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Immergrün ist nicht immer grün

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BeitragImmergrün ist nicht immer grünDi 26 Nov, 2013 9:57
Fichten, Tannen und Co.

Über Nadelgehölze gibt es mehr zu erfahren als man denkt, zum Beispiel, dass es rund 600 Arten mit tausenden Sorten gibt: Zypressen, Kiefern, Tannen, Fichten, Wacholder, Lärchen, Zedern, Douglasien, Eiben, Lebensbäume und viele viele mehr. Diese Gartenpflanzen haben eine lange Geschichte: Nadelgehölze, botanisch auch Koniferen genannt, existieren seit ca. 230 Millionen Jahren. Sie waren die erste Pflanzengruppe auf der Welt, die Blüten ausbildete und sich durch Samen vermehrte. Das wirft doch ein völlig neues Licht auf unseren Weihnachtsbaum und seine Artgenossen!

Koniferen sind beliebte Gartenpflanzen und man vergisst leicht, wie wertvoll sie tatsächlich sind. Zum Beispiel tragen viele Nadelgehölze zur Verbesserung der Luftqualität bei. Darüber hinaus sind diese Immergrünen mit ihrer klaren Form und Farbe markante Elemente in Parks und Gärten und sorgen das ganze Jahr hindurch für Struktur und Farbkontrast. Durch die unterschiedlichsten Sorten, Formen und Farben sind sie sehr vielseitig zu verwenden. Gegen Insekten und Pilzerkrankungen nahezu unempfindlich, außerdem nicht anspruchsvoll an den Standort, lassen sie sich mit geringem Pflegeaufwand hervorragend mit anderen Pflanzen kombinieren. Wenn sie an einem gut ausgewählten Standort ihren Platz gefunden haben, sorgen sie über viele Jahre für Freude im Garten.

Klein oder schlank - je nachdem!
Einige Nadelbäume - die sogenannten Zwergsorten - sind besonders geeignet für kleinere Gärten oder Steingärten. Durch ihre Vielfalt geben sie dem Garten auch dann Farbe, wenn andere Pflanzen laublos und kahl sind. Zwergkoniferen bleiben kompakt und klein und müssen nicht geschnitten werden. Es gibt aber auch andere außergewöhnliche Formen, zum Beispiel setzen der breit-pyramidal wachsende Juniperus pingii ´Loderi´ oder - der Name ist Programm - Juniperus scopulorum ´Skyrocket´ mit ihrem schmalen, säulenartigen Wuchs klare Akzente.

Der blau-grüne Wacholder ´Blue Carpet´ ist eine Kriechpflanze und gut geeignet für Stein- oder Heidegärten ebenso wie der Teppichwacholder Juniperus horizontalis ´Wiltonii`. Einige Wacholdersorten - z.B. Juniperus squamata ´Holger`- wachsen sehr gut in Töpfen und eignen sich so auch für Balkon oder Terrasse.
Die Beeren des Wacholder sind geschmackvoll und ein wichtiger Rohstoff bei der Herstellung von Hochprozentigem, wie Schnaps und Gin. In der Küche werden die Wacholderbeeren in getrocknetem Zustand verwendet, zum Beispiel bei der Zubereitung von Wildgerichten oder Sauerkraut. Wacholdersträucher können einzeln gepflanzt werden, aber auch in Gruppen nebeneinander mit ausreichendem Abstand.

So vielseitig
Die Sortenvielfalt bei den Scheinzypressen (Chamaecyparis) ist beeindruckend: Von bodendeckenden über kleinbleibende bis hin zu stattlichen Bäumen reicht das Größenspektrum, Laubfarben gibt es in allen nur denkbaren Grün- und Blautönen sowie mit gelben oder silbrigen, sogar roten Variationen. Die Scheinzypressen sind in unseren Breiten absolut winterhart. Als Hecke sind sie kunstvoll geschnitten der Blickfang im Garten und ein sehr schöner Hintergrund für hell blühende Stauden oder Kleingehölze.
Nicht nur zur Weihnachtszeit
Echte VIPs unter den Nadelbäumen sind die Fichten (Picea), auch hier gibt es viele verschiedene Arten und Sorten in unterschiedlichen Höhen. So wird die kriechende Zwerg-Rotfichte Picea ´Formanek` lediglich 50 Zentimeter hoch, die Serbische Fichte Picea omorika - eine „Schlanke" unter den Fichten - hingegen hat nach 25 Jahren eine stattliche Höhe von ca. 20 Metern erreicht. In älteren Wohnsiedlungen findet man noch solch große Exemplare - in den 1970-er Jahren waren die Serbischen Fichten sehr beliebt als Hausbäume!

Eine Vielzahl bekannter Nadelbäume wird speziell für Weihnachten kultiviert. Der wohl am meisten verwendete Weihnachtsbaum in Deutschland ist die Fichte. Eine mehr und mehr verwendete Alternative sind Tannen - vor allem, weil ihre Nadeln nicht „pieksen" und nicht rieseln. Die so genannte Nordmanntanne ist mit ihren blauen Nadeln eine elegante Erscheinung. Wer sich den Weihnachtsbaum im Topf kauft, sollte ihm täglich Wasser geben und die Pflanze möglichst bald nach den Festtagen aus dem warmen Wohnzimmer nehmen. Gut ist es, je nach Witterung, den Baum erst in einem kühleren Raum oder der Garage zu akklimatisieren und nicht sofort in den Garten zu setzen. Wenn der Boden nicht gefroren ist, kann er dann direkt in die Erde gepflanzt werden. Neben der Nordmanntanne eignen sich auch die Silbertanne und die Koreanische Tanne (die im Herbst schöne lila Zapfen bekommt) als außergewöhnliche Weihnachtsbäume.

Auch wenn der Weihnachtsbaum nicht in den Garten soll, muss er nicht unbedingt danach im Biomüll oder im Ofen entsorgt werden. Mit den abgeschnittenen Zweigen können frostempfindliche Pflanzen im Garten abgedeckt werden. So hat man ein zweites Mal etwas vom Weihnachtsbaum, der Garten sieht schöner aus und die geschützten Pflanzen danken für den Winterschutz.
Quelle: PdM
Bilder über Immergrün ist nicht immer grün von Di 26 Nov, 2013 9:57 Uhr
Zwergwacholder.jpg
Foto: PdM. - Der Blaue Zwergwacholder 'Blue Star' hat einen sehr langsamen, kompakten Wuchs und wird ohne Schnitt maximal einen Meter hoch.
Zapfen.jpg
Foto: PdM. - Die weiblichen Zapfen der Korea-Tanne (Abies koreana) setzen oberseits auf den Zweigen an; sie sind zwei bis fünf Zentimeter lang.
Edel-Tanne.jpg
Foto: PdM. - Die Blaue Edel-Tanne (Abies procera 'Glauca') - häufig auch ''Blautanne'' genannt - ist als Weihnachtsbaum beliebt.

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