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Wein richtig schneiden

Die richtige Pflanzenpflege, Pflanzenschnitt, Veredelung ...
Worum geht es hier: Richtige Pflanzenpflege, schneiden und veredeln...
Die richtige Pflege von Pflanzen umfasst das Düngen (welcher Dünger und wie oft düngen), Schneiden (wie schneiden und wann wird geschnitten), Wässern (wieviel Wasser und wie oft gießen), Standort der Pflanze (wieviel Licht oder Schatten), Boden (welche Erde oder Substrate), Überwinterung (wie überwintern und bei welchen Temperaturen, winterharte oder nicht), Veredelung (welche Technik zum veredeln, okulieren, anplatten oder pfropfen).
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BeitragWein richtig schneidenSa 30 Dez, 2017 11:46
Hallo zusammen,

Ich bräuchte mal eure Meinung. Es geht um einen WeinStock. Vor einem Jahr im frühen Herbst habe ich ihn eingepflanzt.
Im Frühjahr ist er super ausgetrieben. Es sah richtig gut aus, er war viel früher dran als bei bekannten. Doch dann ist er kaum noch gewachsen. Damit meine ich 10 bis 20cm übers ganze Jahr. Ich hatte gelesen das sich Wein hoch dursten soll. Ich befürchte aber ich hätte ihn mehr gießen sollen.
Ich glaube auch mal gelesen zu haben Das die Früchte die näher am Haupt Stamm sind besser werden sollen. Und jetzt kommt der Punkt wo ich mir unsicher bin. Soll ich die Rebe nun so weiterwachsen lassen und hoffen Das sie heuer bessert wächst oder sollte ich sie nochmal komplett zurück schneiden damit sie schön kräftig wird.
Zudem sind dort wo ich gerne ein de Abzweigung hätte keine Augen. Wachsen die da mit der Zeit oder wäre Das auch ein Grund nochmal von vorne zu erziehen?
Die nächste Frage ist wenn ich sie radikal zurück schneide, treibt sich dann wieder aus wenn keine Augen zu sehen sind oder ist sie dann kaputt? Hier habe ich leider gart nichts dazu gefunden.

Vielen dank schon mal im voraus :-)

VG
Markus
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BeitragRe: Wein richtig schneidenSa 30 Dez, 2017 22:45
zum einen sieht die rebe gar nicht sooo schlecht aus. ich fürchte allerdings, dass der relativ kurze zuwachs eventuell wegen knapper nährstoffversorgung zustande gekommen ist.
im märz würde ich einmal eine gabe eines volldüngers verabreichen ( eine handvoll verteilt auf ca. 1 m² ) und natürlich auch genug wasser, denn so direkt an der wand kann sich die reben in den ersten jahren nicht genug selbst versorgen.

zum schnitt: für´s erste würde ich sagen, die triebe vom vergangenen jahr auf zapfen schneiden ( 2-3 augen) dann kannst du voraussichtlich 2018 die ersten beeren ernten.

mfg und viel erfolg roland
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BeitragRe: Wein richtig schneidenSa 30 Dez, 2017 23:21
Hallo Roland, 2018 schön eigene Früchte wäre ja Hammer :-)
Dünger besorg ich mir und probier ich aus.
Das heißt ich kann den untersten trieb und den für das dritte Seil durchaus weiterführen?
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BeitragRe: Wein richtig schneidenSo 31 Dez, 2017 13:23
Hallo,

Deine beabsichtigte Art, die Rebe so zu erziehen, wäre nicht vorteilhaft. Besser wäre es, wenn Du Dich stattdessen für eine Waagerecht-Kordon oder aber Flachbogen-Erziehung entscheiden könntest. Deine jetzige Erziehungsart hat drei Ebenen ( Tragruten ) übereinander. Dies würde bedeuten, daß die untersten Austriebe die mittleren und die obersten Austriebe verdecken, und somit die dahinter liegenden Trauben der 2. und 3. Ebene beschatten. Dies führt unweigerlich zu Pilzbefall wegen mangelnder Belüftung.
Da die Rebe schon viel zu nahe an der Wand gepflanzt wurde, solltest Du die Spanndrähte in einem Abstand von mindestens 20 cm zur Wand neu formieren. Wenn ich wüßte; wie lange Dein Rebspalier ist, würde ich bei der Flachbogen-Erziehung evtl. zur zusätzlicher Pflanzung von einer oder mehreren Reben raten.
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BeitragRe: Wein richtig schneidenSo 31 Dez, 2017 15:04
Hi,

Also zu den Dimensionen ist es so:
Die beiden senkrechten Pfosten haben einen Abstand von 3,20m
Bei den 4 Drahtseils hat der erste 60cm Abstand zum Boden und untereinander haben sie 50cm Abstand.
Zur Wand sind es 15cm Abstand zu den Seilen.

Schade, ich dachte 50cm wären mehr als genug. Was wäre denn sinnvoll? Nach oben habe ich ja noch Luft. Und zur Not könnte ich auch die Höhe auf 3 Seile aufteilen. Dann wären 75cm Abstand dazwischen. Wäre das gut oder immer noch zu wenig?
Oder meinst du unten nur eine waagrechte und die senkrechten dann bis ganz nach oben ziehen?
Ich hätte auch kein Problem damit noch zwei Reben zu kaufen und dann 3 waagrechte zu ziehen. Einen Stock je Ebene, wenn das bessert ist als ein Stock für alles.

Die 15cm zur Wand sollte ich auf jeden Fall noch ändern oder? Dazu müsste ich aber alles nochmal abbauen. Allerdings hatte ich vorletztes Jahr schon so milchige Blätter. Das meinst du mit Pilz befahl oder? Aber wenn sie über ein Latten Gerüst an der Mauer wachsen ist ja noch weniger Abstand. Wo ist da der Unterschied?

VG
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BeitragRe: Wein richtig schneidenSo 31 Dez, 2017 16:10
Hallo.
Wir reden aneinander vorbei. Die Drähte, die Du gespannt hast, sind schon richtig. Nur sollten sie eben weiter weg von der Wand sein.
Verabschiede Dich von Deinen drei Ebenen und google nach Flachbogenerziehung und nach Waagerechtkordon. Danach reden wir weiter.
Azubi
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BeitragRe: Wein richtig schneidenSo 31 Dez, 2017 16:25
Ich habe mich schon eingelesen. So ist es nicht. Aber ich dachte bei einen waagerechtkordon soll man nach oben hin je austrieb nur ein bis zwei Frucht Stände lassen. Dann wäre ja mach oben hin schnell Schluss. So könne man das ein par mal wiederholen bis der Platz aus ist.
Ich habe hierzu auch Bilder und skizzen gesehen wo das so vorgeschlagen wurde. Auch mit 3 Pflanzen für 3 Ebenen.
Ich habe aber noch nichts gefunden wo ein kordon gezogen wird der dann 2m hoch wächst an den senkrechten. Sio meinst du das oder?
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BeitragRe: Wein richtig schneidenMo 01 Jan, 2018 14:21
Hallo und Prosit Neujahr!

Ich versuche jetzt nochmal zu erklären, dass Deine Erziehungsform mit den drei Ebenen unvorteilhaft ist.

Ausschnitt aus meinem ersten Beitrag:
[Dies würde bedeuten, dass die untersten Austriebe die mittleren und die obersten Austriebe verdecken, und somit die dahinter liegenden Trauben der 2. und 3. Ebene beschatten. Dies führt unweigerlich zu Pilzbefall wegen mangelnder Belüftung.]

Da die Trauben (Früchte) mindestens 7-8 Blätter zur Ernährung brauchen (Laubwand), und die Internoiden in der Regel 15 cm lang sind, errechnet sich eine Trieblänge von 1,2 m. Ab hier könnte dann Deine nächste Ebene beginnen. Jetzt verstehst Du auch mein Geschriebenes in den eckigen Klammern.
Ob Du Dich "wenn überhaupt" für eine Flachbogen oder eine Waagerechtkordon-Erziehung entscheidest, wäre der neue Anschnitt bei beiden gleich.

[quote="daschauher"] Aber ich dachte bei einen waagerechtkordon soll man nach oben hin je austrieb nur ein bis zwei Frucht Stände lassen.

Man sagt, es sollten nur 1,5 Trauben pro Trieb belassen werden. Also, bei einem Trieb zwei und am nächsten nur eine usw. Das wären dann bei einer angeschnittenen Tragrute mit 6-7 Augen 10,5 Gescheine (Trauben). Tafeltrauben tragen höchstens 3 Gescheine pro Trieb, nicht dass Du meinst,so ein Trieb hängt von unten bis oben voll davon. (So habe ich es jedenfalls herausgelesen.)

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... Aufbau.JPG
https://www.proplanta.de/Fotos/Spaliere ... 73258.html

Jetzt noch ein paar Videos

https://www.youtube.com/watch?v=es8cgL4C1qY
https://www.youtube.com/watch?v=5BoFjBEdeIM
https://www.youtube.com/watch?v=utKpX9Mo1JU
https://www.youtube.com/watch?v=amqLfMP87Mo
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BeitragRe: Wein richtig schneidenMo 01 Jan, 2018 16:29
Hallo und ein gesundes neues Jahr!

Danke für die gute Erklärung und die links :-)

Das es unvorteilhaft ist mit 3 Ebenen hatte ich schon verstanden, nur das warum hat noch gefehlt. Mir war nicht bewusst dass die Trieblänge 1,2m sein muss um die Trauben optimal zu ernähren. Danke dafür!

Natürlich bin ich daran interessiert das optimale heraus zu holen. Ich hatte mich ja schon für diesen Waagerechtkordon entschieden. Eben nur mit falschen Infos für die Platzverhältnisse. Wenn ich das Untere Seil noch 10cm runter nehme, habe ich 1,10m Abstand zwischen 1. und 3. Seil und könnte evtl. noch auf 2 Ebenen ziehen. Eine Ebene und 2 Meter hoch bringt ja dann auch nichts da ja nur 1,5 Fruchtstände pro senkrechter sein sollen und dafür 1,2m höhe ausreicht.

Bleibt nur noch zu klären ob Flachbogen oder waagerechter Kordon? Wenn ich es richtig verstanden habe verwenden die Weinbauern die Flachbogenmethode. Was dann bestimmt heißt das es besser ist. Wenn ich das richtig sehe werden beim Flachbogen die waagerechten jedes Jahr neu gezogen und beim Kordon bleibt die waagerechte und es werden zapfen geschnitten, aus denen jedes Jahr neue Senkrechte wachsen. Passt das soweit?

Wenn ich das jetzt nicht falsch sehe dass 2 Ebenen OK sind, wäre es dann besser je Ebene eine eigene Rebe zu verwenden? Ich könnte ja links noch eine Rebe setzen...Ich glaube schön langsam verstehe ich was du meinst. Wenn ich noch einen 2ten Stock setze wäre es dann evtl. besser wenn ich die Flachbogen Erziehung wähle, da hier der Ertrag besser ist als bei einem Kordon mit 2 Ebenen. Könnte mann dass so sagen? Wäre es dann noch besser bei einem Flachbogen 3 Rebstöcke zu setzen wenn eine Breite von 3,2m zur Verfügung steht?

Was würdest du mir empfehlen?

VG
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BeitragRe: Wein richtig schneidenMo 01 Jan, 2018 18:13
Das mit den 1,2m war ja nur die halbe Wahrheit. Im Regelfall sind es vom untersten Draht bis obenhin, wenn die Rebe über dem obersten Draht geschnitten wurde, 2 Meter. Das kommt daher, dass die Tragrute beim Flachbogen oder der Kordonarm jeweils unterhalb des untersten Drahtes läuft und da auch angebunden wird. Zudem kommen jetzt noch die Intenoidenlängen der Gescheine hinzu, bevor die Laubwand so richtig beginnt.
Die Frage Flachbogen oder Kordon ?
Ein Kordon könntest Du über die ganze Breite Deines Drahtrahmens ziehen, um ihn dann auf Zapfen mit zwei Augen anzuschneiden, oder aber mit Strecker mit 4 Augen. Bei Strecker sind es logischerweise 4 Augen statt 2 beim Zapfen. Also auch mehr Ertrag.
Das ganze kann man aber noch steigern wie auf der Abb.2 im folgenden Link.

http://www.kleingaertner-hot.de/Spalierreben.pdf

Bei den 3,2 m Platz die Du hast, würde ich noch 2 Reben dazu pflanzen. Mehrere Rebstöcke = evtl. mehr Sorten.
Welche Sorte hast Du eigentlich?
Bedenke aber, dass so ein Rebstock erst wachsen und stark sein muss, um ihn derart zu belasten. Es gibt Tafeltraubensorten mit sehr großen Beeren, bei denen man nicht so viel Fruchtruten anschneiden oder belassen kann. Zudem spielen die verschiedenen Unterlagen dabei eine wichtige Rolle, nicht nur wegen dem Wuchs sondern auch beim Boden.

Bin bei der Sortenwahl gerne behilflich.
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BeitragRe: Wein richtig schneidenMo 01 Jan, 2018 20:35
Ok, dann gehört der Gedanke mit den 2 Ebenen nun endgültig der Vergangenheit an wenn das so ist.

Mein Rebstock heißt Königliche Esther. Er wurde mir als Pilzresistent verkauft und genommen habe ich ihn wegen der Frau, weil das Herbstlaub sich rot färben soll :-) ...Empfehlungen für andere Sorten nehme ich sehr gerne an.

Wie ist es denn mit dem Ertrag? Bringt ein Rebstock mit einem langen Kordon den gleichen Ertrag wie 3 Rebstöcke mit 3 kurzen Kordons?

Was ich noch überhaupt nicht verstehe ist die Aussage das Zapfen mit 2 Augen weniger Ertrag bringen als Strecker mit 4 Augen. Das 4 Augen mehr bringen als 2 ist mir schon klar. Aber warum kann man nicht 2 Zapfen mit jeweils 2 Augen so platzieren das sie vom Platz her nicht mehr benötigen als der Strecker mit 4 Augen?

Je mehr ich mich damit beschäftige ob nun Kordon oder Strecker desto verwirrter bin ich was richtig ist. Tendenziell, ohne zu wissen warum, würde ich zu Kordon tendieren. Ich denke ich werde noch einen Rebstock dazu kaufen, den auf der anderen Seite Pflanzen und beide bis zur Mitte wachsen lassen.

Ist es eigentlich ok die Kordons dann um das Seil zu wickeln oder Sollten sie angebunden werden damit sie nicht einwachsen?

Wegen deiner Empfehlung der zweiten Rebe wäre es vielleicht noch wichtig zu wissen wie die Lichtverhältnisse sind. Wenn man auf die Mauer schaut an dem die Rebe klettert, schaut man nach Westen. Die Abendsonne fehlt dann quasi. Und auf der gegenüberliegenden Seite ist mein Haus. Es ist Quasi ein Gang mit 3 bis 3,5m breite. Von der Sonne her etwas eingeschränkt, dafür aber vor Unwetter und Frost etwas geschützter. Das ist auch der Grund warum ich auf alle Fälle den Abstand zur Mauer noch etwas vergrößern werde.

Viele Grüße
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BeitragRe: Wein richtig schneidenDi 02 Jan, 2018 15:55
Königl. Esther ist eine frühe Sorte und schmeckt mir persönlich sehr gut.
Ob Du einen langen oder drei kurze Kordon oder drei Flachbögen wählst, beinflusst den "Ertrag" wenig.
Wenn Du Zapfenschnitt wählst, solltest Du vorher schon wissen, dass sich so ein Zapfen in 3-4 Jahren in die Höhe aufbaut, wenn man ihn nicht jedes Jahr konsequent zurückschneidet.
http://www.rebschulen.ch/view/userfiles ... rReben.pdf
https://www.google.de/search?q=zapfensc ... urce=univ&
ved=0ahUKEwjf-OL5qbnYAhVM_aQKHeU9C7wQsAQIOQ&biw=1333&bih=617#imgrc=uzoHyLFSwtnOeM:

Streckererziehung, z.B. bei der Lyra-Eriehung.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/ ... iehung.JPG

Alles, was um den Draht gewickelt wird, erschwert den Schnitt im nächsten Jahr, und der Schere Karies.

[quote=" Wenn man auf die Mauer schaut an dem die Rebe klettert, schaut man nach Westen. Die Abendsonne fehlt dann quasi. Und auf der gegenüberliegenden Seite ist mein Haus.

Also schaut die Rebe nach Osten und bekommt am Vormittag von dort die Sonne und am Nachmittag die Sonne vom Süden.Ich habe auch drei Reben an meinem Haus in dieser Position stehen und funktioniert.
Auch wenn die Königl. Esther pilztolerant ist, so wirst Du kaum um Behandlungen gegen Oidium und Peronspora herumkommen, besonders wenn die Rebe/n beim Austrieb und in der empfindlichen Phase jungen Wachstums sind und sich evtl. noch im Schlagschatten des Hausen befinden.
Ich habe mir jetzt nochmal Dein Bild angeschaut und da ist mir noch eingefallen, dass eine Galerie am oberen Balken auch zusätzlich noch machbar wäre.

https://www.fassadengruen.de/uw/weinreb ... alerie.htm

Bei der Sortenwahl weiß ich nicht, ob gelb,rot oder nochmal blau. Kernlos? Wichtig wäre noch Deine Höhenlage und ob es eher eine kalte oder warme Gegend ist und ob bei Dir dieser Schädling schon angekommen ist.

https://www.oekolandbau.de/erzeuger/pfl ... a-suzukii/
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BeitragRe: Wein richtig schneidenDi 02 Jan, 2018 21:47
[Königl. Esther ist eine frühe Sorte und schmeckt mir persönlich sehr gut.]
Dad hört sich ja schon mal ganz gut an.

[...dass sich so ein Zapfen in 3-4 Jahren in die Höhe aufbaut...]
Ist das den bei den flachbogen nicht so? Klar die kann man sich dann runter biegen wie man es braucht. Verlängern tut sich das doch dauernd. Ist eigentlich logisch das man hier sehr gewissenhaft sein muss um es auf ein Minimum zu reduzieren. Ebenso ist es unglaublich das es Stöcke gibt die Jahrzehnte alt sind und immer noch diese typische Form haben. Aber naja irgendwann werde ich das vielleicht auch verstehen.

Wie ist es eigentlich wenn man totalen bockmist baut oder z.b. Kinder alle austreibenden Augen abmachen. Ist der Stock dann tot oder treibt der dann irgendwie wieder neu aus?

In der Gärtnerei wo ich meinen Stock gekauft habe, haben die auch ältere Stöcke mit Stämmen mit fast 10cm Durchmesser. Macht sowas sinn zu kaufen? Wäre gar nicht so teuer. Ich glaube 60 Euro.

Die Galerie ist eine tolle Idee. Danke. Aber da habe ich keinen Platz für. Da sind auch noch 2 Obstbäume. Mal schauen ob ich ein Foto hinbekomme wo mann alles sieht, vielleicht von oben...

Mit Mehltau hatte ich letztes Jahr auch schon Bekanntschaft gemacht. Dafür habe ich mir schon Mittel besorgt für nächstes Jahr. Mein Plan war schon im Frühjahr was zu spritzen damit Sporen die an der Pflanze überwintert haben gleich Absterben bevor sie schaden anrichten können.

Ich komme aus Bayern, südlich von München. Keine Ahnung was eher kälter oder wärmer bedeutet. Klar wird es im Winter eher kälter sein als im Norden. Ich bin jedenfalls 470m übern Meeresspiegel. Ich hoffe damit kannst du was anfangen.
Ob dieser Schädling schon angekommen ist Weiß ich leider nicht. Aber wenn er auf dem Vormarsch ist und es da was gibt, kann man ja fast davon ausgehen das et kommen wird... Oder nicht?

Zur Sorte habe ich mir noch keine großen Gedanken gemacht. Kernlose müssen es nicht sein. Es muss aber auch keine Sorte sein die bekannt dafür ist das sie viele und große kerne haben. Wenn es machbar ist vielleicht eine Sorte die im Herbst vom Laub her ähnlich ist zu dem den ich schon habe.

Wenn ich mich für eine Flachbogen Erziehung entscheide benötige ich auf jeden Fall gesamt 3 Reben, richtig? Nur beim Kordon würde eine ausreichen.
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BeitragRe: Wein richtig schneidenMi 03 Jan, 2018 10:35
Bei einem Flachbogen läßt man nur eine Fruchtrute stehen und gegenüber dieser einen Ersatzzapfen. Um eine Rebe tot zu kriegen muss man sie schon ziemlich weit unten abschneiden, ansonsten treiben immer wieder mal schlafende Augen aus. Das mit den älteren Stöcken, diese wurden in südlichen Ländern rigoros gerodet und schmachten jetzt ihr restliches Dasein in Kübeln. Zudem sind die Sorten nicht bekannt. Außerdem benötigen diese Sorten viel mehr Wärme und von Pilztoleranz ist nicht zu reden.
Ich gehe mal davon aus, dass Du mit nächstes Jahr dieses Frühjahr meinst mit der Pilzbehandlung, dann schon ab Knospenschwellen spritzen. 470 m geht noch, ab 500m schon kritisch, wichtiger ist die Wärmesumme.
Wenn es unbedingt eine rotlaubige Sorte sein soll, musst Du wieder eine Blaue nehmen, und auch da färben nur manche Sorten ihre Blätter rot.
Bei Flachbogen 3 Stöcke, bei Kordon entweder 1 durchgehend oder auch 3 kurze. Bei den 3 kurzen könnte man auch Wechselkordon anschneiden.

So sollte ein Rebenkopf ausschauen, wahlweise mit einer oder wie hier mit zwei Fruchtruten.

http://www.weinstehrkrappitz.de/images/enstehung/04.jpg
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