Sonnentau-Blüte noch im September

 
  • 1
  • 2
  • Seite 1 von 2
Avatar
Beiträge: 54
Dabei seit: 09 / 2011

Teufelskralle

Hi,
ich bin neu im Forum und absoluter Karnivoren-Fan, besonders der eimheimischen winterharten Arten!
Ich weiß nicht, ob mein Thema schon einmal hier im Forum besprochen wurde.
Also: Im Frühjahr diesen Jahres hab ich bei uns in der Wankumer Heide an einem Grabenrand eine kränkelnde Drosera rotundifolia entdeckt . Ich tippe mal, dass der Boden zu nährstoffreich gewesen ist, wenn man bedenkt, dass weiter oben (ca. 20 m) Walderdbeeren wuchsen! Klar, stehen unter Naturschutz, hab dann doch ein paar Samen mitgenommen und in einem Torftopf auf die Fensterbank gestellt. Die Pflanze hat im Todeskampf wohl besonders früh Samen angesetzt!
Jawoll! Drei Samen sind gekeimt, gesunde grüne Sämlinge. Meine Frage also: Die zwei Zentimeter großen Pflanzen bilden jetzt Anfang September Blütenstängel aus, zu erkennen an der Seite der Pflanze (mit Verlaub durchsichtige, larvenähnliche Stängelansätze). Ist das nicht zu spät? einfach blühen lassen und dann nach draußen stellen, wenn sie Hibernakel gebildet haben?

PS.: Innerhalb der ersten Woche nach der Samenreiche benötigt man keine Stratifizierung, 100% Keimrate, aber nur in diesem Zeitfenster!

Gruß
Teufelsklaue
Avatar
Beiträge: 44
Dabei seit: 09 / 2011

*Myri*

Hi,
ich bin genau wie du neu hier im Forum und ein totaler Karnivoren-Fan.
Als erstes Glückwunsch zu deinen nuen Pflanzen
Ich würde die Blütenstengel abschneiden, damit die kleinen gestärkt in den Winter gehen können, aber da ich diese Drosera Art nicht Kultivire (und auch noch kein Profi bin ) kann ich dir nicht versichern das das richtig ist... ich lasse mich gerne verbessern, fals ich etwas falsches geschreiben habe!!!
Ich wünsche dir noch viel Glück mit deinen Pflanzen und hoffe das ich dir wenigstens ein bischen weitergeholfen habe
Avatar
Herkunft: Essen, NRW
Beiträge: 7682
Dabei seit: 09 / 2009

Peg01

Hallo ihr beiden,

mein Sonnentau blüht ooch noch. Hier mal für euch eine ganz spezielle Seite: KLICK MICH ; hier wird ihnen geholfen
Avatar
Beiträge: 54
Dabei seit: 09 / 2011

Teufelskralle

Dank Euch beiden für Eure Antworten!
Bin eben aus dem Urlaub auf Menorca zurück gekommen und habe bemerkt, dass meine Drosera rotundifolia schon Hibernakel-Ansätze gebildet haben ; wird wohl nix mehr mit der Blüte, abschneiden fällt somit weg.

Gruß
Teufelskralle
Avatar
Beiträge: 54
Dabei seit: 09 / 2011

Teufelskralle

Ich raff das nicht,
heute Morgen hab ich schon wieder einen Blütestängel-Ansatz am rundblättrigen Sonnentau entdeckt, obwohl schon leicht Winterknospen entwickelt werden! Kann das sein, Blüte und gleichzeitig Hibernakel?
Wieviele Wochen braucht es, bis zur Blüte?

Brauche dringend Rat !

Gruß
Teufelskralle
Avatar
Beiträge: 54
Dabei seit: 09 / 2011

Teufelskralle

Kann der rundblättrige Sonnentau noch im Oktober blühen zumal die Fruchtreife lange dauert?
Avatar
Herkunft: Wien
Beiträge: 3732
Dabei seit: 10 / 2010
Blüten: 8251

only_eh

Schreib doch bitte mal was zu Deinen Kulturbedingungen? Hast Du die Drosera rotundifolia im Moorbeet, einem Moorkübel/Moorkasten draußen oder in Zimmerkultur?

Liebe Grüße
Eve
Avatar
Beiträge: 54
Dabei seit: 09 / 2011

Teufelskralle

Hallo Eve,
Es sind drei Jungpflanzen, die sich in einem 7 cm großen Aussaattopf befinden, der schön sonnig im Zimmer steht. Scheint den Pflanzen auch gut zu bekommen , nur dass eben eine jetzt noch beginnt zu blühen. Der Hochmoortorf ist schön nass und im Untersetzer befindet sich immer reichlich Wasser! Desweiteren weiß ich auch nicht, ob die vielen Blattansätze, die sich jetzt gebildet haben, schon auf ein Hibernakel hindeuten, die funktionsfähigen Blätter sterben jedoch noch nicht ab! Ich hab aber auch schon gelesen (diesmal bessere Bücher), dass gesunde sich wohlfühlende Pflanzen immer viele Blattansätze haben, nicht eins nach dem anderen hochschieben.
Übrigens: Die Pflanzen kommen im Winter selbstverständlich nach draußen. Vielleicht könntest Du mir zur Überwinterung in Töpfen noch einige Tipps geben?

Danke schon mal im voraus!

Gruß
Teufelskralle
Avatar
Herkunft: Wien
Beiträge: 3732
Dabei seit: 10 / 2010
Blüten: 8251

only_eh

Ich habe vermutet, daß sich die Pflanzen bei Dir in Zimmerkultur befinden. Daher auch meine Nachfrage. Leider ist das die denkbar ungüngstigste Kultur von winterhartem Sonnentau, auch für Jungpflanzen/Sämlinge. Die gehören nach draußen - daher auch die Blüte zur unpassenden Zeit. Wie Du richtig beobachtet hast, beginnen die Pflanzen sich auf die Winterruhe vorzubereiten. Ich würde die Blüte abschneiden - kann aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit ja eh keine Samen mehr bilden. Danach die Töpfe in leichtem Anstau (wenn die Untertasse leer ist, nach etwa 2-3 Tagen wieder auffüllen). Die Töpfe eher geschützt an der Hausmauer aufstellen. Etwas lebendes Sphagnum als zusätzlicher Winterschutz wäre gut. Im Laufe des Winters darauf achten, daß das Substrat immer leicht naß ist. Aber nicht zu naß, weil Dir bei Topfkultur die Hibernakel sonst davonfaulen (auftauen, einfrieren, auftauen, einfrieren usw). Drosera rotundifolia braucht unsere Jahreszeiten, auch den Frost, für eine gute Entwicklung.
Ich habe einen relativ kleinen Balkonkasten mit verschiedenen winterharten Drosera draußen auf dem Fensterbrett stehen. Dazu gepflanzt sind allerlei Moor-Begleitpflanzen samt Sphagnum sowie eine Dionaea muscipula - sozusagen ein Minimoorbeet. Das funktioniert jetzt bereits den 4. Winter sehr gut - kein Verlust an Pflanzen bisher.

Ich häng 2 Bilder an: eines von diesem Moorkasten im heurigen Frühjahr und eines vom Winter.

Liebe Grüße
Eve
dsc_6105_Schneedecke.jpg
dsc_6105_Schneedecke.jpg (76.63 KB)
dsc_6105_Schneedecke.jpg
dsc_7131_Moorkasten1.jpg
dsc_7131_Moorkasten1.jpg (157.62 KB)
dsc_7131_Moorkasten1.jpg
Avatar
Beiträge: 54
Dabei seit: 09 / 2011

Teufelskralle

Hallo Eve,
Vielen Dank für Deinen fachmännischen Rat. Ist es denn auch möglich, den Topf in einen kleinen Eimer komplett unter Wasser zu setzen und alles einfrieren zu lassen? Hab das schon bei Thomas Carow gelesen und von anderen Experten gehört, sei ein effektives Mittel, wenn unbedingt in Töpfen überwintert werden muss.

Gruß
Teufelskralle
Avatar
Beiträge: 54
Dabei seit: 09 / 2011

Teufelskralle

Hallo Eve,
Das mit den Aussaattöpfen ist sowieso nur eine vorübergehende Lösung, nächstes Frühjahr werd ich mir auch ein Minimoor mit rotis zulegen. Wie hast Du Dein Minimoor aufgebaut, Material, Füllung, Innenaufbau usw.?

Gruß
Avatar
Herkunft: Wien
Beiträge: 3732
Dabei seit: 10 / 2010
Blüten: 8251

only_eh

Ja, Thomas Carow flutet seine Pflanzen im Winter und läßt das dann gefrieren. Funktioniert bei ihm seit Jahren. Ich mache das im Prinzip ebenfalls, allerdings muß man dabei sehr auf die Sonne achten. Wenn das Eis immer wieder taut, gefriert, taut usw. ist das sehr schlecht für die Pflanzen und es besteht die Möglichkeit, daß die Wurzeln/Rhizome wegfaulen. Besonders groß ist die Gefahr von Fäulnis und Grauschimmel dann im Spätwinter/Frühjahr. Ich kontrolliere ab Februar/März da sehr genau, ob das Substrat nicht zu feucht ist. Nicht der Winter, sondern das zeitige Frühjahr haben etlichen meiner Sarracenien immer Probleme bereitet.

Meine Minimoore sind verschieden aufgebaut. Den kleinen Kasten hab ich lediglich mit einen Kunststoffmüllbeutel ausgekleidet, um ihn dicht zu bekommen und direkt mit Substrat gefüllt. Die beiden größeren Balkonkästen sind Wasserspeicherkästen, deren Überlauföffnungen ich abgedichtet hab. Gefüllt sind diese Kästen mit etwa 5-7cm Blähton und darauf dann das Substrat. Die Kästen sind ganz normale Balkonkisterln aus Kunststoff und bleiben jahrein jahraus draußen vorm Fenster.

Liebe Grüße
Eve
Avatar
Beiträge: 54
Dabei seit: 09 / 2011

Teufelskralle

Nochmals Danke für die wertvollen Hinweise, ich denke damit wird die Überwinterung problemlos von der Bühne gehen. Ab dem nächsten Frühjahr bleiben die Pflanzen dann ganzjährig draußen!

Gruß
Teufelskralle
Avatar
Beiträge: 54
Dabei seit: 09 / 2011

Teufelskralle

Hallo Eve,
Auf Deinem obigen Bild des Minimoores hab ich gesehen, dass sich dort auch eine Venusfliegenfalle befindet. Auch die überlebt den Winter? Von den meisten Leuten hört man ja, dass die unsere Winter nicht überstehen, zumindest was die Baumarktpflanzen betrifft. Ich weiß nur, dass die Reinen Standortpflanzen winterhart sind. Einer meiner Kollegen hat letztes Jahr von seiner Tante aus den USA eine echte Habitat-Venusfliegenfalle geschenkt bekommen. Weiß der Geier wie die die über die Grenze bekommen haben. Die Tante hat so weit ich weiß eine in den Procosin-Mooren oder so gefunden und ausgegraben .
Diese Pflanze hat den Winter 2010/2011 sogar im durchgefrorenen Topf überstanden, trieb aber auch erst Mitte Mai wieder aus! Wunderschöne Pflanze, ganz anders als die Baumarkt-Klone!

Gruß
Teufelskralle
Avatar
Herkunft: Wien
Beiträge: 3732
Dabei seit: 10 / 2010
Blüten: 8251

only_eh

Ja, ich weiß, man liest es immer wieder, daß Leute ihre Venusfliegenfallen auch durch strenge Winter bringen. Mir ist es bisher noch nicht gelungen. Ich lasse aber jeweils einen Teil der Venusfliegenfallen im Kasten vorm Fenster und nehm die Backups (alle Seitentriebe) ab. Die topfe ich neu und stell sie ans Fenster im Stiegenhaus. Dort hat's im Winter zwischen 5 und 10 Grad. Grad richtig für die Pflanzen. Im Frühjahr hab ich dann gleich Ersatzpflanzen für die Kästen. Ähnlich verfahre ich mit hohen Sarracenien. Die sind während der kalten Jahreszeit zwar nicht erfroren, aber im nassen Frühjahr immer wieder von Grauschimmel befallen worden. Rhizom kaputt - Pflanze kaputt

Liebe Grüße
Eve
  • 1
  • 2
  • Seite 1 von 2

Ähnliche Themen

Gewählte Zitate für Mehrfachzitierung:   0

Registrierte in diesem Topic

Aktuell kein registrierter in diesem Bereich

Die Statistik zeigt, wer in den letzten 5 Minuten online war. Erneuerung alle 90 Sekunden.