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Hochbeet anlegen

Gestaltung von Gärten, Ideen und Technik, Beispiele, wie wirds gemacht, was brauche ich ...
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Azubi
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BeitragHochbeet anlegenSo 07 Okt, 2007 8:38
ich möchte noch jetzt im Herbst ein Hochbeet anlegen
meine Fragen dazu:
spricht etwas dagegen, dieses mit Löffelsteinen zu machen, denn ich stelle mir vor
ich kann die Öffnungen der Löffelsteine gleich mit Kräutern bepflanzen
und weiters kann ich ich den Rückschnitt meiner Hibiscushecke für die 1. Schicht verwenden?
Thujen habe ich gehört, sollte man nicht nehmen, da die "giftig" sind?
Für die Laubschicht muß ich dann wahrscheinlich bei den Nachbargärten schnorren gehen, denn außer einem kleinen Apfelbaum und einem Zwetschkenbaum, haben wir noch keine Bäume.

lg christine
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BeitragSo 07 Okt, 2007 8:55
aus welchem material du die umkleidung machst ist eigentlich egal!
deine löffelsteine sollten da auch für geeignet sein!
als erstes sollten man ca 30-50 cm tief die erde ausschachten, dahinein gibt man dann das gröbste was man finden kann, dicke äste, baumstubben usw. dadrüber dann normale äste dann kann dein kleinerer kram, wie rückschmitt von hecken und so kommen, dadrüber und ruhig auch dazwischen kannst du alle löcher und hohlräume mit laub füllen, aber nicht zu fest reinstopfen! ein hochbeet braucht es etwas luftig von unten her! man muss dann zwar jedes jahr erde auffüllen, aber die sollte einem eigentlich der komposthaufen liefern!
als letzte schicht obendrauf kommt dann der aushub, den man mit reichlich komposterde vermischt!
nicht vergessen einen dünnmaschigen kükendraht irgendwo zwischen die unteren schichten zu verlegen, damit später wühlmäuse und maulwürfe keine chance haben!!!
bei holzverkleidungen sollte man auch eine folie als innenverkleidung verwenden, damit die verkleidung sich nich gleich mit zersetzt! ;-) so hat mein hochbeet 27 jahre gehalten, bevor sich die verkleidung so langsam verbröselte!
aber das problem wirst du ja mit steinen nicht haben!
achso nachmöglichkeit sollte es in nord-südrichtung angelegt sein, damit beide längsseiten gleichmässig sonne abbekommen, ist aber nur wichtig, wenn du es als gemüsebeet verwendest, bei blumen musst du dann halt sonnenliebende auf die eine und schattenliebende auf die andere seite pflanzen! ;-)
als gemüsebeet ist es aber eine wirklich sehr gute und arbeitssparende sache!!!
wenn mans hoch genug macht, spart man sich viel bückerei!
durch die füllung wird wärme erzeugt und ordentlich nahrung, und dadurch dass man eigentlich immer nur mit gut abgelagertem kompost auffüllen soll, hat man auch wunderbar lockere erde, ganz ohne umgraben oder ähnlichem!
und die erträge sind schon deutlich höher, als bei konventionellem anbau!
inwieweit manche kräuter allerdings lieber magerere böden bevorzugen musst du schauen, die dann vielleicht in so ne öffnung von den steinen setzen und eben magere erde einfüllen!
ich wünsche dir viel spass beim anlegen und vor allem später beim ernten, es wird dir bestimmt jahrzehntelang freude bereiten!
als kind war das meine erste eigene anlage, da ich vorher immer nur den matschigsten teil des gartens als mein eigenes beet beackern durfte! und somit mehr misserfolge als erfolge hatte! dann hab ich das damals irgendwo im fernsehen gesehen, und konnte mich durchsetzen, sowas bauen zu drüfen! wer weiss, ob ich sonst heute so viel interesse am grünen hätte!
Azubi
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BeitragHochbeetSo 07 Okt, 2007 9:04
Herzlichen Dank für die ausführliche Antwort - ein Problem habe ich nur mit der Füllung, da ja unser Garten "noch" so steril ist, daß er keine Abfälle wie Äste, Laub usw. bietet. Naja vielleicht freuen sich ein paar Nachbarn, wenn ich ihnen das Problem abnehme und sie müssen nicht zu einer Deponie fahren!

Ich will hauptsächlich Gemüse und Kräuter pflanzen und werde nächstes Jahr über meine Miß- bzw.Erfolge berichten.

lg christine

"der Herbst ist für mich die schönste Jahreszeit!!!"
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BeitragSo 07 Okt, 2007 9:13
grade jetzt im herbst sollte es nich allzu schwer sein genügend füllmaterial zu bekommen! frag einfach mal in der nachbarschaft, die sind bestimmt dankbar, wenn sie so einfach ihre grünabfälle los werden! ;-)
und je dicker die teile ganz unten sind, um so länger erzeugt dein hochbeet wirkung!
bei mir liess die spürbare wirkung so nach etwa 10 jahren nach, danach wars eben einfach nur noch ein normales beet, aber auf bequemer höhe! ;-)
aber wenn du nix dickes für ganz unten hast, dann würde die wirkung wohl viel schneller nachlassen!
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BeitragSo 07 Okt, 2007 9:17
achso, aber achte drauf, dass du keine pilzbefallenen äste und baumstubben nimmst!
pilze, die an offener luft holz zerotten sind unerwünscht!
im hochbeet müssen echte rottepilze die arbeit übernehmen, die in sauerstoffarmer umgebung die zersetzung und dadurch auch die wärme erzeugen, diese erzeugen auch keine störenden oberirdischen fruchtkörper!
bei oberirdischen zersetzungspilzen ist das alles etwas problematischer!
also lieber finger weg! ;-)
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BeitragMo 08 Okt, 2007 11:12
ich würde löffelsteine keinesfalls verwenden, da sie erstens instabil und zweitens meist nicht senkrecht stehen. Ausserdem ist die eck-konstruktion problematisch.

Dafür würde ich die befüllung weit pragmatischer sehen: vergiss die ganzen schicht-anleitungen, man kann selbstredend auch gewöhnliche gartenerde einfüllen.
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BeitragMo 08 Okt, 2007 11:40
ich bekomme im Herbst auch zwei Hochbeete und werde sie auch nur mit Oberboden füllen, den wir an anderer Stelle angetragen haben. Hat den Vorteil, dass sich die Erde nicht über die Jahre durch die Verrottung der größeren Äste setzen wird und alles absackt.. Außerdem haben wir auch keine Äste und irgend wohin fahren nur um Äste zu bekommen möchte ich dann auch nicht..

Liebe Grüße,
Junie
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BeitragDi 16 Okt, 2007 20:25
Hallo,

ich baue mir gerade 3 Hochbeete in den Maßen 4,20 m x 1,20 m.
Auf der einen Seite schätze ich die bequeme "Arbeitshöhe" und der höhere
Ertrag.
Aber primär baute ich die Hochbeet da der Garten über Jahrzehnte stark mit Kunstdünger überdüngt wurde.

Als Material verwende ich Bangkirai -Bretter ( 25 mm dick - 14,5 cm breit - 5 Bretter übereinander.
Rund und Roh dürfte mir jedes Beet um die 500 Euro kosten.

Gruß Ralf
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BeitragDi 16 Okt, 2007 20:42
bau auf den überdüngten flächen mais an, das ist ein starkzehrer!, dann hast du spätestens nach 2 jahren wieder normalen boden! :-)
OfflineGast
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BeitragMi 17 Okt, 2007 15:03
Hallo,

wenn es mit dem Anbau von Starkzehrern getan waren - wäre es ein einfache Sache. Aber wie soll ich die Schwermetall aus den Boden bekommen ??

Blei : 107 mg
Cadmium 3,4 mg
Zink 250 mg
Kupfer 134 mg

Hier geben insgesondere das giftige Pb und das krebserregende Cd Grund zur Sorge.

Der Kalium und PO4-Gehalt liegen rund 50-fach über den von der LUFA entpfohlenen Wert.
Der Boden ist sandig. Der pH.-Wert liegt statt bei der üblichen 6,0 - 6,5 bei 7,3 -
Zeichen für den ein masslosen Einsatz von Kalk.

Bei diesen Werte habe ich nur die Alternativen 30-40 cm abtragen und austauschen oder Hochbeete bauen gesehen.
So ohne Weiteres bekommt man so einen belasteten Boden auf legaler Weise auch gar nicht los.
Richtig sauberen , unbelasteten Boden (Belastungstufe 0) bekommt man ebenfalls schlecht.


Gruß
Ralf
PS.
Wenn ich die Beete fertig hasbe - werde ich hier mal ein Foto reinsetzen.
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BeitragMi 17 Okt, 2007 15:14
jo da haste ja richtig sch... boden erwischt!
na dann mal viel erfolg mit deinen hochbeeten, aber ist vielleicht gar nich so übel, dass du auf auf hochbeete umsteigen musst!
ich war von meinem jedenfalls schwer begeistert!
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BeitragMi 17 Okt, 2007 15:38
so irre es auch klingen mag, aber bei so schwermetallverseuchten böden hilft ausgerechnet Hanf!!!
ich weiss leider nich mehr, wo ich das gelesen hatte, aber vielleicht bekommt man insolchen fällen ja eine genehmigung für einen thc-freien hanfanbau!?
hanf bildet ja sehr schnell sehr viel biomasse und soll dabei noch 100x mehr schadstoffe einlagern können, was einer sehr guten schadstoffauslaugung entspräche, bleibt nur die frage wohin mit der verseuchten biomasse???
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BeitragMi 17 Okt, 2007 17:26
Eine Behandlung mit Huminstoffen ist auch sehr vielversprechend (am besten bevor Pflanzen zum Abbau der Schwermetalle angepflanzt werden!):

http://www.humintech.com/049/environmen ... neral.html

Diese Leute sind sehr hilfsbereit (also einfach anschreiben und Problem schildern)und die Produkte sind nicht sehr teuer...;)
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BeitragMi 17 Okt, 2007 19:46
Danke für den Tipp mit dem Humin - aber befürchte das ist bei meinem Boden nicht die Lösung.
Organische verseuchte Böden lassen sich mittlerweile gut mit Bakterien u.ä. reinigen.
Auch lassen sich "Stickstoffsalze" ( NH4 und Nitrate) natürlich abbauen - aber Schwermetalle ......
Die sind einfach drin - und waschen sich über jahrzehnte bei niedrigem pH-Wert nach und nach in Oberflächenwasser/Grundwasser aus.

Hanfpflanzen mag langfristig eine Lösung sein.
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BeitragMi 07 Nov, 2007 16:16
Hallo,

der Resturlaub wurde in den letzten 3 Wochen zum Bau der Hochbeete genutzt.
Das Zwischenergebnis kann man auf dem Foto sehen ...........
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