Pflanzenpflege / Was brauchen Pflanzen zum Leben? - Pflegen & Schneiden & Veredeln - GREEN24

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Pflanzenpflege / Was brauchen Pflanzen zum Leben?

Die richtige Pflanzenpflege, Pflanzenschnitt, Veredelung ...
Worum geht es hier: Richtige Pflanzenpflege, schneiden und veredeln...
Die richtige Pflege von Pflanzen umfasst das Düngen (welcher Dünger und wie oft düngen), Schneiden (wie schneiden und wann wird geschnitten), Wässern (wieviel Wasser und wie oft gießen), Standort der Pflanze (wieviel Licht oder Schatten), Boden (welche Erde oder Substrate), Überwinterung (wie überwintern und bei welchen Temperaturen, winterharte oder nicht), Veredelung (welche Technik zum veredeln, okulieren, anplatten oder pfropfen).
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Pflanzenpflege - die Zusammenfassung

Die meisten Zierpflanzen haben sich in jahrtausendlanger Entwicklung den verschiedensten Standorten angepasst.
Dennoch stammen sie aus allen Teilen der Welt und Unterscheiden sich bezüglich der Anforderungen an ihren Standort, den Lichtverhältnissen, den Wärmeansprüchen, den
Feuchtigkeitsansprüchen, der Ernährung, dem Substrat und noch anderen Pflegemaßnahmen.

Kann man der Pflanze die Bedingungen erfüllen, gedeiht sie prächtig und man hat kaum mit Risiken zu rechnen.






Lichtverhältnisse
Ungeeignete Lichtverhältnisse wirken sich negartiv auf Wachstum
und die Knospenbildung aus. Das Licht liefert die Energie für die Photosynthese (Erzeugung von organischen Stoffen).

Lichtintensität
Lux ist die Bezeichnung der Beleuchtungsstärke oder Lichtintensität. Mit sogenannten Luxmetern kann man die Lichtverhälltnisse eines Standortes messen.
Pflanzen mit geringen Lichtansprüchen geben sich mit einem Wert von 500 bis 600 Lux zufrieden. Pflanzen mit hohen Lichtansprüchen benötigen mindestens 1500 bis 2000 Lux.

Die Lichtintensität ist von einigen Faktoren abhängig, alleine durch eine Fensterscheibe (im Vergleich zur Freilandhaltung)
wird sie um 50 % reduziert. Auch eine Gardine oder der Abstand zum Fenster wirken sich negativ auf die Lichtverhältnisse aus.

Bei zu geringer Lichtintensität oder über die langen Wintermonate
könnte man hier auf eine Zusatzbelichtung zurückgreifen, ist nur leider etwas kostspielig.
Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen und Halogenlampen
haben ein tageslichtähnlichen Spektralbereich und eignen sich zusätlich um das Pflanzenwachstum und die Blütenbildung anzuregen. Allerdings können sie mit einer Spezialleuchte nicht mithalten.

Bei Lichtmangel können die Pflanzen das durch verschiedene
Merkmale zum Ausdruck bringen:
-kleinbleibende, hellgrüne Blätter
-bei farbintensiven Pflanzen geringe Farbausprägung
-Geilwuchs
-Anfälligkeit für Krankheiten
-Anfälligkeit für Schädlinge
-Blattabfall
-Knospenabwurf

Auch bei Lichtüberschuß reagiert die Pflanze mit verschiedenen
Symtomen:
-Verhärtung von Pflanzenteilen
-vergilbte Blätter
-Verbrennungen
-Sonnenbrand

Durch einen Standortwechsel kann die Pflanze mit Blattabwurf, Knospenabwurf oder Sonnenbrand reagieren.

Südfenster
An einem Südfenster ist mit intensiver Sonneneinstrahlung zu rechnen, hier besteht sogar Gefahr von Verbrennungen.

Hier mal eine Liste mit Pflanzen, die beliebt sind und sich für das
Südfenster eignen.


Adromischus
Aloen (Aloa)
Avokado (Persea americana MILL.)
Bougainvillea (dt. Drillingsblume)
Brutblatt (Bryophyllum)
Crassula portulacea und andere Crassula Arten
Eukalyptus
Flaschenbaum Beaucarnea recurvata
Gerbera
Granatapfel
Hibiskus (Hibiscus/ Eibisch)
Jasmin (Jasminum officinale)
Lithops (Lebende Steine)
Neuguinea Impatiens (Edelieschen)
Opuntien
Pachyphytum
Palmlilie (Yucca)
Passionsblumen (Passiflora)
Sedum rubrotinctum, und andere zimmertaugliche Sedum
Titanopsis
Zimmerbambus (Pogonatherum)
Zitruspflanzen





Westfenster und Ostfenster
Für die meisten Pflanzen, die einen hellen oder halbschattigen
Standort wünschen eignen sich West- und Ostfenster, da Ostfenster Morgensonne haben und Westfenster Nachmittagssonne. Das ist für das Wachstum besonders günstig!
Die Ostfenster eignen sich besonders gut für buntblättrige Grünpflanzen.

Liste für das Ostfenster
Buntwurz (Caldadium)
Palmen
Rademachera
Ruhmeskrone (Gloriosa rothschildiana)
Zantedeschia (Zantedeschia)
Anthurium (Flamingoblume)
Juncus effesus (Flatter-Binse)
Spathiphyllum
Haworthias (Haworthia)
Kalanchoe blossfeldiana
Dracaena marginata


Liste für Ost- und Westfenster
Begonien (Begonia/ Schiefblatt)
Klivie (Clivia miniata)
Diplandenie (Diplandeniasanderi)
Efauralie x Fathshedera
Gardenie (Gardenia jasminoides)
Kaffeebaum (Coffea)
Kranzschlinge (Stephanotis floribunda)
Pfeilwurze (Maranta)
Palmen
Schefflera (Strahlenaralie)
Schiefteller (Achimenes)
Schönmalven
Kannenpflanze (Nepenthes)
Bananenpflanze
Ficus benjamini (sofern noch kleiner)
Coleus blumei (Buntnesseln)
Chlorophytum comosum (variegatum) (Grünlilie)



Nordfenster
Das Nordfenster eignet sich für sehr schattenverträgliche Pflanzen
Bergpalmen (Chamaedorea)
Bromeliengewächse (Ananasgewächse)
Efeutute (Epipremnum pinnatum, Syn.: Epipremnum mirabile)
Farne
Fuchsie (Fuchsia)
Königswein (Cissus rhombiflora)
Tradeskantie (Tradeskantia)
Usambaraveilchen (Saintpauli ionatha)
Russischer Wein (Cissus antarctica)
Fettkraut (Pinguicula)
Wasserschlauch (Utricularia)


Wodurch sich Pflanzen in Richtung Licht biegen

Nach aktuellen Stand handelt es sich um ein Zusammenspiel zweier verschiedener Lichtrezeptoren in Form von Proteinen in den Pflanzenzellen mit der Fähigkeit die Lichtreize an die Zellen weiterzuleiten.
Die Rezeptoren sind: Phytochrome (messen das Verhältnis von dunkelrotem zu hellrotem Sonnenlicht) und Phototropine (flavinhaltige Blaulichtrezeptorfamilie, passen die Verteilung der Chloroplasten an Lichtverhältnisse an).
Die Phototropine reduzieren bei Lichteinwirkung die Produktion des Hormons Auxin, welches das Zellenwachstum im Pflanzentrieb reduziert und damit eine Neigung zum Licht bewirkt. Die Phytochrome hemmen dazu die Grundinformation des Senkrechtwuchses, was zur Neigung in Richtung Lichtquelle führt und damit ebenfalls die Wirkung der Phototropine verstärkt.
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BeitragTeil -2-Do 10 Mai, 2007 22:51
Temperatur
Jede Pflanze hat ihr spezifisches Temperaturmaximum und Temperaturminimum. Dieses sollte über einen längeren Zeitraum jedoch nicht über- oder unterschritten werden. Die meisten Zierpflanzen gedeihen bei einer Temperatur von 18 bis 22 Grad prima. Auch erhöhte Werte werden teilweise gut toleriert, wenn die
Luftfeuchtigkeit und die Wassergaben stimmen.
Nächtliche Temperaturschwankungen vertragen die Pflanzen auch prima, wenn sie nicht mehr als 10 Grad betragen.

Im Winter wird es schwieriger der Pflanze die optimalen Bedingungen zu bieten. Viele Pflanzen benötigen eine
Winterruhe (kühle Temperatur/wenig Wasser/keine Düngung)
um Blüten zu bilden. Ohne diese Winterruhe blühen die meisten Pflanzen zwar, allerdings wäre die Blütenpracht mit Winterruhe üppiger ausgefallen.
Es ist von Vorteil, wenn ein kühler und heller Raum zur Verfügung steht. Allerdings sollten die Pflanzen in dem Raum keine Zugluft bekommen.
In den Wintermonaten müssen Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Wassergaben aufeinander abgestimmt sein.
Ist die Möglichkeit gegeben, die Pflanze kühl zu überwintern, sollte sehr sparsam gegossen werden, um Staunässe, Pilzkrankheiten und Bakterienerkrankungen vorzubeugen.



Luftfeuchtigkeit
Die Luftfeuchtigkeit beeinflusst den Bewegungsmechanismus der Stomata (Spaltöffnung) auf der Blattunterseite der Pflanze.
Diese Spaltöffnungen sind wichtig für die Wasserverdunstung und dem Gasaustausch zwischen Pflanze und Luft.
Umso weiter die Stomata geöffnet sind, desto mehr Kohlendioxid
können die Pflanzen aufnehmen. Das Kohlendioxid wird für die Photosynthese benötigt. Bei geringer Luftfeuchtigkeit werden die Stromata geschlossen um sich vor Austrocknung zu schützen.
Die Pflanze nimmt nun nur geringe Mengen Kohlendioxid auf und
wird im Wachstum gehemmt.

Durch eine erhöhte Luftfeuchtigkeit kann auch Schädlingen wie
Wollläusen und Spinnmilben vorgebeugt werden.
Die Erhöhung der Luftfeuchtigkeit kann man durch regelmäßiges besprühen der Pflanze erzielen. Eine weitere Möglichkeit ist das
Aufstellen von Gefäßen, die mit Wasser befüllt sind.

Zu hoch darf die Luftfeuchtigkeit allerdings auch nicht sein, dadurch fördert man den Befall durch Pilz und Bakterienkrankheiten.
Ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch, dann die Wassergaben nach Möglichkeit verringern und überschüssiges Wasser aus Untersetzern und Übertopfen entfernen.


Wasserbedarf
Der Wasserbedarf variiert bei den verschiedensten Pflanzen. Die Luftfeuchtigkeit spielt bei der Wassergabe auch eine Rolle. Wenn es warm ist und zusätzlich noch eine niedrige Luftfeuchtigkeit herrscht, muss reichlicher gegossen werden. Zimmerpflanzen sollten mindestens alle 2 bis 3 Tage kontrolliert werden.
Kübel- und Balkonpflanzen müssen in den Sommermonaten meist täglich gegossen werden. Wichtig ist, das man nicht auf oberirdische Pflanzenteile gießt, das könnte
unter Umständen Verbrennungen auslösen.

Im Winter gestaltet sich das ganze schwieriger, sowohl Staunässe oder Trockenheit
können der Pflanze den sicheren Tot bescheren.

Die Wahl des Wasser spielt auch eine Rolle, das meiste Leitungswasser ist sehr kalkhaltig, dadurch enstehen unschöne
Kalkablagerungen auf der Erde oder an den Töpfen. Außerdem steigt der PH-Wert durch gießen mit kalkhaltigem Wasser an.
Dies kann trotz Düngung zu einem Nährstoffmangel führen.
Daher sollte man wenn die Möglichkeit besteht mit Regenwasser gießen.


Nährstoffe/ Düngung
Auch unsere Pflanzen haben Hunger!
Gerade bei Pflanzen die in Töpfen gehalten werden, ist eine Versorgung mit Nährstoffen sehr wichtig.

Pflanzen benötigen sehr viele Nährelemente,
mit den 3 organischen (Kohlenstoff/ Sauerstoff/ Wasserstoff) werden sie durch das Gießwasser und der Luft versorgt
Die mineralischen Nährelemente lassen sich in Hauptelemente und Spurenelemente einteilen. Die Hauptelemente werden in großen Mengen benötigt, von den Spurenelementen werden nur kleine Mengen benötigt.
Die wohl wichtigsten Elemente sind Stickstoff, Phosphor und Kalium. Ebenfalls in merklichen Mengen sind Magnesium und Kalzium notwendig. Hinzu kommen Spurenelemente (Aluminium, Bor, Chlor, Eisen, Kobalt, Kupfer, Mangan, Molybdän, Natrium, Silizium, Zink), welche nur in geringen Mengen gebraucht werden, aber für das Leben der Pflanze ebenfalls unentbehrlich sind.

Bezüglich der Düngung unterscheidet man, es gibt Dünger für eine Langzeitdüngung, Blattdüngung, Oberflächendüngung oder mit dem Gießwasser.
Eine Anleitung zu den Düngegaben findet man auf jeder Packung.

Man sollte auch bedenken, das direkt nach dem Umtopfen keine
Düngung notwendig ist, bzw. in den meisten Fällen, die meisten Substrate sind vorgedüngt.

In den Wintermonaten wird im Normalfall gar nicht gedüngt, die
Pflanze will ja eine Ruhepause.


Generell kann man davon ausgehen
-langsam wachsende Arten (wie Kakteen) Stickstoffarm düngen
-Blattpflanzen mit erhöhtem Stickstoffanteil düngen
-Blühpflanzen phosphor- und kalibetond düngen


pH-Wert
Mit dem pH-Wert wird der der Säuregehalt des Substrates beschrieben. Dieser Wert variiert von 1 bis 14.
Der Neutralwert ist bei 7 festgelegt, dieser pH-Wert entspricht dem
von reinem Wasser.
Liegt der pH-Wert unter 7, wird das Substrat als sauer bezeichnet.
Über 7 wird es als alkalisch bezeichnet.

Handelsübliche Blumenerde hat einen pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5. Bei diesem Wert gedeihen die meisten Zimmerpflanzen recht gut. Moorbeetpflanzen und Hortensien benötigen allerdings ein
Substrat mit einem pH-Wert von 4 bis 4,5.
Damit der pH-Wert nicht ansteigt, ist es wichtig mit Regenwasser oder entkalktem Wasser zu gießen.


Erden/Substrate/ Hydrokultur
Für Zimmerpflanzen und Kübelpflanzen, die in Erdkultur stehen, ist das Topfsubstrat der Lebensraum für die Wurzeln. Hier finden sie Halt und Nährstoffe. Der Wassergehalt und die Struktur des Bodens und seine Luftdurchlässigkeit üben einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden der Pflanze aus.

Einheitserden und TKS (Torfkultursubstrate) sind wohl die am meist gekauften Erden. Es gibt jedoch auch andere,
wie RKS (Rindenkultursubstrate). Diese bestehen aus fermentierender Rinde. In RKS wird auf Torf ganz oder zum größten Teil verzichtet, was für unsere Tier und Pflanzenwelt eine wichtige Rolle spielt. Zwar nicht für solche, die in
unseren 4 Wänden leben, sondern für jene, die in den Torfabbaugebieten heimisch sind. Wir freuen uns das unsere Pflanzen wachsen und gedeihen, aber zahlreiche Pflanzen und Tiere wurden aus ihrer Heimat vertrieben oder getötet.
Daher sollte man versuchen, den Torf ganz oder teilweise zu ersetzen. Dies kann man durch Verwendung von Kompost oder Kokohum erreichen. Kokohum ist ein Abfallprodukt, das bei der Verarbeitung von Kokosnüssen abfällt.

Die Auswahl an Spezialerden wird auch immer größer, hier werden die Bedürfnisse spezieller Pflanzen gedeckt. Der pH-Wert ist auf die speziellen Pflanzen angepasst und der Erde werden Zusatzstoffe beigefügt. In der Anwendung sind diese Spezialerden etwas teurer, machen sich aber durch die optimale Zusammensetzung für bestimmte Kulturen bezahlt.

Bei der Kübelkultur sollte auf TKS verzichtet werden, da dieses Substrat sehr leicht ist, und die Kübel oftmals umfallen. Einheitserde
eignet sich hier eindeutig besser.

Die Hydrokultur wird immer beliebter, und das aus gutem Grund. Das Substrat behällt seine Struktur, versauert und verschlämmt nicht. Dadurch finden die Wurzeln günstige Lebensbedingungen.
Der Wasservorrat reicht durchschnittlich 2-3 Wochen und eine gleichmäßige Nährstoffversorgung ist auch garantiert. Der Dünger reicht oftmals für 6 Monate aus.
Die Substrate sind frei von Ungeziefer, Unkrautsamen und Krankheitserregern. Auch während der Nutzung des Substrates sind die Lebensbedingungen für Krankheitserreger und Wurzelerkrankungen sehr schlecht.
In der Anschaffung ist das Substrat etwas teurer, man kann es aber immer wieder benutzen. Es muss lediglich durch Abkochen (30 Minuten) desinfiziert werden.


Umtopfen
Gründe für das umtopfen können aber auch sein:
-pH-Wert zu hoch (durch kalkhaltiges Wasser)
-verdichtete Blumenerde
-Substrat ist total durchwurzelt
-geringes Wachstum
-Pflanze welkt bei feuchter Erde

Umgetopft wird in der Regel alle 2 Jahre im Frühjahr, wenn die Pflanze neue Austriebe zeigt. Man kann aber auch bis in den
August umtopfen.

Eine Drainageschicht ist im übrigen nicht immer angebracht.
Bei Pflanzen die von unten gegossen werden, können die Wurzeln das Wasser aus dem Untersetzer nicht richtig aufsaugen.

Entscheidet man sich für eine Drainageschicht, kann diese aus Tonscherben oder Blähton bestehen.

Die Wahl des Topfes
Für kleine Pflanzen sollte der Topf durchschnittlich 1 bis 2 cm größer sein. Bei größeren Pflanzen darf der Unterschied 5 bis 8 cm betragen. Wählt man einen zu großen Topf besteht die Gefahr von Staunnässe!
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BeitragTeil 3Sa 12 Mai, 2007 23:48
Überwinterung

Zimmerpflanzen
Der Winter ist die schwierigste Jahreszeit für Zimmerpflanzen.
Die Tage sind kurz und dunkel! Daher sollte man die Pflanzen an den hellsten Platz im Haus stellen. Pflanzen mit geringen Temperaturansprüchen sollte man kühl überwintern, beispielsweise
in ungeheizten Räumen oder im Treppenhaus.
In warmen Räumen sollte man die Luftfeuchtigkeit durch sprühen verbessern.
Auch die Wassergaben sollten eingeschränkt bzw. angepasst werden.

Kübelpflanzen

Das EInräumen beginnt ca. Mitte Oktober, aber es muss nicht gleich alles rein. Viele Pflanzen vertragen leichte Frostgrade,
und um so länger die Pflanzen draußen stehen, desto besser ist es.

Naht der Winter, muss man seinem Schützlingen ein geeeignetes
Winterquartier bieten. Auch Pflanzen, die als frosthart eingestuft werden, benötigen teilweise einen Winterschutz, da der gesamte Kübelinhalt durchfriert
und die Pflanzen kein Wasser mehr aufnehmen können.
Resultat, die Pflanze vertrocknet.

Als Winterquartier eignet sich das Treppenhaus, ein heller Keller, der Dachboden (einigermaßen hell) oder idealerweise ein Wintergarten, aber den haben ja leider die wenigsten.

Muss eine Kübelpflanze den Winter jedoch draußen verbringen, sollte man ihr einen Winterschutz bieten. Man könnte sie auf eine
Holzplatte oder Styroporplatte stellen und den Kübel mit Noppenfolie umwickeln. Eine Ummantelung mit Styropor, Laub oder Stoh und die zusätzliche Auslegung einer Mulchschicht auf dem Substrat sind ebenfalls möglich.
An den frostfreien Tagen müssen auch diese Pflanzen gegossen
werden.

Auch in den Wintermonaten sollte man verwelkte Blätter entfernen.
Auf Schädlinge achten und diese gegebenenfalls bekämpfen.
Die Pflanzen müssen auch gegossen werden, allerdings ist dies stark von dem Standort abhängig.


Weitere Hinweise zur Überwinterung von Kübelpflanzen: http://green-24.de/forum/ftopic3284.html


Rückschnitt


Mit einem Rückschnitt regt man die Pflanze dazu an, buschiger und verzweigter zu wachsen und man regt sie zu neuem Austrieb an.

Der Rückschnitt kann im Herbst oder im Frühjahr erfolgen.
Entscheidet man sich für das Frühjahr, sollte er allerdings vor dem
Neuaustrieb erfolgen.
Der Rückschnitt im Winter bringt bei Pflanzen die eingeräumt werden allerdings den Vorteil, dass die Pflanze nicht so viel Platz weg nimmt. Außerdem ist eine bessere Luftdurchlässigkeit gewärleistet und das Risiko von Krankeits- oder Schädlingsbefall ist geringer.

Bei Zimmerpflanzen empfielt sich der Rückschnitt im Früjahr.

Bei dem Schitt unterscheidet man
-Pflegeschnitt entfernen von vertrocknete und abgestorbene
Zweigen
Kürzung von langen Trieben
Auslichtung dichtgewachsener Pflanzen

-Formschnitt die Pflanze wird in die gewünschte Form
gebracht




Stärkungsmittel

Sogenannte Pflanzenhilfsmittel stärken unsere Pflanzen, dies ist nach einem starken Schädlingsbefall, Staunässe oder Trockenheit
genau das Richtige.

die bekanntesten Hilfsmittel sind:
- Brennesselpulver
- Schachtelhalmextrakt
- Baldrianextrakt
aus ihnen werden Tees oder Brühen hergestellt.

Dann gibt es noch sogenannte Algenextrakte, die Aminosäuren und Pflanzenhormone enthalten. Manche enthalten auch Spurenelemente.

Das bekannteste Algenextrakt ist Algan.


Umstellung auf Hydrokultur
Hierzu wird die Erde restlos aus den Wurzeln gewaschen, und darauf geachtet, das man dabei nicht zu viel Wurzelmasse verletzt.
Da man dies allerdings bei den Saugwürzelchen kaum verhindern kann, hält man die Pflanze ca. 3-4 Wochen bei hoher Luftfeuchtigkeit bei etwa 21 Grad.
Am einfachsten ist die Umstellung von kleinen Pflanzen oder
Stecklingen von Erd- auf Hydrokultur!
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BeitragDi 15 Mai, 2007 21:56
Augen auf beim Pflanzenkauf!

Eine gesunde und gut gepflegte Pflanze ist kompakt gewachsen und besitzt kräftige, gut verzweigte Triebe, die bis unten hin belaubt sind. Die Blätter sollten keinerlei Flecken, Beläge oder Verfärbungen aufweisen
und eine gesunde arttypische Farbe besitzen.Ebenfalls
sollte man auf einen möglichen Schädlingsbefall achten.
Gepunktete Blätter oder verfärbte Blätter können ein Zeichen von Schädlingen sein.
Sind die Blätter einer Pflanze eingerollt, kann dies ein Zeichen von zu niedriger Luftfeuchtigkeit oder aber einem Schädlingsbefall sein.
Daher sollte man sich die Blätter (auch Blattunterseite) genau anschauen.
Pflanzen die schon halb vertrocknet sind, sind auch nicht die beste Wahl, diese neigen schneller zu einem Schädlingsbefall, da die Pflanzen geschwächt sind.
Auch Pflanzen, bei denen es mit dem gießen zu gut gemeint wurde,
sind nicht die beste Wahl. Hier sollte man auf einen muffigen Geruch achten. Die Pflanze könnte unter Staunässe leiden oder
schlimmsten Falls faulen die Wurzeln schon.
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BeitragMi 30 Mai, 2007 22:52
Schäden und Schädlinge
Auftretende Veränderungen oder Schäden an unseren Pflanzen
haben immer Ursachen. Kümmert eine Pflanze oder zeigt unnormale Veränderungen, ist dies ein Zeichen für Pflegefehler, Schädlinge oder Krankheiten.
Nur wenn man den Ursachen auf den Grund geht, kann man Abhilfe schaffen und der Pflanze bessere Bedingungen bieten.

Daher ein kleiner Leitfaden

Schäden an Blättern


Blätter verfärben sich


Verbrennungen

Wenn die Pflanzenblätter Verbrennungen (helle, teils pergamentartige, teils braune Flecken/ eingesunkene und eingetrocknete Schadstellen) aufweisen, ist dies ein Zeichen dafür das sie zu hell stehen oder aber nicht langsam genug an ihren Standort gewöhnt worden sind. Eine andere Möglichkeit wäre, das
die Pflanze mit Wasser besprüht wurde, dies wirkt wie eine Lupe wenn die Sonne auf das Wasser scheint und verursacht Verbrennungen.
Daher bitte
-die Pflanze nur abends mit Wasser besprühen
-an den Standort gewöhnen
-Pflanze während der Mittagssonne schattieren

Lichtmangel
Bildet die Pflanze unnatürlich lange, farblose und schwache Stengel oder die Blätter verblassen, verfärben sich gelblich oder braun und Fallen unter Umständen ab kann die Ursache hierfür Lichtmangel sein. Allerdings weist nicht die komplette Pflanze diese Symptome auf!
Daher bitte
-die Pflanze heller stellen
-eventuell Zusatzbeleuchtung

Unregelmäßiges Gießen/trockener Wurzelballen
Verfärben sich alle Blätter der Pflanze gelblich oder heuartig,
ist dies ein Zeichen für unregelmäßiges gießen bzw. ein komplettes Austrocknen des Wurzelballens.
Daher bitte
-regelmäßig gießen
-Ballentrockenheit vermeiden

Nähstoffmangel/Alterungsprozess
Nährstoffmangel, vor allem Stickstoffmangel macht sich meist durch
gelb werdende und abfallende Blätter bemerkbar. Es betrifft allerdings vorwiegend die unteren Blätter.
Allerdings können diese Symptome auch bei einem natürlichen
Alterungsprozess auftreten.
Daher bitte
Werden die älteren Blätter zuerst dunkelgrün und verfärben sich später rötlich, kommt Phosphormangel in Frage.
Verfärben sich die älteren Blätter von Rand her und sterben ab, handelt es sich um Kaliummangel.
Vergilben ältere Blätter zwischen den Blattadern, so ist es ein Zeichen für Magnesiummangel.
Treten die Blattadern dunkelgrün hervor und die jungen Blätter vergilben handelt es sich um Eisenmangel.
daher bitte
-Pflanze umtopfen
-regelmäßig düngen
-gegebenenfalls einen Ableger der Pflanze ziehen

Niedrige Luftfeuchtigkeit
Sind die Blattspitzen einer Pflanze vertrocknet und braun, so ist die Luftfeuchtigkeit zu niedrig.
Daher bitte
-Luftfeuchtigkeit erhöhen
-eventuell Wasserverdunster aufstellen
-Pflanze mit Wasser besprühen


Temperaturschwankungen
Das Besprühen einer Pflanze mit kaltem Wasser kann unschöne unregelmäßig geformte, ringsförmige oder geschlängelte gelbe Flecken verursachen.
Daher bitte
-nur mit Wasser mit Zimmertemperatur sprühen

pilzliche Blattfleckenerreger
Blätter mit braunen, schwarzen, teilweise gezonten, manchmal andersfarbig umrandete Flecken, die sich vergrößern und oftmals einen schwarzen Punkt in der Mitte haben, deuten auf eine Pilzerkrankung hin.
Bekämpfung
-Pflanzenteile großflächig entfernen
-Luftfeuchtigkeit senken
-Pflanzen nicht besprühen

Kälte
Verfärben sich die Ränder oder kompletten Blätter bräunlich, ist dies ein Zeichen dafür, das die Pflanze zu kalt steht.
Daher bitte
-Pflegehinweise beachten
-Pflanze warm genug stellen

Bakterienkrankheit
Dunkle oder helle Flecken, die bei Feuchtigkeit schleimig oder durchscheinend sind, sind ein Zeichen für eine Bakterienkrankheit.
Daher bitte
-befallene Blätter entfernen
-Blattfeuchtigkeit vermindern
-Pflanze gegebenenfalls entsorgen (Restmüll)

Mosaikviren
Weist die Pflanze mosaikartige helle und dunkelgrüne (manchmal auch band- oder kreisförmig) gemusterte Blätter auf, handelt es sich um die Mosaikvieren.
Pflanze bitte in den Restmüll.

Thripse (Blasenfüße)
Mit dem bloßen Auge lassen sich die ca. 1mm langen, gelblich bis grauschwarzen, strichförmigen Tierchen kaum erkennen. Sie machen es sich auf der Blattunterseite bequem und verursachen
zahlreiche kleine silbrige Flecken, die auf der Blattoberfläche zu sehen sind.
Bekämpfung
-biologische Bekämpfung
-chemische Bekämpfung

Weiße Fliege

Wenn die Pflanze mit Honigtau bedeckt ist und bei Berührung weiße Tierchen auffliegen, handelt es sich um die Weiße Fliege.
Die Blätter verfärben sich dann meist gelb.
Die ausgewachsenen Tiere halten sich meist an den jungen Blättern auf, ihre Larven leben meist an den Unterseiten älterer Blätter.
Bekämpfung
-biologisch durch Nützlinge
-chemisch


Spinnmilben
Weist die geliebte Pflanze gesprenkelte Blätter auf (gelblich-grün), die danach braun werden und abfallen, haben es sich Spinnmilben
bequem gemacht. Auf der Blattunterseite sitzen gelbliche bis rötliche ovale Tierchen.
Bekämpfung
-biologisch durch Nützlinge
-chemisch
-Luftfeuchtigkeit erhöhen (mindert den Befall)
-abbrausen (mindert den Befall)


Spinnmilben auf Brugmansia

Minierfliege
Zeichnen sich auf der Blattoberfläche der Pflanze gelblich bis weiße Gänge ab, in denen man eventuell auch kleine schwarze Maden erkennt, ist die Pflanze von der Minierfliege befallen.
Bekämpfung
-biologisch durch Nützlinge
-Gelbtafeln zur Befallsminderung
-befallene Blätter entfernen

Blattälchen

Der Befall mit Blattälchen zeigt sich an den Blättern insbesondere durch scharf von den Blattadern begrenzte Blattverfärbungen, die sich von glasig rasch ins Schwarze wandeln. Am Blattrand verwischen die Symptome zu einer meist einheitlich dunkel gefärbten Zone. Bodennahe Blätter sind meist stärker befallen.
Bekämpfung
-befallene Blätter entfernen
-Blattfeuchtigkeit vermindern
-Pflanze bei zu starkem Befall vernichten

Zikaden
Weißgespränkelte bis fahlgrüne Blätter sind ein Zeichen für Zikaden. Auf der Blattunterseite halten sich geflügelte (weiße,gelbgrün oder bunt gefärbt) Tiere mit Sprungbeinen auf.
Bekämpfung
-Fettsäurepräperate
-Naturpyrethrumpräperate
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BeitragSa 16 Jun, 2007 21:19
Verkrüppelungen, Beläge und Pusteln

Echter Mehltau
Meist bildet sich auf der Blattoberseite eine mehlartige Schicht.
Diese kann sich dunkel verfärben und eventuell auch
Blüten und Stiele befallen.
Bekämpfung
- Luftfeuchtigkeit erhöhen
- starke Temperaturschwankungen vermeiden
- bei Anfangsbefall mit Lecithinpräperaten behandeln
- stark befallenen Pflanzenteile entfernen
- vorbeugend Pflanzenstärkungsmittel verwenden
- chemische Bekämpfung


Mehltau

Falscher Mehltau
Meist bilden sich an der Blattunterseite weißgraue Pilzmyzele und auf der Blattoberfläche unscharfe, anfangs helle, später dunkle Flecken.
Bekämpfung
- befallene Pflanzenteile entfernen
- stark befallenen Pflanzenteile entfernen
- vorbeugend Pflanzenstärkungsmittel verwenden
- chemische Bekämpfung

Grauschimmel
Bildet die Pflanze weiche oder eventuell faule Blätter und Triebe,
auf denen sich ein grauer Schimmelrasen bildet, ist dies ein Anzeichen für Grauschimmel.
Auf den Blüten bilden sich gelegentlich runde Flecken.
Bekämpfung
- Pflanzen trockener halten
- Blätter nicht benetzten
-Pflanze luftiger stellen
- stark befallenen Pflanzenteile entfernen
- vorbeugend Pflanzenstärkungsmittel verwenden

Rostpilze
Findet man auf der Blattunterseite gelbe bis braunschwarze, pustelartige Sporenlager weist dies auf Rostpilze hin.
Bekämpfung
- befallene Pflanzenteile entfernen
- sehr stark befallenen Pflanze vernichten
- - vorbeugend Pflanzenstärkungsmittel verwenden


Honigtau
Wenn die Pflanze plötzlich mit klebrigen, glänzenden
Ausscheidungen zu kämpfen hat, ist dies ein Anzeichen für
einen Befall durch saugende Insekten. Beispielsweise Blattläuse,
Zikaden, Blattflöhe und Schildläuse.
daher bitte
- Bestimmung und Bekämpfung der Schädlinge
- klebrige Pflanzenteile abwaschen

Rußtau
Bei Rußtau handelt es sich um eine Pilzart, die sich auf Honigtau ansiedelt. Auffällig wird der Rußtau, durch rußartige Überzüge auf allen Pflanzenteilen.
daher bitte
- Schädlinge bekämpfen
- befallene Pflanzenteile abwaschen

Schildläuse
Schildläuse lassen sich an jedem Teil der Pflanze nieder,
es sind weiße, gelbliche oder braune Schildchen. Ausgewachsenen Tiere sind jedoch unbeweglich.
Bekämpfung
- chemische oder biologische Bekämpfung
- Befallsminderung durch abstreifen bzw. abwaschen der befallenen
Pflanzenteile


Schildlaus

Woll- und Schmierläuse Sowohl in den Blattachseln als auch an den Blättern und Trieben ist
ein weißer watteartiger Belag, handelt es sich um Woll- oder Schmierläuse
Bekämpfung
- biologische oder chemische Bekämpfung
- Befallsminderung durch abstreifen bzw. abwaschen der befallenen
Pflanzenteile


Wollläuse

Blattläuse
Wenn die Pflanze Honigtau ausscheidet und zusätzlich sich die Blätter einrollen oder aber Missbildungen entstehen, ist dies ein Anhaltspunkt für Blattläuse.
Bekämpfung
-biologische oder chemische Bekämpfung

Z.B. Blattläuse an Margarite

Häutungsreste
Findet man auf den Blättern weiße, leblose Insekten, handelt es sich um Häutungsreste von Blattläusen.
daher bitte
- Blätter abwaschen
- gegebenenfalls noch vorhandene Blattläuse bekämpfen

Kalkflecken
Findet man auf den Blattoberflächen weiße durchsichtige Flecken,
die sich mühelos abwaschen lassen, handelt es sich lediglich um Kalkflecken.
Diese enstehen wenn die Pflanze mit zu kalkhaltigem Wasser besprüht werden.
daher bitte
- Kalkflecken entfernen
- Regenwasser oder entkalktes Wasser zum Besprühen nutzen

Störungen im Wasserhaushalt
Wenn die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist und der Boden zu feucht können sich auf der Blattunterseite pocken- oder höckerartige Korkpolster oder schwielenartige Wucherungen bilden.
Dies macht die Pflanze um ihre Verdunstungsoberfläche zu erweitern.
Auch bei Überdüngung oder Befall von Thripse kann eine Pflanze mit sochen Symptomen reagieren
Daher bitte
- bei niedrigen Temperaturen mäßig gießen
- Pflanze heller stellen
- nicht oder nur gering düngen
- biologische oder chemische Schädlingsbekämpfung
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BeitragSo 24 Jun, 2007 10:50
Deformationen

Blattläuse
Kräuseln sich die Blätter und Triebe einer Pflanze könnte dies ein Anzeichen für Blattläusen sein.
Es befinden sich kleine 1 bis 3 mm große geflügelte oder ungeflügelte Tiere auf der Pflanze. Diese können gelblich bis grün oder aber auch bräunlich bis schwarz.
Bekämpfung
- chemische oder biologische Bekämpfung
- vorbeugend Gelbtafeln

Weichhautmilben
Wenn besonders an den Vegetationpunkten die Blätter verkümmern oder sich einrollen, handelt es sich vermutlich um Weichhautmilben. Teilweise vertrocknen Blüten und Knospen oder sind deformiert.
daher bitte
- befallenen Pflanzenteile entfernen
- besprühen einstellen
- bei starkem Befall Pflanze vernichten

Virusbeball
Eine Virusinfektion kann sich auf verschiedener Art und Weise
bemerkbar machen. Die Blätter können unnatürlich gefleckt, gekräuselt, verkümmert oder eingerollt sein.
Bekämpfung
-Pflanze bitte über den Restmüll entsorgen


Welkeerscheinungen

Kälte und Frost
Welkt die Pflanze und lässt alle Blätter hängen, kann dies ein Anzeichen für einen zu kalten oder frostigen Standort sein.
daher bitte
- Temperaturansprüche beachten
- eventuell Standortwechsel

Trockenheit
Welkt die Pflanze und lässt alle Blätter hängen, kann dies ein Anzeichen dafür sein, das die Pflanze zu trocken gehalten wird.
daher bitte
- häufiger gießen

Staunässe
Lässt die Pflanze alle Blätter hängen, und man findet in der Erde verbräunte Wurzeln, die teilweise modrig riechen kann dies ein Anzeichen für Staunässe sein.
daher bitte
- verbräunte Wurzeln entfernen
- Pflanze eventuell umtopfen
- Pflanze trockener halten
- Pflanze eventuell zurückschneiden

Kalkhaltiges Wasser
An den Pflanzen treten diffuse Welkeerscheinungen auf , junge Blätter vergilben, und die Pflanze kümmert. Auf dem Substrat hat sich zu allem Überfluss eine weißliche Ablagerung gebildet, handelt es sich um Kalkablagerungen.
daher bitte
- mit entkalktem Wasser gießen

Dickmaulrüßlerlarven
Wenn die Pflanze welkt und alle Blätter hängen lässt und man in der Erde etwa 10mm lange, dicke, cremefarbene und gekrümmte
Larven findet, handelt es sich hierbei um Larven des Dickmaulrüßlers.
Bekämpfung
- biologische Bekämpfung
- Käfer in der Dämmerung absammeln

Gefräßparasitäre Welke durch pilzliche oder bakterielle Erreger
Wenn eine Pflanze teilweise oder an der kompletten Pflanze welkerscheinungen zeigt, ist dies ein Zeichen von Gefräßparasitäre Welke durch pilzliche oder bakterielle Erreger. Zerteilt man einen Stengel der Pflanze im Querschnitt, kann man verbräunte Leitungsbahnen erkennen.

Wurzelpilze
Welkt die Pflanze und lässt alle Blätter hängen, bilden sich braune Wurzeln, dessen Hülle sichproblemlos abziehen lässt, ist dies ein Zeichen von Wurzelpilzen.
daher bitte
- Pflanze trockener halten
- eventuell zurückschneiden
- verbräunte Wurzeln entfernen
- Pflanze umtopfen


Trauermückenlarven
Lassen die Pflanzen die Blätter hängen und welken, kann dies ein Anzeichen für Trauermückenlarven sein. In der Erde findet man 6 bis 7 mm lange, glasweiße Larven und über den Töpfen
schwirren meist kleine schwarze Fliegen (Mücken).
Stecklinge und Sämlinge sind hier besonders gefährdet,
da Trauermückenlarven Wurzeln und auch Samenkörner verspeisen.
Bekämpfung
- Gelbtafeln zur Befallsminderung
- biologische Bekämpfung
- mäßiger gießen
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BeitragFr 29 Jun, 2007 23:09
Schäden an Stengel und Trieben

Beläge/Gespinste

Schildläuse
Schildläuse lassen sich an jedem Teil der Pflanze nieder,
es sind weiße, gelbliche oder braune Schildchen. Ausgewachsenen Tiere sind jedoch unbeweglich.
Bekämpfung
- chemische oder biologische Bekämpfung
- Befallsminderung durch abstreifen bzw. abwaschen der befallenen
Pflanzenteile

Woll- und Schmierläuse
Sowohl in den Blattachseln als auch an den Blättern und Trieben ist
ein weißer watteartiger Belag, handelt es sich um Woll- oder Schmierläuse
Bekämpfung
- biologische oder chemische Bekämpfung
- Befallsminderung durch abstreifen bzw. abwaschen der befallenen Pflanzenteile

Schaumzikaden
Die Larven der Schaumzikaden leben häufig in einem schützenden, speichelähnlichen Schaum, meist in den Blattachseln einer Pflanze.
Bekämpfung
- biologische oder chemische Bekämpfung
- Befallsminderung durch abstreifen bzw. abwaschen der befallenen Pflanzenteile

Spinnmilben
Weist die geliebte Pflanze gesprenkelte Blätter auf (gelblich-grün), die danach braun werden und abfallen, haben es sich Spinnmilben
bequem gemacht. Auf der Blattunterseite sitzen gelbliche bis rötliche ovale Tierchen. Zwischen Stengeln, Blättern und Trieben
befinden sich feine Gespinste.
Bekämpfung
-biologisch durch Nützlinge
-chemisch
-Luftfeuchtigkeit erhöhen (mindert den Befall)
-abbrausen (mindert den Befall)


Verfärbungen und Fäulnis

Grauschimmel
Bildet die Pflanze weiche oder eventuell faule Blätter und Triebe,
auf denen sich ein grauer Schimmelrasen bildet, ist dies ein Anzeichen für Grauschimmel.
Auf den Blüten bilden sich gelegentlich runde Flecken.
Bekämpfung
- Pflanzen trockener halten
- Blätter nicht benetzten
-Pflanze luftiger stellen
- stark befallenen Pflanzenteile entfernen
- vorbeugend Pflanzenstärkungsmittel verwenden

Stengelgrundfäule
Bei der so genannten Stängelgrundfäule verfärben sich Stengelteile oder das Stengelinnrere dunkel und es fault. Oder aber der komplette Stengel vertrocknet und knickt ab.
Die Stengelgrungfäule wird durch verschiedene pilzliche oder bakterielle Erreger ausgelöst.
daher bitte
- Pflanze in der Restmülltonne entsorgen

Blattabwurf
Blattabwurf kann sehr viele Ursachen haben. Nun gilt es, diese zu finden.
Ist die Ursache bestimmt, kann diese kleine Tabelle Abhilfe schaffen

Kälte und Frost -Temperaturansprüche beachten
- eventuell Standortwechsel
- eventuell stark verkahlte Triebe entfernen

Zugluft
- eventuell Standortwechsel
- eventuell stark verkahlte Triebe entfernen

Lichtmangel - eventuell Standortwechsel
- Ansprüche der Pflanze berücksichtigen
- eventuell stark verkahlte Triebe entfernen

Staunässe
- verbräunte Wurzeln entfernen
- Pflanze umtopfen
- Pflanze mäßiger gießen
- eventuell stark verkahlte Triebe entfernen
- Pflanze häufiger gießen
- kurzzeitiges Wasserbad
- eventuell stark verkahlte Triebe entfernen

Pflanze gedreht
- Pflanze in gleicher Position an den Standort stellen
- eventuell stark verkahlte Triebe entfernen

Standortwechsel
-Standortwechsel nicht wiederholen ( nur an den alten)
- eventuell stark verkahlte Triebe entfernen


Deformationen

Bakterienkrebs/Wurzelkropf
An Stengeln, Trieben oder auch am Wurzelhals bilden sich verschiedene Wucherungen. Diese können glatt oder rauh sein.
Bei krautigen Pflanzen ist diese fleischig und bei holzigen Pflanzen holzig.
daher bitte
- Pflanze in der Restmülltonne entsorgen

Bakteriose (Blättrige Gallen)
Bilden sich Blumenkohl ähnliche Gebilde an einer Pflanze, so kann es sich um Bakteriose handeln.
daher bitte
- Pflanze in der Restmülltonne entsorgen

Viruserkrankungen
Ist das Pflanzenwachstum gehemmt und die Pflanze bildet missgebildete Triebspitzen, ist dies ein Anzeichen für eine Viruserkrankung.
daher bitte
- Pflanze in der Restmülltonne entsorgen
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BeitragSa 07 Jul, 2007 17:48
Schäden an Wurzeln oder Wurzelhals

Wurzelpilze
Welkt die Pflanze und lässt alle Blätter hängen, bilden sich braune Wurzeln, dessen Hülle sich problemlos abziehen lässt, ist dies ein Zeichen von Wurzelpilzen.
daher bitte
- Pflanze trockener halten
- eventuell zurückschneiden
- verbräunte Wurzeln entfernen
- Pflanze umtopfen


Staunässe
Lässt die Pflanze alle Blätter hängen, und man findet in der Erde verbräunte Wurzeln, die teilweise modrig riechen kann dies ein Anzeichen für Staunässe sein.
daher bitte
- verbräunte Wurzeln entfernen
- Pflanze eventuell umtopfen
- Pflanze trockener halten
- Pflanze eventuell zurückschneiden

Trauermückenlarven
Sind an Wurzeln oder Wurzelhals winzige Fraßstellen festzustellen,
handelt es sich vermutlich um Trauermückenlarven.
Bekämpfung
- Gelbtafeln zur Befallsminderung
- biologische Bekämpfung
- mäßiger gießen


Kalkhaltiges Wasser
An den Pflanzen treten diffuse Welkeerscheinungen auf, junge Blätter vergilben, und die Pflanze kümmert. Auf dem Substrat hat sich zu allem Überfluss eine weißliche Ablagerung gebildet, handelt es sich um Kalkablagerungen.
daher bitte
- mit entkalktem Wasser gießen

Zystenbildende Wurzelnematoden
In der Erde und an den Wurzeln sind kleine, weißliche oder
gelbliche Zysten. Die Pflanze kümmert meist.
daher bitte
- Pflanze in der Restmülltonne entsorgen

Gallenbildende Wurzelnematoden
Die Wurzeln weisen unregelmäßig geformte, knotige Verdickungen auf und die Pflanze kümmert.
daher bitte
-Pflanze in der Restmülltonne entsorgen

Wurzelkropf/Bakterienkrebs
An Stengeln, Trieben oder auch am Wurzelhals bilden sich verschiedene Wucherungen. Diese können glatt oder rau sein.
Bei krautigen Pflanzen ist diese fleischig und bei holzigen Pflanzen holzig.
daher bitte
- Pflanze in der Restmülltonne entsorgen
Zuletzt geändert von Taddy am Sa 07 Jul, 2007 20:17, insgesamt 2-mal geändert.
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BeitragDo 19 Jul, 2007 23:59
Verletzungen


Asseln
Asseln fressen Löcher in die Blätter, dabei bleiben die Blattadern stehen.
Bekämpfung
- Asseln absammeln
- Anlockung durch Tagesverstecke

Blattwanzen
Entdeckt man nach dem Entfalten junger Blätter oder Blüten, dass
diese durchlöchert und/oder verkrüppelt sind, haben es sich vermutlich Blattwanzen gemütlich gemacht.
Bekämpfung
- frühzeitiges Abschütteln
- chemische Bekämpfung

Dickmaulrüßler
Wenn Dickmaulrüßler am Werk sind, hinterlassen sie buchtenartig abgefressene Blattränder.
Bekämpfung
- absammeln der Käfer in der Dämmerung
- biologische Bekämpfung

Ohrwürmer
Ohwürmer lassen sich an Blüten, jungen und zartenTrieben und Blättern aus. Die Ränder der fraßstellen sehen feinfaserig aus.
Bekämpfung
- absammeln der Ohrwürmer
- Anlockung durch Tagesverstecke

Schnecken
Abgeraspelte oder zerfressene Blätter und Blüten sind ein Zeichen für Schnecken. Diese hinterlassen auch eine deutliche Schleimspur auf der Pflanze.
Bekämpfung
- absammeln der Schnecken
- Fallenaufstellen (mit Bier gefüllter Behälter in die Erde )

Schmetterlingsraupen
Schmetterlingsraupen richten Loch- und Fensterfrass in den Blattspreiten an, der auch bis zum Blattrand gehen kann.
Auf der Pflanze und auf der Fensterbank findet man grün-schwarze
Kotkrümel.
Bekämpfung
- absammeln der Raupen
- chemische Bekämpfung
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BeitragSo 29 Jul, 2007 22:34
Tierische Schädlinge
Hier mal eine kleine Übersicht mit Beschreibung der einzelnen Schädlinge, die am häufigsten auftreten.


Saugende Insekten
Bei Befall von saugenden Insekten wird immer Honigtau von diesen
Schädlingen abgesondert. Auf dem Honigtau kann sich Rußtau ansiedeln.

Blattläuse
Bei Blattläusen handelt es sich um 1 bis 3 mm große gelbliche, grünliche, bräunliche, rötliche oder gar schwarze Insekten.
Es gibt geflügelte und ungeflügelte Blattläuse. Es gibt ca. 800 verschiedene Arten, die in Deutschland vorkommen.
Die Vermehrung von Blattläusen wird durch Wärme und Trockenheit begünstigt. Geschwächte Pflanzen werden bevorzugt befallen.
Blattläuse saugen vorwiegend an jungen Trieben und Blättern.

Weiße Fliege
Weiße Fliegen sind ca. 2 mm große Tiere, die bei Berührung der
Pflanze auffliegen. Die Larven der weißen Fliege sind 1mm große, weißliche , flachovale schildlausähnliche Tiere und auf der Blattunterseite zu finden.
Weiße Fliegen vermehren sich sehr schnell. Jedes weibliche Tier kann in einem Monat bis zu 500 Eier ablegen.

Spinnmilben
Bei Spinnmilben handelt es sich um ovale ca. 0,5 mm große gelblich bis rötliche Tiere. Spinnmilben befallen anfangs nur Teile einer Pflanze. Bei sehr starkem Befall können sie allerdings auch
die komplette Pflanze einspinnen. Trockene und warme Luft fördert die Vermehrung dieser Schädlinge.
Ihre Eier, die blaßgelb oder rötlich gefärbt sind, legt die Spinnmilbe auf der Blattunterseite ab.

Schildläuse
Schildläuse tragen einen Schild aus, der sie gegen die Witterung oder gegen Feinde schützt. Eier und Junglarven entwickeln sich geschützt unter diesem Schild, der aus dem weiblichen Körper und den Ausscheidungen gebildet wird. Je nach Art können sich unter einem Schild bis zu 3000 Eier und das Muttertier befinden.
Schildläuse geben mit ihrem Speichel Gifte in die Stichwunde ab, welche zu Blühverzögerungen und Blattfall führen können.

Woll- und Schmierläuse
Bei den Woll- und Schmierläusen ist es ähnlich wie bei den
Schildläusen, nur das ihr Schutzschild aus Wachsauscheidungen
besteht. Außerdem besteht ein Gelege aus 200 bis 400 Eiern.

Thripse
Es gibt mehrere Arten von Thripse, die Verbreiteste ist der Gewächshaublasenfuß, der 1 mm lang ist und je nach Alter gelblich bis braun-schwarz gefärbt ist. Er trägt 2 zwei gefranste Flügel und hat eine Strichförmige Form. Die ungeflügelten Jungtiere sind gelblich oder gelblichweiß.
Eine niedrige Luftfeuchtigkeit begünstigt die Vermehrung der Thripse.

Ameisen
Ameisen selber sind für die Pflanzen nicht schädlich,
allerdings sind sie ein Hinweis auf saugende Insekten.
Ameisen ernähren sich dann von Honigtau, der von saugenden Insekten abgesondert wird.



Blattfressende Schädlinge

Schnecken
Sowohl Nachtschnecken als auch Gehäuseschnecken fressen Blätter und Blüten.
Allerdings gehören die Gehäuseschnecken auch zu den Nützlingen, da sie die Gelege der Nacktschnecken auffressen.

Schmetterlingsraupen
Schmetterlingsraupen unterscheiden sich in Form, Farbe und Größe.
Sie fressen dann an den Blättern und Knospen, bei starkem Befall bleiben nur noch die Stiele stehen.

Dickmaulrüßler und Nachwuchs
Der Dickmaulrüßler ist etwa 10-12 mm lang, länglich-oval, schwarz gefärbt und dämmerungs- bzw. nachtaktiv. Tagsüber versteckt er sich u.a. unter den Blättern der Pflanze.
Die Käfer sind nicht flugfähig.
Die Eier der ausschließlich weiblichen Käfer, die in der Erde abgelegt werden, sind weiß, später rötlich gefärbt und nur Bruchteile eines Millimeters groß. Die schlüpfenden Larven (2 mm) sind weiß gefärbt, im Laufe ihrer Entwicklung werden sie bis zu 12 mm lang. Die Larven des Dickmaulrüßlers ernähren sich allerdings
von Wurzeln.

Ohrwürmer
Ohrwürmer fressen junge und zarte Blüten, Blätter und Triebe.




Sonstiges

Trauermücken und Nachwuchs
Die Trauermücken selber richten keinen Schaden an, allerdings der
Nachwuchs.
Beitrag von Stelvio
http://green-24.de/forum/viewtopic.php? ... highlight=
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BeitragSo 26 Aug, 2007 16:18
Tiere in oder auf dem Substrat oder in der Pflanzenumgebung

Trauermücken
Trauermücken sind ein bis sieben Millimeter groß. Sie haben einen schlanken Körper und sind dunkel gefärbt. Sie ähneln einer Obstfliege. Trauermücken sind allerdings nicht schädlich. Nur ihre Larven.
Bekämpfung
- Gelbtafeln zur Befallsminderung
- biologische Bekämpfung
- mäßiger gießen


Trauermückenlarven
In der Erde findet man 6 bis 7 mm lange, glasweiße Larven und über den Töpfen
schwirren meist kleine schwarze Fliegen (Mücken).
Stecklinge und Sämlinge sind hier besonders gefährdet,
da Trauermückenlarven Wurzeln und auch Samenkörner verspeisen.
Bekämpfung
- Gelbtafeln zur Befallsminderung
- biologische Bekämpfung
- mäßiger gießen


Dickmaulrüßlerlarven
In der Erde befinden sich etwa 10mm lange, dicke, cremefarbenene und gekrümmte
Larven, die die Wurzeln der Pflanze fressen. Die Pflanze reagiert mit Welkeerscheinungen.
Bekämpfung
- biologische Bekämpfung
- Käfer in der Dämmerung absammmeln

Wurzelläuse
An den Wurzeln oder am Wurzelhals findet man kleine weiße, mit watteartigen Wachsausscheidungen bedeckte Tiere, handelt es sich um Wurzelläuse. Diese fressen die Wurzeln der Pflanze auf.
Oftmals werden die Wurzelläuse mit Wollläusen verwechselt.
Bekämpfung
- Pflanze umtopfen
- chemische Bekämpfung

Schmetterlingsraupen
Findet man auf dem Substrat oder auf der Fensterbank kleine grün-schwarze Kotkrümel, handelt es sich um Kot der Schmetterlingsraupe.
Bekämpfung
- absammeln der Raupen
- chemische Bekämpfung

Enchyträen
Bei Enchyträen handelt es sich um 0,5 bis 3 cm lange, glänzende,
weißlich gefärbte fadenförmige, wurmartige Bodenbewohner, die
jedoch unschädlich sind.
Bekämpfung falls unerwünscht
-Tauchbad und anschließendes Abschöpfen (Tiere schwimmen
an der Oberfläche)

Springschwänze
Springschwänze werden 1 bis 3 mm groß und können weißlich, gelblich oder schwarz gefärbt sein. An ihrem Hinterleib befindet sich eine Sprunggabel, durch die sie sehr beweglich sind.
Bei großen Pflanze richten Springschwänze keine Schäden an, allerdings ´fressen sie an Sämlingen und keimenden Samen.
Bekämpfung
-Tauchbad und anschließendes Abschöpfen (Tiere schwimmen
an der Oberfläche)




Belege auf dem Substrat oder dem Topf

Algen und Moose
Befindet sich auf dem Substrat grüner Belag, so handelt es sich um Algen oder Moosablagerungen.
daher bitte
- Belag entfernen
- Substrat lockern

Kalkablagerung/Salzablagerung
Befindet sich am oder im Topf ein weißer Belag , so handelt es sich um Kalk- oder Salzablagerungen.
daher bitte
- Pflanze umtopfen
- mit kalkfreiem Wasser gießen

Schimmelpilze
Befindet sich ein weißer, watteartiger Belag auf der Erde,
handelt es sich um Schimmelpilze.
daher bitte
- Belag entfernen
- Substrat lockern
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BeitragDo 06 Sep, 2007 0:06
Schäden an den Blüten

Kälte oder Frost
Bildet die Pflanzen Knospen, die vor dem blühen abfallen,
könnte Kälte oder Frost die Ursache hierfür sein.
daher bitte
- Temperaturansprüche beachten
- gegebenenfalls Standortwechsel

Lichtmangel
Bildet die Pflanze nur wenige oder gar keine Blüten, oder sie fallen vor dem öffnen ab, kann Lichtmangel die Ursache dafür sein.
daher bitte
- Lichtansprüche beachten
- gegebenenfalls Standortwechsel

Zugluft
Bildet die Pflanzen Knospen, die vor dem blühen abfallen,
könnte Zugluft die Ursache sein.

Ruhephase nicht beachtet
Bildet die Pflanze nur wenige oder gar keine Blüten, kann eine nicht eingehaltene Ruhephase die Ursache sein. Die Pflanzen sollten während der Ruhephase kühl stehen und nicht zu viel gegossen werden. Bezüglich der Temperaturen ist es von Art zu Art unterschiedlich.
daher bitte
- Temperaturansprüche beachten
- an einen kühlen Platz stellen
- Düngung einstellen
- mäßig gießen

Nährstoffmangel
Bildet die Pflanze nur wenige oder gar keine Blüten, kann dies ein Anzeichen für Nährstoffmangel sein.
daher bitte
- regelmäßig düngen
- einen N-betonten Dünger verwenden

Kurztagspflanze
Bildet die Pflanze wenige oder keine Blüten, könnte es sich um eine sogenannte Kurztagspflanze handeln. Diese brauchen Dunkelphasen um Blüten bilden zu können.
Beispiele für Kurztagspflanzen:
- Kaffee, Coffea arabica
- Dahlie
- Weihnachtsstern
- Chrysantheme
- Kalanchoe
daher bitte
-Pflanze mehrere Stunden verdunkeln

Staunässe
Bildet die Pflanze nur wenige oder gar keine Blüten, die vor dem blühen abfallen, kann Staunässe die Ursache sein.
daher bitte
- verbräunte Wurzeln entfernen
- eventuell Pflanze umtopfen
- eventuell Pflanze zurückschneiden
- mäßiger gießen

Trockenheit
Bildet die Pflanze nur wenige oder gar keine Blüten, die vor dem blühen abfallen,
kann Trockenheit die Ursache sein.
daher bitte
- häufiger gießen

mangelnde Luftfeuchtigkeit
Vertrocknen die Knospen einer Pflanze, kann mangelnde Luftfeuchtigkeit die Ursache dafür sein.
Häufig tritt dies beispielsweise bei Begonien, Gardenien, Hibiskus, Jasmin,Orchideen und Passionsblumen auf.
daher bitte
- auf ausreichende Luftfeuchtigkeit achten

Standortwechsel
Bildet die Pflanze nur wenige oder gar keine Blüten, die vor dem blühen abfallen,
kann ein Standortwechsel der Pflanze die Ursache sein.
daher bitte
- Pflanze nach der Knospenbildung immer am gleicht Platz stehen lassen

Pflanze wurde gedreht
Bildet die Pflanze nur wenige oder gar keine Blüten, die vor dem blühen abfallen,
kann ein Drehen der Pflanze die Ursache sein.
daher bitte
- Pflanze nach der Knospenbildung immer in gleicher Position stehen lassen

Grauschimmel
Weiche, faule Stellen an Knospen und Trieben, auf denen sich ein mausgrauer Schimmelrasen bildet, ist ein Anzeichen für Grauschimmel. Auf offenen Blüten sind oftmals runde Flecken zu finden.
daher bitte
- Pflanze trockener halten
- stark befallene Triebe zurück schneiden
- Blätter nicht übergießen

Echter Mehltau
Meist bildet sich auf der Balltoberseite eine mehlartige Schicht.
Diese kann sich dunkel verfärben und eventuell auch
Blüten und Stiele befallen.
Bekämpfung
- Luftfeuchtigkeit erhöhen
- starke Temperaturschwankungen vermeiden
- bei Anfangsbefall mit Lecithinpräperaten behandeln
- stark befallenen Pflanzenteile entfernen
- vorbeugend Pflanzenstärkungsmittel verwenden
- chemische Bekämpfung
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BeitragFr 05 Okt, 2007 21:19
Pflanzen die eine Ruhepause benötigen
Einige Pflanzen brauchen eine Ruhepause, damit sie Blüten ansetzten.
Meist sind es Pflanzen aus tropischen oder subtropischen Ländern.
Allerdings kann die Art der Ruhepause stark abweichen. Unterschiede gibt es bezüglich Licht, Temperatur, Wassergabe, Düngegabe oder aber auch die Jahreszeit spielt eine Rolle. Dies ist alles von der Pflanze abhängig und kann pauschal nicht beschrieben werden.

Mal eine Liste mit den bekanntesten Pflanzen, die eine Ruhepause benötigen:
- Klivie
- Alpenveilchen
- Osterkaktus (Rhipsalidopsis)
- Weihnachtskaktus ( Schumbergera)
- Blattkaktus ( Epiphillum)
- Azalee
- Karmelie
- Gardenie
- Passionsblumen
- Bougainvillea
- Schönmalve
- Amaryllis
- Edelbegonien
- Jasmin
- Kakteen
- Diplandenie
- Kranzschlinge


kurzlebige Pflanzen
Bei kuzlebigen Pflanzen handelt es sich meist um Pflanzen für eine Saison,
die üblicherweise von den Meisten nach der Blüte entsorgt werden,
weil die weitere Kultivierung aufwändig ist, die Pflanzen einen sparrigen Wuchs bekommen oder die Pflanze nach der Samenbildung einzieht.
Zu dieser Gruppe gehören ein- und zweijährige Pflanzen.

Mal eine Liste mit den bekanntesten kurzlebigen Pflanzen:
- Alpenveilchen
- Flammendes Käthchen
- Weihnachtsstern
- Pantoffelblume
- Becherprimel
- Fleißiges Lieschen
- Blütenbegonien
- Gloxinie
- Usambaraveilchen
- Topfrosen
- Topfgerbera

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