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Dachgärten mit Teich und Tisch und Töpfen

Sa 04 Aug, 2007 9:09



Mit Töpfen und Pflanzen aufs Dach gestiegen

Auf die Dicke kommt es an
Ob nun eine zusammenhängende Grünfläche oder ein Bodenbelag aus Holzpaneelen, Kies oder Platten als Grundlage für die spätere Bepflanzung angelegt wird, ist Geschmackssache. Darauf können dann die Behältnisse mit den Pflanzen arrangiert werden. Gräser (u.a. Segge, Blauschwingel und Zittergras) und niedrig wachsende Kleinstgehölze sind beispielsweise ideale Dachbewohner, ebenso buntblühenden Stauden, duftenden Rosen und farbenprächtigen Sommerblumen auch höher wachsende Gehölze (z.B. Berberitze, Zwergbirke, Strauchmispel, Japanische Zierquitte und Ginster etc.). Sogar kleine Bäume können in luftiger Höhe Fuß fassen.

Seerosen auf dem Dach
Lässt die Statik es zu, dann bietet sich die Anlage eines Wassergartens oder kleinen Feuchtbiotopes auf der Dachfläche an. Wenn neben Seerosen, Pfeilkraut und Sumpfdotterblume leise ein Wasserspiel plätschert, lässt es sich herrlich entspannen.

Italien einmal anders
Wer auch auf dem Dach eine gewisse Mobilität nicht missen möchte, der setzt seine Pflanzen in Tröge und Kübel, die immer wieder neu arrangiert werden können. Beste Voraussetzung bringen kräftige Pflanzen mit sich, die auch von einer starken Brise nicht gleich umgehauen werden. Ganz mediterran wird es mit Lorbeer, Oleander, Granatapfel, Feigenbaum und Eucalyptus. Doch auch Fuchsien, Zylinderputzer, Wandelröschen, Malve und Engelstrompete machen hoch oben eine gute Figur. Da diese Kübelpflanzen nicht winterhart sind, sollte vor dem Kauf an das Winterquartier gedacht werden. Vielen Zimmerpflanzen, Kakteen und Sukkulenten bekommt übrigens ein Aufenthalt an der frischen Sommerluft auch sehr gut.

Grün wirkt!
Auf den meisten Dächern befinden sich graue, unansehnliche Mauervorsprünge oder Lüftungssysteme. Um diese schnell zu begrünen, sind die Kletterer und Schlinger unter den Pflanzen gefragt. Mit Kletterhortensie, Clematis, Hopfen, Winterjasmin, Geißblatt, aber auch Wildem Wein, Knöterich und Glyzine lassen sich unschöne Ecken schnell kaschieren. Indem man Pflanzen an den Rankgittern einer Pergola emporklettern lässt, wird ein zusätzliches Gestaltungselement auf dem Dach und ein schattiger Platz für heiße Sommertage geschaffen.

Nach oben geschaut
Glücklich derjenige, der einen Garten hat oder einen Balkon sein eigen nennen kann! Doch vielfach sind die Freiflächen in den Städten verbaut und Wohnungen mit Balkonen Mangelware. Die Rückgewinnung dieser verbauten Flächen als Lebensraum für die Menschen ist in den letzten Jahren immer mehr zum Thema der Kommunen und Stadtplaner geworden. Daher gehen die Hausbesitzer auch immer häufiger in die Luft, im wahrsten Sinne des Wortes: aufs Dach. Denn Dachgärten erfreuen sich einer steigenden Beliebtheit, zumal sie sich relativ leicht anlegen lassen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Statik des Hauses eine Begrünung und Nutzung des Daches zulässt und das Dach vorher gut isoliert wurde. Dann steht dem sonnigen Vergnügen hoch in den Lüften nichts mehr im Weg.

Tipp:
- Begehbare Dachgärten sind genehmigungspflichtig, daher Auflagen und Vorschriften beachten.

Foto: Pixelio.de

Bilder
dachgarten-dachgaerten.jpg
Die Gestaltung eines Dachgartens kann sehr vielfältig sein.
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