Süßkartoffelblätter als Kaninchenfutter - GREEN24

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Süßkartoffelblätter als Kaninchenfutter

permanenter Linkvon Scrooge am Mo 21 Apr, 2014 21:43

Ich klaue mal bei mir selbst und stelle hier einen (leicht veränderten) Text ein, den ich mal in einem anderen Forum geschrieben hatte:


Ich verfüttere ab und zu Süßkartoffelblätter in kleinen Mengen, und sie werden eigentlich sehr gern angenommen.

Ich spreche hier von der "echten" Süßkartoffel: Ipomoea batatas, und nichts anderem - manche Leute benutzen den Namen ja grad, wie es ihnen paßt. Besonders da Amerikaner die Süßkartoffel gerne als "Yam" bezeichnen, sind Verwechslungen mit Yams-Wurzeln vorprogrammiert; und bei ebay heißt ja offensichtlich jede zweite Topinamburknolle "Süßkartoffel". :roll:

Ich habe die Ipomoea batatas mal spaßeshalber angezogen und in den Garten gesetzt (die Knollen-Ernte fällt in unseren Breiten ja eher bescheiden aus).
Dann habe ich im Internet gelesen, daß man aus den Blättern auch Spinat machen kann (hab's ausprobiert - nicht nachmachen :wink: ), und daß sie mancherorts auch als Viehfutter Verwendung finden. Da hat mich natürlich schon interessiert, ob auch Kaninchen......

Nach längerer erfolgloser Suche bin ich dann auf eine Studie gestoßen, die Kaninchen als Zusatznahrungsmittel für von Hunger bedrohte Regionen untersucht hat. Dabei wurden besonders Blätter von Ipomoea batatas als Kaninchenfutter hervorgehoben.

Das habe ich natürlich gleich ausprobiert - und die Blätter und Stengel werden gerne angenommen.
Von den Knollen selbst würde ich nichts verfüttern - die sind voller Zucker, Stärke, etc.
Auch die Blüten hab' ich nicht verfüttert, weil ich dazu keine genauen Informationen hatte.


Es gibt Zuchtformen von Ipomoea batatas ab und an als Blattschmuckpflanze zu kaufen; aber ich finde es sicherer, aus einer im Supermarkt gekauften Süßkartoffel eine Pflanze zu ziehen - dann weiß man, daß das Ganze für den menschlichen (und tierischen) Verzehr gedacht und geeignet ist. Bei den Blattschmuckpflanzen wäre es ja zumindest theoretisch denkbar, daß (absichtlich oder unabsichtlich) andere Ipomoea-Arten eingekreuzt wurden.

Die Anzucht aus der Knolle ist nicht ganz einfach, denn sie fault leicht (Anleitungen gibt's zu tausenden im Netz; dort gibt's auch weitere Pflanz- und Pflegetipps). Ist erstmal eine Pflanze da, kann man durch relativ unproblematische Stecklingsvermehrung Dutzende an Klonen produzieren.

Pflanzen, deren Triebe man zur Stecklingsgewinnung gekappt hat, wachsen eher buschig - sind dann auch leichter unter Kontrolle zu halten.
Nicht-gekappte Triebe wachsen fast endlos weiter - solche kann man dann an Bohnenstangen oder ähnliches anbinden und nach oben ziehen. Dann kann man sicher sein, daß auf die Blätter, die man verfüttert, kein Igel draufgepieselt hat....... 8-[


Die Pflanzen sind recht kälteempfindlich und sollten daher erst nach den Eisheiligen raus.

Ich habe das ganze wie gesagt nur als Beifutter in kleinen Mengen ausprobiert - weiß nicht, wie groß die Begeisterung bei größeren Mengen noch wäre. Der ganze Aufwand lohnt sich wahrscheinlich auch wirklich nur, wenn man ohnehin Spaß am gärtnerischen Experimentieren mit neuen Pflanzen hat.



Ein großer Nachteil muß unbedingt erwähnt werden:
"Meine" Süßkartoffel-Sorte hatte Blätter, die denen anderer Ipomoea-Arten zum Verwechseln ähnlich sehen (in etwa so aus wie hier: http://www.plantoftheweek.org/image/ipomoea.jpg ). Prunkwinden, z. B., haben ganz ähnliche Blätter; aber auch gängige Unkräuter wie Convolvulus oder Calystegia - und viele dieser Pflanzen sind eben mehr oder weniger giftig.
Daher muß man die Pflanzen immer gut beobachten, und sie von Unkraut freihalten, damit sich keine andere Windenart unerkannt in die Süßkartoffelranken mitreinwurschtelt, und man nicht versehentlich die falschen Blätter verfüttert.

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Scrooge
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