Welche Erde für welche Pflanze?
Erdmischungen für verschiedene Pflanzenarten werden im Fachbereich als Substrate bezeichnet. Substrate sind Mischungen aus verschiedenen Erden, Mineralien und Stoffen die Einwirkung auf Luftgehalt und Wasserspeicherung nehmen. Viele Erden werden vorgedüngt und enthalten daher oft die wichtigsten Nähstoffverbindungen für den Wuchs.
Ein häufiger Fehler bei der Pflanzung und Haltung ist die Verwendung ungeeigneter Erden. Selbst die schönste und gesündeste Pflanze wird mit einer falschen Erdmischung kümmern und anfällig für Krankheitserreger. Im schlimmsten Fall geht sie sogar ein.
Hauptbestandteile gemischter Erden sind oft Torfarten, Mineralien, Tonarten, Sandarten, Zusatzstoffe wie Mulche, Tuff,
Perlite, Kokos und
Dünger. Die Industrie entwickelt hierbei ständig neue Zusatzstoffe, die jedoch in vielen Fällen nur neuen Trends unterliegen und selten wirkliche Verbesserungen erzielen.
Hauptregel bei der Auswahl der richtigen Erden ist die Information, welche natürlichen Standortbedingungen eine Pflanzenart am ursprünglichen Standort bevorzugt. Hinzu kommen aktuelle Einflüsse des neuen Standortes in Bezug auf Temperaturen, Erdmenge, Wasserhaushalt und Nährstoffbedarf. Optimale Erdmischungen sind daher Nachahmungen der ursprünglich bevorzugten natürlichen Erden in Verbindung mit Erfahrungen in der Kultivierung.
Theoretisch müsste daher für jede einzelne Pflanzenart ein eigenes Substrat gemischt werden.
Da dieses zu tausenden an Substratarten führen würde, werden für Standortverwandte Pflanzen Erden mit einem Mittelwert gemischt. Eigene Zumischungen können jedoch noch optimalere Erd-Strukturen für einzelne Gattungen schaffen.
Beispiele verschiedener
Erden und Substrate.