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Das Pflanzenlexikon - Steckbrief, Portrait und Pflegehinweise...
In unserem Lexikon der Pflanzen sind die Pflanzenarten alphabetisch sortiert. Es werden alle Pflanzengattungen wie Gartenpflanzen, Zimmerpflanzen und exotische Pflanzen aufgeführt. Zu fast jeder Pflanze gibt es Angaben zum schneiden (Rückschnitt und Erziehungsschnitt) , wässern (wie viel Wasser und wie oft), düngen (welcher Dünger und wann muss gedüngt werden), Standort (sonniger, halbschattig oder im Schatten, Licht und Ansprüche), Erde (welcher Boden oder welches Substrat), Krankheiten (bekannte Schädlinge und Erkrankungen, Mittel wie Insektizide und Fungizide sowie Maßnahmen zur Bekämpfung).
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Hibiscus rosa-sinensis - Hibiskus, Eibisch - Malvaceae

Do 02 Aug, 2007 14:33



Hibiscus rosa-sinensis - Hibiskus, Eibisch

Viele von Ihnen kennen den Chinesischen Roseneibisch, kurz Hibiskus genannt, als kleine Sträucher für die Fensterbank. Damit sie jedoch in Höhen von nur 20-30 cm und entsprechend fenstertauglicher Größe üppig blühen, werden sie mit Hilfe spezieller Kulturmethoden (Stauchung, Hormonbehandlung) extra klein gehalten und die Blüte künstlich induziert. Überlässt man die stattlichen und blühgewaltigen Tropenpflanzen ihrem natürlichen Wuchs, reifen sie zu herrlichen Kübelpflanzen von Hüfthöhe und mehr heran, die ihre satt-dunkelgrüne Belaubung bei konstanter Wasserversorgung den ganzen Sommer unablässig und in reicher Zahl mit großen Blüten in vielen Farbsorten schmücken. Gefüllt blühende Sorten wirken dabei besonders üppig, da sie nicht nur fünf Blütenblätter haben, sondern dank umgewandelter Staubfäden rund doppelt so viele. Die einfach blühenden Sorten bestechen stattdessen mit ihrer Natürlichkeit und ihren langen Stempeln&Staubfäden. Vorsicht beim Betrachten: Der gelbe Blütenstaub tupft sich gerne auf die Nasenspitze, färbt aber nicht, sondern geht leicht wieder ab. Selbst im Verblühen sind Hibiskus-Blüten noch herrlich anzusehen, da sie sich spiralförmig eindrehen und ihre Farbe behalten, bis sie zu Boden fallen. Deshalb unser Tipp: Denken Sie um und machen Sie den Chinesischen Roseneibusch seiner Natur entsprechend zum Highlight für beheizte Wintergarten, zum Solisten im großen, lichtdurchfluteten Zimmern oder ab Mai im Terrassen- oder Balkongarten im Freien. Sonne fördert die Blüte, Hitze kann jedoch den Wassertransport von Wurzeln in die Kronen hemmen. Sollte Ihr Hibiskus trotz feuchter Erde "schlappe" Blätter zeigen, stellt man ihn an einen kühleren, teilsonnigen Platz. Vor den Eisheiligen Mitte Mai sollte Hibiskus nicht ins Freie, da er warme Temperaturen braucht, um die frischen Blätter und Blütenknospen zu versorgen.

Info: sehr große, farbstarke Blüten, wüchsige und imposante Dauerblüher
Verwendung: ab Mitte Mai draußen auf Balkon & Terrasse, ganzjährig in beheizbaren Wintergärten oder großen Zimmern

Pflegeanleitung:

Blüte: Sommer bis Herbst, Farbe sortenabhängig, gefüllt oder ungefüllt

Früchte: entfällt bei gefüllten Sorten

Wuchsform: Busch oder kleiner Baum (Stämmchen)

Höhe: je nach Schnitthäufigkeit und -stärke 1-3 m

Familie: Malvaceae - Malvengewächse

Herkunft/Klimazone: Tropisches Asien, Zone 9-12.

Standort im Sommer:
Ein sonniger Platz ist förderlich für eine lange anhaltende und üppige Blüte. Es sollte jedoch keine übermäßige Hitze aufkommen, die die Wurzelaktivität drosselt. In der Folge werden die Triebe und Blätter von den Wurzeln nur ungenügend mit Wasser versorgt, obwohl die Erde feucht ist. Hier ist alternativ ein kühlerer, luftfeuchterer, teilsonniger Standort angeraten.

Standort im Winter: Hell bei 15 °C (+/- 5°C). Je nach Licht- und Wärmeangebot bleibt nur ein Teil des Laubs erhalten. Doch selbst völlige Entlaubung ist unproblematisch, da Neuaustrieb ab April/Mai. Kurzzeitiges Temperaturminimum 0 °C.

Pflege im Sommer: Erde stets feucht halten. Kurzzeitige Nässe wird gut vertragen, wiederholte Trockenheit führt zu Blattvergilben, Blattfall und einem Blütenstopp (siehe hierzu auch "Standort im Sommer"). Der hohe Nährstoffbedarf wir wöchentlich mit einer Gabe flüssigen Volldüngers oder ab März mit Langzeitdünger gedeckt, der im Sommer aufgefrischt wird (Nachdüngung).

Pflege im Winter: Gleichmäßige Bodenfeuchte beibehalten, Menge und Häufigkeit aber entsprechend des Laubverlusts reduzieren. Achtung: Nasse Wurzeln vertragen weniger Kälte als leicht feuchte. Auf warme Füße achten und Pflanzen nicht auf kalten Steinfußböden überwintern, sonder leicht erhöht stellen.. Ab Oktober/November nicht mehr düngen.

Schnitt:
Damit die Kronen buschig bleiben, empfiehlt sich ein jährlicher Rückschnitt im Februar/März. Bei Stämmchen ist zusätzlich ein ein- bis zweimaliges Entspitzen und In-Form-Bringen während der Sommermonate zu empfehlen, bevor einzelne Zweige zu lang werden und das Kronenbild stören.

Substrat: Gesunde Pflanzen durchwurzeln ihre Töpfe binnen einer Saison und brauchen jedes Jahr im März ein Gefäß, das eine Nummer größer ist als das alte. Verwenden Sie hochwertige Kübelpflanzenerde, die durch grobkörnige Anteile (z.B. Lavagrus, Blähton) strukturstabil, das heißt locker und luftig bleibt.

Gesundheit: Bei zu warmer Überwinterung können sich Schildläuse einstellen. Im Frühling und Sommer auf Blattläuse achten, die sich an den jungen Blatt- und Blütenknospen niederlassen. Durch Standort- oder Pflegefehler gestresste Pflanzen können Weiße Fliegen anziehen. Ausnahme bleibt ein Befall mit Spinnmilben.

Verwendung: Ab Mai im Topfgarten auf Balkon&Terrasse mit Winterquartier im Haus; ganzjährig in beheizbaren Wintergärten oder großen, lichtreichen Wohnräumen.

Kurzbrief

Familie: Malvaceae - Malvengew.
Herkunft: tropisches Asien
Zone: 9-12
Temperaturminimum: 0 °C
Überwinterung: 15 (±5)°C, hell
Blüte: Frühsommer bis Herbst, diverse Farben, gefüllt oder ungefüllt
Früchte: entfällt bei gefüllten Sorten
Wuchsform: Strauch, Stämmchen
Höhe: 1-3 m
Standort: sonnig-halbschattig

Mit freundlicher Unterstützung durch ©www.flora-toskana.de

Bilder
hibiscus_mutabilis_-_digi.jpg
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