GinkgoWolfs Blog
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Rettung einer Ananaspflanze

permanenter Link von GinkgoWolf am Sa 29 Feb, 2020 23:37

Die Ananaspflanze in diesem Beitrag habe ich zusammen mit meiner Mutti aus dem Blattschopf einer gekauften Ananasfrucht gezogen. Wir haben den Blattschopf leicht antrocknen lassen und dann in Erde gesteckt. Und gaaanz vorsichtig gewässert. Irgendwann sind dann neue Blätter gekommen - allerdings nicht aus der Mitte des Schopfes (wie man es auch der einschägigen Literatur oftmals entnimmt), sondern aus der Seite.
Die Pflanze wurde mir übereignet oder anders gesagt: "in meine Verantwortung gegeben" ("deine Pflanze" :lol: ). Lange stand sie in meinem Zimmer als ich noch bei meinen Eltern wohnte.
Dann zog ich zum Studieren um. Die Ananaspflanze blieb aber in meinem damaligen Zimmer. Sie wurde in dieser Zeit auch nur mäßig gepflegt... ("Pflege" beschränkte sich auf Wassergaben.)
Als ich wieder nach Eberswalde zurückzog - in eine eigene Wohnung, klar! - nutzten meine Eltern die Chance, die Ananas endlich ausquartieren zu können.

Ananas_190414.jpg
14.04.2019: Ananas im schlechten Zustand

Oje, sah die Pflanze fürchterlich aus! Meterlange Blätter (die hatte sie aber schon immer... :roll: ), stellenweise abgeknickt... die ganze Pflanze hing auf Halbmast... Auch sah die Blattfärbung teilweise sehr ungesund aus (gelblich)...

Ananas_190414_.jpg
14.04.2019: kaum noch Wurzeln :(

Das Umtopfen musste noch etwas warten. Vorher stellte ich sogar fest, dass Umtopfen in diesem Zustand überflüssig war! Ich hatte sie eines Tages in der Hand, weil die Arme fast keine Wurzeln mehr hatte... Das untere Ende des "Stämmchens" (nennt man das so?) war sogar schwarzbraun und etwas weich...
Da half wohl nur noch Neubewurzeln...

Nun muss man dazu sagen: Ich habe diese Pflanze schon sehr lange. Ich denke, so seit ca. 10 Jahren... (weiß ich nicht mehr genau)
Ich mochte sie nur so bedingt (bin auch schon mal an ihren meterlangen Blättern hängen geblieben, weil sie so leichte Zähnchen am Blattrand hat und hätte sie so manches Mal fast von ihrem Platz heruntergerissen), aber man hängt ja doch irgendwie an einer Pflanze, die man selbst an- und aufgezogen hat...
Klar musste ich versuchen, sie zu retten!

Ananas_190414_Schnittling.jpg
14.04.2019: so sah sie nach dem Schnitt aus
Ananas_190414_Schnittling_.jpg
14.04.2019: nur noch gesundes Gewebe (die dunklen Stellen sind mögliche Wurzelansätze)

Ich habe also zuerst die schadhafte Stelle abgeschnitten. Ich hab so weit zurückgeschnitten, bis da nur noch helles, gesundes Gewebe war. Dann habe ich die Blätter auf ein Drittel ihrer Länge gekürzt, die ganz jungen Blätter nur um die Hälfte. Und dann erstmal irgendwo auf's Fensterbrett gelegt, damit die Schnittstellen antrocknen.

Nach ein paar Tagen hab ich sie dann in einen kleinen Topf mit Erde gesteckt, vorsichtig angewässert und dann in Ruhe gelassen. Sie stand in der Zeit zur Bewurzelung am Nordfenster.
Irgendwann hat sie dann neue Blätter geschoben (oben aus dem Blattschopf), da habe ich durch Anheben der Pflanze feststellen können, dass sie neue Wurzeln haben muss, weil sie den Topf mit angehoben hat. Also nun wieder umtopfen in "richtiges" Substrat.

Ananas_190728.jpg
28.07.2019: umtopfen
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28.07.2019: viele neue Wurzeln

Ananas_190728__.jpg
28.07.2019: da sieht man mal wie viele Wurzeln...

Ein Topf mit Absätzen unten (Typus "Pflanzcontainer"). Als erstes eine Drainageschicht aus Blähton ca. 1-2cm hoch, dann mit Substrat auffüllen. Mischung Terrasan torfreduzierte Erde mit Lavasplit im Verhältnis 1:1.
Dann das Pflänzchen aus dem Anzuchtsubstrat genommen. Kurz die schönen dichten Wurzeln bestaunt und dann neu eingetopft. Vorsichtig angegossen und wieder ans Nordfenster gestellt.

Ananas_200228.jpg
28.02.2020: so sieht sie aktuell aus

Da steht sie aktuell immer noch. Sie sieht wieder besser aus, die Kleine. Die Blätter sind nicht mehr ganz so lang... aber sie wächst.

Aktuell bin ich am Überlegen, sie nochmals auf diese Art "neu" zu bewurzeln, um sie auf diese Weise noch etwas weiter runterzusetzen. Sie hat nun ein recht langes "Stämmchen", was mir ein bisschen Sorgen macht wegen einer möglichen Kippelgefahr. Da bin ich noch am Überlegen... :-k ...
Bilder
"Das ist die Hoffnung", sagte Ginkgo zu Wolf. "Es wird immer einen Weg geben, immer weiter gehen. Leben, das heißt in Bewegung zu sein."
(Ginkgo und Wolf: Bifröst und das Darüber hinaus)

Ich kenn viele Pflanzen! Aber noch nicht alle^^