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Anpassung an Folgen der Klimaveränderung

So 06 Okt, 2013 16:21



Weltklimarat legt Bericht vor:
Anpassung an Folgen der Klimaveränderung notwendig


Der Weltklimarat IPCC hat in der letzten Woche den aktuellen wissenschaftlichen Sachstand zum Klimawandel veröffentlicht. Deutlicher als in der Vergangenheit wird vor einem Anstieg des Meeresspiegels und drastischen Klimaveränderungen in den nächsten Jahrzehnten gewarnt. Dass ein weltweiter Klimawandel stattfindet, ist schon seit längerem Konsens in der Forschung, als gesichert gilt aber nun auch die Erkenntnis, dass die langsame Erderwärmung zum wesentlichen Teil menschengemacht ist und nicht etwa zu einer natürlichen Entwicklung gehört. Insbesondere der hohe CO₂ Ausstoß in den Industrieländern sei dafür verantwortlich. Bundesumweltminister Peter Altmaier und Bundesforschungsministerin Johanna Wanka werteten den neuesten Bericht des Weltklimarats als untrügliches Zeichen dafür, dass der Klimawandel voranschreitet. Altmeier: "Der IPCC zeigt der Weltgemeinschaft, dass ein ambitionierter Klimaschutz unumgänglich ist."

In einer aktuellen Pressemeldung des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen werden stärkere Maßnahmen, um den Klimawandel und dessen Folgen einzudämmen, gefordert. Klimaschutzminister Johannes Remmel: „Der Klimawandel ist [...] kein abstraktes Gebilde mehr. Er trifft jede und jeden von uns. Auch in unserem Bundesland wird der Klimawandel in Zukunft zu deutlich mehr Wetterextremen führen und sich damit auf die Lebensgrundlage von Menschen, Tieren und Pflanzen auswirken." Der nun vorliegende Bericht ist der erste von drei Teilbänden des 5. IPCC-Sachstandberichtes. Der zweite Band wird voraussichtlich im späten Frühjahr 2014 veröffentlicht und sich mit den Folgen des Klimawandels und Fragen der Anpassung, beschäftigen.

In Nordrhein-Westfalen als dem bevölkerungsreichsten und am dichtesten besiedelten Bundesland wurde im Januar 2013 das erste deutsche Klimaschutzgesetz verabschiedet. Derzeit wird ein so genannter Klimaschutzplan erarbeitet, in dem konkrete Strategien und Maßnahmen festgelegt werden. Neben der Reduktion der Treibhausgasemissionen und der schnellstmöglichen Umstellung auf erneuerbare Energien stehen vor allem Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung auf dem Programm. Explizit werden vom NRW-Klimaschutzministerium eine verstärkte Isolierung von Gebäudefassaden durch Bepflanzung und Dachbegrünung sowie mehr Parkanlagen in urbanen Zentren gefordert. Mehr Grün in den Städten schützt nicht nur Gebäude vor den Folgen von extremer Hitze und Kälte sondern bindet auch Kohlendioxid und Feinstaub aus der Luft, verbessert das lokale Kleinklima durch Sauerstoffproduktion und fördert die Biodiversität.

Quelle: DGS

Bilder
Klimawandel-Stadt.jpg
Foto: DGS. - Städtisches Grün hilft dabei, die Luft in dicht besiedelten Stadtzentren zu verbessern.
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