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Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun...
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen. |
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kebon_alami  Hauptgärtner

Beiträge: 225
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vom: Do 11 Aug, 2011 15:17 |
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Hallo,
vor 2 Monaten kaufte ich eine Citruspflanze in einem Baumarkt. Diese hatte einige Früchte dranhängen, die ich z.T. direkt essen konnte. Eine hartnäckige Frucht brauchte jedoch noch einen langen Monat bevor sie "weich" genug war, obwohl sie von Anfang an bereits farblich gut aussah.
Die Pflanze legte eigentlich sofort los mit Astverlängerung und dem bilden neuer Blätter.
Ja, seit einiger Zeit hingen sogar neue Blüten dran - an den älteren Ästen. Damit hätte ich nach der "Ernte" gar nciht gerechnet und befürchtete schon, dass sich daraus vermutlich keine guten Früchte mehr entwickeln können bevor es hier zu kalt wird.
Seit der "Ernte fragte ich mich, ob ich den Cirtusbaum schneiden sollte - vielleicht alle Äste, an denen Früchte dran waren? Im Internet fand ich leider keine Infos darüber. Also ließ ich es erst einmal.
JETZT - über Nacht vielen jedoch plötzlich viele Blätter ab! Wie kann das?
Der Citrusbaum stand die ganze Zeit über in direkter Sonne - wenn man das bei den regnerischen Wetter in letzter Zeit überhaupt sagen kann. Allerdings stand sie auch nicht sehr windgeschützt.
Wassergaben: Bei Trockenheit nur getaucht, sodass keine Staunässe entstehen konnte - aber regelmäßig, damit das Substrat auf keinen Fall austrocknete. Der Regen in letzter Zeit dürfte der Pflanze genug Wasser gegeben haben, sodass ich kaum noch gegossen habe. Einige Wildblumen haben sich im topf eingesät und zeigten mir ganz nebenbei, ob der topf zu trocken war oder nicht. Denn das reine "Fühlen" brachte nicht immer eindeutige Ergebnisse.
Tja, was mache ich nun mit dem Citrusbäumchen? Erde ist noch feucht (Fingerprobe) - kein Wunder nach dem vielen Regen!
Soll ich schneiden? Soll ich dennoch wässern???
Achja; Den normalen Blumendünger hat sie seit der Regenzeit nicht mehr bekommen. Also düngen????
Umtopfen????
Andere Krankheitsbilder sind absolut nicht zu erkennen! Keine Tierchen, Flecken, Verrunzelnungen Verfärbungen oder Ähnliches.
Helft mir bitte!
Vielen Dank!
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Shadowleon  Hauptgärtner

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kebon_alami  Hauptgärtner

Beiträge: 225
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vom: Do 11 Aug, 2011 18:46 |
Hallo Michael,
also wenn ich das richtig verstanden habe, dann muss ich unbedingt mal wieder düngen! Wird gemacht! .-)
Das er eigentlich erst fast austrocknen sollte war mir icht wirklich klar. Sobald die Wildblumen den Kopf hängen ließen, habe ich den Citrus getaucht - dann auch gleich mit normalen Blumendünger.
Dass die Wildblumen meist schon fast eingegangen waren, störte mich nicht. Wie man sieht kommen immer wieder welche nach:-)
Ob überhaupt die Wildblumen den Citrus auch schwächen, wäre eine interessante Frage.
Ein Bild habe ich jetzt eingestellt.
Ergänzung: Bis gestern waren noch relativ viele Blüten dran. einige blüten noch richtig, einige wollten sich vielleicht schon zu früchten ausbilden????? Jedenfalls sind die Blüten jetzt auch abgefallen. Nur die Reste davon hängen noch dran. Leider kann ich JETZT nicht mehr zwischen den normal verblüten und abgefallenen blüten unterscheiden. dArum wollte ich lieber alle dran lassen, in der Hoffnung, dass sich das ein oder andere noch entwickelt - auch wenn der Sommer vermutlich gar nicht mehr lang genug sein wird, um noch richtige reife und verzehrbare Früchte zu bilden.
Aber: Wenn ich nicht in den ein oder anderem Forum gelesen hätte, dass man den Citrus angeblich nicht nach der Ernte zurückschneiden müsse, dann hätte ich das längst getan - erst Recht nachdem ich die Blüten sah. Da wollte ich eigentlich auch die neuen Triebe ein wenig zurückschneiden, damit die Energie in die Blüten und späteren Früchte gehen kann.
Tja, ... schneiden oder nicht????? Und wie?
LG
Kalle
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Shadowleon  Hauptgärtner

Beiträge: 283
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vom: Do 11 Aug, 2011 23:20 |
Hi Kalle
Das du ihn gedüngt hast ist sicher mal gut.
Swenja hat dir gute Tipps gegeben, wegen Giessverhalten und stutzen.
Und ja daran hab ich nicht gedacht, wegen dem Kälteeinbruch
Das haben citrus echt nicht gern
Wegen den abgefallenen Blüten, mach dir keine Sorgen, wenn es einer Pflanze nicht gut geht, wird als erstes das abgeworfen was nicht überlebensnotwichtig ist, also in deinem Fall die Blüten oder sogar Früchte.
Durch den Verlust kann die Pflanze den Nährstoffverbrauch reduzieren den sie in die Blüten oder Früchte stecken muss und in Lebensotwichtige Funktionen stecken, also z.B. Wurzeln ausbilden, oder Blätter produzieren usw. (Damit die Photosynthese gewährleistet bleibt).
Trotzdem würde ich ihn mal ausem Topf nehmen und die Wurzeln kontrollieren.
Dann siehst du auch gleich ob du ihn gegebenenfalls umtopfen musst, in einen grösseren Topf mit guter Erde, soll heissen gute Kübelpflanzenerde mit etwa einem drittel mineralischen Zuschlagstoffen z.B. Lawa, Bims, Bläthon oder ähnlichem.
Damit sie schön durchlässig ist und es keine Staunässe gibt.
Gruss Michael
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Shadowleon  Hauptgärtner

Beiträge: 283
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Gast
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vom: So 14 Aug, 2011 10:09 |
Hallo Kalle,
was Du siehst, ist die zeitverzögerte Reaktion der Standort - und Transportbedingungen Deiner Pflanze ( Entnahme in der span. oder ital. Baumschule, Standortbedingungen im Baumarkt und nun bei Dir ). Sie reagiert mit Laub-, Blüten - und Fruchtfall um die gespeicherten Reservestoffe zum Überleben der wichtigsten Funktionen zu nuten - dies ist kein Grund zur Besorgniss! Da die noch zur Verfügung stehende Vegetationsphase zu kurz ist, würde ich im Moment nicht schneiden um die Assimilationsmasse so groß wie möglich zu halten und die Triebe ausreifen zu lassen; auch das Umtopfen verschiebe lieber auf das zeitige Frühjahr. Düngen solltest Du ab jetzt nicht mehr - die Pflanze spürt die kürzer werdenden Tage und geht allmählich in die Ruhezeit über. Falls Du doch düngen willst, halbe Konzentration und einen Dünger mit einem geringen Stickstoff ( N ) Anteil!
Generell würde ich eine Unterbepflanzung mit Schmuckblumen vermeiden - der Nähstoffkonkurenzdruck für das der Zitruspflanze zur Verfügung stehende Erdvolumen ist für Kübelhaltung nicht optimal. Solltest Du wegen ästhetischen Gesichtpunkten nicht darauf verzichten wollen setze harte Schmuckpflanzen in kleiner Tontöpfe ohne Abzugsloch ( wegen der Gefahr des Durchwurzelns ) und stelle die Gefäße auf die Topfoberfläche. Ein Vernässen ist dann kaum möglich.
Überwinterung ab Oktober / November kühl ( 5-10 Grad) und hell. Ende Februar schneide die Pflanze nach Deinen Wünschen zu, aber max. 1/3 der Krone weg. Sich reibende, inneinander wachsende sowie steil nach oben wachsende Triebe entferne komplett, den Leittrieb nach Wuchsform welch Du wünscht. Alle Schnittwunden danach mit Baumwachs oder anderem Wundverschluss behandeln um Pilzinfektionen vorzubeugen. Nun nimm den Ballen aus dem Topf und entferne mit einer Gabel o.ä. ca. 3-4 cm Erde und Wurzeln vom Durchmesser. Keine Sorge um die verlorenen Wurzelspitzen - Du stellst so das physiologische Gleichgewicht zur verkleinerten Krone neu her! Bei Zitrus geht der Neutrieb immer mit neuem Wurzelwachstum einher. Der neue Topf sollte nur unwesentlich größer als der bisherige sein, lege ca. 3 cm Drainage ( Tonkügelchen ) auf den Boden, vorher über das Abzugsloch eine Tonscherbe und pflanze in gute Erde neu ein. Der Stamm der Unterlage darf nicht tiefer stehen als zuvor. Ich decke meine Zitrus welche im freien Übersommern generell mit einer ca. 2 cm dicken Mulchdecke aus feinem Rindenmulch ab, das dient der Wärmespeicherung im Substrat und als Verdunstungs - und Verschlämmschutz der Oberfläche. Als Substrat nehme ich gute Kübelpflanzenerde als Grundlage und mische wie folgt die notwendigen Zuschlagsstoffe dazu: 60Liter Humus, 5 Liter Lehm, 5 Liter Bims 3-5 mm, 5 Liter Perlite, zwei Doppelhand kalkfreien Rasensand, eine Handvoll Hornspäne sowie 3 Eßlöffel Spurenelementen versetzten Langzeitdünger. Habe damit seit über 20 Jahren die Zitruspflanzenkultur beste erfahrungen gemacht. Die Zuschläge bekommst Du bei Kakteen Haage in Erfurt auch via Versand.
Noch ein interessanter Hinweis zur Unterlage. Wenn Du beim Umtopfen bemerkst, dass sich eine Pfahlwurzel im Susbstrat befindet, handelt es sich mit Wahscheinlichkeit um eine Bitterorange ( Citrus aurantium), auch ist dessen Stammfarbe eher dunkel, falls nicht könnte die Unterlage für Kurzstämmchen eine Ponc. trifoliata, Citrange oder Macrophylla sein. Das hat aber keinen relevanten Grund für die Kulturführung.
Viel Erfolg!
LG Frank
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kebon_alami  Hauptgärtner

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