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Ginkgo biloba - Ginkgo, Fächerblattbaum

Steckbrief, Beschreibung und Pflegehinweise ...
Worum geht es hier: Das Pflanzenlexikon - Steckbrief, Portrait und Pflegehinweise...
In unserem Lexikon der Pflanzen sind die Pflanzenarten alphabetisch sortiert. Es werden alle Pflanzengattungen wie Gartenpflanzen, Zimmerpflanzen und exotische Pflanzen aufgeführt. Zu fast jeder Pflanze gibt es Angaben zum schneiden (Rückschnitt und Erziehungsschnitt) , wässern (wie viel Wasser und wie oft), düngen (welcher Dünger und wann muss gedüngt werden), Standort (sonniger, halbschattig oder im Schatten, Licht und Ansprüche), Erde (welcher Boden oder welches Substrat), Krankheiten (bekannte Schädlinge und Erkrankungen, Mittel wie Insektizide und Fungizide sowie Maßnahmen zur Bekämpfung).
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Ginkgo biloba (Ginkgo)

Anderer Namen: Fächerblattbaum

Familie: Ginkgoales (Ginkgo biloba ist der einzige Vertreter seiner Gattung)

Herkunft, Verbreitung:
Der Ginkgo Bilder und Fotos zu Ginkgo bei Google. kommt ursprünglich aus China, er ist nur in den Provinzen Chongging und Guizhou im Südwesten des Landes beheimatet.

Er ist eine weltweit gern angepflanzte Baumart. Da weitere Vertreter dieser Art ausgestorben sind, wird der Ginkgo als lebendes Fossil bezeichnet. Von Holländischen Seefahrern um 1730 wurde er nach Europa gebracht und wird dort als Zierbaum gerne kultiviert.

Alter: ca. 1000 Jahre

Habitus:
Sommergrüner Baum und als einziger eine Mischung zwischen Nadel- und Laubbaum. Er kann eine Höhe von 40 Metern erreichen. In Korea befindet sich sogar ein Exemplar mit einer Höhe von 64 Metern und einem Brusthöhendurchmesser von 4,45 m. Junge Bäume wachsen zumeist schlank und ziemlich gerade. Im Umriss ist er pyramidenförmig und kaum beastet. Ab ca. 25 Jahren ändert sich das, seine Äste stehen dann waagerecht ab und er bekommt eine breite, ausladende Krone.

Rinde, Borke:
Ausgewachsene ältere Ginkgo`s haben eine dunkelbraune Borke. Sie ist rauh, tief gefurch und schwer entflammbar. Jüngere Bäume sind graubraun und weisen hellbraune Risse auf. Einjährige Zweige sind hellgrau und werden ab dem zweiten Jahr hellbraun.

Wurzelwerk:
Jungbäume bilden eine bis 1 m lange Pfahlwurzel aus, bei älteren Bäumen dominieren die Seitenwurzeln. Seine Feinwurzeln sind behaart und relativ dick.

Knospen, Blätter, Triebe:
Der Ginkgo bildet Terminalknospen aus, die von hellbrauner Färbung sind und einen Durchmesser von bis zu 5mm haben. Sie sind von kleinen Blättern ohne Achselknospen umgeben. Die besonderen, fächrigen, breiten Laubblätter sind arttypisch einzigartig. Kein Blatt gleicht dem anderen. Während sie im Frühjahr hellgrün sind, werden sie über den Sommer hinweg dunkler und zum Herbst hin hell- bis goldgelb. Ihr Stiel ist 4 - 10 cm lang. Die Blätter können 6 - 10 cm breit werden und sind damit breiter als lang. Das Astwerk besteht aus Lang- und Kurztrieben. Die Langtriebe können bis 1 m im Jahr wachsen. Aus den Langtrieben wachsen wechselständige Blätter. Aus deren Blattstielansätzen wiederum kommen widerum achselständige Knospen. Kurztriebe wachsen sehr langsam und können bis zu 60 Jahre alt werden. Sie werden maximal 20 cm lang. Aus den Kurztrieben können aber auch Langtriebe werden.

Blüten und Samenbildung:
Ginkgo biloba ist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Es gibt daher männliche und weibliche Bäume. Blütezeit ist im März. Die Blüten werden vom Wind bestäubt. Zwischen 25 - 35 Jahren werden die Bäume geschlechtsreif, vorher sind sie kaum zu unterscheiden. An den Achseln von Laub- und Niederblättern wachsen an Kurztrieben die Blätter heraus. Die männlichen Blüten sind 2 - 3 cm lange Kätzchen. Sie treiben noch vor den Blättern aus und fallen nach dem Bestäuben im April/Mai wieder ab. Die weiblichen Blüten werden 2 - 3 mm groß und stehen zu zweit an einem gegabelten, 1 - 1,5 cm langen Stiel. Nach der Befruchtung entsteht der Samen, der äusserlich Mirabellen gleicht. Bis zur Reife im Herbst ist die Samenschale grün. Die ersten Fröste färben sie dann gelb. In ausgereiftem Zustand entwickelt sie einen unangenehmen Geruch. Ginkgo-Samen wird etwa 20 - 30 mm x 10 - 15 mm groß.

Verbreitung und Standort:
Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Ginkgos sind die mesophytischen Mischwälder im Hügelland des Jangtsekiang. Natürliche Vorkommen findet man im Südwesten Chinas Da er weitgehend immun gegen Luftverschmutzung ist, eignet er sich in Städten gut als Allee- und Parkbaum. Er ist bis - 30 ° Grad frosthart. Er bewohnt saure, wie auch alkalische Böden gleichsam. Sehr nasse und auch trockene Böden meidet er dagegen.

Holz, Verwendung:
Sein Holz ist weich, leicht, harzfrei und ähnelt dem von entwicklungsgeschichtlichen jüngeren Koniferen. Kern- und Splintholz ist kaum zu unterscheiden. Ginkgo-Holz findet häufig für Paneel Verwendung und eignet sich auch für Schnitzarbeiten. Zur Holzgewinnung werden jedoch kaum Bestände angebaut.

Etwa 1000 n. Chr. fand der Ginko in ganz Ostasien Verwendung im Tempelbau. Er kam dann um 1730 von Japan nach Europa. Heute findet man ihn weltweit als Park- und Alleebaum. Den ältesten Ginkgo Deutschlands findet man in Rödelheim, einem Stadtteil von Frankfurt. Um 1750 wurde er dort angepflanzt. Ginkgos aber werden selten zur Holzgewinnung kultiviert.

Nutzung als Nahrungsmittel:
Ginkgo-Samen ist in geringeren Mengen eßbar und dient in Ostasien als Nahrungsmittel. Aus gehackten Samen werden dort Gewürze gemacht.

Krankheiten, Schädlinge:
Er ist ziemlich resistent gegen Krankheiten nachdem er erstmal das Keimlingsalter überwunden hat. Im Bezug auf Insektenbefall gehört er zu den widerstandsfähigsten Baumarten überhaupt. Alle Bestandteile des Ginkgo`s sind nämlich für Insekten giftig. Bei Jungpflanzen jedoch können Hirsche, Rehe, Hasen, Kaninchen, Mäuse und Schnecken Schäden verursachen. Vögel können auch Sämlingen gefährlich werden.

Medizinische Bedeutung:
Hauptsächlich werden dabei die Blätter verwendet. Man findet Ginkgo-Extrakte in vielen Supermärkten und Drogerien. Allerdins ist ihre Wirksamkeit wissenschaftlich nicht unbedingt erwiesen. Als wirksam können Ginkgo-Produkte bei Konzentrationsschwäche und mangelnder Leistungsfähigkeit sein. Sie fördern auch nachweislich die Durchblutung und verbessern den Blutfluss. Ginkgo-Säure kann jedoch zu Magenschleimhautentzündungen führen und Allergien hervorrufen.

Allgemeine Anzuchtsanleitung:
Baumsamen, zumindest solcher von Arten der gemäßigten Breiten, tragen keimhemmende Stoffe in sich, die es abzubauen gilt. Dieses Abbauen wird stratifizieren genannt. Der Samen kommt dabei für eine bestimmte Zeit (von Baumart zu Baumart verschieden) bei einer Temperatur von 2-4 Grad in den Kühlschrank. Hinterher sollte man den Samen bei Zimmertemperatur im Wasserbad für 24 Stunden vorquellen lassen. Der Same bedarf zur Keimung eines bestimmten Wassergehalts.

Dann wird der Same in Kokosfaser oder in Anzuchtserde ausgesät und je nach Baumart mehr oder weniger mit Erde bedeckt. Hier kann eine Faustregel angewendet werden. Ein 5 mm großer Same kommt 5 mm unter die Erde. Es gibt auch hier Ausnahmen, wenn auch nicht viele.

Das Erdreich des Anzuchtgefäßes muss nach der Aussaat immer feucht gehalten werden, nass sollte es aber nicht sein, sonst tritt Schimmel auf.

Für Ginkgo:
Von Ende Oktober bis Dezember ist der Samen des Ginkgo`s reif und kann gesammelt werden. Oft kann man ihn am Boden auflesen. Der Samen ist allerdings nur fruchtbar, wenn männliche und weibliche Exemplare näher beieinanderstehen. Dann sollte der Samen vom Fruchtfleisch befreit werden. Die Baumschule empfliehlt eine 15 - 18 monatige Stratifizierungszeit. Der Same keimt erst 2 Jahre nach der Reife. Vor der Aussaat empfiehlt sich eine kurze Heisswasserbehandlung um die harte Schale mürbe zu machen. Das beschleunigt die Keimung.

Bei einer Freilandaussaat (nach Baumschule) sollte man den Samen im Herbst mit 5 -7 cm Erde bedecken und darauf eine Schicht mit Sägemehl, was als Frostschutz dient.

Es empfiehlt sich jedoch den Samen unter Glas auszusähen, egal ob in einem nicht zu warmen Zimmer, oder im Freiland.

Quellen: Stichpunkte von wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Ginkgo_biloba
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Männlicher Ginkgo im Botanischen Garten von Rouen, Normandie

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Wenn die Beschriftung auf dem Schild stimmt, dann dürfte dieses Exemplar, das im Jahre 1727 eingeführt worden sein soll, eines der ältesten in Europa sein. Laut Wikipedia wurden die ersten Ginkgos um 1730 in Utrecht gepflanzt.

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