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In unserem Lexikon der Pflanzen sind die Pflanzenarten alphabetisch sortiert. Es werden alle Pflanzengattungen wie Gartenpflanzen, Zimmerpflanzen und exotische Pflanzen aufgeführt. Zu fast jeder Pflanze gibt es Angaben zum schneiden (Rückschnitt und Erziehungsschnitt) , wässern (wie viel Wasser und wie oft), düngen (welcher Dünger und wann muss gedüngt werden), Standort (sonniger, halbschattig oder im Schatten, Licht und Ansprüche), Erde (welcher Boden oder welches Substrat), Krankheiten (bekannte Schädlinge und Erkrankungen, Mittel wie Insektizide und Fungizide sowie Maßnahmen zur Bekämpfung).
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Abies grandis - Küstentanne

Di 28 Jan, 2014 13:58



Abies grandis - Küstentanne

Sie wird auch noch Riesen-Tanne genannt.

Familie: Pinaceae (Kieferngewächse)

Gattung: Abies (Tannen)

Herkunft:
Ihre Heimat ist die Pazifikküste Nordamerikas. Ihr natürliches Wachstumsgebiet erstreckt sich von Britisch Kolumbien bis Nordwest-Kalifiornien und reicht ostwärts bis Westmontana und Idaho.

Verbreitung:
In Mitteleuropa zählt sie zu den forstlich am meisten angebauten fremdländischen Baumarten.

Habitus/Alter:
Immergrüner Nadelbaum der Wuchshöhen von bis zu 85 Metern erreichen kann. Der Stammdurchmesser (BHD) liegt bei 150 - 250 cm. Als Höchstalter sind 300 Jahre angegeben.
Bei Altbäumen bleibt die Baumkrone spitz bis kegelförmig. Ihr Stamm wächst gerade und ist wenig abholzig.

Borke/Rinde:
Im unteren Drittel des Baumes ist die Rinde grau und in kleinen Plättchen abbrökelnd. Bei jungen Bäumen eher glatt, Harzblasen bildend und von graubräunlicher Farbe.

Knospen/Nadeln:
Die häufig von Harz überzogenen 2 mm kleinen Knospen sind purpurdunkel und von den Nadeln verdeckt. Zerrieben riechen sie nach Orangen.

Blüte/Frucht/Fruchtbildung:
Die Blütezeit der Küstentanne ist von April bis Mai. Sie ist einhäusig getrenntgeschlechtlich (monözisch). Männliche Zapfen weisen ein bläuliches Rot bis hin zu purpurfarbigen orange, gelb oder grün auf. Weibliche Zapfen sind während der Blüte hellgrün bis dunkelblau, oder dunkelpurpur. Reife Zapfen erreichen Längen von 5 - 12 Zentimetern. Sie werden ca. 3 cm breit. Die Reifen Zapfen sind rotbraun und haben eine zylindrische Form. Samenreife ist im September.
Der Samen wird 8 x 4 mm groß und hat einen Flügel. Dieser ist etwa eineinhalb mal so groß wie der Samen selbst. Die Keimlinge haben 4 - 7 Keimblätter (Kotyledonen).

Standortansprüche:
Sie gedeiht bis zu Höhen von 1500 Metern und mehr. Man findet sie gern an Flussläufen und anderen Gewässern.
Sie ist sehr raschwüchsig und auch standorttolerant. Hier übertrifft sie unsere Weisstanne. Ab einem Alter von etwa 5 Jahren kann sie jährliche Zuwächse von mehr als 1 Meter erreichen. Mit 50 Jahren erreicht sie Höhen bis zu 40 Metern, bei einem Stammdurchmesser von 50 cm.
Sie gedeiht gut auf feuchten, gut drainierten Böden, die tiefgründig und nährstoffreich sind. Man findet sie sowie in Reinbeständen als auch vergesellschaftet mit Westamerikanischer Lärche, Sitkafichte, Douglasie oder Westamerikanischer Hemlockstanne.

Holz/Verwendung:
Das Holz der Küstentanne ist sehr weich und eignet sich hauptsächlich nur zur Papierherstellung.

Wissenswertes:
Eine der größten Küstentannen mißt 81,5 Meter bei einem BHD (Brusthöhendurchmesser) von 160 cm. Ihr Stammvolumen beträgt 54 Kubikmeter, soviel wie etwa 30 gemeine Fichten mit einem Alter von ca. 100 Jahren.

Allgemeine Anzuchtsanleitung:
Baumsamen, zumindest solcher von Arten der gemäßigten Breiten, tragen keimhemmende Stoffe in sich, die es abzubauen gilt. Dieses Abbauen wird stratifizieren genannt. Der Samen kommt dabei für eine bestimmte Zeit (von Baumart zu Baumart verschieden) bei einer Temperatur von 2-4 Grad in den Kühlschrank. Hinterher sollte man den Samen bei Zimmertemperatur im Wasserbad für 24 Stunden vorquellen lassen. Der Same bedarf zur Keimung eines bestimmten Wassergehalts.

Dann wird der Same in Kokosfaser oder in Anzuchtserde ausgesät und je nach Baumart mehr oder weniger mit Erde bedeckt. Hier kann eine Faustregel angewendet werden. Ein 5 mm großer Same kommt 5 mm unter die Erde. Es gibt auch hier Ausnahmen, wenn auch nicht viele.

Das Erdreich des Anzuchtgefäßes muss nach der Aussaat immer feucht gehalten werden, nass sollte es aber nicht sein, sonst tritt Schimmel auf.

Für Tannen:
Eine Freilandaussaat ist anzuraten, am Besten im November/Dezember, oder erst im Frühjahr im April.
Aussaatstelle schattig wählen. Vorher 2-4 Wochen in feuchtem Sand stratifizieren. Tannensämlinge sind empfindlich gegen Sämlingskrankheiten. Bei der Aussaat leicht mit Erde bedecken. Vorher 24 Std. im Wasser quellen lassen.

Quellen: Stichpunkte von wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCstentanne

Re: Abies grandis - Küstentanne

So 08 Jun, 2014 9:23

Samen der Küsten-Tanne

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