Hilf neu gepflanzter Rhododentron schon wieder halb zerfress

 
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Hilf neu gepflanzter Rhododentron schon wieder halb zerfress

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Gepostet: 23.06.2005 - 09:51 Uhr  ·  #1
Hallo,
Ich habe seit Jahren einen Minirhododentron im Garten stehen, dessen Blätter immer mehr zerfressen wurden. Vor 3 Jahren waren es die Schnecken, dann die Läuse und jetzt wahrscheinlich der Dickmaulrüsselkäfer (?? so sage man mir im Gartenmarkt)
Der alte Rhododentron ist eingegangen. Ich habe diesen Frühjahr die Erde (ca 80 liter) weggemacht, durch teuere neue spepzielle Rhododentronerde ersetzt und jetzt sind schon wieder ein Drittel aller Blätter angefressen. Kann es denn sein, daß die Larven bei dem letzten kalten Winder überlebt haben und wenn ja wo (ich habe die Erde gewechselt)
Im Gartenmarkt hat man mir ein Granualt gegeben (Komibmittel gegen Läuse und Larven) und meinte, sinnvoll wäre erst im August der Einsatz weiterer Mittel.
Was kann ich denn jetzt machen ?
Danke für jeden Tipp!
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Re: Hilf neu gepflanzter Rhododentron schon wieder halb zerfress

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Gepostet: 29.06.2005 - 16:28 Uhr  ·  #2
Zitat
Kann es denn sein, daß die Larven bei dem letzten kalten Winder überlebt haben

es wär ja prima, wenn kalter winter die problemlösung gegen ippies wäre , aber leider tangiert die das nur sehr wenig, irgendwo finden sie schon ein "warmes" plätzchen. ausserdem kann es ja sein, auch wenn du alle larven erwischt hast, dass die käfer immer wieder aus nachbars garten, oder sonstwoher, neu zugezogen sind, denn das sind diejenigen, die oberirdisch rummampfen, & die sind mobil. die larven sind wo sie sind, in der erde & da fressen sie an den wurzeln rum.

gegen die larven kannst du entweder gifteln, oder es mal mit nematoden versuchen (brauchen aber höhere temperaturen), die du im giessverfahren ausbringen kannst. bei den käfern ist's schwierig, da die dem gift einfach 'ne lange nase machen können, indem sie davonfliegen & später wiederkommen.

was ganz probat sein kann, ist, die käfer abzusammeln, denn wenn sie erschreckt werden, lassen sie sich fallen & spielen toter mann . ich glaub abends, aber ich kann mich täuschen & die tageszeit spielt vielleicht gar keine rolle.

ach ja, vielleicht kannst du sie ja auch erst erschrecken, wenn sie sich dann tot stellen mit der chemie kommen
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Rüsselkäfer

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Gepostet: 26.07.2005 - 03:01 Uhr  ·  #3
Rüsselkäfer sind beim Rhododendron besonders dann ein Problem, wenn die Pfanze in einem warmen, trocknen Boden steht.

Die erwachsenen Käfer sind schwer zu bekämpfen. Sie kommen erst in der Dämmerung aus den Bodenverstecken. Dann kann man sie absammeln. Bei einer kleine Pflanze müsste dies problemlos gehen, wenn man zunächst um die Pfanze eine Folie oder Decke auf den Boden legt und die Pflanze dann abschüttelt und mit einer Handlampe den Erfolg konrolliert.

In diesem Jahr ist es für ein Absammeln der Käfer vermutlich schon zu spät, da die Eiablage wohl schon stattgefunden hat.

Eine recht originelle Bekäpfungsmethode, die ich aber nicht selbst probiert habe, soll mit Wachteln funktionieren. Diese kleinen Hühnervögel suchen in der Erde nach Insekten und spüren dabei die Käfer in ihren Bodenverstecken auf. Das ist 100% biologisch, erfordert aber einen beachtlichen organisatorischen Aufwand.

Gegen die Engerling im Boden helfen Nematoden, die es im Fachhandel gibt. Dabei muss man bestimmte Bedingungen beachten (Bodentemperatur, begrenzte Haltbarkeit), so dass die Anwendung nicht ganz einfach ist. Der Erfolg ist aber recht ordentlich - zumindest in ersten Jahr nach der Anwendung.

Bei kleineren Pfanzen kann man die Engerlinge auch mit systemischen Insektiziden bekämpfen. Diese vergiften allerdings auch andere Bodeninsekten und dürfen wegen der Gefahr für Bienen und Hummeln nicht während oder dicht vor der Blütezeit im Frühjahr verwendet werden.

Da Rhododendren einen relativ kleinen und festen Wurzelballen haben, kann man kleinere Pflanze ohne Schwierigkeiten aus der Erde nehmen und auf Engelinge untersuchen. Diese sind mit dem bloßen Auge gut zu erkennen und sehen wie kurze, weißlich-graue Raupen mit einem gelblich-braunen Kopf aus.

Wenn die Pflanze befallen ist, kann man sie zunächst in einem Topf isolieren und mit einem systemischen Insektenmittel behandeln [z.B. Imidacloprid, das es als "Combigranulat" speziell für Kübel- und Containerpflanzen auch im Wohnbereich gibt].

Da die Engerlinge des Dickmaulrüsslers auch bei anderen Pflanzen deren Wurzeln befallen, muss man mit einer Reinfektion rechnen, wenn der umgebende Boden nicht großflächig umgegraben und auf eventuelle Engerlinge untersucht wird.

Bei einem großflächigen Befall sollte man sich dann doch zu eine Nematodenbehandlung entschließen, da die Engerlinge an mehrjährigen Pflanzen im Garten ernste Schäden verursachen können.

Da ich für Dickmaulrüssler noch keine optimale Lösung gefunden habe, bin ich für Rückmeldungen über eventuelle Erfahrungen mit der Bekämpfung dankbar.
Besten Gruß Waldemar Raab, Bensheim/Bergstraße;
Telefax 06251 707 97 28
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Re: Hilf neu gepflanzter Rhododentron schon wieder halb zerfress

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Gepostet: 05.06.2006 - 18:27 Uhr  ·  #4
Hallo zusammen,

wir haben vorm Haus auch einen kleinen Rhododendron, der 1. schon abgeblüht ist und 2. auch viele angefressene Blätter hat.

Ist das dass selbe Problem wie von Siggi?
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Nachts absammeln...

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Gepostet: 08.06.2006 - 23:50 Uhr  ·  #5
...ich hatte auch gelegentlich Probleme mit diesen Viechern an ALLEN Immergrünen. Da ich auf chemische Mittel erst einmal verzichten wollte, habe ich mir wochenlang die Mühe gemacht, nachts mit der Taschenlampe an den befallenen Pflanzen die Käfer aufzuspüren, abzusammeln und zu zerquetschen (übrigens haben sich da oft gleich Tausendfüßer eingefunden, um die Kadaver zu vertilgen *g*). Wenn sich schon Brut im Boden befindet, ist aber leider oft hochwirksamens Gift die einzige Lösung; die natürliche Bekämpfung mit Nematoden kann bei falschem Zeitpunkt und ungünstigen Witterungsumschwüngen scheitern. Es gibt ein Mittel, das aber meines Wissens gar nicht so einfach freiverkäuflich erhältlich ist und bei uns im Botanischen Garten eingesetzt wird; den Namen muss ich in den nächsten Tagen erst herausfinden und mal sehen, ob man das als "Normalbürger" kaufen kann... stinkt entsetzlich und wird zur Behandlung fast homöopathisch verdünnt, wirkt aber wirklich wie die buchstäbliche "Keule"... Brut im Boden ist ein für allemal dahin...
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Re: Hilf neu gepflanzter Rhododentron schon wieder halb zerfress

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Gepostet: 09.06.2006 - 00:11 Uhr  ·  #6
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Naja, in der Theorie...

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Gepostet: 09.06.2006 - 00:43 Uhr  ·  #7
..in der Praxis ist das so nicht richtig. Ich verweise auf meinen vorherigen Eintrag. Wenn das Wetter nicht mitspielt, der richtige Zeitpunkt verpasst wurde etc.etc. ist die Bekämpfung mit Nematoden ein "Schlag ins Wasser" und kostet unnötig Geld. Zeitiges Absammeln der Käfer vermeidet die Paarungen und damit auch die Eiablage, ist also auf keinen Fall "sinnlos"... Es wäre ja schön, wenn man sich wirklich auf die schadstoff-freie Nematodenbekämpfung verlassen könnte; ist aber nicht so. Zum Glück zählen Rhododendren und andere Immergrüne, die befallen werden, nicht zu den Nahrungspflanzen; hier setze ich ausnahmsweise auch `mal die Giftkeule ein, wenn es gar zu extrem wird...
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Re: Hilf neu gepflanzter Rhododentron schon wieder halb zerfress

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Gepostet: 09.06.2006 - 09:47 Uhr  ·  #8
.....also kann ich davon ausgehen, dass dieses Rüsseltier sein Unwesen an meinem Rhododendron treibt. Wie groß sind denn diese Käfer, dass man sie einfach absammeln kann?

Bringt es was, wenn ich den Busch umsetze???

@macpflanz
Wäre wirklich toll, wenn du herausfinden könntest wie dieses Zeug heist.
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Umsetzen hilft nicht immer...

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Gepostet: 13.06.2006 - 21:02 Uhr  ·  #9
... Die Käfer sind etwas über 1 cm groß (erwachsen) und zweckmäßigerweise häßlich erdgrau, damit man sie nicht mehr findet, wenn sie beim Absammeln `runterfallen... Umsetzen ist leider oft KEINE Lösung, weil man der Pflanze ja gezwungenermaßen einen Ballen mit Erdreich lassen muss... und wenn schon neue Brut drin ist, schleppt man die dann nur mit an einen neuen Standort... Das Gift, das in unserer Stadtgärtnerei verwendet wird, heißt TAMARON...
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Re: Hilf neu gepflanzter Rhododentron schon wieder halb zerfress

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Gepostet: 14.06.2006 - 08:35 Uhr  ·  #10
@Danke Macpflanz

Du hattest geschrieben, dass es das Zeug vermutlich nicht frei verkäuflich gibt.

Konntest du da mehr in Erfahrung bringen?
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Re: Hilf neu gepflanzter Rhododentron schon wieder halb zerfress

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Gepostet: 15.06.2006 - 23:53 Uhr  ·  #11
Werde Anfang nächster Woche `mal die diversen Bezugsquellen "durchwühlen", vielleicht kann ich Dir aber auch `mal ein wenig davon abfüllen... das Zeug ist hochwirksam und wird in minimalen Prozentsätzen mit Wasser verdünnt... muss aber auch immer erst nachschauen, die Dosierung kann ich mir NIE merken...
Azubi
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Re: Hilf neu gepflanzter Rhododentron schon wieder halb zerfress

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Gepostet: 29.05.2007 - 18:14 Uhr  ·  #12
Ich habe exakt den selben Befall und Symptome an meinen Rhododendren wie Schnuffy (siehe Bild oben). Kann es sich dabei wirklich um Dickmaulrüssler-Befall handeln? Meine Internet-Recherche schliesst den Rüssler sogar als Übeltäter aus. Dieser soll spezialisiert sein auf Randfrass. Ganz eindeutig handelt es sich aber hier um Lochfrass. Als Verursacher für Lochfrass-Schäden sollen in Frage kommen: Erdflöhe, Kartoffelkäfer, Schnecken, Frostspanner oder allenfalls ein ganz bestimmter Pilz.
Könnte jemand nochmals über die Bücher gehen und den Täter für obiges Schadbild eruieren? Schnuffy, hast Du denn Rüssler gefunden?
Gruss, Dydima
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Re: Hilf neu gepflanzter Rhododentron schon wieder halb zerfress

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Gepostet: 11.06.2007 - 09:20 Uhr  ·  #13
@Dydima

Habe nie wirklich nach gesucht, aber nachdem ich ihn umgesetzt habe scheint er sich dann doch erstmal erholt zu haben.
Ich bin einfach am hoffen, dass es so bleibt wie bislang.
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Tamaron

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Gepostet: 12.06.2007 - 20:02 Uhr  ·  #14
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Re: Hilf neu gepflanzter Rhododentron schon wieder halb zerfress

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Gepostet: 13.06.2007 - 15:44 Uhr  ·  #15
Hallo,
darf Euch aus eigener Erfahrung berichten, dass das mit
den Nematoden der absolute Schwachsinn ist!
(Kostet nur viel Geld und bringt keinen Erfolg)
Es gibt genug hochwirksame Gifte (Fraß- und Erdschädlinge)
die etwas überdosiert einen sehr guten Erfolg haben.
LG
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Pflanzenkrankheiten & Schädlinge

Worum geht es hier?
Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun?
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.

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