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Sitkafichtenlaus an Blaufichte-was hilft?

Braune Blätter, kleine Tierchen, was tun, wenn Schadbilder auftreten ...
Worum geht es hier: Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun...
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.
Azubi
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Hallo,
an meiner Blaufichte hab ich seit Jahren die Sitkafichtenlaus.Ich habe sonst immer 2-3mal im Jahr mit einem Neemöl Präparat gespritzt.Irgendwie werden das immer mehr.Gibts da auch was zum gießen?weil der Baum ist circa8meter hoch.Neuaustrieb ist jedes Jahr super(bekommt auch immer Bittersalz),aber von innen wird er immer kahler.Wer kann mir helfen?
LG Helianthus
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BeitragDo 06 Aug, 2009 7:50
Hallo,
die Sitkafischtenlaus läßt sich wie andere Blattläuse auch sehr gut mit Schmierseifenpräparaten bekämpfen. Da macht es auch nichts, wenn bei einem großen Baum etwas danebenspritzt. Gießbehandlungen sind wegen der erheblichen Nebenwirkungen nicht zugelassen.
Wichtig ist der Termin der Anwendung.
Die Sitkalaus überwintert nicht wie unsere heimischen Läuse als Eistadium, sondern als erwachsene Laus. Deshalb ist sie auch eine der wenigen, die durch tiefe Temperaturen ernsthaft beeinträchtigt werden kann. In milden Wintern saugt sie munter und vermehrt sich auch. Sie ist also im zeitigen Frühjahr, wenn die anderen noch in ihren Eiern schlummern bereits aktiv. Die besaugten Nadeln verfärben sich zunächst nach fahlgrün mit gelben Pünktchen, werden später gelb und fallen dann ab.
Wenn die Verfärbung einsetzt, ist die Nadel bereits nicht mehr zu retten!
Es ist daher wichtig, den Baum zu behandeln, bevor sichtbare Schäden vorhanden sind.
Deshalb sind die Bäume ab Februar auf Befall zu kontrollieren: Man nimmt ein weisses Blatt Papier, hält es unter einen Zweig im unteren Bereich des Baumes und klopft auf diesen. Die Läuse fallen runter (dunkelgrün mit roten Augen) und können gezählt werden. Ab 10 Stück pro Klopfprobe sollte bekämpft werden. Durch das Klopfen ist auch festzustellen, wie weit die Läuse schon in dem Baum hinaufgewandert sind, der Befall beginnt nämlich immer unten. Wenn man früh ist, reicht es die unteren beiden Meter zu behandeln. Da die Laus frei und ungeschützt sitzt, ist eine gründliche Behandlung ausreichend.
Da die Laus im Mai auf andere Wirtspflanzen abwandert, ist eine Bekämpfung danach wirkungslos.
Befallen werden überwiegend Blaufichten, ganz selten auch Serbische Fichten. Tannen und Zypressengewächse nicht.
(Übrigens bin ich einer von denen, der Bittersalz als Geschäftemacherei betrachten)
Grüße Stefan
Azubi
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BeitragFr 07 Aug, 2009 19:55
Hallo,
danke für deine Antwort.Also ist es jetzt nutzlos was dagegen zu machen.Ich muss also warten bis zum Februar wenn ein frostfreier Tag ist.Dann kann ich spritzen und dann bringt es auch was,richtig?ist es egal wenn es dann nachts frost hat?Ach noch ne Frage.Warum hälst du bittersalz für geldmacherei.Der Neuaustrieb ist dadurch echt immer toll geworden.
Lg Helianthus
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BeitragDi 11 Aug, 2009 13:44
das mit dem Bittersalz erzähle ic dir gern später mal, mit der Qualität des Neuaustriebs hat es nichts zu tun.
Grüße Stefan
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BeitragBittersalzMo 24 Aug, 2009 9:03
woher kommt die Vorliebe der Gartenbesitzer für Bittersalz?
Als Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts die "neuartigen Waldschäden" besonders bei Nadelbäumen ins Blickfeld rückten, wurde eifrig nach den Ursachen und damit nach Möglichkeiten der Abhilfe gesucht. Natürlich untersuchte man auch die Zusammensetzung des Bodens und die Ausstattung mit Nährstoffen und führte Düngeversuche durch. Natürlich war auch Magnesium beinden untersuchten Nährstoffen. Man fand sogar Fälle, bei denen ein Magnesiummangel als Ursache für Nadelverfärbungen vorlag, der durch entsprechende Düngung behoben werden konnte. Außerdem stellte man fest, dass unter Umständen über Ionenaustausch im Sorptionskomplex des Bodens durch Magnesiumgaben Streusalzschäden gemildert werden können.
Bei den heutigen Maßnahmen gegen die Auswirkungen des Waldsterbens hat meines Wissens die Magnesiumdüngung keine Bedeutung. Bei Bodenuntersuchungen in Hausgärten war Kalimangel deutlich häufiger die Ursache für Nadelvergilbungen als Magnesiummangel.
Aber es blieb ist die Aussage für den Gartenbesitzer, dass Gelbfärbung an Nadelbäumen mit Magnesium (Bittersalz) zu beheben ist und überhaupt diese Pflanzen regelmäßig eine Extragabe diese Düngers benötigen.
Aber für solches Verhalten gibt es ja noch mehr Beispiele: So verfolgte ich kürzlich, was aus einer Meldung zur Wirkung eines Inhaltsstoffs eines Pflanze auf die Erreger der Nasennebenhöhlenentzündungen wurde. Das waren Laborversuche auf Nährböden, die den Hinweis darauf lieferten, dass bei direktem Kontakt des Stoffes mit dem Erreger eine Wirkung vorliegt. In Folge wird nun ein Honig, der diesen Stoff enthält, zu fantastischen Preisen verkauft mit dem Hinweis auf seine Wirkung bei dieser Erkrankung.
Die Welt will betrogen sein.
Grüße Stefan

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