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Braune Blätter, kleine Tierchen, was tun, wenn Schadbilder auftreten ...

Worum geht es hier:

Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun...
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.
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Madenvolk in Kübeln

Do 17 Mai, 2007 12:04



Grüße zusammen.
Ich hätte gern als mein erstes Thema hier in diesem Forum einen anderen Grund gewählt, aber leider handelt es sich um ein akutes Problem. Ich habe auch bereits das Forum durchsucht, aber viel schlauer bin ich leider nicht geworden. Außer ein paar "das könnte es sein.. hm.. muss aber nicht.."s habe ich nichts befriedigendes gefunden. Sollte ich aber blind gewesen sein, bitte ich schon im Vorfeld um Verzeihung und möchte als Entschuldigung anbringen, dass zumindest der Wille da war. ;)

Aber nun zu meinem Problem. Ich habe auf meinem Balkon über fünfzig Pflanzenarten (musste mal ein bisserl angeben *s*) und bei dreien ist mir aufgefallen, dass sie nicht mehr so gut aussehen, wie sie es eigentlich sollten. Der wilde Wein scheint hinüber zu sein, die Forsythie und die Hortensie halten sich dagegen noch wacker, aber schwächeln merklich. Alle drei Fälle haben eines gemeinsam: ihre Wurzeln werden von Maden angefressen, sodass sie langsam absterben. Jeder Löffelstich bringt an die fünf Maden zum Vorschein. :(

Ich habe mal ein Foto gemacht, für das Forum und das Familienalbum:

Bild anklicken, um es zu vergrößern.

Alle drei Pflanzen befinden sich in verschiedenen Kübeln und der Wein stand auch abseits der anderen beiden. Um nicht völlig in grünen Depressionen zu verfallen habe ich es bisher vermieden, alle anderen Pflanzen entsprechend zu untersuchen. Wobei eine Rose zumindest nicht befallen zu sein scheint (stand bei der Forsythie und der Hortensie direkt dran).

Erkennt jemand dieses Insekt und weiß, mit welchem Besuch ich gerade beehrt werde und womit ich demnächst zu rechnen habe? Bespringen diese Wurzelliebhaber auch andere Pflanzen, wenn ich keine Sofortmaßnahmen einleite?

Am liebsten würde ich ja hören, dass sich das Problem von selber löst, aber ich kann auch harte Wahrheiten ertragen.

So, ich werde mal die Erdbeeren besprechen gehen. ;)

Grüße,
Mic

Do 17 Mai, 2007 12:25

oi, da hast du dir was lästiges eingefangen. das bild zeigt eine larve des gefu(e)rchte(te)n dickmaulrüsslers (ein rüsselkäfer, vielleicht hast du die auch schon auf deinem balkon gesichtet). alle raussammeln so gut es geht. auf dem balkon reicht das vielleicht schon. ansonsten kannst du ihnen mit nematoden (im gießverfahren ausbringen) den kampf ansagen. die larven futtern wurzeln, die käfer dann an den blättern.

sie mögen nicht alle pflanzen, aber du hast ja schon bemerkt, dass manche unangetastet bleiben.

schönen gruß, stella

Do 17 Mai, 2007 13:45

*seufz* Es wäre auch zu schön gewesen, wenn es sich dabei um.. hm.. Feenkäfer oder so gehandelt hätte, die nach dem Schlüpfen einem Wünsche erfüllen.
Aber jetzt weiß ich schon mal woran ich bin. Ich werde es erstmal mit der Raussammel-Methode probieren und hoffen, dass ich nahezu alle erwische.

Vielen Dank für deinen Hinweis. Hast mich schlauer gemacht. :)

Do 17 Mai, 2007 20:33

Hi,

ich würde dir ehrlich gesagt zu den Nematoden raten. Das raussammeln ist nur eine Kurzfristige Möglichkeit. Wenn du Pech hast sind in ein paar Wochen wieder Welche da. Nematoden bieten eine Dauerwirkung, sollten aber 2x jährlich ausgebracht werden.
Verschiedene Pflanzenschutzfirmen wie Sautte + Stepper, Neudorff & Co. bieten sie an.

Grüße

Carsten

Do 17 Mai, 2007 21:03

http://www.schneckenprofi.de/nematoden- ... phora.html

:mrgreen:

Fr 18 Mai, 2007 13:42

Da meine Freundin eine mittelschwere Phobie vor Käfern hat und der Balkon ihr gehört, könnte es schwierig werden, sie davon zu überzeugen. Ein Versuch ist zumindest schon gescheitert. Also wird es wohl darauf hinauslaufen, dass wir oder ich uns durch die Kübel graben und ich später dann des Abends Käfer pflücken darf.
Wenn das dann tatsächlich nichts gebracht hat, dann gibt es zumindest ein Argument mehr, was für die Nematoden spricht.

Fr 18 Mai, 2007 15:50

kleiner tipp für die käferjagd :wink: . die käfer kommen zum fressen raus, wenn's dunkel wird. sie spielen auch gern toter mann, lass dich also nicht täuschen. sicheres zeichen dafür, dass du nach dem käfer ausschau halten musst, sind fraßspuren, vorwiegend am blattrand. das ist dann der berühmt/berüchtigte buchtenfraß. solang du da aber keine schäden hast, sind bis dato "nur" die larven am werk.

dann mal viel erfolg. btw, ich verfütter die larven an meine molche. die sind da ganz scharf danach. wenn du also was tierisches hast, kannst du versuchen zu verfüttern. ist 'ne prima eiweissquelle.

schönen gruß, stella

Fr 18 Mai, 2007 16:27

Nemathoden solltest du immer nur am Abend ausbringen ( gehen bei Sonnenlicht ein)

DAGR :wink: :wink:

So 20 Mai, 2007 11:30

Werde mir extra Schuhcreme ins Gesicht schmieren und einen grünen Tarnanzug tragen, wenn ich nächtens auf Jagd gehe. ;)
Danke für die Tipps. :)
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