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Alles von Biologie bis Zytologie, Natur und Umwelt, neue Energien, Ökologie...
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Naturparadies Tschernobyl |
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jamotide  Hauptgärtner

Beiträge: 246
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Ramselina  Gärtnerin

Beiträge: 66
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GinkgoWolf  Gärtnermeisterin

Beiträge: 2155
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vom: Do 24 März, 2011 10:33 |
Ich habe diesen Film gesehen (trotz dass er auf Englisch war), habe die Bilder gesehen und komme nicht umhin zu denken:
Niemand käme auf die Idee, dass an diesem Ort etwas vergleichsweise Furchtbares passiert wäre.
Die Idylle, die Natur, die sich verlassene Orte zurückerobert und neu besiedelt, lässt uns ein Paradies vor Augen enstehen.
Und doch ist dieser begrünte, besiedelte Ort Tschernobyl, Schauplatz einer nuklearen Katastrophe, bei der viel zerstört wurde und Menschen ihre Heimat aufgeben mussten.
Natürlich ist auch Jahrzehnte danach dieser Ort verseucht, auch wenn es keiner wegen der scheinbaren Idyllle wahrhaben will. Die Halbwertszeit (also die Zeit, die es braucht, um genau die Hälfte der Atome eines Stoffes zerfallen zu lassen) aller radioaktiven Stoffe beträgt mehrere Millionen, teilweise sogar Milliarden Jahre!
Tschernobyl wird also auch noch künftig verstrahlt sein.
Und die Natur leidet mit - auch wenn man es ihr nicht ansieht.
Sicher findet die Natur ihre Wege dieses Gebiet neu zu besiedeln und damit eine Lücke im Ökosystem zu schließen. Aber es wird doch nie so sein wie vorher.
Durch die radioaktive Strahlung werden Mutationen ausgelöst, die guter, aber auch bösartiger Natur sein können. Sie können den Lebewesen von Tschernobyl ermöglichen zu überleben oder aber sie werden anfällig für andere, unter Umständen gewohnte Einflüsse. Deshalb ist die Sterberate in diesen Gebieten natürlich unvorstellbar hoch.
Und trotz allem wird die Natur versuchen weiter zu leben, auch wenn der Mensch es noch Jahre danach nicht können wird.
LG
Henrike
die einen wahrhaftig großen Respekt vor der Natur hat
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Trucker0158  Schnäppchenfuchs

Beiträge: 4304
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vom: Do 24 März, 2011 11:24 |
GinkgoWolf hat Folgendes geschrieben:
Die Halbwertszeit (also die Zeit, die es braucht, um genau die Hälfte der Atome eines Stoffes zerfallen zu lassen) aller radioaktiven Stoffe beträgt mehrere Millionen, teilweise sogar Milliarden Jahre!
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Ganz so ist es nun auch wieder nicht. Die Halbwertzeiten die du allgemein zu Grunde legst gelten nur für die in der Natur vorkommenden Stoffe Jod 129 (15,7 Mio. Jahre) Uran 235 (704 Mio. Jahre) Uran 238 (4,5 Mrd. Jahre) Thorium 232 (14,1 Mrd. Jahre) und Indium 115 (400 Billionen Jahre)
Grob gesagt gilt, je höher die Radioaktivität desto kürzer die Halbwertzeit. So haben die in AKWs eingesetzten hochradioaktiven Stoffe Strontium und Cäsium eine Halbwertzeit von etwa 30 Jahren, Plutonium 24.110 Jahre.
Andere radioaktive Stoffe zerfallen in kürzester Zeit. So liegt die Halbwertzeit von Helium 6 bei 0,8 Sekunden, die von Radon 222 bei 3,8 Tagen.
Dieser Bericht dazu ist ganz interessant: http://www.kernenergie.ch/de/radioaktivitaet.htm
Ich möchte damit den Gau nicht herunterspielen, es ist und bleibt eine schlimme Sache wenn soetwas wie in Tschernobyl oder jetzt in Japan passiert.
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