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Kann Holzkohle das Faulen von Pflanzenteilen hemmen ?

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Pflanzenprofessor
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Ich habe neulich gelesen, dass wenn man ein Stück Holzkohle
mit in das Glas seiner Stecklinge gibt, dass die Holzkohle
das Faulen von Pflanzenteilen hemmen oder sogar verhindern soll.
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Spirit Of Green
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BeitragDo 15 Feb, 2007 13:58
da kann was dran sein,
bei meinem KÖNIGSPROTEA- Protea cyranoides Samen,
wurde dies ausdrücklich empfohlen.
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Gärtnermeister
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Registriert: Mo 08 Jan, 2007 9:24
BeitragDo 15 Feb, 2007 14:11
Infos:
Hallo,

die Holzkohle oder auch Holzkohlenstaub verhindert, daß sich Bakterien und Pilze vermehren können und somit zur Fäulnis beitragen. Sie wirkt wie eine Art Desinfektionsmittel.
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Gärtner
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BeitragDo 15 Feb, 2007 22:02
Hab das auch schon von meiner Oma gehört. Später hat dann ma ein Biolehrer genau das erklärt was Schutzengel auch gesagt hat, dass Holzkohle die Bildung von Bakterien hemmt.. Scheint also zu stimmen.
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BeitragFr 16 Feb, 2007 9:26
da wäre es ja zu empfehlen jedesmal holzkohle unter die anzuchtserde zu mischen :?:
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Pflanzendoktor
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BeitragFr 16 Feb, 2007 12:10
gute Frage, würde sie aber vorsichtshalber eher mit nein beantworten, da die Asche sehr viele Nährstoffe enthält und Anzuchtserde nährstoffarm sein soll. Ist eben die Frage, was mehr Nutzen/Schaden bringt. Manche Pflanzen benötigen diesen Dünger, andere vertragen ihn überhaupt nicht..
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BeitragDo 22 Feb, 2007 2:52
das stimmt definitiv NICHT... Holzkohle ist wegen der Hitzebehandlung keimfrei und zudem nährstoffarm... fast reiner Kohlenstoff; leider noch nicht ganz so rein wie der Diamant :wink:
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Pflanzendoktor
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BeitragDo 22 Feb, 2007 11:55
warum nährstoffarm? Wohin sollen denn die Nährstoffe verschwinden? Kohlenstoff und Sauerstoff bilden bei einer Verbrennung CO und CO2, aus Stickstoff wird NOx und der Rest? Die im Holz festgelegten anderen Nährstoffe werden doch nicht freigesetzt, sondern verbleiben in der Kohle oder dann in der Asche.

Zumindest sagt man bei Waldbränden, dass junge Pflanzen nun bessere Chancen haben aufgrund des durch die Asche gedüngten Bodens und die fehlende Vegetationsdecke. Auch an ehemaligen Feuerstellen ist der Boden sehr fruchtbar. Die Terra Preta in Brasilien sind eindrucksvolle Beispiele dafür
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BeitragDo 22 Feb, 2007 11:59
hallo

dazu hab ich was :wink:

da wir einen kaminofen haben, wollte ich mal wissen ob ich die asche verwenden kann, dazu hab ich folgendes bei wiki gefunden :wink:

Holzasche aus der Verbrennung von unbehandeltem Holz kann als Kalium-Dünger verwendet werden. Als Richtwert bei einer bedarfsgerechten Anwendung gelten maximal 3 Liter Asche pro 10 m2 Fläche im Jahr.

Zum Kompostieren ist diese saubere Holzasche ebenfalls geeignet. Sie kann den Kompostiervorgang positiv beeinflussen und sollte schichtweise und in kleinen Mengen in den Kompost eingearbeitet werden.

Keine Verwendung findet normale Asche auf der Aschenbahn, dort wird vulkanische Asche verwendet.

Holzasche wurde früher auch zur Seifenherstellung und im Spätmittelalter als Flussmittel zur Glasherstellung verwendet. Die Inka verwendeten Holzasche, um Mais für den Menschen bekömmlich zu machen. Der Stamm der Huaorani in Ecuador verwendet Asche zur Körperhaarentfernung.

Holzasche aus Stückholzfeuerungen, in welchen ausschliesslich naturbelassenes Holz verbrannt wird, kann als Kalium Dünger oder zum Kompostieren verwendet werden.

Um eine Überdüngung mit Kalium zu vermeiden, darf Asche nur in geringen Mengen als Dünger oder Bodenverbesserungs-
mittel verwendet werden. Bei einer bedarfsgerechten Anwendung können pro Jahr maximal drei Liter saubere Holzasche auf 10 m2 Garten oder Wiese ausgetragen werden. Auf zusätzlichen Dünger (z.B. Kompost) sollte verzichtet werden (Gefahr einer Kalium-Überdüngung)

Asche aus naturbelassenem Holz kann auch kompostiert werden. Der Kompostiervorgang wird durch die Asche positiv beeinflusst. Die Asche soll dem Kompost schichtweise und in kleinen Mengen beigefügt

quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Asche#Verwendung
Zuletzt geändert von Rose23611 am Mi 10 Feb, 2010 16:25, insgesamt 1-mal geändert.
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BeitragFr 09 Mär, 2007 2:42
@ Junie: im Vergleich zu künstlich nährstoffangereicherten Blumenerden und Düngern ist natürliche Holzasche vergleichsweise nährstoffarm (es sei denn es handelt sich um Gehölze auf hochgradig gedüngten Böden). Siehe: Torfmoore; letztere entstanden durch natürliche "Verkohlung" von Holz; es entwickeln sich ausschließlich nährstoffarme Böden.
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Druidin
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BeitragFr 09 Mär, 2007 12:12
Na ja, das stimmt so aber nicht ganz...Torf wird zum grössten Teil nicht aus Holz, sondern aus Torfmoosen und anderen kleineren Gewächsen, wie Heiden, Seggen und Gräsern gebildet. :wink:

Holzasche ist besonders im biologischen Gartenbau als Dünger beliebt. Gerade weil unsere Böden oft mit Stickstoff übersättigt sind (zu starke Verwendung von Mineraldünger), bietet sich Holzasche für viele Pflanzen als Dünger an. Holzasche von Laubbäumen enthält bis zu 35% Kalium und 16% Magnesium, einige Prozente Phosphor. Nadelholzasche enthält bis zu 35% Kalk, Magnesium, Phosphor, Spurenelemente.

Z. B. Rosen, Kartoffeln, Rosenkohl, Sellerie und Tomaten haben hohen Kalibedarf und lieben Holzasche.
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Pflanzendoktor
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BeitragFr 09 Mär, 2007 19:14
habb Andrea nur zustimmen, Verkohlung ist etwas ganz anders als die Bildung eines Hochmoores. Torf entsteht aufgrund des niedrigen pH-Wertes, des hohen Wassergehaltes, also weil sich eben die Pflanzen nicht zersetzen können. Da die einzigen Nährstoffe über die Luft eingetragen werden, sind Hochmoore nährstoffarm. Leider ist die Luft immer mehr mit Nährstoffen belastet, so dass die Hochmoore in ihrer natürlichen Form als Extremstandort wohl nicht mehr lange existieren werden.. :(
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Hauptgärtner
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BeitragSo 11 Mär, 2007 12:54
Hallo Ihr!
Ein Stückechen Holzkohle gehört ins Wasser, wenn ein Steckling drin ist. Wie oben schon genannt, hemmt dieser die Fäulnis und Bakterienbildung. Jedoch in der Anzuchtserde hat dies nichts zu suchen, da diese ja nicht gedüngt sein sollte! Verteile die Reste menes Schwedenofens, indem ich nur Holz verbrenne als Dünegermittel im Garten. Dieses Thema würde schon einmal in einer anderen Rubrik behandelt!
Gruß möhre
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Gärtnermeister
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BeitragSo 11 Mär, 2007 12:58
Dann bekommt das thema rauchen ja eine ganz andere bedeutung?? heißt dass ich kann theoretisch "in die pflanze aschen" und die freut sich ?? (also ich meine natürlich nicht die heiße asche und auch nicht die filter sondern eben nur die asche)
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Pflanzendoktor
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BeitragMi 10 Feb, 2010 19:07
Holzasche hat wenig Stickstoff, aber viele Mineralien!
Holzkohle im Boden ist auf alle Fälle gut, die bindet die Nährstoffe,
so dass diese nicht so schnell ausgewaschen werden.
Die Amazonas-Indianer haben damit Boden für lange Zeit fruchtbar gemacht
schaut mal unter "Terra Preta"


Anmerkung der Moderation:
der Thread ist von 2007
guckt auch bitte mal hier:
http://green-24.de/forum/ftopic56673.html#685110

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