Nahrungsquelle für Vögel, Bienen und Schmetterlinge.

Mi 23 Aug, 2006 19:21

hallo,

danke für die guten ideen diese woche!
kommt mir doch gerade recht bei der einrichtung bzw. neugestaltung eines neu erworbenen gartens!

gruß gudrun

Mo 28 Aug, 2006 23:23

Sonnenhut, egal ob gelber oder roter (es gibt sogar weiße Sorten) blüht viele, viele Wochen lang und ist so wirklich eine dankbare Beetstaude.
Gruß Irene

Di 29 Aug, 2006 5:45

hallo,

genau den hab ich mir auch schon geordert!
gefällt mir so gut!

gruß gudrun
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