Erde nach Staunässe noch zu retten?

 
Azubi
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Erde nach Staunässe noch zu retten?

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Gepostet: 06.07.2014 - 20:50 Uhr  ·  #1
Hallo liebe Pflanzenfreunde!

Zuerst möchte ich mich schon einmal vorneweg entschuldigen, falls ich meine Frage in das falsche Subforum gestellt habe - ich habe ganz schön rumgesucht, aber keine richtig passende Kategorie gefunden.

Mein Poblem ist folgendes:

nach meinem Kurzurlaub war leider durch den Dauerregen eine Kübelpflanze ersoffen. Ich hatte keine Löcher unten im Kübel (jetzt nachträglich reingebohrt) und es bildete sich Staunässe.
Die Pflanzenrettung läuft noch, aber das ist ein anderes Thema.
Was ich gern wissen würde bezieht sich ur auf die Erde: kann man die noch retten?
Jeder kennt das ja bestimmt, das die Erde durch die Fäulnis furchtbar stinkt. Aber ist sie auch schlecht? Oder kann ich sie vieleicht sogar für andere Pflanzen weiter benutzen?
Es war ein recht großer Kübel und demnentsprechend handelt es sich auch um viel Erde, sie war auch ganz neu - ich hatte die besagte Pflanze erst ca 2 Wochen vor dme Unfall eingepflanzt und da auch die Erde neu gekauft.
Momentan habe ich die Erde jetzt in mehrere kleiner Gefäße umgefüllt und zum trocknen hingestellt.
Stinkt aber immer noch.
Macht das überhaupt Sinn oder soll ich sie wegwerfen?
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Re: Erde nach Staunässe noch zu retten?

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Gepostet: 07.07.2014 - 10:59 Uhr  ·  #2
TTKreischwurst, wirf die Erde weg. Durch die Fäulnis ist die Erde nicht nur voll von Fäulnisbakterien, sondern auch von deren Produkten (Säuren, Schwefelwasserstoff, evtl. Gifte). In einem funktionierenden Ökosystem können solche Stoffe abgebaut oder sogar von Pflanzen genutzt werden, aber in der Topfkultur kann in so einem Substrat kein Gleichgewicht mehr gehalten werden und die Pflanzen, die Du in solche Erde setzt, werden Dir mit großer Wahrscheinlichkeit eingehen.
Azubi
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Re: Erde nach Staunässe noch zu retten?

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Gepostet: 07.07.2014 - 18:32 Uhr  ·  #3
Ok, vielen Dank für die Antwort!
Es ist zwar sehr schade um die schöne Erde, aber du hast sicherlich recht...
Trotzdem nochmal die Frage...keine Chance, dass die Bakterien durch längeres trocknen bei hohen Temperaturen absterben?

LG
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Re: Erde nach Staunässe noch zu retten?

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Gepostet: 07.07.2014 - 19:37 Uhr  ·  #4
Könnte man die Erde nicht "entschärfen" indem man sie mit frischer Erde mischt?
Oder, wenn möglich, auf einem Beet verteilt oder auf dem Kompost?

Also ich würd sie wahrscheinlich auch nicht komplett entsorgen.

Gruß
Dorit
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Re: Erde nach Staunässe noch zu retten?

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Gepostet: 07.07.2014 - 20:30 Uhr  ·  #5
@Dorit So würde ich das auch machen,
ich würde die verdorbene Erde in einem Beet einarbeiten unter Beerenstöcke z. B. oder unter Bäumen und Sträuchern verteilen. . Kannst die Erde auch dem Kompost anvertrauen. So kann sich die Erde wieder regenerieren .


viele Grüße
Uli
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Re: Erde nach Staunässe noch zu retten?

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Gepostet: 08.07.2014 - 13:26 Uhr  ·  #6
Zitat geschrieben von TTKreischwurst
...Trotzdem nochmal die Frage...keine Chance, dass die Bakterien durch längeres trocknen bei hohen Temperaturen absterben?


Kurz und knapp: nö

http://de.wikipedia.org/wiki/Endospore
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Re: Erde nach Staunässe noch zu retten?

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Gepostet: 08.07.2014 - 15:58 Uhr  ·  #7
Es geht ja auch nicht nur um die Bakterien, sondern auch um deren Abbauprodukte! Wie schon gesagt, auf dem Kompost (oder Beet, oder in dem schon erwähnten funktionierenden Ökosystem) wird das abgebaut, aber im Topf: keine Chance.
Pflanzenprofessor*in
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Re: Erde nach Staunässe noch zu retten?

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Gepostet: 08.07.2014 - 18:48 Uhr  ·  #8
Ich wolte dich auch gar nicht widerlegen, sondern ergänzen und die Frage beantworten
Obergärtner*in
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Re: Erde nach Staunässe noch zu retten?

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Gepostet: 08.07.2014 - 21:09 Uhr  ·  #9
Beatty, weiß ich doch so hab ich das auch nicht aufgefasst. Es ging mir um die Nachfrage von TTKreischwurst.
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Re: Erde nach Staunässe noch zu retten?

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Gepostet: 09.07.2014 - 08:45 Uhr  ·  #10
Wenn Du nen Kompost hast, hau sie drauf - so mache ich das zumindest. Für Pflanzen würde ich sie so auch nicht mehr verwenden - siehe meine Vorschreiberinnen.
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Pflanzenkrankheiten & Schädlinge

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Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun?
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.

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