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Gewöhnliche Robinie - Robinia pseudoacacia

Steckbrief, Beschreibung und Pflegehinweise ...
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In unserem Lexikon der Pflanzen sind die Pflanzenarten alphabetisch sortiert. Es werden alle Pflanzengattungen wie Gartenpflanzen, Zimmerpflanzen und exotische Pflanzen aufgeführt. Zu fast jeder Pflanze gibt es Angaben zum schneiden (Rückschnitt und Erziehungsschnitt) , wässern (wie viel Wasser und wie oft), düngen (welcher Dünger und wann muss gedüngt werden), Standort (sonniger, halbschattig oder im Schatten, Licht und Ansprüche), Erde (welcher Boden oder welches Substrat), Krankheiten (bekannte Schädlinge und Erkrankungen, Mittel wie Insektizide und Fungizide sowie Maßnahmen zur Bekämpfung).
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Gewöhnliche Robinie (Robinia pseudoacacia)

Andere Namen:
Robinie, weiße Robinie, falsche Akazie, Scheinakazie, gemeiner Schotendorn, Silberregen.

Gattung: Robinia (Robinien)

Unterfamilie: Faboideae (Schmetterlingsblütler)

Familie: Fabaceae (Hülsenfrüchtler)

Herkunft: Atlantisches Nordamerika

Verbreitung: Weltweit in Parks, Grünanlagen und Gärten. Verbreitet sich inzwischen wild.

Alter: 100 - 200 Jahre

Habitus:
Sommergrüner Laubbaum der Höhen von 20 - 30 m erreichen kann. Im Freistand allerdings weniger als im Waldbestand, etwa 10 - 20 Meter. Die Gewöhnliche Robinie bildet häufig Doppelkronen aus.

Blätter:
Im späten Frühjahr treibt die Robinie erst aus. Ihre Laubblätter sind wechselständig angeordnet. Sie haben eine Länge von 15 - 30 Zentimetern und bestehen aus bis zu 19 kleinen Einzelblättern. Bei großer Hitze ziehen sie sich zusammen und hängen nach unten.

Blüte:
Von Mai bis Juni blüht die Gewöhnliche Robinie. Die stark duftenden Blüten sind in traubigen Blütenständen zu 10 - 25 zusammengefaßt. Diese bis zu 25 Zentimeter langen Blütenstände befinden sich an den jüngeren Zweigen. Der Baum wird schon nach wenigen Jahren fruchtbar. Reich an Nektar locken die Blüten zahlreiche Insekten an.

Frucht, Samen, Samenreife:
Seitlich abgeflacht sind die rotbraunen kurz gestielten Hülsen der Robinie. Sie sind ca. 5 - 10 cm lang und etwa 1 cm breit. Die Hülle selbst ist lederartig. In den Hüllen liegen jeweils bis zu 12 Samen. Diese reifen im September. Sie sind 5 - 7 mm lang, bräunlich, glatt und hartschalig. Der Samen wird vom Wind verbreitet.

Rinde, Borke:
Der Stamm hat eine grau- bis dunkelbraune tief gefurchte Rinde. Sie ist netzartig und längsrissig.

Standortansprüche:
Die Gewöhnliche Robinie ist eine Pionierpflanze die in Laubmischwäldern zu finden ist. Sie wächst gern auf weniger nährstoffreichen Sand oder Lehmböden. Sie kommt bis in Höhen von 1600 Metern vor. Sie bevorzugt feuchtes Klima und Niederschläge von 1000 - 1800 mm im Jahr. Besonders nach Waldbränden oder Kahlschlägen bestimmt sie etwa 30 Jahre lang den Aufwuchs. Später dann wird sie durch höher wachsende Baumarten verdrängt. Ansich ist sie anspruchslos, verträgt jedoch keine Beschattung.

Verwendung, Nutzung:
Neben dem Eukalyptus und der Pappel wird sie weltweit als Nutzholzart in Plantagen angebaut. Ihre große weltweite Verbreitung ist auf ihr wertvolles Holz zurückzuführen. Es ist hart, biegsam und sehr widerstandfähig gegen Fäulnis. Es ist sogar dauerhafter als Eichenholz. Man verwendet es zum Bau von Schiffen, ebenso für Möbel oder als Grubenholz beim Bergbau. Im Außenbereich ist es durch seine Witterungsbeständigkeit sehr gefragt. Es dient als Ersatz für viele Tropenhölzer. Ein Nachteil ist seine schwere Verarbeitung und sein unangenehmer Geruch. Es ist schwer zu nageln.
Durch ihren reichhaltigen Nektar spielt die Robinie auch für die Insekten eine große Rolle. Der aus ihr gewonnene Honig wird "Akazien-Honig" genannt. Ebenso findet sie als Zierpflanze Verwendung.
Sie kommt gut mit Stadtklima zurecht. Rauch, Staub und Ruß verträgt sie gut.

Giftigkeit:
Alles an der Robinie ist stark giftig, besonders Rinde und Früchte. 150 Gramm Baumrinde können ein Pferd töten.

Allgemeine Anzuchtsanleitung:
Baumsamen, zumindest solcher von Arten der gemäßigten Breiten, tragen keimhemmende Stoffe in sich, die es abzubauen gilt. Dieses Abbauen wird stratifizieren genannt. Der Samen kommt dabei für eine bestimmte Zeit (von Baumart zu Baumart verschieden) bei einer Temperatur von 2-4 Grad in den Kühlschrank. Hinterher sollte man den Samen bei Zimmertemperatur im Wasserbad für 24 Stunden vorquellen lassen. Der Same bedarf zur Keimung eines bestimmten Wassergehalts.

Dann wird der Same in Kokosfaser oder in Anzuchtserde ausgesät und je nach Baumart mehr oder weniger mit Erde bedeckt. Hier kann eine Faustregel angewendet werden. Ein 5 mm großer Same kommt 5 mm unter die Erde. Es gibt auch hier Ausnahmen, wenn auch nicht viele.

Das Erdreich des Anzuchtgefäßes muss nach der Aussaat immer feucht gehalten werden, nass sollte es aber nicht sein, sonst tritt Schimmel auf.

Anzucht Robinien:
Bevor das Saatgut aus den Schoten fällt, sammeln. Den harten Samen vor dem Wässern anfeilen. 24 Std. wässern. Dann in Kokoshum oder Anzuchtserde aussäen. So tief unter die Erde geben wie der Samen groß ist. Keimung erfolgt meist nach einer Woche.

Quellen: Stichpunkte aus wikipedia - http://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6hnliche_Robinie

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