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Richtige Pflanzenpflege, schneiden und veredeln... Die richtige Pflege von Pflanzen umfasst das Düngen (welcher Dünger und wie oft düngen), Schneiden (wie schneiden und wann wird geschnitten), Wässern (wieviel Wasser und wie oft gießen), Standort der Pflanze (wieviel Licht oder Schatten), Boden (welche Erde oder Substrate), Überwinterung (wie überwintern und bei welchen Temperaturen, winterharte oder nicht), Veredelung (welche Technik zum veredeln, okulieren, anplatten oder pfropfen). |
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rotes Johannisbeerstämmchen (1,80m) Sommerschnitt? |
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kebon_alami  Hauptgärtner

Beiträge: 225
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vom: Di 17 Jul, 2012 18:51 |
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Hallo zusammen,
seit nunmehr zwei Jahren steht bei mir Nachbars-Johannisbeerstamm (rot), dass bis dahin als Kübelpflanze gehalten wurde. Da die Nachbarin inzwischen umgezogen ist, kann ich nicht mehr nachfragen, wie alt es ist.
Im letzten Jahr gab es reichlich Früchte. Da ich gelesen hatte, dass man Stämmchen lieber nur sleten schneidet, habe ich das nicht gemacht. inzwiwschen weiß ich, dass man die Stämmchen trotzdem schneiden soll.
Dieses Jahr hingen sehr sehr wenige Beeren dran - insgesammt keine Handvoll!
Liegt es daran, dass ich nciht zurückgeschnitten hatte und nicht gedüngt hatte?
oder kann der im Frühjahr z.T. kräftige und kalte Wind zum erfrieren der Blüten geführt haben - es steht nicht windgeschützt.
Soll ich ihn nun einfach nur dem Sommerschnitt von 1/3 der neuen Triebe verpassen? Oder warte ich damit bis zum Spätwinter, da ich dann auf jeden Fall so einiges wegschneiden muss, dass da zu dicht und quer wächst?
Ich würde jetzt erst einmal die neuen Triebe nur um 1/3 zurückschneiden und im Spätwinter - wenn ich einen besseren Überblick habe - dann noch mal an einigen stellen radikaler.
Denn einige neue Triebe kommen glücklicherweise ganz neu aus der Veredlungstelle (darüber). auf diese kann ich doch später neu aufbauen oder?
Zu den Bildern:
NORDseite bedeutet, dass ich das Bild aus nördlicher Richtung aufgenommen habe und in Richtung Süden schaue.
Auf all meine vielen Fragen habe ich Antworten bekommen - nur hier nicht! Es tun sich - glaube ich - viele schwer damit, die richtige Schnittanleitung von Stämmchen zu beschreiben, da die Expertenmeinungen überall auseinander gehen. Die einen sagen, so wenig wie nötig schneiden, die anderen empfehlen regelmäßigen Schnitt und wieder andere meinen, ohne auf Fruchtäste zu achten, bräuchte man nur eine schöne Krone beibehalten.
Hier mal ein Video, das mich eigentlich in meiner oben angeführten Vorgehensweise beim Schnitt überzeugt hat. Was meint ihr?
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Roadrunner  Druidin

Beiträge: 23127
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Re: rotes Johannisbeerstämmchen (1,80m) Sommerschnitt? |
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Marie-Christin  Hauptgärtnerin

Beiträge: 308
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vom: Do 19 Jul, 2012 10:19 |
Hallo und guten Morgen!
Also gleich vorweg: ich habe den Thread bisher noch nicht beantwortet, weil ich mich mit Johannisbeer-Stämmchen leider nicht wirklich auskenne. Ich kann dir nur sagen, was ich so denke (und wie ich mir das so vorstelle).
Grundsätzlich bleibt es ja eine Johannisbeere, du solltetst also wieder darauf auchten, dass du immer viel ein- und zweijähirges Holz hast, da dieses, wie schon beschrieben, am besten trägt.
Bei einem Stämmchen kommt ja hinzu, dass man eigentlich auch einen Formschnitt machen muss. Hierzu denke ich Folgendes: da man das Holz nur 2 Jahre stehen lässt, können die Äste ja jetzt nicht unendlich lang werden. Außerdem werden Johannisbeeren sowieso nicht unbegrenzt hoch.
kebon_alami hat Folgendes geschrieben:
Dieses Jahr hingen sehr sehr wenige Beeren dran - insgesammt keine Handvoll!
Liegt es daran, dass ich nciht zurückgeschnitten hatte und nicht gedüngt hatte?
oder kann der im Frühjahr z.T. kräftige und kalte Wind zum erfrieren der Blüten geführt haben - es steht nicht windgeschützt.
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Alles möglich. Fehlender Rückschnitt kann der Grund sein, allerdings meine ich, an deinem Stämmchen eigentlich geeignetes Holz gesehen zu haben. Fehlende Düngung kann ebenfalls der Grund sein, ich hatte dir ja schon in einem anderen Thread empfohlen, im Frühjahr mit Beerendünger zu düngen. Frost kann auch sein, denn in diesem Frühling kamen ja noch einige ziemlich kalte "Knubbel", als die meisten Pflanzen schon ausgetrieben hatten. Das kann ich mir gut vorstellen.
Fakt ist, Schnitt und Düngung sind die beiden Faktoren, die du beeinflussen kannst. Daher würde ich bei denen versuchen, mein Bestes zu geben. (Wenn dann noch später Frost kommt, isses halt Pech)
kebon_alami hat Folgendes geschrieben:
Soll ich ihn nun einfach nur dem Sommerschnitt von 1/3 der neuen Triebe verpassen? Oder warte ich damit bis zum Spätwinter, da ich dann auf jeden Fall so einiges wegschneiden muss, dass da zu dicht und quer wächst?
Ich würde jetzt erst einmal die neuen Triebe nur um 1/3 zurückschneiden und im Spätwinter - wenn ich einen besseren Überblick habe - dann noch mal an einigen stellen radikaler.
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Nein nein nein, auch hier gilt: Bitte nicht den Neuaustrieb einkürzen! Ganz wichtig. Mach das niemals bei einer Johannisbeere, egal in welcher Form!
Ich würde jetzt noch nicht schneiden. Ich bin, wie gesagt, kein Stämmchen-Experte (insbesondere bei Johannisbeeren), aber ich schneide grundsätzlich immer im Spätwinter (also an einem frostfreien Tag im Winter). Da sind keine Blätter dran und man hat einen guten Überblick über die ganze Geschichte.
Ich würde auch auf keinen Fall zweimal (innerhalb eines Jahres) schneiden. Das ist nur Stress für die Pflanze. Man sollte sich, meiner Meinung nach, auf einen Schnitt-Termin im Jahr festlegen.
kebon_alami hat Folgendes geschrieben:
Denn einige neue Triebe kommen glücklicherweise ganz neu aus der Veredlungstelle (darüber). auf diese kann ich doch später neu aufbauen oder?
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Ja, genau. Das sind die Triebe, die du haben willst. Immer vorausgesetzt, sie kommen über der Veredelungsstelle (Die kann man auf den Bildern leider nicht erkennen, oder ist das der umwickelte Bereich weiter unten am Stamm?)
Solche Äste sind jedenfalls gut, denn sie ermöglichen dir, die Krone insgesamt zu verjüngen ohne dabei zu viel junges Holz zu entfernen.
Du siehst sicherlich, dass die unteren Äste erst sehr waagerecht wachsen und dann nach oben, weil sie an den "inneren" Ästen vorbei müssen. Deshalb ist es wichtig, immer beherzt zu schneiden, sonst sieht dein Stämmchen dann auch nicht mehr schön aus. Die Krone wird dann immer immer größer und unförmig und die Äste nehmen sich gegenseitig den Platz weg.
kebon_alami hat Folgendes geschrieben:
Hier mal ein Video, das mich eigentlich in meiner oben angeführten Vorgehensweise beim Schnitt überzeugt hat. Was meint ihr?
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(Mmmmpf ... das lädt ja soooooooo langsam ... )
Huch, der macht ja einen Radikalrückschnitt! Was ich aus diesem Video mitgenommen habe ist: Hängendes Holz und Triebe, die übereinander liegen oder zu eng stehen, entfernen. Klingt logisch. Aber von Triebe einkürzen sagt auch er nix!
Ich will's nochmal sagen: Ich bin bei Obst-Stämmchen kein Experte, insofern sind alle Angaben ohne Gewähr!
Ich würde Folgendes vorschlagen. Du schneidest jetzt nicht, sondern wartest bis zum Winter. Dann kannst du ja neue Bilder von deinem laublosen Stämmchen einstellen. Dann können wir (auf deren anderen Seite des Computers ) das auch auf den Bildern besser erkennen, das ist nämlich echt ziemlich kniffelig (falls ich das nicht bemerken sollte, kannst du mir dann ja auch noch eine PN schicken). Und dann würde ich sagen, schauen wir uns das gemeinsam an. Wenn du die maximale Bildgröße von 2000x2000 Pixel ausnutzt, kann ich mir die Bilder dann runterladen, einzeichnen, wo ich schneiden würde, und sie dann wieder hochladen. Was hältst du davon?
Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen!
Viele Grüße,
Marie
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kebon_alami  Hauptgärtner

Beiträge: 225
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vom: Do 19 Jul, 2012 10:20 |
Ja, ich traue mich auch nicht wirklich jetzt im Sommer daran.
Wo tragen die Johannisbeeren denn die meisten Früchte? an den Spitzen bzw. am zuletzt gewachsenen Teil oder gleichmäßig am Trieb entlang?
Denn wenn die meisten am Triebende hängen, dann schneidet man ja den besten Teil weg, wenn man sich an das Video hält.
An - ein Glück - nur wenigen Triebspitzen kräuseln sich die Blätter extrem zusammen. Nur an einem habe ich Ameisen entdeckt, die wohl auf Läuse hinweisen.
Wie sollte ich verfahren?
1) Da nur wenige betroffen sind, gar nichts machen?
2) Nur die betroffenen Blätter entfernen? Wächst dann der Trieb normal weiter?
3) Triebspitze über einer nach außen zeigende gesunde Knospe abschneiden, um auf Nummer sicher zu gehen?
Auf einigen Bildern kann man die Kräuselung der Blätter erkennen.
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@Marie:
Da hatte ich gerade meine Antwort abgeschickt und sehe, du hast auch schon geantwortet.
Vielen Dank für deine sehr ausführlichen Ratschläge!
Deinen Antworten entnehme ich, dass meine Möglichkeit 3) "Triebspitze kürzen" auf keinen Fall die Lösung sein sollte. Ich werde wohl am besten die betroffenen Blätter entfernen und im Müll entsorgen.
Auf dein Angebot im Spätwinter, mir einzuzeichnen, wo ich am besten schneide komme ich gerne zurück und bedanke mich sehr herzlich für deine angebotene Hilfe!
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Marie-Christin  Hauptgärtnerin

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Marie-Christin  Hauptgärtnerin

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Roadrunner  Druidin

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