Immergrüne Pflanzen immer auch giftig?

 
Azubi
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Immergrüne Pflanzen immer auch giftig?

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Gepostet: 18.03.2014 - 18:54 Uhr  ·  #1
Hallo liebe Mitgärtner,

Ich habe gehört, dass immergrüne Pflanzen stets giftig sind? Stimmt das eigentlich?

Viele Grüße,
Frogtongue
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Re: Immergrüne Pflanzen immer auch giftig?

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Gepostet: 18.03.2014 - 18:58 Uhr  ·  #2
Nein, das stimmt nicht.
Azubi
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Re: Immergrüne Pflanzen immer auch giftig?

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Gepostet: 18.03.2014 - 20:42 Uhr  ·  #3
Zitat geschrieben von derFloris
Nein, das stimmt nicht.


Okay, schön zu hören! Beispiele? Wir wollen im Prinzip einen kleinen Streifen an der Grundstücksgrenze mit solchen ungiftigen immergrünen "Verdeckungssträuchern" wie ich sie mal nenne, vllt. hüfthoch bepflanzen. Ungiftig weil wir einen kleines Krabbelbaby haben, was alles in den Mund steckt, und wenn man mal 1 Sekunde nicht hinschaut...
Immergrün weil es stets eine Art optische Trennung bieten soll.
Das Grundstück ist leider nur sehr schmal, dafür lang. Reihenhaus halt.

Danke schonmal für eure Tipps!!
Viele Grüße,
Frogtongue
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Re: Immergrüne Pflanzen immer auch giftig?

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Gepostet: 19.03.2014 - 11:53 Uhr  ·  #4
Hallo

Die Giftigkeit einer Pflanze ist auch eine Sache der Definition. Viele Pflanzen sind (roh) unbekömmlich, bei manchen macht die Menge das Gift. Kartoffel und Tomate sind per se auch giftig. Gefahren lauern für ein Kleinkind leider überall und die Vergiftungsgefahr ist im Haus wohl größer als im Garten.
Das soll heißen: Man sollte auf stark giftige Pflanzen im direkten Umfeld von Kindern verzichten, sich aber auch nicht zu verrückt machen lassen.
Hier eine Liste giftiger Pflanzen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_giftiger_Pflanzen
Pflanzen mit bunten Beeren sind natürlich reizvoller für Kinder, eine Buchsbaumkugel werden sie nicht gleich verschlingen.
Leider sind viele der gängigen immergrünen Sträucher nicht ganz unbedenklich oder wirklich giftig, zB.
Eiben, Stechpalmen, Kirschlorbeer, Rhododendron, Liguster, Lebensbaum

'Eßbar' wäre der Rosmarin als Kleinstrauch für wintermilde, trockenere Standorte. Die immergrüne Ölweide (Elaeagnus x ebbingei) ist wohl auch ungiftig mit unbedenklichen Früchten, Winterhärtezone 7a .

Als unbedenklich und erprobt gelten auch Buchen- und Hainbuchenhecken, die zwar nicht immergrün sind, durch das langanhaftende Laub aber als Sichtschutz gute Dienste erfüllen.
Für Deine Zwecke, als hüfthohe optische Trennung, braucht es eigentlich keine immergrünen Gehölze. Sommergrüne verschwinden ja nicht im Winter. Vielleicht eine Reihe Spiersträucher oder eine Alpenjohannisbeeren-Hecke?

Die Pflanzen sollten natürlich primär nach den Gegebenheiten (Licht, Boden, Klima) ausgewählt werden!

Gruß, CL
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Re: Immergrüne Pflanzen immer auch giftig?

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Gepostet: 20.03.2014 - 19:14 Uhr  ·  #5
Kleine strauchförmige Kiefernarten?

Hüfthohe Kiefernhecken haben ja immer etwas deprimierendes an sich, aber wenn man sie nicht mit Gewalt kastenförmig schneidet sondern ihnen eine natürlich Wuchsform gönnt, kann das vielleicht ganz hübsch sein. Besser noch, wenn man verschiedene, optisch unterschiedliche Arten und Sorten wählt und sie in Kleingruppen pflanzt, immer mit etwas Abstand zur nächsten Art/Sorte.

Allerdings fängt man sich mit einer solchen Monohecke früher oder später Kieferngespinstblattwespen ein, die für reichlich kahle Stellen sorgen können.
Azubi
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Re: Immergrüne Pflanzen immer auch giftig?

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Gepostet: 23.03.2014 - 22:10 Uhr  ·  #6
Hallo & Danke,

Ja, die Variante mit den Spiersträuchern scheint schon interessant zu sein, evtl. gepaart mit Alpenjohannisbeeren. Letztendlich sind wir aber noch zu keinem Schluss gekommen. Die Spiere sollen ja auch so in die Breite gehen, bzw. vertragen einen harten Rückschnitt zu Nachbars Seite weniger, laut Internetrecherche... unser Grundstück ist nur ca. 5.5 m breit... da kann man nicht so weit ran an die Grenze bei den gesetzlichen Abständen hier in NRW (Nachbar achtet drauf)
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Re: Immergrüne Pflanzen immer auch giftig?

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Gepostet: 24.03.2014 - 11:58 Uhr  ·  #7
Ja ja, die lieben Gesetze und die lieben Nachbarn! Die Abstandsregelungen sollen aber nur gewährleisten, daß Pflanzen nicht allzu sehr über die Grenze hinauswachsen. Gemessen wird ab Baumstamm-/Strauch-Mitte. Bei einer kleinen Hecke (unter zwei Meter) ist der Abstand von 50 cm fast schon knapp bemessen und bei einer Strauch-Breite von einem Meter bereits voll ausgenutzt.

Gestalterisch ist es meist viel interessanter auf einem (länglichen) Grundstück auch bepflanzte 'Engstellen' einzuplanen. Die Angst, daß auf schmalen Grundstücken jeder (seitlich) gepflanzte Strauch die optische Enge negativ verschärft ist ein Trugschluss. Für gestalterische Tipps bräuchten wir aber Fotos oder einen Gartenplan.

Spiersträucher vertragen Schnitt nach meinem Wissen gut, auch zur Blütenförderung. Eine Spirea 'Grefsheim' wächst natürlich ausladend/überhängend und wirkt auch nur dann richtig. Die kleinen S. japonica (bumalda) Sorten 'Little Princess' oder 'Anthony Waterer Sapho' brauchen wenig Platz, sind unempfindlich und hübsch.

Ein weiterer Kleinstrauch, reich- und lang-blühend, recht anspruchslos und ungiftig ist Potentilla fruticosa, der Fingerstrauch. Kann ich mir gut in Kombination mit Spirea vorstellen, eine Zwerg-Kiefer passt auch dazu, vielleicht auch Lavendel. Bei den Ribes-Arten und Sorten kann man auch noch mehr entdecken als nur die Alpenjohannisbeere.

Ich denke, der Nachbar kann sich schon mal auf den Anblick freuen!

Grüße, CL
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