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Nistkästen - Belüftung und Dachneigung?

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Pflanzenprofessor
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Hallo,

ich wollte über den Winter evtl. ein paar Nistkästen selber bauen, und habe dementsprechend auch schon ein paar Anleitungen Im Internet studiert.

Einige Dinge sind mir aber noch nicht ganz klar. Ich liste meine Fragen mal hier auf, vielleicht kann ja zufällig jemand die ein oder andere Frage beantworten.


1. In den Plänen steht, der Boden soll zwei kleine Löcher haben, damit Feuchtigkeit und Kot abtropfen können. Ansonsten sind außer dem Einflugloch aber keine weiteren Öffnungen vorgesehen. Ich frage mich, ob das je nach Witterung nicht zu warm/stickig wird? Und ob es nicht evtl. geeignete Stellen für 2-3 kleine Belüftunglöcher geben könnte, regengeschützt, evtl. irgendwo unterm Dach?

2. Alle Pläne sind immer so, daß die Dachneigung schräg nach vorne geht. Da aber die Kästen doch mit dem Einflugloch Richtung Osten aufgehängt werden sollen, und der Regen fast immer aus Westen kommt, würde es doch mehr Sinn machen, wenn das Dach nach hinten geneigt wäre, oder sehe ich das falsch?

3. Das Holz soll ja möglichst unbehandelt und ungehobelt sein. Da ist aber sicher auch nicht immer alles glatt und gerade; bzw. es kann sich was verziehen. Gibt es ein geeignetes Material, das man zwischen zwei aneinanderstoßende Bauteile klemmen kann und das dann solche Unebenheiten und Veränderungen ausgleichen würde? Irgendeine Form von Lehm, Moos, Naturfasern, etc.?
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Hallo,

ich denke nicht, dass das den Vögeln zu stickig wird. Durch das Einflugsloch sollte genug Luftzirkulation vorhanden sein. Außerdem würde es sonst zu kalt werden, sodass sich die Eier nicht richtig entwickeln können. Deshalb halte ich weitere Löcher für nicht sinnvoll.

Das die Löcher nach vorne geneigt sind, hat auch seinen Sinn. Da die Nistkästen ja i. d. R. aufgehangen werden, würde es sonst dazu führen, dass das Wasser hinter das Häuschen läuft und sich dort Schimmel und ähnliches bilden kann.

Sollte sich das Holz doch mal verziehen, ist das auch nicht weiter schlimm, damit hast du ja z.B. auch eine weitere Belüftungsmöglichkeit, die du ja oben selber anbringen wolltest. :)
Außerdem sind die natürlichen Bruthöhlen ja auch nicht 100% dicht. Sollten sich zu große Spalten ergeben, werden diese von den Vögeln selbst mit Moos und feinen Pflanzenfasern abgedichtet, das habe ich in diesem Frühjahr in einem hiesigen Naturpark beobachten können.
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Das Dach der Nistkästen liegt ja mit einem überliegenden Überstand auf, da besteht keine Gefahr. Falls du das Holz schützen willst, was den Regen auf der Westseite abbekommt, könntest du ja die Dachpappe auch noch da aufbringen.
Oder welchen Dachschutz hast du für die Villa vorgesehen? :mrgreen:

Ein weiterer Gedanke: Wo genau willst du die Nistkästen hin hängen? An bereits vorhandene Pergolen/am Haus?

Falls du direkt am Baum aufhängen möchtest, würde ich, um die Reibung zwischen Nistkasten und Rinde zu vermindern, um die Rinde ein dickes Stück Jute wickeln.
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Vielen Dank für die Antworten.

Mir ging es tatsächlich um die dem Wetter ausgesetzte Rückwand. Bei dicken Baumstämmen wäre das nicht so das Problem, falls sich der Kasten direkt am Stamm anbringen läßt; aber sonst.....


Die Kästen sollen in alten Obstbäumen hängen. Es sind zuviele, als daß ich gekaufte Nistkästen bezahlen könnte.
Ich will probehalber erstmal einen oder zwei Kästen bauen, und dann sehen, ob sich die Kosten und der Aufwand soweit reduzieren lassen, daß das mit dem Selbstbauen Sinn macht.

U. a. aus diesem Grund wollte ich die Kästen mit "Flachdach" bauen, und erst danach ein schräges Dach zusätzlich draufsetzen.
So bin ich bei dem schrägen Dach unabhängiger beim Material, und könnte alles mögliche an wetterfesten Dingen verwenden, was sich so auftreiben läßt oder was ohnehin noch rumliegt.
Azubi
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Hi

Ich hab auch mal Nistkästen nach Anleitung gebaut, die nicht besetzt wurden. Die bleiben einfach leer. Frag vielleicht mal beim Tierschutzverein oder so nach, welche Bausysteme denn auch Sinn machen. Und der Deckel soll geöffnet werden können, um die im Winter mal sauber zu machen. Und auch Fledermäuse brauchen Nistkästen.

:arrow:
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Hallo

http://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/v ... stkaesten/

In diesem Link sind mehrere pdf-Dateien für verschiedene Nistkästen.
2016 und 2017 baute ich verschiedene, aber leider werden mehrere davon nicht benutzt. Das liegt vielleicht daran, dass den Vögeln diese Stellen zu gefährlich sind.

Die Stare fühlten sich pudelwohl und deshalb hatte ich letztes Jahr einen dritten Starenkasten gebaut. Mal schauen, ob er im März angenommen wird.

Komisch ist ja, dass in den Spatzenreihenhäusern keine Spatzen, sondern Meisen brüten.
Ich möchte jetzt noch weitere Spatzenreihenhäuser bauen, in der Hoffnung, dass sich Spatzen einnisten. Wenn nicht, dann freuen sich die Meisen bestimmt.

Draußen ist es jetzt dunkel, sonst hätte ich Fotos gemacht.

So nebenbei gesagt, kann die automatische Korrektur auch nervig sein. Aus Vögeln wird automatisch Bügeln...
Gärtner
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Diese Nistkästen hatte ich 2016 und 2017 gebaut.
Solch einen Beitrag mit dem Handy zu schreiben ist grauenhaft...

Für Rotkehlchen:

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Für Rotschwänzchen:

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Für Stare:

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Für Meisen:

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Für Stare:

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Für Spatzen:

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Pflanzenprofessor
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Vielen Dank für die Bilder. Ich hatte in der Tat die Anleitungen von NABU und BUND, etc., studiert und auch irgendwann ein wenig taugliches Probemodell gebaut, das dann halbfertig hier herumstand. Erst letzten Winter habe ich drei weitere (Meisen-)Kästen gebaut, die schon einen etwas besseren Eindruck gemacht hatten. An dem Plan, die Häuser mit flachem Dach zu bauen und erst nachträglich ein schräges Dach anzubringen, habe ich festgehalten.

Die Kästen (alle mit der klein gehaltenen Lochgröße von 27mm) habe ich im Februar '17 aufgehängt. Aber gebrütet hat darin kein Vogel - womöglich habe ich sie zu spät aufgehängt, oder das Loch ist selbst den Blaumeisen zu klein. Bei der Reinigung diesen Winter habe ich aber festgestellt, daß die Vögel die Kästen zumindest als Wetterschutz benutzt hatten, da eine gewisse Menge an Vogelkot vorhanden war.

Ich will vorerst keine weiteren Kästen bauen, da ich erst an den vorhandenen testen will, wie sich gewisse Dinge entwickeln. Werden sie weiter nicht angenommen, könnte ich z. B. die Löcher vergrößern. Außerdem habe ich das Holz bewußt komplett unbehandelt gelassen und will sehen, wie viele Jahre die Kästen in dieser Form durchhalten.
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Nichts zu danken.

In den beiden oberen Nistkästen wurde das Bauen angefangen, aber unterbrochen. Warum weiß ich leider nicht.

Der Starenkasten mit dem Vorbau war leer, weshalb ich ihn letzte Woche über einen Meter höher aufgehängt habe.

Das Meisenhaus war bewohnt und es wurde gebrütet.

Den anderen Starenkasten habe ich zweimal und in beiden wurde mehrmals gebrütet.

Die Reihenhäuser wurden teilweise genutzt. Aber von Meisen, anstatt Spatzen.
Von den Reihenhäusern werde ich noch zwei oder drei bauen. In einer Woche ist die Kältewelle vorbei. Dann werde ich damit anfangen.

Ich habe die Nistkästen mit Leinöl gestrichen, so wie es im der Bauanleitung steht. Aber ob das wirklich hilft bezweifle ich mittlerweile.

Es kommt bestimmt auch darauf an, wie und wo die Nistkästen aufgehängt werden. Das Loch soll immer in Richtung Ost bis Südost zeigen.

Leider werden Nistkästen auch gerne von Wespen belegt, was bei mir schon passiert ist. Die jungen Meisen waren alle vertrocknet.
Bei meinem Opa hatte es sich mal eine Fledermaus im Nistkasten gemütlich gemacht.

Ich bin ja gespannt, ob dieses Jahr alle Nistkästen angenommen werden.
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Azubi
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Wir nutzen seit Jahren diese Anleitung für den großen Garten meiner Eltern:

https://s1.shotroom.com/img/180226/MvrYy_s.jpg
von hier http://www.mybird.ch/technik-anleitungen

Die Kästen werden gern genutzt, vor allem von Rotschwänzchen.

Ein Tipp: Bei lbv.de gibt es schönes, kostenloses Infomaterial zu dem Thema

Bildquelle von der Moderation eingefügt

Anmerkung der Moderation: Bilder aus dem WWW bitte nur als Link zeigen.DANKE

topic6825.html
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Für die Rotschwänzchen ist beim Plan von NABU ein längliches Loch eingezeichnet.
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Und weiter geht's...
Vier Stück will ich davon basteln und unter das Dach der Garage hängen.

Bild
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Juhu :-)

Heute sah ich die erste Begutachtung der Stare.
Ich bin ja gespannt, ob auch der Nistkasten mit Vorbau von den Staren angenommen wird.
Pflanzenprofessor
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Die Kästen, die ich letztes Jahr aufgehängt habe, sind ja eigentlich alle in erster Linie für Blaumeisen gedacht. Ich habe vor ein paar Tagen auch eine Blaumeise beobachtet, die von einem Ast aus zweimal so einen Kasten angeflogen hat, aber beide Male irgendwie nicht durch das Loch gekommen ist. Jetzt frage ich mich, ob die Löcher doch zu klein sind (sollten sie laut Anleitung nicht sein); oder ob den Vögeln doch mit einer minimalen Sitzhilfe vor dem Loch geholfen wäre (die man laut Anleitung angeblich nicht braucht).
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Nein, es braucht keine Sitzhilfe.
Für Blaumeisen wird 28mm empfohlen.
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