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Pinus strobus - Weymouth-Kiefer

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BeitragPinus strobus - Weymouth-KieferDo 27 Mär, 2014 14:29
Pinus strobus - Weymouth-Kiefer


Andere Namen: Strobe, Weymouthskiefer

Familie: Pinaceae (Kieferngewächse)

Gattung: Pinus (Kiefern)

Alter: ca. 500 Jahre

Herkunft:
Die Heimat und das Verbreitungsgebiet von Pinus strobus ist Südwest-Kanada und der Nordosten der USA, bis um die großen Seen herum, dann südwärts die Appalachen entlang bis Nordwest-Carolina und Nord-Georgia.

Habitus:
Immergrüner Nadelbaum der normalerweise 25-35 m hoch wird, In Ausnahmefällen auch 65 m erreichen kann. Der Brusthöhendurchmesser (Bhd) kann 1-3 m betragen. Ihr Wuchs ist meist gerade mit säulenförmigen Stamm und weist eine starke Beastung auf. Im Waldbestand wachsende Weymouth-Kiefern sind in der unteren Stammhälfte oft völlig astfrei. Die Krone selbst bleibt unregelmäßig breit.

Wurzeln:
Pinus strobus ist ein Pfahlwurzler mit einigen weitreichenden Seitenwurzeln. Bei alten Bäumen ist die Pfahlwurzel oft beschädigt, sodaß sie oft vom Wind geworfen wird.

Borke, Rinde:
Solange der Baum jung ist bleibt seine Rinde dünn und glatt. Sie ist meist dunkelgrün. Die Borke älterer Bäume ist grob rissig und ca. 3-5 cm dick. Sie ist graubraun gefärbt und in relativ breite Schuppen aufgeteilt. Diese werden durch flachere Risse getrennt. Die Zweige von jüngeren Bäumen sind grünlich und flaumig behaart. Diese wird später orangefarbig und kahl.

Knospen, Nadeln:
Ihre Winterknospen laufen spitz zu und sind eiförmig-zylindrisch. Sie sind 0,5 - 1 cm lang und haben braunrötliche, leicht verharzte Knospenschuppen. Die Nadeln sind ca. 6-12 cm lang und blau- bis dunkelgrün gefärbt.

Blüte, Frucht, Fruchtbildung:
Die Weymouth-Kiefer ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch) und wird mit 10 Jahren mannbar, das bedeutet, sie bildet keimfähige Samen aus. Von Mai bis Juni blüht sie. Es kommt manchmal zu Selbstbefruchtung. Nach der Befruchtung färben sich die Zapfen grün. Sie reifen erst im 2.Jahr. Zur Reife hin können die Zapfen bis 25 cm lang werden. Ihre Form ist schmal-zylindrisch und leicht gebogen. Anfang August des zweiten Jahres sind die Samen reif und der Zapfen entläßt pro Samenschuppe 2 Samen. Diese sind geflügelt und werden vom Wind verbreitet.

Standortansprüche:
Auf schlechten Böden bewährt sich die Anspruchslosigkeit der Strobe (Weymouth-Kiefer). Hier kann sie sich gegen die Laubgehölze durchsetzen. Sie gedeiht auf trockenen sowie auf feuchten Standorten und gilt auf Brand- und Brachflächen als Pionierbaumart.

Verwendung:
Früher war die Weymouth-Kiefer der wichtigste Holzlieferant im Osten Nordamerikas. In der Kolonialzeit verwendeten die Briten große Stroben für die Masten ihrer Schiffe. Aus ihrem Holz wurden Häuser, Fabriken und ganze Städte im Osten und mittleren Westen gebaut. Darum gibt es heutzutage kaum noch Altbestände dieser Baumart.
Strobenholz findet im Innen-und Aussenbau vielseitige Verwendung. Heute wird es jedoch hauptsächlich für Schnitt- und Sperrholz, sowie für die Möbel-und Papierherstellung verwendet.

Krankheiten, Schädlinge:
Der aus Europa eingeschleppte "Strobenrost" ist wohl der gefährlichste Schadpilz, der die Weymouth-Kiefer bedroht. Ich konnte es in meiner forstlichen Dienstzeit selbst miterleben, wie er nach und nach (Jahr für Jahr) alte Weymouth-Kiefern befiel und sie absterben ließ. Aber er befällt auch junge Bäume.
Es gibt nachgewiesen 277 Schädlinge für die Weymouth-Kiefer. Ein weiterer, der erwähnungswert ist, wäre der "Echte Kiefernrüssler", der meist junge Bäume befällt. Er ruft Wuchsverkrümmungen und Zuwachsverluste hervor, indem er die Gipfeltriebe abtötet. Gerade Jungbäume können bei einem starken Befall absterben.

Wissenswertes:
Man findet die Weymouth-Kiefer nicht selten in unseren heimischen Wäldern, wo sie sich auch selbst vermehren kann. Leider gibt es nur wenig wirklich ältere Exemplare, da sie schon vorher dem Blasenrost zum Opfer fallen.

Allgemeine Anzuchtanleitung:
Baumsamen, zumindest solcher von Arten der gemäßigten Breiten, tragen keimhemmende Stoffe in sich, die es abzubauen gilt. Dieses Abbauen wird stratifizieren genannt. Der Samen kommt dabei für eine bestimmte Zeit (von Baumart zu Baumart verschieden) bei einer Temperatur von 2-4 Grad in den Kühlschrank. Hinterher sollte man den Samen bei Zimmertemperatur im Wasserbad für 24 Stunden vorquellen lassen. Der Same bedarf zur Keimung eines bestimmten Wassergehalts.

Dann wird der Same in Kokosfaser oder in Anzuchtserde ausgesät und je nach Baumart mehr oder weniger mit Erde bedeckt. Hier kann eine Faustregel angewendet werden. Ein 5 mm großer Same kommt 5 mm unter die Erde. Es gibt auch hier Ausnahmen, wenn auch nicht viele.

Das Erdreich des Anzuchtgefäßes muss nach der Aussaat immer feucht gehalten werden, nass sollte es aber nicht sein, sonst tritt Schimmel auf.

Für Kiefern:
Samenreife:
Pinus strobus - September
Zapfen und Samen sind von Kiefern-Art zu Kiefern-Art sehr verschieden. Sie öffnen sich meist am Baum und so geht der Samen für den Sammler verloren. Bei einer längeren Lagerung sollte man das Saatgut luftdicht verschliessen und bei Minus 18° Grad einlagern. Bei kurzer Lagerung (ca. 4 Wochen) vorher 1-2 Tage wässern, dann 15-90 Tage stratifizieren.

Quellen: Stichpunkte von wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Weymouth-Kiefer

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