Weiße Stäbchen/Tierchen? Wachsausscheidungen Schildläuse - Pflanzenkrankheiten & Schädlinge - GREEN24

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Weiße Stäbchen/Tierchen? Wachsausscheidungen Schildläuse

Braune Blätter, kleine Tierchen, was tun, wenn Schadbilder auftreten ...
Worum geht es hier: Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun...
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.
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Eine Zusammenfassung aus verschiedenen Beiträgen
zu " Was sind das für weiße Stäbchen "

Bild
Quelle: ftopic28229.html#344937

Bild
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Schildläuse bzw. ihre Ausscheidungen auf Cycas revoluta
Die Schildläuse sieht man aber erst in der Vergrößerung.
Quelle: ftopic37942.html#478333


Bild
Quelle: ftopic52591.html#639164

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aktualisiert bezüglich der Mittel am 19.8.2016

Hier nun die Erklärung mit Bekämpfungshinweisen:
Die weißen "Stäbchen" sind Wachsausscheidungen der Schildläuse.
Diese Ausscheidungen können nach meinen Erfahrungen noch sehr lange sichtbar bleiben. Man sieht sie immer noch einige Monate später an der Pflanze.
Auch wenn die Schildläuse schon lange gekillt sind, sieht man noch ihre"Altlasten".
Diese weißen Stäbchen muss man halt mechanisch entfernen :-#(

Ein Mittel, welches bei mir gut funktioniert hat:
Schädlingsfrei Calypso®
Spritzen: = sofortige Wirkung
Schildlaus-Arten, Weiße Fliegen, beißende Insekten:
20 ml in 1 l Wasser

die Pflanze damit von oben bis unten einsprühen - auch die Blattunterseiten und die Blattbasis nicht vergessen :wink:, da sich dort sehr viele Viecher verstecken können.
Gießenanwendung:= Langzeitwirkung
5 ml Produkt in 100 ml Wasser je Liter Erdsubstrat ---> d.h 2Liter Topf = 10ml in 200ml Wasser
Man hat also etwas was man Spritzen UND Gießen kann :wink:
allerdings funktionieren auch andere Mittel mit dem Wirkstoff Thiacloprid.
Leider ist auch der Wirkstoff Thiacloprid aus dem Handel genommen, so dass man wohl oder übel auf andere Mittel zurückgreifen muss
z.B. Mittel mit dem Wirkstoff "Dimethoat"
oder auch "Neem"
allerdings steckt die Spritzmittelindustrie voll im Wandel --- die neuen Wirkstoffe sind halt nicht mehr so effektiv, wie die leider(wegen ihrer Wirkung)/oder zum Glück(wegen der Umwelt) nicht mehr zugelassenen


Bei einigen Pflanzen kann es Sinn machen, mit einem Parafinöl-haltigen Mittel die anderen chemischen Behandlungen zu unterstützen.
z.B. Zitronen, Oliven, aber auch einheimische Gehölze gehören zu dieser Gruppe, die es vertragen.
Bei einem Befall an Euonymus fortunei habe ich damit auf jeden Fall sehr gute Erfahrungen gemacht.

Allgemein gilt:
bei Gehölzen: im "entlaubten" Zustand gibt es keine Bedenken,
bei immergrünen/wintergrünen Gehölzen wie z.B. Liguster, Buchsbaum, Kirschlorbeer, Ilex (z.B. Ilex crenata) auch nicht.
Bei Sommergrünen Gehölzen, die schon ausgeschlagen haben, sollte man eine Probe-Spritzung machen, wenn diese Pflanzenart nicht in der "Verträglichkeitsliste" des Mittel steht.
Auch Behandlungen bei hoher Sonneneinstrahlung sollte man vermeiden, da es zu Verbrennungen führen kann!!!

Bitte vorher informieren, ob die Pflanzen Ölhaltige Präparate vertragen!!!
>>>Denn z.B. Bananen - so habe ich gelesen - reagieren auf Ölpräparate empfindlich !!!

Eine Behandlung mit Paraffinöl-haltigen Mitteln sollte aber wiederholt werden (2-3mal), um auch wirklich alle festsitzenden Schildläuse zu erwischen.

und ein interessanter Link - "wie alles begann" :-#= : - was haben wir da gerätselt
ftopic17823.html#194736 :grzuheiss:
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BeitragFr 08 Feb, 2013 11:27
Deine Zusammenfassung ist echt interessant und eine gute Hilfe! Ich habe zur Zeit ein Problem mit solchen Schädlingen und werde deine Tipps beherzigen - danke für diesen Post, der wird mir helfen :)
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BeitragDi 18 Jun, 2013 22:30
Hallo,
es gibt auch eine Marienkäferart die sich von Schildläusen ernährt!
Es ist der Exochomus quadripustulatus - Vierfleckiger Kugelkäfer.
Viele Grüße storchschnabel
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BeitragSo 22 Sep, 2013 22:57
hallo blass grüner Daumen

herzlich willkommen :wink:

ja, das sind die selben schädlinge
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gibts evtl. auch ein wirksames hausmittel?
sowas wie schwarzer tee, essig, etc. oder hilft nur was mit thiacloprid gegen schildläuse?
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Bei einigen Pflanzen kann es Sinn machen, mit einem Parafinöl-haltigen Mittel die anderen chemischen Behandlungen zu unterstützen.
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aktualisiert am 19.8.2016

Die Wirkstoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam sind momentan in einer "ruhenden Zulassung"
d.h.
Mittel mit diesen Wirkstoffen gibt es nicht mehr zu kaufen.
Daher muss man wohl (wenn es chemisch sein soll) auf andere Mittel zurückgreifen.
Thiacloprid ist ja zum Glück noch im Handel.
Aktualisierung: 2016 Thiacloprid ist aus dem Handel genommen !! und wird überwiegend durch Dimethoat ersetzt

es betraf auch die Kombistäbchen von Bayer, die jetzt den Wirkstoff Dimethoat bekommen haben (wie auch andere Firmen diesen Wirkstoff schon seit längerem in ihren Stäbchen benutzen)

wer sich dafür interessiert:
"Änderungen bei Pflanzenschutzmitteln mit neonicotinoiden Wirkstoffen

Zum Schutz von Bienen hat die EU-Kommission mit einer Durchführungsverordnung die Verwendungszwecke der drei neonicotinoiden Wirkstoffe Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam in Pflanzenschutzmitteln eingeschränkt. Spätestens bis zum 30. September 2013 müssen die Mitgliedstaaten die entsprechenden Zulassungen ändern oder außer Kraft setzen. Zur Umsetzung dieser Vorschriften hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) für bestimmte Pflanzenschutzmittel mit diesen Wirkstoffen das Ruhen der Zulassung ab dem 1. Oktober 2013 angeordnet, ...

Quelle: http://www.bvl.bund.de
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Nur so aus Neugier: Gibt es keine Nützlinge, die die Wachsauscheidungen fressen? In der Natur muss das ja auch irgendwie abgebaut werden. Oder läuft das direkt über Mikroorganismen, wenn das Wachs irgendwann von alleine auf den Bodne fällt.
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Bislang gibt es meines Wissens nichts, was die Wachsausscheidungen biologisch und schnell vernichtet/verschwinden lässt. :(
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gibts evtl. auch ein wirksames hausmittel?

Anmerkung der Moderation:
Die Links wurden als Werbeversuch eingestuft und entfernt.

Es gibt übrigens auch ganz offizielle Möglichkeiten Werbung zu platzieren:
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sowas wie schwarzer tee, essig, etc. oder hilft nur was mit thiacloprid gegen schildläuse?
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hallo chal

herzlich willkommen :wink:

schau mal hier topic26576.html

da sind auch alternativen :mrgreen:
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Diese sind sehr hartnäckig und schwer von den Pflanzen zu entfernen.
Hatte Wolläuse bei Kakteen und bei Phalaenopsis habe alles versucht musste die entsorgen.Leider.

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