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pachizefalos  Gärtnermeister

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Dactylorhiza fuchsii - Fuchs'sches Knabenkraut |
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pachizefalos  Gärtnermeister

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Epipactis helleborine - Breitblättrige Stendelwurz |
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pachizefalos  Gärtnermeister

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Epipactis microphylla - Kleinblättrige Stendelwurz |
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pachizefalos  Gärtnermeister

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pachizefalos  Gärtnermeister

Beiträge: 1235
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vom: Mo 20 Apr, 2009 0:16 |
Von vier weiteren Stendelwurz-Arten habe ich nur Dias aus der Zeit um 1980, die ich aber digital abfotografiert habe. Die Qualität lässt zwar zu wünschen übrig, aber ich nehme sie, weil ich keine besseren habe.
- Epipactis leptochila, die Schmallippige Stendelwurz
Diese Pflanze vermehrt sich fast ausschließlich durch Selbstbestäubung. Wie man auf dem Biotop-Foto sieht, wächst sie auf feuchten kleinen Lichtungen im Buchenwald.
- Epipactis muelleri, Müllers Stendelwurz
Bei dieser Pflanze fällt ganz besonders der tiefrote hintere Teil der Lippe (Hypochil) auf, der aussieht wie ein Klecks Marmelade. An dieser Blüte sitzt eine grünlich gefärbte Kugelspinne (Enoplognatha spec.)
- Epipactis purpurata
Bei dieser Pflanze sind Blätter und Stängel violett überlaufen.
- Epipactis palustris, Sumpfwurz oder Sumpf-Stendelwurz
Die Blüten dieser Art sind auffallend groß und in Natur sehr schön. Auch wenn es völlig unscharf ist, stelle ich auch bei dieser Art das Biotop-Foto ein. Es handelt sich um eine weitgehend verlandete ehemalige Sandgrube.
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Titel: Epipactis-leptochila-2.JPG |
Beschreibung: Dieses und das nächste Foto wurden im Weserbergland gemacht in der Nähe von Brakel |
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Titel: Epipactis-leptochila.JPG |
Beschreibung:
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Titel: Epipactis-muelleri-mit-Kugelspinne-Enoplognatha-sp..JPG |
Beschreibung: Auch diese seltene Orchidee wuchs im Weserbergland am Rande eines halbhohen Kiefernwaldes. Den Weg dahin hatte mir ein befreundeter Orchideen-Fan gezeigt. Ich könnte ihn heute nicht wieder finden. |
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Titel: Epipactis-purpurata.JPG |
Beschreibung: Diese Pflanze wuchs im Bergpark Wilhelmshöhe direkt neben einem der vielen Wege unter einer großen Buche. Im vergangenen Jahr habe ich nach der Pflanze gesucht, sie aber nicht mehr gefunden |
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Titel: Epipactis-palustris-b.JPG |
Beschreibung: So ist alles relativ. Ich schrieb oben, die Blüten seien auffallend groß. Nun, sie sind bis 2 cm breit, und damit etwas größer als die meisten einheimischen Orchideen... |
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Titel: Epipactis-palustris.JPG |
Beschreibung:
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bine12  Obergärtnerin

Beiträge: 502
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vom: Mo 20 Apr, 2009 12:24 |
pachizefalos hat Folgendes geschrieben:
Auf dem Dörnberg bei Zierenberg fand ich 1979 dieses schöne Exemplar der Pupurorchis (Orchis purpurea)
Drei Tage später wollte ich sie eihnem Kollegen zeigen. Ich hatte mir die Stelle genau gemerkt, wie weit der Wacholder vom Weg war, wie weit von der Bank und von einem auffälligen Stein. Es war also gar nicht schwer, die Stelle zu finden, wir fanden aber dort keine Orchidee sondern ein frisches Loch in de Erde. Und das, wo das hier weit und breit das einzige Exemplar dieser Art war. Unsere Empörung war groß und es kam uns der Gedanke, demnächst jeder prächtigen Orchidee einen Minisender einzupflanzen, der dann geortet werden kann...
Es ist für mich aber in solchen Fällen ein schwacher Trost, dass dem Dieb die Pflanzen wohl bald verrecken, weil die vergesellschafteten Pilze im Garten nicht überleben...
Nachtrag vom 16. 6. 2007
Die Aussage: "Im Garten haben ausgepflanzte Orchideen keine Chance" möchte ich noch etwas kritischer behandeln.
Gerade das Buch von Sadovský "Orchideen im eigenen Garten" (BLV, München, 1973) leifert dazu unterschiedliche Erfahrungen und Informationen, über die ich hier auch berichten möchte.
Sadovský berichtet ziemlich am Anfang von einer Aktion, bei der ein Orchideen-Fachmann viele Exemplare von Orchis mascula vor der Vernichtung ihres Lebensraumes retten wollte. Er grub 72 Pflanzen mit einem großen Erdballen aus und pflanzte sie neu ein an einem Ort, wo bereits solche Orchideen wuchsen. Nur fünf Pflanzen überlebten!!!
Eine ähnliche Erfahrung habe ich Anfang der achtziger Jahre selbst gemacht, als ich von einem Standort, der durch den Neubau der ICE-Strecke Hannover - Fulda zerstört wurde, ebenfalls mit viel Erde in einer großen Betonwanne ein Stück in meinen Garten verpflanzt hatte. Die Pflanzen (Gymnadenia conopea) blühten zwar im nächsten Jahr sogar noch einmal, wurden aber immer kleiner und waren nach vier Jahren völlig verschwunden.
Diese Erfahrung und auch, weil es von Orchideenfreunden immer wieder so betont wird, brachten mich dazu, die auffällige Graphik "Im Garten haben ausgepflanzte Orchideen keine Chance" hier einzufügen.
Otakar Sadovský vertritt aber auch andere Ideen.
1. Wenn attraktive Orchideen wie der Frauenschuh in ausreichender Zahl im Gartenhandel angeboten werden, wird dadurch die Entnahme aus der Natur möglicherweise besser verhindert als durch das Aussprechen von Verboten.
2. Viele Orchideen lassen sich auch im Garten ansiedeln, indem man ihren Samen verstreut. Die Entnahme von Samenapseln ist nicht verboten.
Über diese Ideen würde ich gern hier im Forum diskutieren. Vielleicht eröffne ich demnächst einen neuen Thread über Mykotrophie. Vorweg dazu eine Aussage aus dem "Lexikon der Forstbotanik" (ecomed) unter dem Stichwort "Mykorriza": "Mehr als 90% aller Landpflanzen sind mykorrhiziert, d.h. sie leben in mutualistischer Symbiose mit einer Vielzahl von verschiedenen Mykorrkizapilzarten.:
http://de.wikipedia.org/wiki/Mykorrhiza
Diese Thema finde ich besonders für den ökologischen Landbau wahnsinnig spannend!!!
Ich möchte noch etwas sagen zu der Aufnahmetechnik bei dem ersten Foto. Das Bild wurde gemacht mit einer Miranda-Spiegelreflexkamera (24X36mm) mit einem 21mm Objektiv. Bei dem extremen Weitwinkelobkektiv ist die Schärfentiefe so groß, dass die Pflanze im Vordergrund fast formatfüllend und scharf abgebildet ist und dabei im Hintergrund die Art des Biotops durchaus noch zu erkennen ist.
Hier ein Blüten-Foto der Purpurorchis.
Friedliche Grüße Rainald
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ich glaube nicht das sie in gärten keine chance haben, ich erinnere mich an meine kindheit, meine oma hatte den frauenschuh im garten und sich jedes jahr besonders daran erfreut wenn er blühte.
da die pflanze irgendwann aus dem ende/anfang 40/50er war kam sie bestimmt nicht aus der samentüte, die wird irgendwann auch aus der natur entnommen worden sein
leider kann ich nicht mehr nachfragen da meine oma schon gut 20 jahre tot ist
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Coeloglossum viride - Grüne Hohlzunge |
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pachizefalos  Gärtnermeister

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Himantoglossum hircinum - Bocks-Riemenzunge |
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pachizefalos  Gärtnermeister

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bine12  Obergärtnerin

Beiträge: 502
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vom: Mo 20 Apr, 2009 14:35 |
pachizefalos hat Folgendes geschrieben:
Eine Entnahme aus der Natur ist auf jeden Fall strafbar und zum anderen ist der Erfolg äußerst ungewiss.
Unsere Orchideen sind angewiesen auf "ihre" Pilze im Boden. Ob die gestörten Myzelien beim Umpflanzen in der neuen Umgebung existieren können, ist ungewiss.
Mich würden hier die Erfahrungen der Spezialisten interessieren, die ja auch heimsche Orchideen in Töpfen und Containern anbieten. Wer Orchideen im Garten haben möchte, sollte sich dort informieren.
Guugl doch mal unter: "heimische Orchideen" oder: "heimische Orchideen", Kultur
Die Frage, ob die vielleicht doch anwachsen, ist im Übrigen völlig daneben, weil die Entnahme nicht ohne Grund verboten ist.
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ich weiß nicht ob dieses verbot schon in den späten 40er jahren bestanden hat ist mir heute auch egal, es ist gut das es diese verbote zum schutz der pflanzen gibt so sie dann eingehalten werden
wo du eine frage meinerseits bezüglich des anwachsens siehst weiß ich nicht, ich habe keinen garten und brauch da also keine orchideen die stehn bei mir auf dem fensterbrett
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Martin89  Pflanzendoktor

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pachizefalos  Gärtnermeister

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