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Alles von Biologie bis Zytologie, Natur und Umwelt, neue Energien, Ökologie...
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Medien in Grün: SPON (Spiegel online) |
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SandraD  Gärtnermeisterin

Beiträge: 1246
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snif  Pflanzendoktor

Beiträge: 4650
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Jacke  Gärtnermeisterin

Beiträge: 1120
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snif  Pflanzendoktor

Beiträge: 4650
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Spiegel.de: Eingeschleppte Arten - Invasion in Zeitlupe |
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SandraD  Gärtnermeisterin

Beiträge: 1246
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vom: Di 21 Dez, 2010 10:58 |
Hallo Hesperis,
eigentlich nicht. Ich hab nur den Teaser gelesen, zum Inhalt kann ich nichts sagen.
Normalerweise ist Spiegel online gut. Allerdings nimmt die Qualität im letzten Jahr stetig ab wobei mir das eher im Kulturbereich auffällt. Da scheinen sie zu sparen.
Politik und Gesellschaft sind nach wie vor fundiert, auch die Aktualität stimmt.
Ob der Wissenschaft-Bereich immer so ist beziehungsweise besser oder schlechter war, kann ich nicht sagen. Das mag jetzt auch mal ein Fehlgriff sein... Guck mal unter den Artikel, wenn es eine dpa-Meldung oder ähnliches ist, steht das kursiv als Kürzel darunter.
Edit: Nee, ist von Spiegel-Mitarbeiter Christoph Seidler. Da er eine eigene Spiegel.de-Adresse hat, gehe ich davon aus, dass es sich zumindest um einen festen Mitarbeiter handelt. Ob er Redakteur ist und in welchem Fachbereich, kann ich nicht sagen.
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snif  Pflanzendoktor

Beiträge: 4650
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vom: Di 21 Dez, 2010 11:03 |
Guter Punkt, danke für den Link! (auch wenn Hesperis recht hat, es sind nicht so viele Infos wie man erwarten könnt)
Viele eingeführte Arten (und nicht nur langsam wachsende Bäume) brauchen über 100 Jahre, bevor sie ihr Potential entfalten. Das liegt nicht daran, dass sie erst da das erst Mal Samen bilden. Irgendwann stimmen die Rahmenbedingungen, oder die Pflanze gelangt an einen neuen Ort, der einfach perfekt ist und ab geht die Post. Mit einer größeren Ausgangspopulation ist dann die Chance, weitere geeignete Plätzchen zu finden noch größer. Brave Gartenpflanzen, die lange nur mit viel Pflege gedeihen konnten und eigentlich nie aufgefallen sind, können irgendwann völlig unerwartet "durchstarten". Bei der Fülle absichtlich und versehentlich transportierter Organismen darf man gespannt sein, wer uns in den nächsten Jahren alles beglücken wird.
Welche Arten sich letztlich werden etablieren können, ist im Vorfeld kaum zu sagen. Nicht mal das Klima des Ursprungslandes lässt sichere Rückschlüsse zu, wie Caulerpa taxifolia, die "Killeralge", die sich derzeit massiv im Mittelmeer ausbreitet, zeigt. Sie stammt aus deutlich wärmeren Gegenden und ist zuhause brav und unauffällig. Hier war wohl eine Mutation Grundlage der heftigen Ausbreitung.
Meist fehlen natürliche Fressfeinde, Konkurrenten und Krankheiten, die die Art im Ursprungsland kontrolliert haben. Natürlich wird sich das mit der Zeit wieder finden. Vergleicht man aber etwa die Anzahl von Insekten, die an einheimischen Baumarten fressen mit der Zeit, die diese Bäume bereits im Land sind, wird deutlich, dass es viele tausend Jahre dauern kann, bis eine neue Nahrungsquelle erkannt und genutzt wird.
Auszug aus dem Buch "Die Ameise als Tramp"
Zitat:
Hier wurde u.a. untersucht, wieviele Insektenarten von welchen Bäumen leben können. Sortiert wurde die Liste nach dem Zeitraum, in dem diese Gehölze in Großbritannien existieren:
Weide (Salix) 13.000 Jahre - 450 Insektenarten
Birke (Betula) 13.000 Jahre - 334 Insektenarten
Eiche (Quercus) 9.000 Jahre - 423
Weißdorn (Crataegus) 7.000 Jahre - 209
...
Walnuss (Juglans) 600 Jahre - 7 Insektenarten
Rosskastanie (Aesculus) 400 Jahre - 9 Insektenarten
Robinie (Robinia) 400 Jahre - 2
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Wie der Nilbarsch im Viktoriasee auf recht drastische Weise veranschaulicht, kann in dieser Zeit vieles bereits unwiederbringlich verloren sein. Im Viktoriasee entwickelte sich eine unglaubliche Vielfalt von (relativ kleinen) Buntbarschen. Mit der Ansiedelung des (viel größeren) Nilbarsches war es damit mit einem Schlag vorbei. Die örtliche Fischerei erlebte eine Blüte (die allerdings vorwiegend Investitoren von sonst wo zugute kam, während die dortigen traditionellen Nutzungs- und Lebensweisen vor die Hunde gingen), die Artzahl sank. Mittlerweile besteht der Fang hauptsächlich aus Nilbarsch, Garnelen und ein oder zwei einheimischen Arten, die bislang überlebt haben. Die Nilbarsche leben wohl mittlerweile vorwiegend von Garnelen, die als einzige Detritusfresser übriggeblieben sind und gut gedeihen. Der See ist dabei, zu kippen, weil zu wenig Algen- und Detritusfresser da sind; die Abwässer der umliegenden Agrarwirtschaft und Industrie düngen zum Ausgleich zusätzlich. Der Sauerstoffgehalt sinkt, oder anders gesagt, die Schicht anoxischen Wassers am Seegrund steigt in immer höhere Wasserschichten. Manchmal schwappen Wellen von diesem sauerstoffarmen Wasser hoch - Ende des dort gerade schwimmenden aeroben Lebens. Gespenstisch. Voller Erfolg auf der ganzen Linie. Ah, dazu gibt's auch einen Wikiartikel
Ein Beispiel für einen ähnlich rasanten tierischen Erfolg ist die Nachtbaumnatter auf Guam - ein Vogelparadies, in dem mittlerweile noch ganze drei Vogelarten vorkommen. Zum Ausgleich geht's den Spinnen jetzt gut - Vögel und Echsen, die sie fressen würden, gibt's ja keine mehr. Sie haben sich sogar die Muster in den Netzen abgewöhnt: diese Zickzackstreifen, wie sie unsere Wespenspinnen so schön zeigen etwa, dienen vor allem dazu, Vögel vor dem Netz zu warnen, so dass die außenrum fliegen und das Netz nicht zerstört wird. Das können sich die Guamspinnen nun schenken.
Wer sich für das Thema interesiert, dem sei "Die Ameise als Tramp" von Bernhard Kegel empfohlen. Liest sich super - allerdings wird einem ganz anders dabei.
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Roadrunner  Druidin

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SPON: 'Gefährliche Baumkrankheit - wenn Eichen bluten' |
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SandraD  Gärtnermeisterin

Beiträge: 1246
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daylily  Pflanzenprofessorin

Beiträge: 7098
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Andrastos  Gärtner

Beiträge: 57
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vom: Mi 19 Jan, 2011 22:21 |
Echt schlimm Meist beschränken sich ja solche Schadorganismen auf einzelne Arten,zb Kastanienrindenkrebs befällt Kastanien,Reb-Peronospora die echte Weinrebe. Bei einem Erreger der quer durch die Bank wahllos Laub-und Nadelgehölze befällt muss das Schlimmste befürchtet werden.
Bei uns in den Alpen Oberösterreichs grassiert das Eschentriebsterben.
Die Bäume werfen oft schon im August die Blätter ab,sind bis zum nächsten Frühling kahl.
Oft sterben auch ganze Bäume ab,meistens junge. Dabei sind das so schöne Bäume
Der Eichenmehltau befällt die Johannistriebe aller einheimischen Eichenarten wobei dann die Blätter dieser Triebe abfallen.Habe erst vor kurzem gelesen das das ebenfalls ein eingeschleppter Pilz ist.
Und der Feuerbrand ist sowieso schon auf bald jedem Birnbaum zu finden.....
Die Rosskastanie verliert dank der Miniermotte ebenfalls oft schon im August ihr Laub.Letzen Sommer war der Befall so stark das keine Kastanien mehr reifen konnten,bzw diese,in der Grösse von Haselnüssen, vorzeitig abfielen. Fremdorganismen breiten sich aus und verdrängen die heimische Flora.Staudenknöterich und Robinie sind wohl den meisten bekannt.
Vor ein paar jahren noch hiess es der Schmetterlingsflieder (Buddleja) benötigt warmes Klima für gutes Gedeihen,nun haben sich manche Sämlinge von Sämlingen wohl an die Kälte angepasst und wachsen auch schon mitten in den Alpen wild. Auch beim Blauglockenbaum wird es ähnlich verlaufen.Auch hier heisst es das Jungpflanzen im ersten Jahr Winterschutz benötigen.Wie kommt es also das auch diese Tendenz zur verwilderung zeigen ? Wohl daher das manche Sämlinge resistenter gegen Kälte sind. Kommt nun einer dieser resistenten Nachkommen zur Blüte erhöht sich die Wahrscheinlichkeit das nun mehr Jungpflanzen überleben.Irgendwann werden dann nur mehr kälteresistente Blauglockenbäume übrig sein,die sich nun gut vermehren können . Solche Pflanzen verdrängen dann die durch Krankheit geschwächten heimischen Arten.
Die Natur ist im Umbruch,und wer sich nicht binnen kürzester Zeit anpassen kann wird auf kurz oder lang aussterben und durch andere Arten ersetzt werden,so traurig das auch sein mag. Und das daran der Mensch seine Schuld hat kann wohl niemand bestreiten. So wird vielleicht in ein paar tausend Jahren in den Wäldern der Alpen irgendeine,oder mehrere Arten nordamerikanischer Eschen beheimatet sein,während die mitteleuropäischen Arten ausgestorben sind. Wer stärker ist,wer schneller wächst,wer gesund ist wird überleben. Die Schwachen haben keine Chance und sterben aus. Das ist das Spiel der Evolution seit es Leben auf diesem Planeten gibt. Der Zug ist leider schon abgefahren bevor es irgendjemand überhaupt bemerkt hat.
mfg Michi
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SPON: "Rätselhafter Bienentod alarmiert EU" |
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