Pflanzen des Jahres 2006 - Pflanzen & Botanik - GREEN24

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Pflanzen des Jahres 2006

Was, Wie, Wo, Wann, Warum - Das Thema Pflanze mit allen Details ...
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Wissenswertes über Gartenpflanzen (Bäume, Sträucher und Stauden), Zimmerpflanzen (Palmen, Tropenpflanzen und exotische Pflanzen), Nutzpflanzen (Früchte, Obst und Gemüse), Wildpflanzen, Sukkulenten und Pilzen.
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BeitragPflanzen des Jahres 2006Sa 11 Nov, 2006 14:40
Arzneipflanze des Jahres 2006

Der Echte Thymian

Das Kraut zähle zu den wertvollsten Pflanzen bei Erkältungskrankheiten, begründet der ?Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde? an der Universität Würzburg seine Wahl.

Der Echter Thymian (Thymus vulgaris), ist ein Zwergstrauch aus der Familie der Lippenblütengewächse (Labiatae) von welcher es über 300 verschiedene Arten in der ganzen Welt gibt.

Der Echte Thymian wächst im Garten auf trockenen und sonnenbeschienenen Standorten mit durchlässigen und möglichst kalkreichen Boden. Die Heimat des Thymians ist in den Mittelmeerländern bis zum Kaukasus zu suchen. In Deutschland kommt er nur selten in wilder Form vor. Zu Verkaufszwecken angebaut wird er vor allem in Südeuropa, Nord- und Ostafrika, Indien und Nordamerika.

Er ist ein zierlicher, aufrechter, kleiner Strauch, der zwischen 10 - 25 cm hoch wird. Seine Blätter sind elliptisch und 4 - 10 mm groß. Die kleinen Lippenblüten sind rosa bis lilafarben. Die Frucht ist eine kleine Hartfrucht (Nüsschen). Er blüht von Mai bis Oktober.

Er ist vielseitig einsetzbar. Der Thymian trägt neben dem ätherischen öl auch Gerb- und Bitterstoffe in sich. Er lindert nicht nur Erkältungsbeschwerden, er dient auch als Gewürz, Insektenabwehrmittel und Duftöl. Der Thymian ist besonders als krampflösendes Hustenmittel sehr beliebt. Auszüge von Thymian finden sich auch in vielen Kräuter- oder Bitterlikören. Als Gewürz zu Fischgerichten der Südeuropäischen Küche darf der Thymian ebenfalls nicht fehlen

Ökostation-Info: Im Biogarten der Ökostation ist der Thymian in verschiedenen Arten im Heilkräutergarten, sowie in der, von der Gartengruppe selbst angelegten, Kräuterspirale, vertreten. Die ehrenamtliche Gartengruppe trifft sich ab März Dienstags von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr und Donnerstag von 15:00 Uhr bis zur Dämmerung bzw. im Sommer bis 20 Uhr.


Orchidee des Jahres 2006

Die Breitblättrige Stendelwurz

Die Arbeitskreise Heimischer Orchideen (AHO) wollen mit der Wahl der Breitblättrigen Stendelwurz zur "Orchidee des Jahres", darauf hinweisen, dass wegen Verschlechterungen der Lebensräume selbst recht häufige Arten inzwischen lokal zurückgehen.

Die Breitblättrige Stendelwurz (Epipactis helleborine), auch Breitblättrige Sumpfwurz genannt, gehört zur Gattung der Stendelwurzen (Epipactis) in der Familie der Orchideen (Orchidaceae).

Die Pflanze wird zwischen 20 - 100 cm groß. Am unteren Ende des Stängels sitzen die ovalen 4 - 10 cm breiten Stängelblätter. Sie beginnt Ende Mai auszutreiben und blüht zwischen Ende Juli und Ende August. Die spron- und duftlosen Blüten sind purpurrot, vielfach aber auch blass oder grün und stehen in einseitswendigen Trauben.

Sie ist noch ziemlich verbreitet in kraut- und nährstoffreichen Wäldern. Die Unterschiedlichkeit der Lebensräume spiegelt sich in der Ausprägung der Pflanzen wieder: Sie ist eine überaus vielfältige Art, die vom Aussehen her große Unterschiede aufweist. Neben den kräftigen, breitblättrigen und dunkelgrünen Pflanzen in Wäldern, auf Waldlichtungen und an Waldwegrändern gibt es Wärme liebende Arten, die lichte Wälder und trockene Waldränder und angrenzende Trockenrasen besiedeln.

Die Pflanze gehört zu den wenigen Orchideenarten die sich in der modernen Kulturlandschaft behaupten und - beispielsweise durch den beim Waldwegbau eingebrachten Schotter - auf den Banketten sogar begünstigt werden. Trotzdem ist die Breitblättrige Stendelwurz eine in der Bundesrepublik geschützte Art. Als "gefährdet" werden die Bestände in Sachsen eingestuft und auch in der norddeutschen Tiefebene und in Schleswig-Holstein sind Rückgänge in den Beständen erkennbar. In den waldreichen Mittelgebirgen und im Süden Deutschlands dagegen sind die Bestände stabil und nicht gefährdet.




Staude des Jahres 2006

Der Phlox

Mit dem auch als Flammenblume bekannten Phlox hat der Bund deutscher Staudengärtner (BdS) eine klassische Bauerngartenblume zur Staude des Jahres 2006 gewählt.

Der Phlox, bei uns auch bekannt als Flammenblume, ist eine Gattung aus der Familie der Sperrkräutergewächse (Polemoniaceae).

Wahrscheinlich wegen der leuchtend roten Blütenbüschel ihrer Wildart hat der "Phlox" (altgriech. Flamme) seinen Namen erhalten. Er stammt aus den dünn bewaldeten Niederungen des Ohio-Flusses in Nordamerika und hat sich von dort aus mittlerweile über die ganze Welt verbreitet, und es gibt weit über tausend Züchtungen.

Der Phlox blüht zwischen Juni und September im Halbschatten und ist empfindlich gegen zu viel Wärme. Er bevorzugt tiefgründigen, nahrhaften Boden, der mit Humus angereichert ist. An die Wurzel sollte man keinen Kompost geben sondern nur im oberen Bereich. Bei zu langer Trockenheit sollte man ihn gut gießen und regelmäßiges Mulchen fördert zudem das Wachstum. Leider gibt es auch einige Schwächen bei Winterhärte, Wüchsigkeit oder Krankheitsanfälligkeit.

Fast keine andere Staude weist eine derartige Vielfalt auf wie der Phlox paniculata, er gehört zu den schönsten und auffälligsten Stauden des Sommergartens. Es gibt frühe, mittlere oder spät blühende Formen, Farben in vielen Weiß-, Rosa-, Lila-, Karmin- oder Lachstönen, in ein- oder zweifarbigen Blüten. Besonders in den Abendstunden geben die Blüten einiger Sorten einen angenehmen Duft ab. Wer abends gerne im garten sitzt, sollte duftenden Phlox in die Nähe des Sitzplatzes pflanzen.



Pilz des Jahres 2006

Der Ästige Stachelbart

Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) hat den Ästigen Stachelbart zum ?Pilz des Jahres 2006? gewählt, um auf eine seltene und gefährdete Pilzart hinzuweisen, deren Lebensraum ? alte Buchenwälder ? geschützt werden sollte.

Der Ästige Stachelbart (Hericium coralloides) gehört zu der relativ kleinen Gruppe der Stachelbärte.

Der ästige Stachelbart wirkt bizarr geformt wie eine Koralle und strahlend weiß. Er ist anfangs weiß- bis cremefarben, später bräunlich gefärbt, stark verästelt und verzweigt und außerdem mit vielen 8 -10 mm langen Stacheln überzogen, die wie kleine Eiszapfen meist nach unten hängen.

Er ist schmeckt höchstens jung, später ist er sehr hart und ungenießbar. Normalerweise sitzen sie auf vermodernden Baumstämmen. Er erreicht oft einen Durchmesser von mehr als 20 cm und verzweigt sich in immer kleinere Ästchen die seine Sporen tragen. Er wird als eine der schönsten Pilzarten angesehen.

Er ist vor allem in der Nordhemisphäre verbreitet und bei uns meist in Buchenwäldern anzutreffen. Durch den starken Rückgang im bestand der alten Buchen wird auch sein Lebensraum zunehmend eingeengt. Er wird auch als Gütezeichen naturnaher Wälder angesehen. Er wächst nur auf totem Holz und fügt lebenden Bäumen somit keinen schaden zu sondern hilft sogar den organischen Abfall zu beseitigen und schafft so neue Lebensräume für Insekten. Der ästige Stachelbart gilt bei uns schon als stark gefährdet.



Blume des Jahres 2006

Das Wiesenschaumkraut

Das Wiesenschaumkraut wurde von der Stiftung Naturschutz Hamburg und Stiftung zum Schutze gefährdeter Pflanzen zur Blume des Jahres 2006 ernannt. Obwohl die Feuchtwiesenart bundesweit verbreitet ist, will die Stiftung mit der Wahl auf die schleichende Gefährdung des Wiesenschaumkrautes durch Entwässerungsmaßnahmen aufmerksam machen.

Das Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis) ist eine Art aus der Gattung der Schaumkräuter und gehört zu den Kreuzblütengewächsen (Brassicaceae). Es gibt zwei Unterarten, das Eigentliche Wiesenschaumkraut ( C. pratensis subsp. pratensis) und das Große Wiesenschaumkraut (C. pratensis subsp. major).

Das Wiesenschaumkraut kommt von Europa bis hin zur arktischen Klimazonen in Nordasien und Nordamerika vor. Die Pflanze ist meistens in feuchten Rasen, Wiesen und Weiden zu sehen, aber auch in feuchten Wäldern, an Ufern und an Flachmooren. Die Schaumflocken, in denen die Larven der Schaumzikade heranwachsen und die man an den Stängeln der Pflanze besonders häufig finden kann, haben der Art den Namen eingetragen.

Das Wiesenschaumkraut wird etwa 15 - 30 cm hoch und hat einen hohlen, runden Stängel. Es blüht in der zeit von April bis Juni. Die 4 Kronblätter sind weiß bis lila und etwa 1 - 1,5 cm lang. Die gefiederten Grundblätter bilden eine Rosette, aus deren Mitte der beblätterte Stängel hervorwächst. An den Grundblättern entstehen auch oft vegetativ neue Brutpflänzchen.

Die Blüten des Wiesenschaumkrauts tragen sehr viel Nektar und werden somit durch eine Vielzahl von Insekten bestäubt. Aus den Blüten entwickeln sich 2 bis 4 cm lange Schoten. Diese springen bei Reife auf und verstreuen die einreihig angeordneten, eilänglichen Samen bis in 2,4 m Entfernung.

Wiesenschaumkraut enthält als Inhaltsstoffe Senfölglykoside, Bitterstoffe und Vitamin C und wird somit häufig in Form von Tee auch als Heilpflanze verwendet.
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BeitragSa 11 Nov, 2006 14:46
Die habe ich noch vergessen............



Baum des Jahres 2006

Die Schwarzpappel

Die ehemalige Charakterart der Flussauen ist so selten geworden, dass sie auf der Roten Liste bedrohter Pflanzenarten steht, begründete das ?Kuratorium Baum des Jahres? die Wahl. Vor allem die Rodung von Flussauen und die Absenkung des Grundwassers zerstören den Lebensraum dieses imposanten Baumes.

Die Schwarzpappel (Populus nigra), auch Saarbaum oder Saarbuche genannt, ist eine Laubbaumart aus der Gattung der Pappeln in der Familie der Weidengewächse (Salicaceae). Es gibt zwei unterarten, die echte Schwarzpappel (Populus nigra ssp. nigra) und die Birkenblättrige Schwarzpappel (Populus nigra ssp. betulifolia).

Die Schwarzpappel wächst als Flussbegleiter in den gemäßigten Klimabereichen weiter Teile Europa mit Ausnahme von Skandinavien, Schottland, Irland und Nordrussland. Sie ist in größeren Beständen an den großen europäischen Flüssen Loire, Rhône, Po, Donau, Elbe, Rhein und Weichsel beheimatet. Leider ist sie als reine Art nur noch vereinzelt in den Flußauen anzutreffen, da sie von Pappel-Hybriden verdrängt werden.

Die Bäume werden 20 - 30 m hoch und 100 - 200 Jahre alt. Aber da Schwarzpappeln sehr schnellwüchsig sind wirken sie schon mit 60 - 80 Jahren wie eindrucksvolle Veteranen. Für 8 heimische Nachtschwärmer ist die Schwarzpappel für die Larvenentwicklung sehr wichtig (z.B. Pappelschwärmer). Aus den Knospen der Schwarzpappel werden heute noch Salben angefertigt die als schmerzstillender Balsam wirken. Ihr Holz ist wegen der glatten Oberfläche auch bei Skulpturenschnitzern sehr beliebt.

Die Schwarzpappel ist momentan in Deutschland mit geschätzten 2500 - 3000 Exemplaren noch als gefährdet eingestuft, aber gerade auch die Bedrohung der Flussauen, dem bevorzugtem Lebensraum des Baumes, birgt eine große Gefahr für den Fortbestand der Schwarzpappel.



Streuobst des Jahres 2006

Der Danziger Kantapfel

Der Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg (LOGL) hat den Danziger Kantapfel zur regionalen ?Streuobstsorte des Jahres 2006? gekürt.

Der Danziger Kantapfel gehört zur Familie der Rosenäpfel und war vor allem in Frankreich, Holland und Deutschland sehr verbreitet. Eine exakte Herkunft der alten, schon um 1790 beschriebenen Sorte ist leider nicht bekannt.

Er trägt eine Reihe von Regionalnamen: Schwäbischer Rosenapfel, Beutlebener Rosenapfel, Rosenhäger, Liebesapfel, Paradiesapfel, Kalvillartiger Winterrosenapfel, Roter Kardinal, Erdbeerapfel, Himbeerapfel, Calviner, Florentinerapfel, Lorenzapfel, Mainapfel, Roter Apolloapfel, Rabiner, Passamaner, Nikolausapfel und Tiefbutz

Sein Fruchtfleisch ist grünlichweiß, locker, fein, saftig mit gutem, nicht sehr nachhaltig wirkendem Gewürz. Seine Pflückzeit liegt im September. Leider neigt er zu Kernhausfäule. Mit einer Breite von 60 bis 70 Millimetern ist er mittelgroß. E ist ein trüb bis leuchtend roter, oft karmesinroter Apfel. Typisch sind die hellen, verschwommenen Schalenpunkte (Lentizellen) auf seiner fettglänzenden, duftenden Schale. Namensgeber war die Kantigkeit der Frucht, wobei eine Kante bisweilen besonders hervortritt.

Unverwechselbar macht den ?Danziger Kantapfel? sein kräftiger Wuchs mit großer kugelförmig bis hochgewölbter Krone. Aufgrund seiner geringen Frostempfindlichkeit an Blüte und Holz und als Spätblüher eignet sich der Herbstapfel auch für höhere Lagen.

Bei einem Teil der Konsumenten ist er wegen seiner schönen Farbe begehrt. Durch seine Anspruchslosigkeit bei gleichzeitig hohem Ertrag macht ihn trotz einer gewissen Schorfanfälligkeit zu einem wertvollen Obstgehölz der heimischen Streuobstwiesen.
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BeitragSo 12 Nov, 2006 11:54
vielen dank für die arbeit und den interessanten inhalt.

viele grüße
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BeitragPflanzen des JahresMo 13 Nov, 2006 0:23
hallo shorty,

auch ich bedanke mich für die Infos, die wirklich sehr interessant sind.

Liebe Grüße
kobold :lol:
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BeitragMi 15 Nov, 2006 17:39
Die habe ich auch noch gefunden.....

Heilpflanze des Jahres 2006


Die (Zitronen-) Melisse

Die Melisse ist Heilpflanze des Jahres 2006. Gekürt wurde sie von einer Jury des Vereins NHV Theophrastus, der sich der natürlichen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, verschrieben hat.

Die Melisse ist eine der ältesten bekannten Heilkräuter. In den meisten Kräutergärten ist die Pflanze auch heute noch reichlich vorhanden. Schon Plinius, Karl der Große, Hildegard von Bingen und Paracelsus wussten sie zu schätzen. Wegen ihres zitronenartigen Geruchs wird die Pflanze meist ?Zitronenmelisse? genannt. Aber auch andere volkstümliche Namen wie Nervenkräutel, Frauenwohl, Herztrost weisen auf die vielgestaltige Verwendung in Vergangenheit und Gegenwart hin.



Melisse Die weißen Melissenblüten sind recht unscheinbar.

Die zur großen Familie der Lippenblütler gehörende Pflanze wird 60 bis 80 Zentimeter hoch und liebt sonnige, windgeschützte Plätze. Die gesundheitlich wirksamen Bestandteile der Melisse sind vor allem in den auf der Oberseite fein behaarten Blättern zu finden. Deshalb sollte sie vor der Blütezeit geerntet werden, die sich in der Regel von Juli bis August erstreckt. Wie viele andere Heilpflanzen auch ist die Melisse aus dem warmen Süden eingeführt worden, wild kommt sie im östlichen Mittelmeergebiet vor.

Während der Antike war Melisse nicht nur als Heilpflanze gegen Herzkrankheiten, Tierbisse und Milzleiden geschätzt, sondern auch als Bienenfutter. ?Den Bienen sind keine Blüten lieber als die Melisse?, schrieb Plinius vor 2000 Jahren. Karl der Große (747?814) ordnete an, dass Melisse in den Staatsgütern anzubauen sei. Hildegard von Bingen (1098?1179) schrieb: ?Die Melisse ist warm. Ein Mensch, der sie isst, lacht gerne, weil ihre Wärme die Milz beeinflusst und daher das Herz erfreut wird.? Auch Paracelsus (1493?1541) wandte die Pflanze im Sinne der Signaturenlehre wegen ihrer herzförmigen Blätter bei Herzkrankheiten an: ?Melisse ist von allen Dingen, die die Erde hervorbringt, das beste Kraut für das Herz.? Außerdem verwendete er die Melisse zur Heilung von ?Kontracturen und Lähme?, gegen Podagra, Lepra, Asthma und zur ?Erneuerung der Kräfte des Körpers.?

Melisse wirkt entkrampfend, beruhigend, antibakteriell und virustatisch. Überall dort, wo rhythmische Abläufe gestört sind, kommt diese Heilpflanze zur Anwendung, so bei Herzbeschwerden, Magen-Darm-Leiden, Menstruationsbeschwerden, Schlafstörungen, Unruhezuständen, Kopfschmerzen, Depressionen und Erkältung. Bei neueren wissenschaftlichen Untersuchungen in Großbritannien wurde festgestellt, dass Melisse die Gehirnleistung verstärkt und dadurch wahrscheinlich Demenzkranken Unterstützung bieten könnte.



Melisse

Der Melissentee kann ? äußerlich angewendet ? Hautunreinheiten beseitigen. Ein Melisse-Dampfbad ist wirksam gegen fettige Haut. Außerdem stellt diese Heilpflanze eine wirksame Alternative zu synthetischen Virustatika gegen Lippenherpes dar. Das beruht vor allem auf der in der Pflanze vorhandenen gerbstoffähnlichen Rosmarinsäure. Das durch Wasserdampfdestillation gewonnene ätherische Öl wird in verschiedensten Arzneizubereitungen verarbeitet, aber auch in Likörfabriken ? man denke nur an den bekannten Melissengeist, auch im Absinth wird Melisse beigemengt ?, Parfümerien und Naturkosmetikfirmen. Wer für die Aromatherapie zu Hause hochwertiges Melissenöl natürlichen Ursprungs verwenden will, sollte sich in einer Apotheke oder von einem Aromatherapeuten beraten lassen.

Auch in der Küche ist die Melisse talentiert. Sie kann Süßspeisen und Getränke geschmacklich und optisch verfeinern und ist ein erfrischendes Gewürz für grüne Salate oder auich Kartoffelsalat. Die recht anspruchslose Pflanze kann man problemlos im eigenen Garten anpflanzen. Als sanfte Medizin für Körper und Seele ist die Melisse gut für Laien anwendbar.
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BeitragMi 15 Nov, 2006 20:11
super, mehr davon...... :D

viele grüße
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BeitragMi 15 Nov, 2006 21:25
noch eins gefunden......



Gemüse des Jahres 2006

Der Kopfkohl

Der Kopfkohl könnte als eine Art deutsches Nationalgemüse gelten und da liegt es auf der Hand, dass der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) den Kopfkohl, zum ?Gemüse des Jahres 2006? ernannt hat.

Der Kopfkohl (Brassica oleracea) ist ein Überbegriff für diejenigen Kohlsorten, deren leicht wachsartige Blätter am kurz gestauchten Spross einen festen, runden Kopf bilden, also Weißkohl - einschließlich der Sonderform Spitzkohl -, Rotkohl und der leicht krausblättrige Wirsing.

Botanisch gehört Kohl zur Familie der Kreuzblütler, was an den typischen gelben Blüten mit ihren vier kreuzförmig angeordneten Blütenblättern erkennbar ist. Man muss jedoch etwas Geduld aufbringen, denn Kohl ist eine zweijährige Art. Im ersten Jahr werden nur Spross und Blätter ausgebildet, der Blütenstand erscheint erst im zweiten Jahr.

Alle Formen der europäischen Gartenkohle entstammen der Wildform, die an den Küsten der Mittelmeerländer, der Kanarischen Inseln sowie der europäischen Atlantikküste zuhause ist. Der Hauptspross des Kopfkohls ist stark gestaucht und die glatten, etwas wachsartigen Blätter bilden feste Köpfe. Die Blätter variieren von dunkel- oder hellgrün, über blaugrün bis hin zu weiß oder rot. Sie sind bei den verschiedenen Arten entweder glatt oder gekräuselt.

Neben Vitamin C haben die Kopfkohlarten einige weitere wichtige Inhaltsstoffe wie Vitamin A, Proteine, pflanzliche Fette, Harze, Spurenelemente, Kalium, Kaliumnitrat, Kaliumsulfat, Eisen, Magnesiumoxyd und Schwefel. Der Kopfkohl wächst in sonnigen bis halbschattigen Plätzen mit schweren, tiefgründigen, nährstoffreichen und humosen Boden, am besten bei 15 - 20° C.

Die Kopfkohlsorten gehörten in Deutschland früher zu einem der meist verzehrten nahrungsmittel. Heute ist es um die Sortenvielfalt nicht mehr allzu gut bestellt. In den letzten Jahren ist das Anbauspektrum immer kleiner geworden, viele Sorten sind für die Weiterverarbeitung im Industriemaßstab einfach unterlegen.

Ökostation-Info: Im Gemüsebeet innerhalb des Biogartens der Ökostation wird neben Möhren, Zwiebeln und anderem Gemüse auch immer wieder Kohl angebaut.
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BeitragMi 15 Nov, 2006 21:29
Ohne Moos nix los :lol:
meiner Meinung nach eher uninteresant aber ich machs ja auch für euch.............




Moos des Jahres 2006

Das Quellmoos

Die Bryologisch-lichenologischen Arbeitsgemeinschaft für Mitteleuropa (BLAM) hat das Quellmoos zum Moos des Jahres 2006 gekürt. Gerade seine besondere Nutzbarkeit zur Bestimmung der Wassergüte gab bei der Wahl den Ausschlag.

Das gemeine Quellmoos (Fontinalis antipyretica) gehört in die Gattung der unter Wasser lebenden Laubmoose.

Den Namen bekam das Quellmoos von dem berühmten Naturwissenschaftler Carl von Linné. Fontinalis (lat. fons = Quelle) bezieht sich auf das Vorkommen in Quellbächen und antipyreticus heißt feuerabweisend (anti = gegen; pyro = Feuer). Linné beobachtete bei Familien in Schweden wie sie das mit Wasser getränkte Moos um die Feuerstelle legten und somit den Funkenflug und damit verbundener Brandgefahr entgegenwirkten.

Es siedelt sich in sauberen, nährstoffreichen Bächen und Seen an, besonders an unbeschatteten, dauerhaft schüttenden Weichwassersickerquellen in bewirtschafteten Weiden. Die Blätter des Quellmooses stehen auffällig in drei Reihen und sind kielig gefaltet. Es kann in einer wassertiefe von bis zu 18 Metern wachsen und bildet etwa 35 cm lange Büschel aus.

Da Moos das Wasser und die darin enthaltenen Nährstoffe über die ganze Oberfläche aufnimmt, wird Quellmoos auch seit längerem als Maß der Wassergüte herangezogen. Wegen der starken Wasserverschmutzung in den 70er Jahren waren Wassermoose in den Bächen und Flüssen teilweise völlig verschwunden. Nur wenige Ableger des Quellmooses können in dreckigeren Gewässern (z.B. Rhein) überleben. Erst seit dem verstärkten Bau von Kläranlagen zieht das Quellmoos wieder bis hinab in die Flüsse.
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BeitragMi 15 Nov, 2006 21:31
Das ist glaube ich leider das letzte.......
Die hat jeder schon mal gesehen oder................




Flechte des Jahres 2006

Die Caperatflechte

Die Bryologisch-lichenologischen Arbeitsgemeinschaft für Mitteleuropa (BLAM) hat die Caperatflechte, auf Grund ihrer Eignung als Bioindikator für Immissionen, zur ?Flechte des Jahres 2006? gekürt.

Die Caperatflechte (Flavoparmelia caperata (L.) Hale) ist eine leicht erkennbare Blattflechte. Wohl aufgrund ihrer runzligen Oberfläche erhielt sie von Carl von Linné ihren Namen.

Die Borke von Laubbäumen ist ihr bevorzugtes Siedlungsgebiet. Sie kann aber auch an Moosüberzogenen Felsblöcken gesehen werden. Die grün-gelblich Flechte bildet bis zu 13cm breite, unregelmäßige Rosetten, die aus abgerundeten, am Rand manchmal eingekerbten, 1 cm großen Lappen bestehen. Mit den schwarzen Haftfasern an ihrer Unterseite hält sie sich an der Unterlage fest, am Rand ist sie kastanienbraun.

Die Caperatflechte ist eine auffällige Art, die erst seit rund zehn Jahren wieder häufiger an Bäumen in den deutschen Ballungszentren vorkommt. Der Grund dafür ist die Entschwefelung der Kraftwerke und die Umstellung auf schwefelarme Brennstoffe, ein anderer die enorme Ausbreitungsfähigkeit dieser Art.

Alle Flechten sind wechselfeuchte Organismen ohne oberflächliche Schutzschicht, aus diesem Grund können sie Luftschadstoffe nicht ausschließen, sondern müssen diese mit dem Niederschlag aufnehmen. Sie sind eine Symbiose (das Zusammenleben zweier Arten zum beidseitigen Nutzen) aus Algen und Pilzen, die sich teils gegenseitig ernähren. Diese Symbiose reagiert empfindlich auf Säure- oder Nährstoffeintrag. Als Bioindikator für Immissionen ist sie dadurch und wegen ihrem hohen Ausbreitungspotential ideal geeignet.
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BeitragPflanzen des Jahres 2006Mi 15 Nov, 2006 23:27
...hier ist noch eine (das Suchen steckt an....)::

Blumenzwiebel des Jahres 2006: Die Dahlie

Die Dahlie hat eine atemberaubende Karriere hinter sich: Erst Ende des 18. Jahrhunderts fand diese in Mexiko beheimatete Zwiebelblume ihren Weg nach Europa. Zuerst wuchs sie nur in botanischen Gärten und es war geplant, sie zu Ernährungszwecken zu verwenden. Ihren Siegeszug als Zierpflanze begann sie im Garten der Kaiserin Josephine, der Gattin Napoleons. Eine Dahlie konnten sich in der ersten Zeit nach ihrer Einführung in Europa nur die Wohlhabenden leisten und dennoch - oder gerade deshalb - eroberte sie die europäischen Gärten im Sturm. Im zwanzigsten Jahrhundert nahm das Interesse an der Dahlie ab. Jetzt erlebt sie ein Comeback: sowohl in Gärten als auch auf Balkonen und Terrassen, denn es gibt immer mehr kleine Dahlien, die gut in Töpfen, Kästen oder Kübeln wachsen.


Eine besonders schöne Sorte aus dieser vielfältigen Gattung wurde von niederländischen Blumenzwiebelspezialisten zur Blumenzwiebel des Jahres 2006 gewählt: Die Dahlie 'Kelvin Floodlight' steht stellvertretend für die große Gruppe der Schmuckdahlien mit ihren üppigen, dichtgefüllten Blüten und ist eine würdige Repräsentantin des abwechslungsreichen Dahliensortiments. Sie wird etwa einen Meter hoch und ist eine der großblumigsten Dahlien. Ihre Blüten haben einen Durchmesser bis etwa 3o Zentimeter und beeindrucken mit einem wunderschönen hellen Gelb, einem außergewöhnlichen Farbton. Die Dahlie 'Kelvin Floodlight' ist auch eine gute Schnittblume, die mit ihren zart gelben Blüten die Leichtigkeit des Sommers in die Wohnung bringt.

In ihrer Heimat Mexiko hatten Dahlien eine besondere Bedeutung und eine lange Geschichte: Sie wurdenD von den Azteken schon vor über 2.ooo Jahren kultiviert, denn die Knollen waren Nahrungs- und Heilmittel. Für die Azteken hatten Dahlien auch einen hohen kulturellen Stellenwert: Die gelborange- bis purpurfarbenen Blüten symbolisierten die Sonne, die in der Glaubenswelt der Azteken eine ganz wichtige Rolle spielte. Heute ist die Dahlie die Nationalblume Mexikos. Die ersten Samen oder Knollen sind wahrscheinlich 1789 von Mexiko aus in den botanischen Garten von Madrid gelangt. Benannt wurde sie dort nach dem schwedischen Botaniker Dr. Andreas Dahl. Anfangs sollten die Knollen der Dahlien ähnlich wie Kartoffeln Ernährungszwecken dienen, doch ihr Geschmack ließ zu wünschen übrig und deshalb war dieser Idee kein Erfolg beschieden.

Die Dahlie konnte sich jedoch mit viel Erfolg als Zierpflanze durchsetzen: Durch Züchtung entstanden sehr schnell zahlreiche attraktive Sorten mit Blüten in leuchtenden Farben und den verschiedensten Formen. Mittlerweile gibt es viele tausend Varietäten. Auch wenn nur ein Teil davon erhältlich ist, ist das Sortiment so groß, dass man es nach der Form der Blüten in Gruppen unterteilt. So gibt es Kaktusdahlien, Pompondahlien, Halskrausendahlien, Anemonenblütige Dahlien, Schmuckdahlien und andere mehr. Manche haben einfache Blüten mit einem Durchmesser von nur 4 bis 5 Zentimetern und erinnern mit ihrer natürlichen Anmutung an Wildblumen, andere sind halb- oder sogar ganz gefüllt wie bei den Schmuckdahlien und können einen Durchmesser von 2o Zentimetern oder mehr erreichen.

Um 1830 erlebte die Dahlie eine Phase großer Begeisterung und Popularität und ähnlich wie die Tulpe war sie erst dem wohlhabenderen Teil der Bevölkerung vorbehalten: Für neue Sorten wurden Beträge gezahlt, die mehreren Jahreslöhnen eines einfachen Arbeiters entsprachen, und eine Dahlie wechselte sogar im Tausch gegen einen Diamanten ihren Besitzer. Doch mit größer werdendem Angebot wurde diese damals so exotische Blume für immer mehr Menschen erschwinglich. Um 1830 herum kam es zu einer wahren Dahlien-Manie und die Dahlie zog in immer mehr Gärten ein. Sie fand auch ihren Weg in die Bauerngärten der damaligen Zeit. Diese Entwicklung wurde manchmal von Puristen kritisiert, die glaubten, dass diese 'neumodischen' Pflanzen in den ländlichen Gärten nichts zu suchen hätten.

Dahlien bereichern Gärten, Balkone und Terrassen mit ihrer langen Blütezeit und ihren fantastischen Farben: Das Spektrum reicht von reinem Weiß über die unterschiedlichsten Gelb-, Orange-, Rosa- und Rottöne bis hin zu dunklem Violett. Darüber hinaus gibt es Sorten mit mehrfarbigen Blüten, teilweise mit feurigen, an Flammen erinnernden Farbverläufen, helleren Spitzen oder in zarten Pastellnuancen. Dahlien sind wahre Blütenwunder: Sie blühen über einen langen Zeitraum vom Sommer bis zu den ersten Frösten im Herbst. Die Knollen sind frostempfindlich und sollten deshalb erst nach den Eisheiligen Mitte Mai draußen gepflanzt werden. Die ersten Blüten erscheinen dann im Juli. Wenn Verblühtes regelmäßig entfernt wird, bilden sich bis zum Frost unermüdlich neue Blüten. Wie die meisten anderen im Sommer blühenden Zwiebelblumen benötigen Dahlien einen sonnigen Standort, gut durchlässigen Boden und eine gute Versorgung mit Nährstoffen. Sind diese Voraussetzungen gegeben, kann man sich bis zum Oktober an ihrer Blütenfülle erfreuen.


Weil Dahlien frostempfindlich sind, sollten die Knollen erst ab Mitte Mai ins Freie gepflanzt werden: Wer die Blüte verfrühen möchte, kann Dahlien im Haus vortreiben. Dazu werden die Knollen Anfang April in Gefäße mit humusreicher Blumenerde gepflanzt. Sie kommen nur so flach in die Erde, dass die alten Stielenden noch zu sehen sind. Die Knollen werden angegossen und in einen kühlen, aber frostfreien Raum gestellt. Wenn sich die ersten Triebe zeigen, werden die Töpfe an einen hellen, 18 bis 2o Grad Celsius warmen Platz gestellt. Nach den Eisheiligen im Mai können die Dahlien dann nach draußen und blühen schon ab Juni.

Dahlien sind schöne Schnittblumen: Sie werden dann geschnitten, wenn die meisten Blüten geöffnet sind. Um die Haltbarkeit nicht zu beeinträchtigen, schneidet man am besten frühmorgens. Bevor die Dahlien in die Vase gestellt werden, entfernt man alle nicht geöffneten Knospen. Blätter, die ins Wasser hängen, werden ebenfalls entfernt, denn sie würden die Haltbarkeit der Blumen verringern.

Die Größe der Dahlienblüten lässt sich mit einem Trick beeinflussen: Wenn eine einzelne, besonders große Blüte am Ende des Stiels gewünscht wird, entfernt man möglichst früh alle seitlichen Blütenknospen. Wird dagegen die Spitzenknospe entfernt, bilden sich viele kleine Blüten am Trieb.

Hochwachsende Dahliensorten benötigen einen Stab, um nicht umzuknicken: Wenn ein Haltestab nötig ist, sollte man ihn nicht erst anbringen, wenn die Dahlien schon recht hoch sind. Um Verletzungen an den Knollen zu vermeiden, ist es am besten, wenn der Stab schon beim Pflanzen der Knollen in die Erde gesteckt wird. Man kann sie aber auch, wie früher in Bauerngärten üblich, an einen Zaun pflanzen, der ihnen Halt gibt.

LG kobold


:lol:
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BeitragDo 16 Nov, 2006 0:21
hallo shorty

das ist eine tolle idee :lol: und bestimmt ne menge arbeit :cry:

danke für die infos, hoffe es geht 2007 weiter ist sehr interessant :D

und jetzt hab ich noch was gefunden, denn das suchen steckt wirklich an :wink:

Das Pfaffenhütchen wurde 2006 zur Giftpflanze des Jahres gewählt

Der Gewöhnliche Spindelstrauch wird als Strauch bis zu 3 m, als kleiner Baum auch bis zu 6 m hoch. Er ist ein winterkahler Strauch mit wintergrünen Zweigen (Rutenstrauch), die durch Korkleisten eine vierkantigen Querschnitt besitzen. Die Blätter sind gegenständig, lanzettlich bis elliptisch und haben einen fein kerbsägigen Rand. Sie zeigen eine sehr schöne, teilweise leuchtend rote Herbstfärbung. Die zwittrigen, vierzähligen Blüten (Blütezeit: Mai bis Juni) sind klein und unscheinbar, gelblich-grün und wachsen in achsenständigen Scheindolden. Der Nektar wird vom fleischigen Diskus abgesondert und die Blütenbesucher sind Insekten aller Art, insbesondere Fliegen. Die Früchte (reifen im September bis Oktober) sind purpurrosa bis orange gefärbte, vierfächrige, 1 bis 1,5 cm breite Kapselfrüchte, in denen sich 1 bis 4 weiße, von einem dünnen, orange gefärbten Samenmantel (Arillus) umhüllte Samen befinden. Die Samen besitzen einen grünen Embryo und hängen an verlängerten Stielchen aus der geöffneten Kapsel heraus.

Auf Grund seiner schönen Herbstfärbung, der roten Früchte und der ungewöhnlichen kantigen Form der Äste wird der Spindelstrauch häufig als Ziergehölz in Gärten und Parks gepflanzt. Außerdem ist er windfest und frosthart und besitzt einen Wurzelpilz

lg rose
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BeitragOrchidee des Jahres 2007Do 16 Nov, 2006 16:06
Orchidee des Jahres 2007


Schwarzes Kohlröschen

Die Arbeitskreise Heimische Orchideen (AHO) haben das Schwarze Kohlröschen zur ?Orchidee des Jahres 2007? gekürt. Mit der Wahl soll auf die Bedeutung des Schutzes alpiner Lebensräume aufmerksam gemacht werden. Das Schwarze Kohlröschen ? wissenschaftlich Nigritella rhellicani ?, duftet während der Blüte zwischen Ende Juni bis Mitte August intensiv nach Vanille und lockt so Insekten zur Bestäubung an, darunter zahlreiche Schmetterlingsarten. Die Vorkommen des Kohlröschens sind vor allem durch Skipisten, die Überweidung der Almen und überzogenen alpinen Wegebau gefährdet.

Die nur 15 bis 20 Zentimeter hohen Pflanzen wachsen zumeist auf Kalkböden in Höhenlagen zwischen 1200 und 2350 Metern. In Deutschland kommt das Schwarze Kohlröschen lediglich in den schwäbisch-oberbayerischen Voralpen und den Nördlichen Kalkalpen Südbayerns vor. Ein ehemaliger kleiner Bestand auf nur 800 Metern Höhe im Südschwarzwald dagegen ist bereits seit Jahrzehnten erloschen.

Wie viele bei vielen Orchideen-Gattungen sind auch bei Nigritella die einzelnen Arten nicht ganz einfach zu unterscheiden. Viele strittige Fragen können trotz moderner Untersuchungsmethoden immer noch nicht eindeutig beantwortet werden. Dabei dürfte den meisten Naturfreunden allerdings weitgehend egal sein, ob das bei uns wachsende Kohlröschen nun eine eigene Art ist oder doch nur eine Unterart des ?eigentlichen?, in Skandinavien beheimateten Schwarzen Kohlröschen (Nigritella nigra).

Rein äußerlich sind diese dunkel braun-rot blühenden Kohlröschen-Spezies ? dritte im Bunde ist das Österreichische Kohlröschen, Nigritella austriaca ? nur sehr schwer auseinander zu halten. Erst ein Blick auf die inneren Werte verrät Unterschiede. N. rhellicani nämlich verfügt über den bei sexueller Fortpflanzung üblichen doppelten Chromosomensatz, N. nigra dagegen hat einen dreifachen und N. austriaca gar einen vierfachen Chromosomensatz. Herausfinden kann man dies allerdings nur mit einem ?halbwegs guten Mikroskop mit mindestens 1000-facher Vergrößerung, etwas Geschickt und viel Geduld?, so der Orchideen-Experte Wolfgang Wucherpfennig.

Anders als N. rhellicani benötigen die beiden anderen Kohlröschen zur Samenbildung keine vorherige Bestäubung. Sie vermehren sich also auf ungeschlechtlichem Weg, botanisch Interessierte kennen das auch von Arten wie Brombeeren oder Habichtskräutern. Für den vergleichsweise kalten Lebensraum Alpen mit nur kurzer Vegetationsperiode ist diese so genannte Apomixis durchaus vorteilhaft, es werden keine bestäubende Insekten benötigt und die Samenbildung aus körpereigenen Zellen läuft schneller ab als bei der geschlechtlichen Vermehrung. Der Nachteil: So entstehen immer gleiche Klone der Mutterpflanze, Anpassung an sich verändernde Lebensbedingungen ist nicht möglich. Langfristig ist die Apomixis also eine Sackgasse.
Bilder über Pflanzen des Jahres 2006 von Do 16 Nov, 2006 16:06 Uhr
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Der Pilz des Jahres 2007 ist die Puppenkernkeule

Mit der Puppenkernkeule wählte die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) einen Parasiten mit besonderer Heilwirkung zum Pilz des Jahres 2007. Die Puppenkernkeule ? auch unter dem wissenschaftlichen Namen Cordyceps militaris bekannt ? gehört zu der Familie der Schlauchpilze. Verbreitet ist der Pilz in der gesamten Nordhemisphäre und auch bei uns gerade im Herbst häufig anzutreffen.

Die Sporen des Pilzes töten unterirdisch lebende Schmetterlingslarven, auf denen sich Cordyceps ansiedelt. Der orangene, keulenförmige Pilz nährt sich von den abgestorbenen Insektenkörpern und wächst auf einige Zentimeter heran. Auf diese Weise vermeidet die Puppenkernkeule auch Schmetterlingsplagen und trägt so zum natürlichen Gleichgewicht im Ökosystem bei. ?Durch die Pilzkrankheit wird die Anzahl der Insekten schnell reduziert, es gibt weniger Wirte für den Pilz, der Pilz wird weniger häufig und die Überlebenschancen der Insekten sind wieder günstiger?, so die DGfM.

Der Puppenkernkeule werden vielseitige Heilkräfte nachgesagt, die von der modernen Medizin mittlerweile bewiesen wurden. Er soll nicht nur Lunge und Nieren stärken, sondern auch ein wirksames Aphrodisiakum, also sexuell anregend sein. Auch die tibetischen Yak-Rinder haben dies angeblich erkannt und fressen den Pilz mit Vorliebe in der Paarungszeit. Sportler dagegen sollen die Ausdauer steigernde Wirkung zu schätzen wissen und brühen die befallenen Schmetterlingslarven als Tee auf. Nach dem Sport wirkt Cordyceps regenerierend und hilft so beim Muskelaufbau.

Die Medizin setzt den seltenen Pilz auf verschiedene Weise ein. Die Puppenkernkeule enthält sowohl entzündungshemmende Polysaccharide, die Tumoren entgegenwirken, als auch den Stoff Cordycepin, der Bakterien abtötet. Durch seine positive Beeinflussung der Nebennierenrinde verringert er außerdem Stresssymptome und Depressionen.
Bilder über Pflanzen des Jahres 2006 von Do 16 Nov, 2006 16:09 Uhr
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BeitragDo 16 Nov, 2006 16:11
Andere stehen noch nicht fest oder stehen schon im Forum........
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BeitragRe: Pflanzen des Jahres 2006Do 16 Nov, 2006 17:15
[quote="kobold"]...hier ist noch eine (das Suchen steckt an....)::

Blumenzwiebel des Jahres 2006: Die Dahlie


Moin,

die Dahlie ist Blumenzwiebel des Jahres? Aber sie ist doch gar keine Zwiebel sondern eine Knollenpflanze (Asteraceae). Da Sind große Unterschiede. :?:

Lg

Stelvio :lol:
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