Milben im Wurzelballen - Bekämpfung mit Kiron machbar? - Pflanzenkrankheiten & Schädlinge - GREEN24

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Milben im Wurzelballen - Bekämpfung mit Kiron machbar?

Braune Blätter, kleine Tierchen, was tun, wenn Schadbilder auftreten ...
Worum geht es hier: Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun...
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.
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Hallo,

Grrr. Grade hab ich mich noch gefreut, dass der Winter dieses Jahr recht harnlos war, da steht der nächste Ärger ins Haus.
Ich war heute im Wintergarten recht aktiv, hab die ersten Pflänzchen für dieses Jahr in größere Töpfe gepackt, da einige wirklich überhaupt keinen Platz mehr in ihren Töpfen hatten und die letzten Tage sehr warm waren...
Jedenfalls sind mir dabei bei einigen Pflanzen diese lästigen "Erdmilben" aufgefallen - ich glaube die habe ich mir irgendwie mit den Pflanzen aus dem Garten im Herbst reingeholt. Wurzelmilben sinds vermutlich nicht, denn diese Exemplare krabbeln recht aktiv auf der Erde und auch den Töpfen umher. Es sind aber definitiv keine Raubmilben etc...
Ich vermute es sind Kompostierer, die verottendes im Substrat fressen.

Die Pflanzen haben auch keine Beeinträchtigungen, schön entwickelte Wurzelballen und treiben auch schön aus.
Im Wesentlichen "befallen" sind meine Euphorbia leuconeura und ein kleiner 20cm Ficus elastica. Ich wage mich aber zu wetten, dass auch meine große Passi und meine Marante befallen sein dürften, evtl sogar die eine oder andere Musa - denn das sind Kandidaten, die ich nicht austrocknen lassen konnte.
Einzig bei der E.leuconeura wundert es mich, denn die hatte wirklich nicht viel Wasser und steht in Kakteen Haage substrat. Aber die hab ich heute sowieso umgetopft.

Ich hab mir jetzt die Frage gestellt (und darum gehts eigtl) kann ich mit Kiron-Spritzbrühe die Pflanzen auch gießen und so diese Mistviecher evtl ausrotten?
Ich kann die einfach nicht leiden und werde den Verdacht nicht los, dass die mirg irgendwann doch nochmal einen Wurzelballen angehen oder vll einen Keimling abmurksen.

Die Forensuche liefert nur immer wieder die gleichen "Wurzelmilben" Threads, aber wirkliche Bekämpfungsmittel gegen Spinnentiere im Wurzelballen finde ich keine.
Hat jemand von euch evtl noch einen Tip, falls das mit Kiron nicht gehen sollte?

Wäre echt lieb!

Grüße,
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BeitragSo 30 Jan, 2011 18:16
Versuch es doch einfach mal mit der angegebenen Konzentration (0,15%?) zu gießen und berichte, ob es was gebracht hat.
Erfahrungen mit Wurzelmilbenbekämpfung habe ich leider nicht :?

Gut vorstellen kann ich mir aber Acequinocyl-haltige Mittel z.B das hier denn Vertimec (ein sehr gutes Profimittel) gibts nur für die Anwendung Gartenbau :?
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BeitragSo 30 Jan, 2011 18:55
Kann ich durch die Gießanwendung die Pflanzen nicht schädigen?

Und:

Kanemite ist für die Gießanwendung zugelassen?
(Das hatte ich gestern nämlich auch mal auf dem Schirm, aber habs dann wieder weg geklickt...)
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BeitragMo 31 Jan, 2011 18:20
Meines Wissens nach ist kein Mittel gegen Milben als Gießmittel zugelassen :?
Schädigen kann Kiron die Pflanzen normalerweise nicht. Ich hab zwar noch keine Erfahrungen mit Gießbehandlungen gemacht (außer mit Thiacloprid-haltigen Mitteln), würde es aber machen wenn es meine Pflanzen wären 8)

Eine andere Alternative wäre noch zu nennen:
Der Wirkstoff Dimethoat wirkt systhemisch und kann theoretisch gegossen werden (ohne die Pflanzen zu schädigen), da der Wirkstoff auch in zugelassenen Pflanzenschutzstäbchen enthalten ist, also auch über die Gießwassergaben aufgelöst über die Wurzeln der Pflanze aufgenommen wird. :-k
Die Flüssigen Mittel mit Dimethoat sind aber nicht als Gießmittel zugelassen zB Roxion oder Danadim

Gegen Spinnmilben war der Wirkstoff Dimethoat zugelassen(im Spritzverfahren), also gehe ich mal davon aus, das es auch gegen Wurzelmilben hilft.

Fazit: Es gibt momentan kein Mittel gegen Milben, welches als Gießmittel im Haus- und Kleingarten zugelassen ist
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BeitragMo 31 Jan, 2011 22:14
Ich habe mit diesen Viechern leider (oder zum Glück!) keine Erfahrung.
Aber sollten die nicht Feuchtigkeit genau so hassen, wie andere Milben auch?

Da Du ja schreibst, daß die Pflanzen keinerlei Schäden zeigen, würde ich, wenn es meine Pflanzen wären, die betroffenen Pflanzen so weit isolieren, daß sich da nichts ausbreitet, und sie dann im Frühjahr, wenn das Wetter warm und die Pflanzen "aktiv" genug sind, einfach alle mal kräftig für einen halben Tag in volle Wassereimer stellen und "tauchen".
Und dann würde ich mal abwarten, wie das den Viechern gefällt.... :-
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BeitragMo 31 Jan, 2011 22:26
Ich hab die betreffenden Kandidaten jetzt mal umgetopft und ordentlich Perlite (Belüftung) in das Substrat gemischt.
Jetzt werde ich die erstmal etwas trockener halten, damit auch ja nix gammelt was zusätzliche Nahrung sein könnte und im Sommer die Pflanzen erstmal einfach rausstellen.
Vll stellen sich ja Raubmilben ein...

Ich hab mir die Wurzeln alle angesehen - absolut keine Veränderungen, die aus Fraß oder Saugtätigkeit hinweisen.

Bloß: Vereinzeln der Pflanzen ist nicht machbar - die stehen im Wintergarten dicht an dicht und da hats 60% LF. Die können da außerhalb der Töpfe wandern, wenn sie wollen, ohne auszutrocknen und zu sterben.

In Pflanzen mit frischem Substrat hab ich sie aber nicht finden können, also hängts vll damit zusammen, dass da irgendwo dann Gammel drinteckt, den sie fressen.

Sollte sich nix ändern teste ich einfach mal ne Gießanwendung. xD
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BeitragSa 12 Feb, 2011 11:32
So, update.

Nachdem sich die Biester jetzt auch auf meine große Musa ausgebreitet hatten und sich dort im Kokohum explosionsartig vermehrten habe ich mich doch zum HAndeln entschlossen.

Bilanz:

- Kiron hilft nix; auch nicht gegossen (der Musa schadets aber auch nicht), die wächst stur weiter.
- Lizetanspray hilft schlagartig. Da krabbelt nix mehr.
Problem: Ich komm nur an die Substratoberfläche ran und werde da wohl öfter nacharbeiten müssen.

Heute ist ein Päckchen Kanemite angekommen, weil ich an meiner Marante sowieso Spinnmilben hatte, die etwas schwerer wegzukriegen waren - das werde ich in ein paar Tagen auch mal testen. Allerdings will ich der Pflanze eine kurze Atempause gönnen, was die Chemie angeht.


Allerdings: Auch bei massivstem Befall mit den Viechern hat die Pflanze keine Anzeichen von Krankheit etc gezeigt. Bloß: Wenns in dem Topf überall krabbelt und wuselt find ichs einfach eklig.
Könnten wirklich entweder Zersetzer sein, die viecher, oder sie fressen Trauermückenlarven - die sind nämlich schlagartig komplett weg.
Aber solange ich das nicht weiß bin ich vorsichtig.

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