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Frühlingsbilder - die neue Lust am Kombinieren

Mo 02 Feb, 2009 7:38



Lust am Frühling

Die gelben Blätter der Heuchera lassen das Primelgelb noch mal so schön leuchten. Dunkelblaue Stiefmütterchen setzen Kontraste. Darüber schweben hell-blaue Akeleiblüten und die winzigen violetten Kreuzblütchen des Schöterich. Kombinieren heißt die neue Lust am Frühling. Ein Mix aus Zweijährigen, Zwiebelblumen und Stauden lässt auf Balkon und Terrasse lebendige Bilder nach dem Vorbild der Natur entstehen.

Stauden für Kästen und Kübel
Zwar ließ sich bisher bereits der Frühling standesgemäß mit Tulpen und Narzissen, mit Stiefmütterchen, Tausendschönchen, Primeln und Vergissmeinnicht begrüßen. Aber erst jetzt ergänzen Stauden wie Frühlings-Wolfsmilch, Steinbrech, Blaukissen, Steinkraut und Bergenien das Sortiment. Zuvor hatten sie ihren Platz nahezu ausschließlich im Staudenbeet. Frisch gepflanzt brauchten sie dort ein, zwei Jahre, bis sie zu voller Schönheit herangewachsen waren: Für Kästen und Kübel mit ihrem raschen Wechsel zwischen Frühjahrs-, Sommer- und Herbstflor ein viel zu langsamer Lebensrhythmus.

Bei den neuen Sorten der Frühlingsstauden, die unter Sortimentsnamen wie 'Frühlingsflirt' oder 'Spring Inspirations' angeboten werden, ist das anders. Sie wachsen rasch und starten bereits voll entwickelt in die Frühlingssaison. Noch wichtiger aber ist ihre Größe. Kompakt wachsend sind sie den Verhältnissen in Kasten, Schale und Kübel optimal angepasst. Die Akelei (Aquilegia-Hybriden) 'Spring Magic' beispielsweise erreicht nur 35 cm Höhe gegenüber der 50 bis 70 cm hohen Gartenakelei. Noch niedriger wächst Aquilegia flabellata, die in der 'Cameo'-Serie gerade mal 15 cm erreicht. Gemswurz (Doronicum) ist bisher als stattliche, 50 cm hoch ragende Beetpflanze bekannt. Ihr Goldgelb leuchtet nun auch als 30 cm niedrige Sorte 'Little Leo' aus Töpfen und Kübeln.

Ein gutes Stück Arbeit
So lang wie die Liste der neuen Frühlingsstauden für Kasten und Gefäß, so groß ist das Stück Arbeit, das hinter den neuen Sorten steckt. Glücksfälle sind es, wenn das bestehende Sortiment bereits geeignete Sorten enthält, die sich - aus verändertem Blickwinkel betrachtet - für eine neue Verwendung anbieten. Aber meist bleibt nur der mühevolle Weg von Kreuzung und sorgfältiger Selektion.

Selektion der Nachkommen

Selektion heißt nichts anderes, als die vielen Nachkommen - manchmal sind es Tausende aus gezielten Kreuzungen viel versprechender Partner - sorgfältig zu prüfen. Selbst wenn der Wuchs einen Sämling für den Kasten geeignet erscheinen lässt, die Blütenfarbe schön und leuchtend ist und große, gleichmäßige Blüten die Pflanzen schmücken, kann das Ziel der Wünsche noch weit entfernt sein. Lange Blühdauer und Blühfreude, harmonischer Wuchs, ansprechendes Laub und Gesundheit werden auch von ihr erwartet. Außerdem müssen die für Frühlingsblüher so wichtigen Eigenschaften wie Winterhärte und Robustheit gegenüber rauem Frühlingswetter erhalten bleiben. Da ist es schon ein Meilenstein für den Züchtungserfolg, wenn schließlich ein ganzes Sortiment geeigneter Stauden für Kasten und Gefäß zusammen kommt.

Quelle: CMA

Bilder
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Farbenprächtig leuchten Primeln und strahlend blaue Stiefmütterchen setzen Kontraste. Ein bunter Pflanzen-Mix sorgt auf Balkon und Terrasse stets für gute Laune.
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