Butia eriospatha - Wollige Gellee-Palme

 
Mel
Pflanzenkönig*in
Avatar
Herkunft: Duisburg
Beiträge: 57778
Dabei seit: 12 / 2005
Betreff:

Butia eriospatha - Wollige Gellee-Palme

 · 
Gepostet: 20.07.2007 - 17:34 Uhr  ·  #1
Butia eriospatha - Wollige Gelee-Palme

Sammler aufgepasst: Neu im Sortiment haben wir die Wollige Geleepalme (Butia eriospatha). Mit der Gewöhnlichen Geleepalme verbindet sie die elegant übergeneigten Fiederwedel und den in jungen Jahren rundlich-dicken Stamm, der sich im Alter zu kräftigen Steelen auswächst. Der Unterschied liegt im Detail: Die Hüllblätter, mit denen sich die jungen Blätter vor Witterungseinflüssen schützen, sind mit einem bräunlich-wolligen Haarpelz bedeckt. Wie ihre bekanntere Schwester wächst auch die Wollige Geleepalme zügig, aber nicht schnell, so dass sie auch Palmenfans Jahrzehnte Freude macht, die nicht so viel Platz haben.

Info: Rarität; eleganter & kräftiger Wuchs; robust & pflegeleicht
Verwendung: von April/Mai bis Oktober im Freien in Topfgärten (Balkon, Terrasse, Garten) mit Überwinterung im Haus; ganzjährig in lichtreichen Wintergärten

Pflegeanleitung:

Blüte: gelb

Früchte: gelbe Beeren

Wuchsform: einstämmige Palmen

Höhe: langsamwüchsig

Familie: Arecaceae

Herkunft/Klimazone: Süd-Amerika, Zone 8/9-11.

Standort im Sommer: Vollsonnig bis sonnig. Geleepalmen beim Ausräumen im Frühjahr nicht sofort vollsonnig stellen, da sie nach den lichtarmen Wintermonaten keine UV-Strahlung gewöhnt sind und die Blätter "verbrennen" könnten - sichtbar an braunen, unregelmäßige Flecken. Gewöhnen Sie die Palmen etwa 10 Tage an beschatteten Plätzen ein, bevor sie an ihren endgültigen Standort kommen.

Standort im Winter: Hell bei 8 °C ( +/- 8 ). Kurzzeitiges Temperaturminimum -8 °C.

Pflege im Sommer: Gießen Sie Geleepalmen bei jedem Durchgang durchdringend, damit die meist dicht durchwurzelten Töpfe bis zum Grund nass werden. Es ist kein Problem, wenn dabei Wasser im Untersetzer oder Topf stehen bleibt, das in den Folgestunden von der Erde aufgesaugt wird. Dann aber wartet man ab, bis die Erde wieder vollständig abgetrocknet ist. Das kann in heißen Sommerwochen bereits ein bis drei Tage später, im Winter erst nach Wochen der Fall sein. Die Gießmenge und der Gießrhythmus schwanken sehr stark mit der Topf- und Pflanzengröße. Geben Sie von April bis September wöchentlich Volldünger (flüssig, wasserlösliche Pulver, Stäbchen u.ä.) oder stickstoffbetonten Dünger für Grünpflanzen mit ins Gießwasser. Alternativ streut man im April und Juni Langzeitdünger, jedoch ist hierbei aufgrund der kompakten Durchwurzelung der Töpfe nicht immer eine Gleichverteilung der Nährstoffe garantiert.

Pflege im Winter: Für Geleepalmen auch im Winter den Wechsel aus feucht und trocknen beibehalten, aber die Gießabstände erhöhen, da das Substrat vor allem bei kühlen Winterquartieren sehr langsam abtrocknet.

Schnitt: Kappen Sie bei Palmen niemals die Spitze, da hier der einzige Vegetationspunkt sitzt. Schneiden Sie braune Blätter möglichst erst dann ab, wenn sie ganz eingetrocknet sind und die Pflanzen somit alle Reservestoffe aus den Blättern abgezogen haben. Es sollte stets ein Stück des Blattstiels stehen bleiben, damit die Stämme dick und gleichmäßig aussehen.

Substrat: Geleepalmen schätzen grobkörnige, z. B. mit Lavagrus, Blähtonbruch oder Kies durchmischte Erde, die zugleich etwas Lehm und Humus enthält. Reiner Torf ist völlig ungeeignet, ebenso reine Humuserde, die zwar krümelig aussieht, sich aber in Kürze zersetzt und sackt. Verwenden Sie für Palmen möglichst hohe Töpfe, da Palmenwurzeln in die Tiefe streben und sich sonst rasch aus ihren Gefäßen "hochdrücken".

Gesundheit:
Bei wiederholtem Ausdörren der Erde über lange Zeit Befall mit Spinnmilben möglich, ebenso im Winter bei trockener Heizungsluft. Vorbeugend hilft bei einem Dauerplatz unter Glas ein regelmäßiges Besprühen oder Überbrausen der Blätter. Im Winter sind Schild- oder Wollläuse möglich, die sich abwischen oder mit einer Spritus-Schmierseifen-Lösung abwehren lassen (1 Liter Wasser + 20 ml Brennspiritus + 20 ml Schmierseife).

Verwendung: Von April bis Oktober im Freien (Balkon/Terrasse/Garten) mit Überwinterung im Haus; ganzjährig in unbeheizten oder beheizten Wintergärten, Wohn- oder Büroräumen

Kurzbrief:

Familie: Arecaceae
Herkunft: Süd-Amerika (Brasilien)
Zone: 9-11
Temperaturminimum: -10 °C
Überwinterung: 10 (±5)°C, hell
Blüte: Frühsommer, grünlich-gelb
Früchte: gelbe Beeren
Wuchsform: Palmen
Höhe: 1,5-4 m
Standort: vollsonnig bis halbschattig

Mit freundlicher Unterstützung durch ©www.flora-toskana.de
butia_eriospatha_5__-_300507.jpg
butia_eriospatha_5__-_300507.jpg (14.21 KB)
butia_eriospatha_5__-_300507.jpg
butia_eriospatha_3_-_300507.jpg
butia_eriospatha_3_-_300507.jpg (18.79 KB)
butia_eriospatha_3_-_300507.jpg
Gewählte Zitate für Mehrfachzitierung:   0

Pflanzenlexikon & Steckbriefe

Worum geht es hier?
Das Pflanzenlexikon - Steckbrief, Portrait und Pflegehinweise...
In unserem Lexikon der Pflanzen sind die Pflanzenarten alphabetisch sortiert. Es werden alle Pflanzengattungen wie Gartenpflanzen, Zimmerpflanzen und exotische Pflanzen aufgeführt. Zu fast jeder Pflanze gibt es Angaben zum schneiden (Rückschnitt und Erziehungsschnitt) , wässern (wie viel Wasser und wie oft), düngen (welcher Dünger und wann muss gedüngt werden), Standort (sonniger, halbschattig oder im Schatten, Licht und Ansprüche), Erde (welcher Boden oder welches Substrat), Krankheiten (bekannte Schädlinge und Erkrankungen, Mittel wie Insektizide und Fungizide sowie Maßnahmen zur Bekämpfung).

Aus unserem Shop

Registrierte in diesem Topic

Aktuell kein registrierter in diesem Bereich

Die Statistik zeigt, wer in den letzten 5 Minuten online war. Erneuerung alle 90 Sekunden.