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"Hausmittel" gegen Kalk im Wasser

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BeitragFr 24 Feb, 2012 0:00
Hab euch hier mal noch einen nützlichen Link, wo sich Wasserhärten, ppm Werte etc umrechnen lassen.

http://www.cactus2000.de/de/unit/masswas.shtml

Hier noch ein Beispiel von mir: Mein Leitungswasser hat 136ppm (mit dem TDS Messer gemessen), das sind 7,6°dH. Nachdem es durch die Osmoseanlage ist, hat es noch 11ppm, das sind 0,6°dH. Normalerweise würde es noch weicheres Wasser liefern, aber die Filter sind seit 1,5 Jahren in Gebrauch. Reicht aber immer noch bei weitem, für Karnivoren sagt man ist Wasser bis ca 65ppm geeignet.

Ich muß gestehen, deine Essigversuche Schrottkopf überzeugen mich nicht. Damit bringst du laut deinem Versuch nicht einmal einen ganzen pH Wert weniger hin, hast aber das Risiko, daß das den Pflanzen auf Dauer vielleicht doch schadet.

Überhaupt stellt sich mir jetzt grad die Frage, wie nützlich das messen des pH Wertes überhaupt ist? Also ich habe von Chemie kaum Ahnung (und immer entsprechende Noten in der Schule geschrieben :wink: ), aber wenn es um den Kalk im Wasser geht, wäre ein GH (Gesamthärte) Test doch eigentlich sinnvoller? Beziehungsweise das messen der Leitfähigkeit des Wasser, was ein TDS Messer tut.
Soweit ich weiß, spielt der PH Wert nur eine untergeordnete Rolle, zumindest bei Karnivoren und anderen Kalkempfindlichen Pflanzen.
Aber wie gesagt, ich bin da jetzt absolut nicht der Profi ;)
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BeitragFr 24 Feb, 2012 0:29
Kalk und pH-Wert sind ja zweierlei... Beim Kalk geht es, wie du ja auch schon sagst, um die Menge an Ionen. Ob das für Carnivore entscheidend ist, kann ich nicht sagen. Für die meisten Pflanzen wird das wohl eher unerheblich sein.
Der pH-Wert hingegen bestimmt gleichermaßen die Verfügbarkeit von Ionen. Insbesondere das Eisen ist im basischen Bereich nicht mehr für die Wurzeln verfügbar (sie fallen aus). Das gilt auch für alle anderen Spurenelemente wie Cu, Mn usw. So bringt es dann auch nichts, mit Spurenelementen und Eisen nachzudüngen, denn auch das neu zugegebene fällt im alkalischen Boden aus, bevor es aufgenommen werden kann.

Das Gießwasser meiner blauen Hortensie, die ja eigentlich gar nicht blau ist, sondern durch den niedrigen pH-Wert blau wird, säuere ich mit Essigessenz an. Geschadet hat es bisher nicht.
Übrigens kann man gar nicht so viel Säure reinkippen, dass es irgendwann auf pH 3 oder drunter landet. Das ist rechnerisch unmöglich: die pH-Skala ist nicht linear sondern logarithmisch, also muss man, um immer saurer zu werden, ein vielfaches mehr an Säure reinkippen. Und selbst wenn man literweise Essigsäure in das Gießwasser reinkippt, es wird nicht saurer. Ohne es nachgeschlagen zu haben, der pH-Wert von Essigessenz lag meine ich bei 3. Da drunter kommt man nicht, wenn man es verdünnt... Es braucht daher nicht jeder Milliliter an Essigessenz mit einem pH-Streifen nachgeprüft werden.
Azubi
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Hallo!
wenn du nicht so viel Geld ausgeben willst und einigermaßen die Wasserqualität für deine Pflanzen beibehalten willst, dann empfehle ich dir dieses System (habe ich ebenfalls zum wässern meines Dachgartens): XXX
Das Teil heißt AQON Pure Mini. Es gibt ein System direkt für den Wasserhahn was mich ca. 250 € gekostet hat. Du könntest auch direkt dein ganzes Haus damit ausrüsten, das hätte knapp 1000 € gekostet.

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Gärtnermeister
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Hyazinthe, dafür, dass mit diesem phänomenalen Wundergerät genauso viel Kalk aus der Leitung kommt wie ohne, ist das meiner Meinung nach ganz schön viel Geld, das die dafür haben wollen!! :lol:
Azubi
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Hallo,

kleinere Mengen Wasser kannst du durch Abkochen entkalken.

Beim Abkochen entweicht aus dem Wasser CO2, das mit dem im Wasser gelösten Kalk durch gebildete Kohlensäure in einem Gleichgewicht steht.1 Kohlensäurearmes Wasser kann weniger Kalk in Lösung halten. Deshalb setzt sich der „überschüssige“ Kalk beim Abkochen am Boden und an den Wänden von Wasserkochern oder Kochtöpfen ab. Der Fachmann spricht hier auch vom Ausfällen des Kalks. Um die Entkalkungswirkung zu steigern, kann das Wasser auch mehrfach abgekocht werden.

Damit nach dem Abkochen keine abgesetzten Kalkpartikel aus dem Kocher gelangen, kann das Wasser durch einen Kaffeefilter gegossen werden.

Durch Abkochen kann Wasser nicht vollständig entkalkt bzw. enthärtet werden. Außerdem ist der Energieverbrauch im Verhältnis zur entkalkten Wassermenge sehr hoch.


Zum Entkalken von Wasser sind auch bestimmte Wasserfilter geeignet. Am häufigsten werden dafür Ionenaustauscher eingesetzt. Ionenaustauscher tauschen die in hartem Wasser in erhöhten Konzentrationen enthaltenden Calcium- und Magnesiumionen gegen Natriumionen aus. Nach diesem Prinzip funktioniert auch die Wasserenthärtungsanlage in deiner Spülmaschine, falls du dann eine hast. :-) Ionenaustauscher sind relativ günstig in der Anschaffung und werden unter anderem auch als handliche Tischfilter angeboten. Ionenaustauscher benötigen allerdings in regelmäßigen Abständen neue Filterpatronen oder die Geräte müssen mit Regenerierlösung befüllt werden.

Wasser kann auch mit Filtern entkalkt werden, die mit Umkehrosmosetechnik oder elektrochemischen Verfahren arbeiten. Diese Filter werden wegen ihrer Größe meist zentral am Haus- oder Wasseranschluss installiert.
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Gärtnermeister
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Hallo,

durch das Abkochen entfernst du die "veränderliche" Härte, die Karbonathärte. Die permanente Härte entfernst du nicht. Das Wasser wird dadurch nur um einen geringen Anteil der Gesamthärte "weicher", weshalb es für die Pflanzen kaum einen Unterschied macht.

Ionentauscher sind eigentlich eine gute Idee. Eigentlich. Sehr oft ist nur leider gar nicht der Kalk selbst das Problem, sondern der Leitwert des Wassers, also die Gesamtmenge der im Wasser gelösten Salze. Und den änderst du nur mit einer Umkehrosmoseanlage und nicht mit einem Ionentauscher.
Ob sich eine Umkehrsomoseanlage für dich privat lohnt, hängt von der Wassermenge ab, die du benötigst und ob du eine Verwendung für das gleichzeitig aufgesalzte Restwasser hast oder dieses im Abfluss landet. Destilliertes Wasser bekommst du nicht nur im Haushaltswarenbedarf, sondern auch in vielen Aquaristikläden.
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