Gärten in Nordamerika - GREEN24

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Gärten in Nordamerika

permanenter Linkvon Scrooge am So 01 Dez, 2013 1:24

Colorado

Denver Botanic Gardens


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Ein Stück östlich des Zentrums vom Denver liegt der Botanische Garten der Stadt. Eine sehr weitläufige Anlage mit sehr vielen Themen- und Staudengärten; aber auch vielen „Gedenk“-Gärten (häufig Ergebnis höherer Spenden), die häufig nicht ganz in das Gesamtkonzept passen und das Gelände an manchen Stellen unnötig kleinteilig erscheinen lassen.

Neben zahlreichen großen und kleinen Teichen gibt es u. a. ein Japanisches Teehaus, eine Art Amphitheater, und ein Alpinum mit Rocky-Mountain-Pflanzen incl. vieler Freilandkakteen.
Zwei Cafés und eine kleine, als Wissenschaftsmuseum dienende schwarze Pyramide gehören ebenso zum Garten wie eine Fachbibliothek. Außerdem gibt es einen getrennt liegenden Extra-Garten für Kinder, sehr groß und sehr liebevoll gestaltet.

Ein sehr großes und beeindruckendes Schaugewächshaus ragt schon von weitem sichtbar in den Himmel. Sie stammt aus dem Jahr 1964 und beweist, daß man in den 60ern auch anders als häßlich bauen konnte.
Im Zentrum des Schaugewächshauses steht ein großer künstlicher Baumstamm aus Beton, an dem sich auf drei Ebenen Treppen und Balkone im Stile von Baumhäusern befinden. Einen Aufzug scheint es auch zu geben. Diese Konstruktion ermöglicht es, die zahlreichen sehr hohen Palmen, etc. aus verschiedenen Höhen und Blickwinkeln zu betrachten.

Die Bepflanzung an sich ist nichts besonderes; ich habe jede dieser Pflanzen schon in einem halben Dutzend anderer Gewächshäuser gesehen. Aber es gibt zwei Terrarien mit giftigen Pfeilgiftfröschen... ;-)

Angebaut an das Gewächshaus ist ein Beispiel zum Thema Dachbegrünung (das Dach eines der Cafés), und eine Art Forschungs- und Unterrichtseinheit, die im Eingangsbereich eine kleine schöne Anlage mit Wasser, Felsen, Bromelien und Orchideen hat. Für mich sieht der Bereich aber nicht organisch gewachsen aus, sondern es scheint, als würden die Pflanzen regelmäßig gegen blühende Exemplare ausgetauscht.

Neben dem großen Schaugewächshaus gibt es also keine eigentlichen weiteren Gewächshäuser mehr, die man besichtigen kann. Mehrere kleinere Gewächshäuser schließen sich an das Schaugewächshaus an, sind aber nicht öffentlich sondern dienen entweder der Anzucht oder der Forschung. Die entlang dieser Gewächshäuser verlaufende Orangerie ist aber so gestaltet, daß man von außen zumindest einen recht guten Blick in diese Gewächshäuser hat.

Am anderen Ende des Gartens befindet sich ein kleines Gewächshaus für Kakteen und andere Sukkulenten. Es hat kaum die Größe einer 1-Zimmer-Wohnung und ist auch sonst wenig bemerkenswert.


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Nova Scotia

Historic Gardens, Annapolis Royal

Dieser Garten ist nicht sehr groß, aber auch nicht gerade klein. Es gibt eine Rosenanlage und zahlreiche andere kleine thematische Anlagen, und daneben auch eine nachgebaute Hütte der ersten französischen Siedler, mit einigen Pflanzen, von denen man annimmt, daß sie damals angebaut wurden.

Annapolis Royal liegt nördlich der sehr kleinen Weinbau-Gegend, die Little Switzerland genannt wird, und am südlichen Ende des wichtigsten agarischen Korridors Nova Scotias, der sich nahe der Küste bis nach Wofville und Windsor erstreckt.

http://www.historicgardens.com/explore_about.php


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Harriet Irving Botanical Gardens, Wolfville

Klein, aber für ein Städtchen mit knapp 4000 Einwohnern beeindruckend, ist diese Anlage der Acadian University. Es ist ein nett angelegter Botanischer Garten mit einigen wenigen Zier- und Nutzpflanzenbeeten. Hauptsegment des Gartens ist eine Art Arboretum mit Wildpflanzenanlagen, die sich über einen natürlichen Hang hinweg erstrecken.
Über das Gewächshaus kann ich nichts sagen, da ich es nicht gesehen habe.

http://botanicalgardens.acadiau.ca/ourGarden.html


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Aus dem Nachbarort Windsor stammt die berühmte Kürbissorte „Atlantic Giant“. Die Farm des inzwischen verstorbenen Züchters Howard Dill kann man auch besuchen, aber es gibt dort nicht viel zu sehen (außer einigen riesigen Kürbissen im Herbst). Dafür kann man dort Samen für zahlreiche verschiedene Kürbissorten kaufen, sowie einige Kürbisprodukte.

http://www.howarddill.com/dill-farm.html


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Pennsylvania

Pittsburgh

Im Universitäts- und Museumsstadtteil Oakland, angrenzend an eine ausgedehnte Parklandschaft, liegt das Phipps Conservatory, ein viktorianisches Gewächshaus von beeindruckender Größe und Schönheit. Neben Pflanzen setzt man dort auch auf Kunstwerke, die zwischen den Pflanzen ausgestellt werden. Sogar eine kleine Zahl Schmetterlinge hat sich in einem der Räume rumgetrieben – weiß aber nicht, ob das zum Programm gehört oder Zufall war.
Außerhalb des Gebäudes gibt es wohl noch ein oder zwei Themenbeete, aber die konnte ich nicht sehen, da ich die Late Night Öffnung ausgenutzt hatte, und es für draußen schon viel zu dunkel war.

http://phipps.conservatory.org/visit-phipps/index.aspx

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Dreieinhalb Kilometer entfernt liegt das ehemalige Frick-Anwesen, in dessen Gebäuden heute allerlei sehenswerte Dinge ausgestellt werden. Im Rahmen der Restaurierungen wurde auch das alte viktorianische Gewächshaus nach Originalplänen wieder aufgebaut. Es ist sehr klein – nicht mal eine Dorfgärtnerei würde ich mit der Größe abfinden; und es beherbergt auch keine aufregende Sammlung, sondern dient zur Aufzucht von Nutz- und Zierpflanzen für das Museumsgelände. Aber es ist äußerlich nett anzuschauen, wenn man diese Art von Gewächshaus mag, und auf alle Fälle ein Photo wert, wenn man ohnehin gerade eine der anderen Sammlungen besucht.

http://www.thefrickpittsburgh.org/start/venues/greenhouse.php








State College

Im Niemandsland Zentralpennsylvanias liegt eine der bedeutendsten staatlichen Universitäten der USA, die Pennsylvania State University, der das Städtchen State College auch seinen Namen verdankt. Die PSU hatte bisher weder einen Botanischen Garten, noch ein eigentliches Arboretum (obwohl über das gesamte Universitätsgelände verteilt natürlich einige interessante Bäume stehen, die in den letzten 150 Jahren so zusammengekommen sind).
Diese Lücke soll nun geschlossen werden. Direkt gegenüber dem viertgrößten Sportstadion der Welt ist ein großes Gebiet mit kleinen Bäumchen bestückt worden. Daneben, wo noch vor wenigen Jahren nichts als Wiese war, befinden sich jetzt das Empfangsgebäude der H. O. Smith Botanic Gardens sowie zahlreiche Blumenanlagen.
Die gesamte Anlage ist einigermaßen klein, wenn auch nicht sehr klein, und sie wirkt – verständlicherweise – noch recht neu: es gibt dort keinerlei gewachsene Pflanzengemeinschaften, oder irgendwelche seltenen oder alten Pflanzen von herausragendem botanischen Interesse. Auch ein Gewächshaus fehlt bisher – die Finanzierung des neuen Botanischen Gartens beruht auf Spendengeldern.
Einzig zwei Dinge sind für mich an dieser Anlage interessant. Zum einen ist es interessant, eine Entstehung eines Botanischen Gartens von Null auf mitzuverfolgen. Man bekommt da sicherlich andere Eindrücke und Einblicke in Aufbau und Struktur, als wenn man vor einem „alteingesessenen“, „fertigen“ Botanischen Garten steht.
Zum anderen ist es interessant, daß es so etwas heute überhaupt noch gibt: die Gründung eines neuen Botanischen Gartens. Zugegeben, freien Platz gibt es in der Region genug, und das Geld kommt nicht vom Staat oder der Uni, sondern in erster Linie von privaten Spenden. Dennoch bringen hier Leute den Platz, das Geld, und die Vision zusammen, und organisieren auch auf Seiten der Uni einen gemeinsamen Willen und einen gemeinsamen Masterplan, der umgesetzt wird und noch weiter umgesetzt werden soll. Das ist doch ganz ermutigend in Zeiten, in denen andernorts Gärten verfallen, oder sogar über Schließungen diskutiert wird.


http://arboretum.psu.edu/index.html
http://www.worldarchitecturenews.com/in ... d_id=14484
http://arboretum.psu.edu/planning/PHASE_ONE_index.html
http://news.psu.edu/story/268945/2013/0 ... ens-garden






Der Overlook Pavilion

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Blick vom Overlook Pavilion über den Zentralbereich hinweg auf einige Campusgebäude.

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upstate New York

Buffalo

Südlich der Stadt, angeschlossen an eine Parklandschaft mit See, befinden sich die Buffalo and Erie County Botanical Gardens. Hauptbestandteil ist eines dieser großen viktorianischen Gewächshäuser, die mindestens so interessant und attraktiv sind wie die Pflanzen, die sie beherbergen. Die Größe ist beeindruckend, der Pflanzenbestand vielfältig. Außerhalb des Gebäudes gibt es nur einige wenige Rabatten.

http://www.buffalogardens.com/TheGardens.aspx



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Rochester

Südlich von Rochester liegt das Gelände des Highland Park, an dessen Rand sich das Lamberton Conservatory befindet. Es ist eine kleine, aber sehr schöne Gewächshausanlage – von der Größe her keinesfalls mit Buffalo oder Pittsburgh zu vergleichen, eher mit Heidelberg oder Mainz, aber eben wesentlich schicker gemacht, da hier nicht platzsparend eine botanische Sammlung einer Universität untergebracht werden mußte, sondern der Bau auf den optischen Effekt hin ausgerichtet werden konnte.
Keine Außenanlagen, aber einige Meter die Straße entlang liegt Warner Castle, eine ehemalige Villa, die heute das Rochester Civic Garden Center beherbergt, inclusive einer Fachbibliothek für Gartenkultur. Zu diesem Gebäude gehört ein kleiner versunkener Garten, der sehr photogen ist – mehr wegen seiner Architektur als wegen der Pflanzen.

http://www.monroecounty.gov/parks-highland.php
http://rocwiki.org/Lamberton_Conservatory
http://www.rcgc.org/rcgc-library.php




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Canandaigua

Nicht weit von Rochester, am Rande der Finger Lakes Region, liegt eine ganz besondere Anlage, die Sonnenberg Gardens. Das immense Grundstück eines Herrenhauses einer Bankiersfamilie wurde von seiner früh verwitweten Besitzerin Stück für Stück umgestaltet. Sie legte einen Garten nach einem bestimmten Thema an, und sobald dieses Projekt abgeschlossen war, folgte daneben das nächste.
So findet man dort unter anderem eine Rosenanlage, ein römisches Bad, und einen Waldgarten mit kleinem See, kleiner angelegter Schlucht, sowie künstlicher Mini-Ruine.
Das Prunkstück der gesamten Anlage dürfte wohl der Japanische Garten sein, mit seinem Mini-Teehaus.

Nach Jahren des Verfalls ist der gesamte Besitz heute Eigentum der staatlichen Parkverwaltung, wird aber halb-öffentlich-halb-privat betrieben. Auch das Herrenhaus kann heute besichtigt werden. Die Gartenbereiche werden Stück für Stück renoviert. Besonders das römische Bad sowie der kleine Diana-Tempel haben noch einen weiten Weg vor sich.

Ebenfalls zum Besitz gehört eine weitläufige, aber großen Teils leerstehende oder verfallende Gewächshausanlage. Diese diente früher zur Anzucht für die in den vielen Gartenbereichen benötigten Pflanzen, sowie zur Überwinterung – spezielle, etwa 1 Meter tief in den Boden eingelassene Wintergewächshäuser mit Rohren, die vermutlich mal als Warmwasserheizung fungierten, zeugen davon.

Einige wenige Bereiche sind als Schau-Gewächshäuser gestaltet, wie man sie von Botanischen Gärten her kennt, z. B. ein Haus mit Kakteen- und Sukkulentenbeet. Alles eine Spur kleiner als z. B. in deutschen Universitäts-BoGas. Der Rest steht wie gesagt entweder leer, oder dient den Betreibern bzw. dem Personal für spezielle Zwecke. So finden sich dort eine Reihe von Orchideen, sowie eine Vielzahl von Hortensien, da man wohl mit diesen beiden Gattungen bei diversen Wettbewerben antritt (und auch schon Preise gewonnen hat).

Ein kleines Cafe, ein Museums-Shop, sowie ein Weinladen vervollständigen die Anlage.

http://www.sonnenberg.org/store.asp?pid=30914&catid=19990



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Zuletzt geändert von Scrooge am Mo 22 Jun, 2015 17:38, insgesamt 4-mal geändert.

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