Mutterboden zwingend erforderlich - Alternativen?

 
Hauptgärtner*in
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Mutterboden zwingend erforderlich - Alternativen?

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Gepostet: 09.04.2017 - 18:42 Uhr  ·  #1
Hallo,

bald ziehen wir in einen Neubau mit kleinem Garten. Der Bauträger bietet an Mutterboden auszuringen. Natürlich für entsprechendes Zusatzgeld. Das will ich auf keinen Fall machen da viel zu teuer. Jetzt stelle ich mir die Frage ob es nicht eine einfachere Alternative gibt die obere Bodenschicht so aufzubereiten dass man guten Gewissens pflanzen kann? Meine Idee wäre jetzt z.B. ein paar Säcke Kompost zu kaufen diese in den Boden einzuarbeiten. Das erscheint mir am unkompliziertesten und günstigsten. Wenn ich Mutterboden ankarren lasse müsste ich ihn mit Schubkarren durch die Garage in den Garten fahren. Auf dem Grundstück wurde vorher Landwirtschaft betrieben.

Wäre nett wenn mir da Jemand was zu sagen kann?

VIele Grüße und schon mal Danke
Pflanzendoktor*in
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Re: Mutterboden zwingend erforderlich - Alternativen?

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Gepostet: 09.04.2017 - 19:10 Uhr  ·  #2
Die Frage ist, was ihr dann pflanzen möchtet.
Ich würde mir jetzt dringend Gedanken machen, was wohin kommen soll und an den entsprechenden Stellen Bodenproben zur Analyse nehmen. Erst danach würde ich den Boden weiter aufbereiten/auflockern. Zudem habt ihr noch die Möglichkeit, den Lichteinfall und die Windverhältnisse auf dem Grundstück besser kennenzulernen.

Bedenke bitte auch, dass ihr die große Pflanzaktion für Büsche, Rosen, Obstbäume usw. eher in Richtung Herbst unternehmen könnt, um euch im Sommer nicht tot zu gießen.

Sprecht euch im Vorfeld vielleicht auch mit den Nachbarn ab, damit nicht Nachbar 1 eine riesige Hecke setzt und der andere Nachbar ebenfalls. Heckenpflanzen haben die unangenehme "Nebenwirkung", dass auch sie Wurzeln haben, welche weitere Pflanzen in Bedrängnis (mickern) bringen können.

Viel Erfolg
Hauptgärtner*in
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Re: Mutterboden zwingend erforderlich - Alternativen?

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Gepostet: 09.04.2017 - 19:20 Uhr  ·  #3
ok Danke schon mal. Der Garten ist noch nicht eingeebnet, so dass das Proben Nehmen noch nicht Sinnvoll ist. Hört sich aber nach einem guten Tipp an! Nur was mache ich dann mit so einer Gartenprobe?
Gepflanzt werden soll, wie du schon vermutest, Hecken, dann natürlich Rasen, Gräßer und Allerlei was ich mitnehme
Nebet Wadjet
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Re: Mutterboden zwingend erforderlich - Alternativen?

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Gepostet: 10.04.2017 - 08:53 Uhr  ·  #4
Du musst den Boden den Bedürfnissen der Pflanzen anpassen, also informiere dich im Vorfeld, was die von dir favorisierten Pflanzen für einen Boden möchten.
Wenn du die Ergebnisse der Probe hast, weißt du wie dein Boden aktuell beschaffen ist, vielleicht hast du Glück und er ist schon ideal oder du musst ihn eben aufbereiten, dass sich die Pflanzen wohl fühlen und wachsen. Wenn man schon Geld in die Neuanlage investiert und Pflanzen kauft, dann sollte man auch gucken, dass der Boden gut ist. Was nützen die schönsten Pflanzungen, wenn die Stauden, Hecken etc. nach einiger Zeit eingehen.

Bei uns im Nachbarort wird gerade ein neues Gewerbegebiet gebaut, da gibt es massig Mutterboden, der sonst einfach entsorgt wird. Unsere Nachbarn haben gerade ihr Grundstück neu angelegt und ebenfalls Mutterboden gebraucht.
Sie haben dort einfach gefragt, ob sie sich welchen nehmen können und die haben ihnen den Mutterboden ohne Geld zu verlangen gegeben. Du brauchst halt am besten ein paar fleißige Helfer und einen oder mehrere Hänger zum Aufladen, dann kommst du ganz kostengünstig an Mutterboden.
Heutzutage wird doch überall gebaut. Guck dich mal um in deiner Umgebung.
Pflanzenprofessor*in
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Re: Mutterboden zwingend erforderlich - Alternativen?

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Gepostet: 10.04.2017 - 14:55 Uhr  ·  #5
Mit ein paar Säcken Kompost kommst du im Normalfall nicht weit, da verschwindet dann schon eher eine LKW-Ladung. Wie groß ist denn euer neuer Garten? Und wie sieht die Erde, die jetzt da ist, aus?

Ein Tipp noch: achtet auf gutes, tiefgründiges lockern des Boden. er ist meist durch die Baumaßnahmen verdichtet und bereite später viele Probleme.
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