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Das Pflanzen & Garten Club Lexikon

 Kategorie        Momentan existieren 7 Stichwörter mit dem Buchstaben K im Lexikon.     

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Kassie

Kategorie: Pflanzen  

Kassie / Indische Gewürzrinde Cassia didymobotrya

Allgemeine Bezeichnung: Kerzenstrauch
Herkunft: tropisches Afrika
Verbreitung: tropisches Afrika, Mittelmeerraum
Laub: Immergrün
Blüte: bis zu 1m lange, schwarz-gelbe Blütenkerzen
Verwendung: beim Berühren der Blätter duftet es nach gerösteten Nüssen
Vermehrung: Samen
Aussaat: ganzjährig
Keimtemperatur: mind. 20°
Keimzeit: 4-7 Wochen
Standort: sonnig
Substrat: durchlässiges Substrat
Bonsai-Eignung: Nein
Winterhart: Nein

Herkunft: Der Ursprung der Kassie liegt im tropischen Afrika und ist auch im gesamten Mittelmeerraum stark verbreitet.

Anzucht: Innerhalb des Hauses ist die Anzucht der Samen ganzjährig möglich. Die Samen sollten mit Sandpapier aufgeraut und für 12 Stunden in raumwarmem Wasser vorgequellt werden. Danach müssen sie etwa einen halben cm tief in die feuchte Anzuchterde gesetzt werden. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht und warm. Bei einer Keimtemperatur von etwa 20° bis 22° C. beträgt die Keimdauer ca. 2 bis 4 Wochen.

Standort / Helligkeit: Der Standort der Kassie sollte warm und vollsonnig sein. Die Pflanze muss erst ab Herbst ins Haus geholt werden.

Pflege: Die Pflanze benötigt durchlässige Einheitserde. Sie hat einen enormen Wasserbedarf und sollten aufgrund des starken Wachstums und der reichhaltigen Blüte von April bis Ende September wöchentlich mit Kübelpflanzendünger gedüngt werden. Sie erhalten mehrtriebige dichte Sträucher, wenn Sie die Pflanze stutzen.

Überwinterung: Stellen Sie eine frostfreie Überwinterung sicher. Die Gewürzrinde ist sehr frostempfindlich und bevorzugt Temperaturen nicht unter 10° C. Die Pflanze benötigt weniger Wasser, aber lassen sie den Boden nicht austrocknen. Überwintert die Pflanze dunkel, so wirft sie das Laub ab und treibt erst im Frühjahr wieder aus.

Wissenswertes: Die Kassie wird zwischen 1,50 bis 2 Meter hoch und hat einen üppigen und Lang andauernden Blütenreichtum. Eine Besonderheit der Pflanze: Bei Berühren der Blätter duftet es nach gerösteten Nüssen. Stellen Sie die Pflanze im Herbst in den blüht sie dort bis zum Frühjahr weiter.

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Köcherbaum

Kategorie: Pflanzen  

Köcherbaum Aloe dichotoma

Allgemeine Bezeichnung: Drachenbaum-Aloe
Herkunft: südliches Afrika
Verbreitung: Halbwüste Namibia und im Nordwestlichen Teil der Kap Provinz Südafrika
Laub: Immergrün
Blüte: nach 20-30 Jahren erste Blüte: typische ca. 30 cm lange, senkrecht aufragende Blütenstände, die mit kanariengelben schmalen, röhrenförmigen Blüten besetzt sind
Vermehrung: Samen
Aussaat: Ganzjährig
Keimtemperatur: 22° - 24°
Keimzeit: 6-8 Wochen
Standort: sehr sonnig
Bonsai-Eignung: Nein
Winterhart: Nein

Ursprung: Der Ursprung des Köcherbaums liegt in den Savannen Südwest-Afrikas und der Wüstenregionen Namibia.

Anzucht: Innerhalb des Hauses ist die Anzucht der Samen ganzjährig möglich. Die Samen können direkt, ohne Vorbehandlung, auf der feuchten Anzuchterde verteilt werden. Danach müssen sie dünn mit Erde bedeckt und gleichmäßig feucht und warm gehalten werden. Bei einer Keimtemperatur von etwa 20° bis 27° C, keimen die Samen schnell.

Standort / Helligkeit: Der Standort des Köcherbaums sollte hell und sonnig sein. Die Aloe gedeiht aber auch im Schatten, da sie recht anpassungsfähig ist.

Pflege: Der Köcherbaum benötigt einen Boden mit einem Sandanteil von 25%. Er benötigt wenig Wasser und daher sollte die Pflanze im Sommer nur mäßig gegossen werden. Lassen Sie die Erde ruhig immer wieder antrocknen. Von April bis Oktober alle 2 bis 3 Wochen mit Kübelpflanzendünger düngen. Schädlinge oder Krankheiten kommen so gut wie nie vor.

Überwinterung: Stellen Sie ein frostfreie Überwinterung sicher. Die Temperatur sollte jedoch nicht über 12° C liegen. Wässern Sie jetzt nur sehr wenig. Der Standort darf im Winter auch dunkler sein. Ist der Standort im Winter sehr hell, darf auch die Temperatur über 12° C sein. Der Stamm benötigt eine Stütze, die aber nach 1 bis 2 Jahren entfernt werden kann.

Wissenswertes: Der Köcherbaum gehört zu den schönsten baumförmigen Sukkulenten. Sein auffällig dicker und schwammiger Stamm kann für lange zeit Wasser speichern. Er hat eine reich verzweigte Astkrone mit spitzen, dickfleischigen Blättern. Sie ist bei uns auch unter dem Namen Drachenbaum-Aloe bekannt.

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Kokohum

Kategorie: Anzucht  

Kokohum ist ein torffreies Kultursubstrat für Blumen und Aussaaten. Es besteht aus getrockneten Feinfasern der Kokosnuss und wird als Brikett oder auch lose verkauft. Wir empfehlen anhand der sauberen Qualität das bewährte Kokohum von Neudorf oder unsere eigene Abfüllung lose.



Königspalme

Kategorie: Pflanzen  

Cubanische Königspalme Roystonia regia

Herkunft: Kuba
Verbreitung: von der Karibik küste über des östlichen Mexiko bis nach Mittelamerika sowie den südlichsten Zipfel Floridas
Laub: Immergrün
Blüte: weiße Blüte
Frucht: Die Früchte sind länglich und auf einer Seite abgeflacht oder zusammengedrückt
Vermehrung: Samen
Aussaat: ganzjährig
Keimtemperatur: 22-27°
Keimzeit: 8-16 Wochen
Standort: sonnig bis halbschattig
Substrat: durchlässiger Boden
Bonsai-Eignung: Nein
Winterhart: Nein

Ursprung: Der Ursprung der Cubanischen Königspalme liegt im Flachland von Cuba.

Anzucht: Innerhalb des Hauses ist die Anzucht der Samen ganzjährig möglich. Die Samen müssen vorbehandelt werden. Sie sollten sie mit Sandpapier leicht an rauen und anschließend ca. 12 Stunden in raumwarmem Wasser vorquellen lassen. Setzen Sie das Saatgut dann einen halben cm tief in feuchte Anzuchterde oder Kokosfaser. Danach müssen sie dünn mit Erde bedeckt und gleichmäßig feucht und warm gehalten werden Bei einer Keimtemperatur von 22° bis 25° C erfolgt die Keimung nach 8 bis 16 Wochen.
Standort / Helligkeit: Der Standort der Königspalme sollte hell bis vollsonnig sein.

Pflege: Die Königspalme benötigt feuchten, nährstoffreichen und durchlässigen Boden. Ideal ist ein tropisches bzw. subtropisches Klima. Halten Sie die Erde feucht, aber vermeiden Sie Staunässe. Von April bis Oktober alle 4 Wochen mit Palmendünger düngen. Besprühen Sie die Blätter bei zu trockener Zimmerluft mit weichem Wasser, denn es besteht die Gefahr eines Befalls durch Schildläuse oder Spinnmilben.

Überwinterung: Stellen Sie eine frostfreie Überwinterung sicher. Die Königspalme ist frostempfindlich es die Temperaturen sollten nicht unter 15° C fallen. Im Jungpflanzenstadium wächst die Königspalme langsam, danach kann sie circa alle 3 Jahre umgepflanzt werden.

Wissenswertes: Die Cubanische Königspalme ist die Wappenpflanze von Cuba und ist die eleganteste und majestätischste Art unter den Palmen. Sie hat schlanken, glatten Stamm und bildet eine dichten Krone aus.

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Korallenstrauch

Kategorie: Pflanzen  

Karibischer Korallenstrauch Erythrina crista-galli

Allgemeine Bezeichnung: Korallenstrauch
Herkunft: Südamerika
Verbreitung: Tropen und den Subtropen, Mittelmeergebiet
Laub: Laubabwerfender Baum
Blüte: scharlachrote Blütentraube
Frucht: Fruchtschoten mit 2-5 Samen
Verwendung: aus den Samen werden Gifte hergestellt
Vermehrung: Samen
Besonderheit: die Samen sind giftig
Aussaat: ganzjährig
Keimtemperatur: mind. 20°
Keimzeit: 4-6 Wochen
Standort: Sonnig, warm
Substrat: Einheitserde
Bonsai-Eignung: Nein
Winterhart: Nein

Ursprung: Der Korallenstrauch ist in Brasilien, Paraguay und Argentinien verbreitet.

Anzucht: Innerhalb des Hauses ist die Anzucht der Samen ganzjährig möglich. Die Samen sollten über Nacht im raumwarmen Wasser vorquellen und anschließend sollten die Samen etwa 1cm tief in feuchte Anzuchterde gesetzt werden. Sie müssen gleichmäßig feucht und warm gehalten werden. Bei einer Keimtemperatur von etwa 20° bis 25° C. beträgt die Keimdauer ca. 2 bis 4 Wochen.

Standort / Licht: Der Standort des Karibischen Korallenstrauches sollte hell bis vollsonnig sein. Dann ist eine üppige Blüte zu erwarten. Im Freien, von April bis November, kann die Pflanze auch auf Südseiten wunderbar gehalten werden.

Pflege: Der Korallenstrauch benötigt Einheitserde. Wässern Sie mit dem Blattaustrieb im April reichlich. Halten Sie die Erde feucht, aber vermeiden Sie Staunässe. Bei Trockenheit vergilben die Blätter. Von Juni bis September alle 14 Tage mit Kübelpflanzendünger düngen. Die Blüte erscheint zwischen Juli und September.

Überwinterung: Stellen Sie eine frostfreie Überwinterung sicher. Der Korallenstrauch wirft im Herbst die Blätter ab und kann auf die gewünschte Größe zurückgeschnitten werden. Damit die Blätter nicht zu früh austreiben, sollten Sie beachten, dass die Temperaturen nicht über 10°C liegen. Er kann sowohl trocken, wie auch dunkel überwintern.

Wichtig: Die Samen sind giftig!

Wissenswertes: Der Korallenstrauch zählt wohl zu den schönsten Kübelpflanzen. Er hat sehr schöne scharlachrote Blütentrauben, die jedes Jahr zahlreicher werden. Der Strauch kann sehr alt werden, so dass er von Generation zu Generation weitervererbt werden kann.

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Krautfäule

Kategorie: Krankheiten  

Wirksames Mitte gegen Gegen Dürrfleckenkrankheit, Krautfäule, Knollenfäule, Spargelrost, Blattfleckenkrankheiten, Stängelfäule, Rotfleckenkrankheit, Weißfleckenkrankheit, Falsche Mehltau-Arten.



Kürbis

Kategorie: Pflanzen  

Herkunft und Botanik
Kürbisse gehören zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt, viel älter als Mais und Bohnen. Dabei wurden diese drei Gemüsearten früher ?teilweise auch heute nochals perfekte Mischkultur bei den Indios in Mittelamerika angebaut: Der Mais dient der kletternden Bohne als Halt. Der Kürbis beschattet mit seinem Blattwerk den Boden und verhindert die Wasserverdunstung. Bei dem Indianerstamm der Navajos war der Kürbis eine heilige Pflanze.

Zur Zeit der Entdeckung Amerikas gab es bereits züchterisch bearbeitete Kürbisse. Christoph Kolumbus beschrieb den Kürbis als wichtigste Nahrungspflanze der Indios und Azteken, und in Amerika ist die Begeisterung für Kürbisse bis heute ungebrochen.
Durch die Seefahrer gelangten schon bald nach der Entdeckung Amerikas Samen einiger Arten an europäische Fürstenhöfe und in die Klostergärten, z.B. auch die ?Ufos?. Diese ?neuen? Kürbisse verdrängten die bis dahin in Europa kultivierten Flaschenkürbisse der Gattung Lagenaria. 51 Jahren nach der Entdeckung Amerikas wird erstmals ein amerikanischer Kürbis in der deutschen Literatur erwähnt (?New Kreuterbuch? von Leonhart Fuchs). Die Flaschenkürbisse stammen vermutlich aus den tropischen Regionen von Zentralafrika.
Durch die Meeresströmung gelangten Früchte mit keimfähigen Samen nach Südamerika. Archäologische Funde besagen, dass schon vor 12.000 Jahren der Flaschenkürbis in Peru, vor 9.000 Jahren in Mexiko und vor 5.000 Jahren in Ägypten bekannt war. Von Botanikern wird der Kürbis als eine Panzerbeere bezeichnet. Der Kürbis ist die Pflanze mit den größten Beeren und größten Samen. Mit über 90 % Wassergehalt gehört der Kürbis zu den wasserreichsten Gemüsearten. Sein deutscher Name leitet sich vom lateinischen Corbis = Korb, Gefäß ab. Kürbisse zählen zu den Fruchtgemüsen, sind einjährige Pflanzen und einhäusig, blühen aber getrennt geschlechtlich. Das bedeutet, dass sich auf einer Pflanze männliche und weibliche Blüten (zu erkennen an dem kleinen Fruchtansatz) befinden. Die weiblichen Blüten müssen durch Insekten ?vorwiegend sind es Bienen- bestäubt werden.

Allgemeines
Derzeit erleben Kürbisse eine wahre Renaissance. Nicht zuletzt dadurch, dass in den vergangenen Jahre der amerikanische Brauch des Halloween (31. Oktober) in Europa Einzug gehalten hat. Doch Kürbisse haben wesentlich mehr zu bieten. Durch ihre ernorme Formen- und Farbenvielfalt, die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen und Zubereitungsmöglichkeiten und nicht zuletzt durch die unproblematische Anbauweise sind dieses Fruchtgemüse hervorragend für die Gartenkultur geeignet. Bei uns werden Kürbisse heute häufig wegen ihres Zierwertes angebaut. Es gibt wohl kein anderes Gemüse auf der Erde, das uns in so vielgestaltigen Erscheinungsformen begegnet wie der Kürbis. Neben den glattfrüchtigen Sorten gibt es auch solche, die gerieft sind, oder deren Oberfläche mit warzenähnlichen Ausbuchtungen
bestückt sind. Neben roten und orangen Kürbissen findet man auch welche mit grünen, bläulichen und schwarzen Früchten und solche mit Streifen, Flecken oder netzartigen Mustern. Kürbisse können rund, oval, flaschenförmig oder gar wie ein UFO ausgebildet sein. Neben wahren Riesen mit mehreren hundert kg Gewicht, existieren Arten und Sorten, die klein wie Mandarinen sind. Fast alle Kürbisse sind genießbar, doch sollte man immer einige für Dekorationszwecke zurückhalten. Kürbisarten und Sorten Aufgrund der Vielfalt (100 verschiedene Gattungen, über 850 Arten), ist die botanische Einteilung von Kürbissen nicht ganz einfach.

Flaschenkürbisse; Kalebassen
Flaschenkürbisse (Lagenaria sp.) werden seit mehreren Jahrtausenden in allen wärmeren Gebieten der Erde angebaut. Die verschiedenen Lagenaria-Arten sind leicht an ihrer Blütenfarbe von den Cucurbita-Arten zu unterscheiden; Lagenaria blüht weiß und sind nur eine Nacht geöffnet, Cucurbita blüht gelb und öffnet sich tagsüber. Lagenaria siceraria und Lagenaria longissima bringen eine Reihe von sehr dekorativen Formen hervor, deren junge Früchte teilweise auch gegessen werden können. Die Fruchtgröße variiert von 10 cm bis 100 cm, das Gewicht geht bis 1 kg. Ihre Form kann rundlich, flaschenförmig, mit schlankem Halsteil oder bauchiger Basis sein. Die Haut kann grün, grün-gelb oder grün-weiß gesprenkelt sein. Die 4-6 mm dicke und harte Schale ist völlig wasser undurchlässig. Eine bedeutende Verwendung der Flaschenkürbisse ist aber die Nutzung der ausgereiften und getrockneten Früchte mit ihrer harten, holzigen, verhältnismäßig feuerfesten und völlig wasserdichten Schale als Gefäße oder auch als traditionelle Musikinstrumente. Auch zu Essschalen, Löffeln, Bojen, Vasen werden Kalebassen verarbeitet.
Daneben ist das ausgekratzte Fleisch der reifen Frucht essbar, und die Samen werden in Suppen oder zur Ölgewinnung verwendet.

Anbau
Alle Kürbisse sind frostempfindlich und benötigen eine tiefgründigen, humus- und nährstoffreichenreichen Boden und einen sonnigen Standort. Zudem sind sie windempfindlich. Flaschenkürbisse haben ein höheres Wärmebedürfnis als die normalen Kürbisse. Dort, wo Melonen im Freiland gedeihen, können auch Flaschenkürbisse angebaut werden. Ihre Kulturweise ist identisch mit der von Kürbisse, jedoch sollte man sie unbedingt an einem sonnig und windgeschützt stehenden Gerüst hochranken lassen. Auf der Erde liegende Früchte faulen leicht. Bei entsprechender Wärme machen sie 3-4 m lange Ranken. Erst ab Oktober sind die Früchte ausgereift.

Anzucht
Die Anzucht von Kürbissen ist recht einfach. Man kann Mitte Mai, nach den letzten Frösten direkt ins Freiland säen. Mindestkeimtemperatur 10 Grad C. Die Vorkultur in Töpfen lohnt sich, weil man die kräftigen Jungpflanzen nach den Eisheiligen Mitte Mai direkt ins Freiland pflanzen kann und so früher erntet. Die Aussaat beginnt etwa Mitte/Ende April im Haus. Am besten verwendet man pro Samen einen kleine Topf, damit man sich das spätere Pikieren ersparen kann. Die Samen werden 2-4 cm tief in die Erde gesteckt.

Bodenvorbereitung und Pflanzung
Kürbisse bevorzugen durchlässige, humose, nährstoffreiche und warme Böden. Der Boden wird gut gelockert, dabei 3,5 kg Kompost oder verrotteter Pferdemist und 50 ? 80 g Hornspäne oder Horngrieß je m² eingearbeitet. Wegen der Wärmebedürftigkeit der Pflanzen sollte man den Boden leicht aufhügeln und anschließend mit schwarzer Folie bedecken, in die an der Pflanzstelle Schlitze geschnitten werden. Die Folie hat dazu den Effekt, dass nicht zuviel Wasser aus dem Boden verdunsten kann. Kürbisse benötigen zumindest bis zum Fruchtansatz viel Wasser und sollten nach Möglichkeit während der ganzen Kulturzeit gewässert werden. Je mehr Sonne zur Verfügung steht, um so besser sind Fruchtausfärbung, Aroma und Geschmack. Kürbis ist mit sich selbst und allen anderen Kürbisgewächsen (Cucurbitaceae, also Gurken, Melonen) unverträglich. Der vierjährige Fruchtwechsel auf dem Beet muss eingehalten werden. Am besten pflanzt man Kürbisse auf eine Fläche, auf der vorher Gründüngung gestanden hat. Ansonsten sind Kürbisse relativ unempfindlich gegen Krankheiten und Schädlinge. Zum Spätsommer hin auftretender Befall mit Echtem Mehltau ist normal.
Buschförmig wachsende Arten wie Zucchinis benötigen etwa 1 m² pro Pflanze, rankende Pflanzen je nach Art und Sorte 1,5-2 m². Amerikanische Tricks zur Erzeugung von rekordverdächtigen Riesenkürbissen .
Unter Gartenfreunden beliebt, besonders bei denen, die in Vereinen organisiert sind, ist der Kürbiswettbewerb. Wer ins Guinness Buch der Rekorde einziehen möchte, muss sich ins Zeug legen. Der größte Kürbis überhaupt erreichte laut Guiness Buch der Rekorde 2001 ein Gewicht von 570 kg. Versuchen Sie es mit einem Cucurbita maxima, der ausreichend mit Kompost gedüngt wird. Lassen sie nicht mehr als zwei Früchte an der Pflanze, damit alle Nährstoffe nur diesen Früchten zukommen. Viel Glück!
Der ehemalige Kürbisweltmeister Howard Dill sät seine Kürbisse bereits ab 15. April und zieht sie in Töpfen bei anfangs über 20GradC, später 16 Grad C vor. Die gut abgehärteten und mit Flüssigdünger versorgten Jungpflanzen werden ab dem 20. Mai nach draußen gepflanzt an eine sonnige Stelle. Der Boden ringsum wurde vorher mit viel verrottetem Mist verbessert. Bei Temperaturen unter 16 Grad werden die Pflanzen mit einem darüber gestülptem Plastikzelt geschützt. Die Kürbis-Blüten befruchtet er von Hand. Bester Zeitpunkt dazu ist der Vormittag gegen 11 Uhr. Wenn die Narbe weitgehend trocken ist, wird der Blütenstaub einer männlichen Blüte mit einem Pinsel auf eine weibliche Blüte übertragen. Nach erfolgreicher Befruchtung werden die Triebspitzen gekappt und alle nachkommenden jungen Früchte ausgebrochen. Die Pflanzen erhalten nun eine wöchentliche Flüssigdüngung, andere Anbauer schwören auf eine ?Düngung? mit Milch oder Bier. Allerdings werden diese Substanzen direkt in die Pflanze hineingepumpt, indem der Haupttrieb an einer Stelle vorsichtig angeritzt und ein Doch hineingedrückt wird. So saugt sich die Pflanze selbst aus einem Gefäß ihre Flüssigkeit.

Pflege
Kürbisse haben ein ausgedehntes, aber flaches Wurzelwerk. Um die Wurzeln zu schützen, sollte unbedingt gemulcht werden. Im Spätsommer tritt häufig Befall mit Echtem Mehltau (weißer Pilzbelag) auf den Blättern auf. Ansonsten sind die Pflanzen widerstandsfähig.

Ernte, Lagerung
Schon 4 bis 6 Wochen nach der Pflanzung beziehungsweise 6 bis 8 Wochen nach der Direktsaat können die ersten Zucchinis, Patissons oder andere Sommerkürbisse geerntet werden. Einzelfrüchte dieser Arten sollte man nicht zu groß werden lassen, weil damit der Pflanze Kraft verloren geht, neue Blüten zu Früchten auszubilden. Die Winterkürbisse, wie beispielsweise die Spaghettikürbisse, werden in ausgereiften Zustand im Spätsommer/Herbst, auf jeden Fall vor dem ersten Frost, geerntet. Diese Kürbisse sind erntereif, wenn sich der Stiel verfärbt und verkorkt. Wenn sie zu früh geerntet werden, sind sie nicht lange haltbar. Legen Sie am besten unter die abreifenden Früchte ein Brettchen, damit sie nicht auf der feuchten Erde aufliegen und faulen. Der Stiel muss bei der Ernte an der Frucht bleiben, weil sonst Fäulnisbakterien eindringen und der Kürbis ansonsten nicht lagerfähig ist. Zum Einlagern eignen sich insbesondere die Winterkürbisse. Bis zum Aushärten der Schale werden die Kürbisse trocken und warm (im Zimmer oder Gewächshaus) aufbewahrt, später, wenn Sie die Schale mit dem Fingernagel nicht mehr verletzen können, muss der Lagerraum kühl (10 Grad C) sein. Am besten hängt man sie luftig in Netzen auf. So sind sie im Schnitt 3 Monate lagerfähig. Eine andere Lagermethode, die sich auch für Sommerkürbisse gut eignet ist das Einfrieren. Dazu schneidet man das Fruchtfleisch in Stücke, die 2 Minuten blanchiert werden. Zur Verwertung dünstet man sie unaufgetaut. Auch das Einwecken, in der Regel süßsauer, oder die Herstellung von Kompott hilft, die oft großen Kürbismengen bis in den Winter hinein zu retten.
Will man Flaschenkürbisse wie Kallebassen trocknen, so braucht man einen frostfreien Raum mit guter Luftzirkulation. Die Früchte müssen gut ausgereift sein. Die leichte Schimmelschicht, die die Früchte beim Trocknen ansetzen, kann mit lauwarmem Wasser und einem harten Schwamm abgerubbelt werden.

Verwendung
Trotz vielfältiger Verwendungsmöglichkeiten fristen Kürbisse hierzulande häufig noch ein Schattendasein. Das Fruchtfleisch von Kürbissen kann zu vielerlei Gerichten verarbeitet werden. Inzwischen gibt es mehrere Bücher mit Rezepten zu Kürbissen. Gekocht, gegrillt, zu Suppe, Eintopf, Püree, Pudding, Brot oder Kuchen verarbeitet, sind Kürbisse wahre Schätze der Küche. Auch die Kerne der Öl-Kürbisse sind roh oder geröstet eine Köstlichkeit. Doch nicht nur das. Kürbisse sind außerordentlich gesund, besonders die enthaltene ungesättigte Fettsäure Linolsäure mit dem Vitamin F. Es wirkt cholesterinspiegelsenkend. Bereits die mexikanischen Indianer verwendeten die Kerne als harntreibendes Mittel, und es wurde ihnen auch eine aphrodisierende Wirkung nachgesagt.
Die Früchte haben einen Wassergehalt von bis zu 90 %, enthalten wenig Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß. Sie sind kaliumreich und natriumarm und wirken harntreibend. Die im Fruchtfleisch enthaltene Kieselsäure wirkt sich günstig auf Bindegewebe, Haut und Nägel aus. Seit kurzem werden auch Mini-Squash im Handel angeboten. Sie werden im Ganzen mit Schale zubereitet und gegessen. Mit Tomaten und zwiebeln geschmort bringen sie Abwechslung in die Küche. Geschmacklich sehr gut wird ?Musquée de Provence? beurteilt




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