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GREEN24 e.V. Projekt 'Bewurzelung von Stecklingen'

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Hauptgärtner
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Dieses Projekt richtet sich an alle Pflanzenfreunde, die sich einmal mit Stecklingsvermehrung vertraut machen möchten.
Jeder von Euch machte sicher schon einen Versuch, sich eine bestimmte Pflanze auf diese Weise zuzulegen.
Tja, wenn das nur so einfach wäre.
Einige von Euch haben vielleicht eine derartige Bewurzelung geschafft, umso besser, solche Leute sind für dieses Projekt immer wertvoll.

Was braucht man eigentlich zur Stecklingsvermehrung?

Man braucht Stecklinge, also abgeschnittene Zweig- oder Blattstücke von selbst ausgewählten Pflanzen.
Pflanzen dafür gibt es ja genügend in Wohnungen, im Wald, in Grünanlagen, Parks oder auch Gärten.
Aber bitte erst vorher fragen, wenn einem die Pflanze nicht selbst gehört. Wenn es niemanden zu fragen gibt, dann bitte maßvoll vorgehen und nicht gleich ganze Äste mitnehmen.
Stecklinge können geschnitten oder abgerissen werden. Man sollte beim Schneiden ein sehr scharfes Werkzeug benutzen und möglichst schräg abschneiden. So wird das Pflanzenteil am wenigsten geschädigt.
Man schneidet deshalb schräg, um eine möglichst große Fläche für die Wurzelbildung zu bekommen. Die "Mutterpflanze", so nennt man den "Stecklingslieferant", sollte dabei so wenig wie möglich geschädigt werden. Ebenso sollte man anfragen, wenn man in einem Garten ein geeignetes "Mutterobjekt" ausmacht, und nicht Landfriedensbruch begehen. Eine zerfledderte Pflanze kann eine Anzeige wegen Vandalismus nach sich ziehen. Die "Mutterpflanze" sollte nicht zu klein oder jung sein, ansonsten wird auch sie irreparabel geschädigt. Hier ist eben der Sachverstand des Stecklingjägers gefragt. Bei manchen Arten kann man Steckhölzer verwenden, bei anderen sogenannte Kopfstecklinge, also die Enden von Zweigen. Ein Steckling kann fünf bis 15 Zentimeter lang sein, auch hier heisst es ausprobieren.

Überhaupt hat dieses Projekt den Sinn zu lernen, zu testen, gemeinsam bestimmte Techniken auszuprobieren und für jede erdenkliche Pflanzenart eine Möglichkeit zur positiven Bewurzelung zu finden. Es gilt Erfahrungen zu sammeln, denn Stecklingsvermehrung ist eine der Königsklassen der Gärtnerei.

Zudem braucht man Geduld.
Es gibt Pflanzenarten, die wurzeln nach zehn Tagen, andere erst nach einem Jahr. Die Ausfallrate liegt bei etwa 50 bis 70 Prozent, manchmal sogar darüber.
Wir können gemeinsam auch herausfinden, was für ein Zeitpunkt der beste zur Stecklingsabnahme ist, welches Entwicklungsstadium oder welcher Entwicklungsstand dafür ideal sind.





Da Stecklinge oft bis zu einem Jahr frisch gehalten werden müssen, eignen sich transparente, geschlossene Gefäße besonders dafür. Smoothie-Becher Bilder und Fotos zu Smoothie-Becher bei Google. ohne Loch im Deckel sind sehr gut (andere Bezeichnungen sind 'Clear cup' Bilder und Fotos zu 'Clear cup' bei Google. oder 'Domdeckel-Becher' Bilder und Fotos zu 'Domdeckel-Becher' bei Google. ).
In welches Substrat gesteckt wird, gilt es ebenso herauszufinden.
Perlite eignet sich zum Beispiel, aber sicher ist auch Anzuchtserde, Kokohum, Wasser oder anderes dafür tauglich.
Testen wir es gemeinsam aus.
In den Smoothie-Bechern herrscht nach einer Wasserzugabe extrem hohe Luftfeuchtigkeit, diese mindert die Verdunstung des Stecklings. Wie warm der Behälter mit dem Steckling stehen sollte, ist ebenfalls herauszufinden. Es dürfte wohl wieder von Art zu Art verschieden sein.



Sicher kann es passieren, dass zu einem falschen Zeitpunkt abgenommene Stecklinge überhaupt nicht wurzeln.
Das müssen wir wohl in Kauf nehmen, da wir in dieser Sache erst unsere Erfahrungen machen müssen.
Jeder für sich kann auch entscheiden, ob er Bewurzelungshormone einsetzen will, auch darüber wissen wir eher wenig. Herauszufinden gilt es ebenso, in welcher Dosierung wir Weidenwasser benutzen, das ebenfalls zu einer positiven Bewurzelung beitragen kann. Wie gesagt, wir sind noch ganz am Anfang und werden versuchen, gemeinsam Erfahrungen zu sammeln.



Wir haben auch noch das "Netz", aus welchem wir sicher brauchbare Informationen ziehen können. Ein letztlicher Erfolg ist nur durch eine gute gemeinsame Zusammenarbeit möglich.

Zum Abschluss möchte ich noch sagen, dass dieses Projekt vom Green24-Verein geboren wurde und auch von ihm durch etwaige Stecklingszusendungen gesponsert wird.

Text: Fuchs
Fotos: Roadrunner

Die Betreuung des Projektes erfolgt durch unser Mitglied Fuchs und die Moderation. Bei Fragen und Anregungen könnt ihr euch gerne an uns wenden.
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Hallo Zusammen,


ich bin schon ganz heiss auf dieses Projekt, denn es ist herrlich und etwas ganz besonderes aus einem eigentlich "totem" Pflanzenstück etwas zu machen, also eine Bewurzelung hervorzurufen. Mit diesen "Smoothie-Bechern" ist es auch kaum Zeitintensiv, man steckt in irgendeinem Substrat seiner Wahl, wässert, stellt den Becher irgendwo ab und wartet dann. Da in in den geschlossenen Smoothies durch die Wasserzugabe am Anfang ein regelrechtes Kleinklima herrscht, muss man auch nicht alle paar Tage nachsehen ob noch alles in Ordnung ist. Man giesst zumeist nur ein einziges Mal. Ebenso braucht man keine direkte Sonne, sie würde das Kleinklima in dem Topf nur verändern, d.h. die Temperatur würde über die Maßen ansteigen und bei Schatten wieder abfallen. Also ein Vorgang, der für die Stecklinge sicher nicht gut sein dürfte.

Ich finde es z.B. herrlich, wenn man nach 14 Tagen oder auch einem Jahr seine Becher kontrolliert und feststellen kann, dass ein Steckling bewurzelt ist. Die Fotos von solchen Pflanzen haben was, die sind erste Sahne.

Ach ja, bei diesem Projekt gibt es einen allgemeinen Thread, also diesen hier und man kann aber auch in spezielle, dafür geschaffene Pflanzenthreads für diese spezielle Art zur Berichterstattung gehen. Positive Bewurzelungen können oder sollten auch hier im allgemeinen Thread gepostet werden. Ich bin schon gespannt welche Pflanzen ihr für Euch auswählt. Vielleicht wäre es gut das im allgemeinen Thread, also hier, angeben. Ebenso Eure Teilnahme beim Projekt, das wäre hilfreich!

So kann ich nur gute Bewurzelung wünschen, liebe Grüsse,

Siegi
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Wie ihr euch bestimmt anhand der Bildbeschriftungen schon denken könnt, haben Fuchs und ich mit weiteren Testern diese Methode mit den geschlossenen Smoothie-Bechern bereits ausprobiert.
Natürlich müssen es nicht genau diese Becher sein, wobei sie aber einige Vorteile haben. Sie sind leicht, hoch und komplett transparent. Es wird hier auch noch Tipps geben, wo man die Becher bekommt oder auch als Verpackung von Obst oder Gemüse erwerben kann.

Als Substrat sollte etwas möglichst schimmelarmes verwendet werden, weil es in den Bechern recht feucht und warm wird. Kompost oder torffreie Blumenerde sind nicht empfehlenswert.

Die Stecklinge für den ungeduldigen Gärtner sollten vielleicht erstmal von krautigen Pflanzen stammen, Efeu, Tradescantien, Buntnesseln, Pilea etc. bewurzeln schnell und zuverlässig. Komplizierter wird es mit Gehölzstecklingen. Sie können durchaus Monate zur Bewurzelung brauchen.

Für Blatt- und Wurzelstecklinge sind vielleicht flachere Salatverpackungen besser geeignet. Stark sukkulente Pflanzen sind wahrscheinlich für diese Methode ungeeignet.

Die Bewurzelung erfordert in den Bechern oft nur die halbe Zeit, die sie auf konventionelle Weise benötigt. So haben Ginkgo-Stecklinge innerhalb von drei Monaten gewurzelt. Eine Garantie gibt es aber leider nicht, manche Stecklinge ( Beispiel: Judasbaum, Amberbaum) sind beim ersten Versuch auch schon mal komplett verlustig gegangen.

So nun wünsche ich auch viel Spaß und viel Erfolg!
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Wo kriegt man denn die Smoothie-Becher her?
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Derzeit ist bei K..fland die Rote Grütze in 500g-Bechern verpackt, durchsichtig mit Deckel.
Diese Becher eignen sich genauso.
Smothie-Becher, ler natürlich, kann man bei Am..on kaufen.
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Hallo Zusammen,


ja, was soll ich sagen, es stimmt, Roadrunner und ich haben die Smoothie-Behälter getestet und letztlich für sehr gut befunden. Ich benutzte dummerweise Smoothie-Becher mit Strohalmloch, was sich später als grosser Fehler erwies. Bestellt Euch also diese Becher mit Deckel, aber ohne Loch. Dieses Strohalmloch ist sehr gross, was Auswirkungen auf die Luftfeuchtigkeit hat, haben dürfte... Bei mir wurzelte gar nichts, bei Roadrunner dagegen so einiges und das relativ schnell.

Baumschulen betreiben diese Stecklingsvermehrung mit ganz anderen Methoden, schon klar! Sie haben andere Möglichkeiten als wir, sie haben Sprühnebelanlagen und ähnliches. Die Smoothie-Becher oder auch hohe Feinkostbehälter, wie Gudrun schon sagte, erfüllen ebenso den Zweck! Feinkostbehälter sind ebenso bei A.a.o.n erhätlich und wie auch die Smoothie-Becher nicht allzu teuer. Man kauft oder bekommt sie zu 50 Stück, oder auch zu hundert, ganz egal.

Eine Baumschule kann natürlich gar nicht sowas wie die Smoothie. oder Feinkostbehälter benutzen, es wäre viel zu aufwendig für sie. Aber ich denke nachdem was wir bisher herausgefunden haben, dass geschlossene Behälter die exteme Luftfeuchtigkeit in sich haben, ebenso gut wie Sprühnebelanlagen sind. Das gilt es auszutesten. Wir wissen auch nicht mehr als ihr, wir müssen gemeinsam herausfinden wie man am besten eine Bewurzelung der Stecklinge bewerkstelligen.

LG, Siegi
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Hallo Zusammen,


hallo Martin. Wie hoch ist die Temperatur in Deinem Anzuchtsbeet. Das sieht ja professionell aus! Hattest Du schon Erfolge bei Bewurzelungen? In welchem Substrat denn? Welche Pflanzen waren es? Machst Du beim Stecklingsprojekt denn mit? Für dieses Projekt ist natürlich jede Kleinigkeit wichtig, entschuldige meine vielen Fragen.

LG, Siegi
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Hallo,

ich habe die Bechermethode immer bei Aussaaten verwendet.
Stecklinge habe ich bisher aber auch nur von " einfachen" Pflanzen gemacht. Z.b. von meiner Tradescantie. Da funktioniert Kopfsteckling schneiden, in normale Erde stecken und feucht halten zu 100%. Auch bei Oleander hatte ich bisher mit Bewurzelung im Wasser sehr guten Erfolg.
Die nächsten Oleanderstecklinge werde ich mal mit Becher versuchen. Es eignet sich doch jeder durchsichtige, verschließbare Plastikbehälter oder?
Gedanklich gehe ich schon mal meinen und die Nachbargärten durch, was sich anbieten würde :D Natürlich wird vorher gefragt. O:)
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Ja, vermutlich funktioniert es auch mit Vorratsgläsern und ähnlichem. Nur dicht schließen sollten sie, damit man sie auch mal ein paar Monate außer Acht lassen kann..;)

Die Keimbecher waren auch die Inspiration für die Idee mit den Stecklingen. Aber es kommt neben der Luftfeuchtigkeit noch darauf an, wo der Becher dann steht. Die benötigten Temperaturen sind je nach Pflanze sehr unterschiedlich. Mit Wärme (Standort auf der Aquarienlampe) habe ich gute Erfahrung bei subtropischen Pflanzen gemacht. Winterharte mögen es wohl eher nicht zu warm. Manche Stecklinge bilden auch normalerweise eingegraben in Erde über den Winter Kallus, aus dem sich die Wurzeln bilden. Solche können auch im Becher möglicherweise echte Kälte brauchen.
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ich werde es nächste woche mit hamamelis stecklingen versuchen, laboriere schon seit 2 jahren damit rum und es will einfach nicht klappen :(

die methode hatte ich allerdings noch nicht :mrgreen:
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Hallo Zusammen,


vor 4 Wochen habe ich Berg-Mammutbäume, 18 an der Zahl in geschlossene Smoothie-Behälter in Perlite gesteckt. Natürlich war das Perlite angefeuchtet, oder sagen wir mal, gut nass! Ausserdem steckte ich noch 7 Weiden, die sollen ja besonders gut durch Stecklinge vermehrbar sein!?

Im Übrigen waren die Smoothie-Behälter eine Idee von Roadrunner, eine sehr gute Idee!

@Rose - ich habe eine kleine Bibliothek und da finde ich sicher etwas über die Stecklingsbewurzelung der Hamamelis. Hm, ich hoffe, ich habe den Mund jetzt nicht zu voll genommen. :?

LG, Siegi
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:mrgreen: bestimmt nicht, bin für jeden tipp dankbar, hab aber auch schon fast alles probiert, stecklinge kann ich in massen bekommen :D daran solls nicht scheitern
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Hi,

lüftet ihr die Becher gar nicht?
Ich kenne es nur so, dass man Zimmergewächshaus oder Tüte-über-Topf regelmäßig für kurze Zeit öffnet, bis die Steckis stabil wachsen und normale Raumluft vertragen wird, weil die jungen Stecklinge in ständig stockiger Luft schimmeln könnten. Die Erde mag steril gewesen sein, der Steckling ist es aber doch nicht. Klappt es wirklich auch unter Luftabschluss? :?
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@Fuchs
ich habe es mal mit Steckhölzern von einer Weider versucht, das klappte bei mir gar nicht. Weidenzweige zu Ostern wurzelten schnell aber ich wollte eine bestimmte Weide und die erhaltenen Steckhölzer sind mir vergammelt oder wurden trocken.

Aber dank euch, und den ersten Informationen hier, habe ich wieder Lust bekommen es erneut zu versuchen.
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