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Diskussion über Neophyten

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Druidin
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BeitragSa 04 Sep, 2010 9:14
Ich finde es etwas einseitig, Hummeln mit Springkraut füttern zu wollen und dafür in Kauf zu nehmen, das tausende anderer Insekten mangels ihrer Futterpflanzen zugrunde gehen, nur weil man die Hummeln zufällig sieht und die Not der anderen Insekten nicht auffällt. [-(

Wenn man 2mx2m mit verschiedenen heimischen Bienenfutterpflanzen bepflanzen würde, anstatt diesen Raum ausschliesslich für Springkraut und Hummeln zu nutzen, könnte man eine Vielzahl anderer Tiere (nicht nur Insekten) damit neben den Hummeln unterstützen. Das wäre sinnvoll, eine Monokultur aus Springkraut jedoch ist für die Natur Unfug!

Ich hatte dieses Jahr auch reichlich Hummeln und Bienen im Garten. Ausserdem Hornissen, Schmetterlinge, Käfer und Schwebfliegen, zig andere Insekten, Vögel, Amphibien und Säuger.

Die Hummeln lieben übrigens den beschimpften Lavendel mehr als alle Bienenpflanzen, die ich ausgesät habe. Einzig der Ysop kann dem Lavendel noch das Wasser reichen. Springkraut ist da also wirklich unnötig! Es gibt genauso viele Zierpflanzen, wie heimische Wildpflanzen, die diesem Zweck besser dienen als eine potenziell gefährliche Pflanze, wie Springkraut. Alleine ein paar Inseln Weissklee im nicht zu tief gemähten Rasen bringen mehr!
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BeitragSa 04 Sep, 2010 9:57
Der Begriff "Neophyten" wird, bedingt durch die oft sehr emotional geführte Diskussion über ihre Auswirkungen, in der Regel nicht wertfrei verwendet. Neophyten werden oft als prinzipiell Unerwünschtes, zu Bekämpfendes dargestellt. An sich ist der Begriff "Neophyt" jedoch ein vollkommen wertfreier: direkt übersetzt bedeutet er so viel wie "Neu-Pflanze".
Zu den Neophyten gehören nämlich auch viele unserer hoch geschätzten Nutz- und Zierpflanzen, die Kartoffel, Tomate genauso wie die Wildtulpe, der Winterling und Schachbrettblume, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Römer brachten damals die Walnuss und Rosskastanie mit.
http://www.faz.net/s/Rub80665A3C1FA14FB ... ntent.html

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BeitragSa 04 Sep, 2010 10:00
Stimme dir zu! Die Invasiven sind das Problem :wink:

http://de.wikipedia.org/wiki/Neophyt

http://www.floraweb.de/neoflora/neophyten.html
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BeitragSa 04 Sep, 2010 10:02
Ja, tatsächlich geht es hier um etablierte, invasive Neophyten. Alle anderen Neophyten und dabei ganz besonders die nicht etablierten (die sich hier ohne menschliche Hilfe auch nicht halten könnten) sind natürlich nicht gemeint. ;)

Pflanzen, die sich vor 1492 etabiert haben, nennt man übrigens Archäophyten. Unsere Besatzungsmächte und auch die Mönche brachten viele nichtheimische Pflanzen nach Mitteleuropa. Kaum ein Obst oder Gemüse, das heute hier angebaut wird, stammt auch ursprünglich aus Deutschland. ;)
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BeitragSa 04 Sep, 2010 19:32
Roadrunner hat geschrieben:Wenn man 2mx2m mit verschiedenen heimischen Bienenfutterpflanzen bepflanzen würde, anstatt diesen Raum ausschliesslich für Springkraut und Hummeln zu nutzen, könnte man eine Vielzahl anderer Tiere (nicht nur Insekten) damit neben den Hummeln unterstützen. Das wäre sinnvoll, eine Monokultur aus Springkraut jedoch ist für die Natur Unfug!


Das kann ich nur bestätigen, Andrea! Und mein Garten ist jetzt nicht wirklich riesig! Aber trotzdem macht's die Vielfalt aus, die dort wächst und blüht! Und Schmetterlinge, Käfer, Hummeln, Bienen, Wespen, Hornissen etc. anlockt! Und das, obwohl der August so extrem verregnet war! Zusätzlich folgte dem Insektenangebot eine Vielfalt von sage und schreibe 35 verschiedenen Vogelarten!
Zuletzt geändert von Rouge am Sa 04 Sep, 2010 20:01, insgesamt 1-mal geändert.
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BeitragSa 04 Sep, 2010 19:39
Mel hat geschrieben: Ich krame auch mal das Thema " Schmetterlingsflieder" heraus. Ich habe im Kölner Umland gesehen wie sie sich da verbreiten. Ich glaube aber, dass das mehr Nischenpflanzen als Verdränger sind.
Nützt aber alles nichts, wenn Schmetterlinge zwar Nahrung finden, aber ihre Eier nirgends ablegen können #-o


Was ich beim Schmetterlingsflieder in Wien bemerkt habe, ist überigens sehr positiv. Mitten in der Stadt am Rand der U-bahn-Gleise, wo die Schmetterlinge sonst weder Pflanzen zum Eier ablegen noch ausreichend Futter finden würden, wuchern aus Mauerspalten Schmetterlingsfliederpflanzen, die die Betonwüste etwas begrünen. Aber sicher, wo sonst andere "Schmetterlingspflanzen" wachsen würden in der Natur, hat der nichts zu suchen =;

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BeitragSa 04 Sep, 2010 19:46
Manche Schmetterlinge brauchen Brennesseln als "Raupenfutter"! Das ist leider eine Sackgasse 8-[
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BeitragSa 04 Sep, 2010 19:51
ja ich weiß schon, aber ich meinte, in einer "Betonwüste", die so und so nur aus Steinen besteht, falls sie da mal brennnesseln finden sollten, haben sie wahrscheinlich gar nicht genug futter, die erwachsenen Tiere. Vielleicht hilft ihnen der Schmetterlingsflieder da ja etwas :-k Und außerdem schauts einfach schön aus, wenn die blühen, wo sonst nichts wächst (zwischen dem Schotter auf den U-Bahn-Trassen)...

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BeitragSo 05 Sep, 2010 10:00
Wobei man sagen muss, das der Unterwuchs bei älteren (verwilderten) Schmetterlingsfliedern tatsächlich oft aus verschiedenen Kräutern und auch Brennesseln besteht. Der Schmetterlingsflieder neigt ja dazu unten etwas zu verkahlen und diesen Platz können dann andere Pflanzen wieder nutzen.

Hier in Köln kann man beobachten, das der Schmetterlingsflieder sich häuptsächlich auf mageren, nackten Böden (frisch aufgerissene Böden für neue Siedlungen oder Industriegebiete, Schienenanlagen, alte Industrieanlagen, Bauruinen) ausbreitet, also als Pioniergehölz tätig ist. Sobald die Böden einen dichten Bewuchs aus Gras und Kräutern haben, kommen keine neuen Schmetterlingsflieder mehr hoch. Die alten Büsche bleiben allerdings noch lange bestehen.
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