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Buchsbaumsterben als Chance für die Umwelt

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Hi ^^

Wie sicher mittlerweile alle mitbekommen haben, geht es den Buchsbäumen in Europa leider sehr schlecht.
Hauptgrund ist der eingeschleppte Buchsbaumzünsler, dessen Raupen die Büsche durch Fraßschäden unansehnlich machen und die teils alten Bäumchen massenweise gerodet werden.

Wie wäre es wenn wir als Anregung für die Neubepflanzung Bilder von ökologisch wertvollen Gehölzen posten, allen voran einheimische Gehölze? Vielleicht habt ihr tolle Bilder aus eurem Garten oder eurer Umgebung?

Der Tierwelt in Deutschland geht es leider immer schlechter.
Insekten, die für viele Tiere die Nahrungsgrundlage bilden, finden zu wenig Lebensraum oder werden durch Gifte der Agrarindustrie immer weiter dezimiert.

Statt ökologisch nutzlose Arten wie Thuja oder Kirschlorbeer zu pflanzen könnte man Gehölze pflanzen die vielen Tieren Nahrung und Lebensraum bieten. Würde mich über eure Bilder und Ideen freuen :wink:
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Abgesehen davon, dass viele Gehölze für die Hauptverwendung von Buchs als Formgehölz oder Hecke ausfallen, finde ich deine Idee ganz gut. Man sollte also bei den Vorschlägen berücksichtigen, dass das entsprechende Gehölz auch wirklich für die Verwendung als Ersatz für Buchs geeignet ist. Und das bedeutet in den meisten Fällen Schnittverträglichkeit, Verwendung als kleine und größere Hecken sowie Formgehölze.

Als relativ guten Buchsersatz werfe ich mal Ilex crenata Bilder und Fotos zu Ilex crenata bei Google. in den Raum.
Ilex crenata sieht weitgehend wie Buchs aus (für Laien kaum zu unterscheiden) und ist genauso schnittverträglich. Leider ist er etwas teurer, nicht ganz so frosthart und auch etwas empfindlicher bei Trockenheit. Darum würde ich eine Verwendung als Kübelpflanze nur unter Vorbehalt empfehlen. Er wächst auch langsamer, was bei kleinen Hecken, Beetumrandungen und Formgehölzen aber auch von Vorteil sein kann.

Ilex crenata gilt als Vogelschutz und -nährpflanze. Heimisch ist Ilex crenata bei uns nicht, er stammt aus Asien, aber sicher eine der besten Ersatzpflanzen für Buchs.
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Ich würde in dem Fall auch mal Cotenaster vorschlagen, der lässt sich auch gut in Form schneiden, außerdem trägt er im Herbst hübsche rote Beeren, die auch die Vögel gerne mögen.
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Äh. Buchs ist hier heimisch, was ist gegen den einzuwenden? Die gepflanzten Cotoneaster sowie Ilex crenata (steht ja auch oben) sind dagegen nicht heimisch hier.
Es ist eher die Unart, in den Gärten pflegeleichte Monokulturen anzulegen. Einen großen Schaden scheinen auch die Neonicotinoide in der Insektenwelt anzurichten.
Der Buchsbaumzünsler ist da eher ein temporäres Ärgernis. Kürzlich las ich, dass in den stark betroffenen Gebieten die ersten Vögle den Zünsler als Nahrung annehmen.

In unserem neuen Garten plane ich derzeit eine Wildrosenhecke, Holunder, Pimpernuss, Pfaffenhütchen, Faulbaum und Weißdorn. Da gibt es aber noch mehr.
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Gegen Buchs ist einzuwenden, außer das er in manchen Gegenden nur am Leben gehalten werden kann, wenn er fünf Mal im Jahr mit Insektiziden gespritzt wird. Bei starkem Befall stirbt er nämlich sonst schlicht und ergreifend ab.
Hier habe ich auch Meisen und sogar Spitzmäuse dabei beobachtet, wie sie sich die Raupen des Buchsbaumzünslers holen. Leider reicht das aber nicht, so das mir dieses Jahr schon im Frühjahr 50% meiner Buchspflanzen komplett abgestorben sind. Der Rest erholt sich zwar gerade etwas, aber ich will in meinem Garten grundsätzlich nicht mit Insektiziden spritzen.

Warum sind denn alle (Buchsbaum-)Hecken, Beetumrandungen und Formgehölze Monokulturen? Und hast du mal an all die historischen Gartenanlagen gedacht, bei denen Buchs als Formgehölz, Hecke oder Knotengarten eine große Rolle spielt? Weißt du, wie die in befallenen Gegenden jetzt aussehen? Die haben nur noch die Wahl zwischen unendlich viel Gift spritzen oder Alternativen zu suchen, wenn sie die Anlagen historisch korrekt erhalten wollen. :(
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Hi Roadrunner,

natürlich habe ich kein Patentrezept für die Fälle, die du schilderst. Kann man Buchs historisch korrekt gegen Ilex crenata ersetzen? oder gegen eine zwergwüchsige Eibe? Keine Ahnung, vielleicht. Cotoneaster ist sicher kein Ersatz. Das ist aber auch nicht das Thema, auf das Olli hinauswollte.
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Danke für eure bisherigen Anregungen, dass unsere heimische Tierwelt diese Raupen als Nahrungsquelle nutzt war mir neu und ist ein Hoffnungsschimmer für die Buchsbäume.
Ich würde in meinem Garten auch keine Insektizide einsetzen wollen, wenn mein (einziger) Buchs befallen wird, werde ich schwerenherzens roden.

Ich meinte auch nicht nur Buchshecken sondern auch freistehende Exemplare, die es ja auch öfter gibt.

Wenn man genug Platz für eine breitere Hecke hat, kommen ja jede Menge Büsche in Frage die für die Insektenwelt interessant sind.

Ich denke z.B. an Weigelie, Lonicera, Schlehe, Wildrosen, Felsenbirne, Obstbüsche und natürlich der Allrounder Liguster.

Hat evtl. jemand gute Bilder? Ich versuche daran zu denken welche hochzuladen :grdurchzug:
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Druidin
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Zumindest könnte man die historischen Gärten in ihrer Gesamtheit erhalten. In vielen dieser Gärten geht es ja um die Ornamente, Formen und Begrenzungen. Wenn auch vielleicht die Pflanzenart nicht mehr die originale ist, so bleibt wenigstens die Optik erhalten. Das ist immer noch besser, als braune, tote Pflanzen oder Insektengifte in unverantwortlichen Mengen.

Wenn man nach Ersatz für Buchs sucht, sollte man alle Aspekte und Verwendungen dieser Pflanze im Auge behalten, wie ich finde.

Ersatz für freistehende, natürlich gewachsene Exemplare dürfte nicht ganz so schwer sein. Olli, du hast ja selbst schon viele genannt...;)

Holunder und Hasel sind auch noch gut geeignet und davon gibt es schon einige Ziersorten, die verschiedene Farben und Formen haben und damit auch gut für den Haus- und Ziergarten geeignet sind.
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Man kann Buchs als heimisch ansehen und er ist eine wichtige Bienenweide und muss deshalb nicht per se durch 'ökologisch wertvolle, heimische' Pflanzen ersetzt werden, zumindest solange er blühen darf (freiwachsend oder Schnitt nach der Blüte).

Wenn es um Pflanzen für den Formschnitt oder Einfassungen geht, gibt es keine Alternative, welche entscheidende Vorteile ökologischer oder sonstiger Art hätte. Wenn es um Ersatz für immergrüne, kompakt-wachsende anspruchslose, vielleicht auch heimische Pflanzen geht, wird es auch sehr schwierig. Für eine naturnahe Vogelschutzhecke braucht es einen vier Meter breiten Streifen.

Ich denke, es bleibt abzuwarten, wie sich die Sache mit dem Buchsbaum-Zünsler entwickelt. Schädlinge und Krankheitserreger sind "immer und überall" und es gibt auch immer mehr problematische Neubürger. Auf alle geschädigten /betroffenen Pflanzen zu verzichten ist kaum möglich.

Man muss seinen Buchs nicht zweiwöchentlich mit Gift einnebeln!
Man sollte ihn richtig pflanzen und pflegen (aber nicht verweichlichen), damit er robust und gesund ist (gilt auch für andere Pflanzen), einen Befall kann man abschütteln, abbrausen und aufsammeln und wenn das nicht hilft kann man sehr gut Präparate mit Bacillus thuringiensis einsetzen.
Und hoffen, dass sich die Natur dann doch selbst hilft und sich einige Zünsler-Feinde einstellen. (Ich möchte auch nicht den Rest meines Lebens Raupen einsammeln)

Ich habe zwölf Buchsbäume im Garten, teils geschnitten, teils freiwachsend. Bis auf einige eher kleinere Zünsler-Attacken wachsen sie gut, fühlen sich im Garten wohl, überstehen Trockenzeiten, Schatten, Sonne wie kaum eine andere Pflanze (deren Verwendung dann andere Probleme mit sich bringen würde).

CL

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