ich bin zwar vom Fach aber alles kann ich auch nicht wissen!
Meine Frage an euch wäre: Kann man mit Branntkalk Dickmaulrüßler bekämpfen?
Es ist nähmlich so, das ich in einigen Taxus Beeten die Larven des gefurchten Dickmaulrüßlers(Otiorhynchus sulcatus) gefunden habe. Von meinem älteren Nachbarn erfuhr ich durch Zufall, dass man früher Weideland nach dem Pflügen(umbrechen der Grasnarbe) mit Branntkalk gedüngt hat um vor dem Kartoffeln pflanzen die Drahtwürmer abzutöten.
Branntkalk reagiert mit der Feuchtigkeit im Boden und wird sehr warm(so ca.50-60°C). Die Dickmaulrüßler müßten nun eigentlich
verbrennen,oder?
Toller Nebeneffekt wäre eine Erhöhung des ph-Werts(3,8-4,5).
Was meint Ihr! Ist es möglich die Larven zu bekämpfen, Nematoden(Heterorhabditis bacteriophora) ist es nähmlich noch zu kalt.
Es ist mit dem Branntkalk nämlich so; er hat allgemein eine ungünstige Auswirkung auf das Bodenleben ,also nicht nur für die Larven des Dickmaulrüsslers und ich würde ihn desswegen nicht empfehlen. Besonders wenn einige Pflanzen in den Beeten sind, die Kalk nicht mögen spricht einfach zu viel dagegen und es wäre besser zu warten bis man wider Nemathoden hernehmen kann.
Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Das könnte in der Tat ein Problem sein, da es ja sehr warm wird und auch die Pflanzen(bzw.Wurzeln) verbrennen, denn bei ca.35-40°C gerinnen auch die Zellen der Pflanzen! Oder?
Beim pH-Wert sehe ich eher kein Problem.
Wer weiß Links wo man sowas wissenschaftliches nachlesen kann?
SO also hier steht mal was über Branntkalk www.gartenfreunde.de/archiv/2005-04/bodenkalk und zwar heißt es da;
• Calciumoxid (CaO)
Diese Kalkform, besser bekannt als Branntkalk oder gebrannter Kalk, zeichnet sich durch ihre hohe Wirkungsgeschwindigkeit aus. Auf den feuchten Boden gegeben, reagiert CaO sehr rasch und heftig mit Wasser, wobei beachtliche Energiemengen freigesetzt werden.
Branntkalk wirkt ätzend auf die Haut des Menschen wie auch auf krautige Teile empfindlicher Pflanzen. Die vehemente Wirkung setzt der CaO-Anwendung deutliche Grenzen: Eine Kalkung mit Branntkalk ist lediglich bei schweren Böden und nur während der Ruhephase der Vegetation im Winter zu empfehlen
ich hab mir sowas schon gedacht. Der Verkäufer vom Landhandel guckte auch ziemlich skeptisch als ich einen 25kg Sack haben wollte. Da Taxus ja auch sehr krautige und weiche Wurzeln haben wird das wohl nix. Will ja nicht meine ganzen Pflanzen verbrennen!
Ich glaube ich teste es erstmal auf einer kleinen Fläche und werde dann hier darüber berichten, wie es reagiert hat.
Der Link www.seilnacht.com/Chemie/ch_cao.htm ist sehr gut, erklärt wie es hergestellt
wird.
Ja probier es mal. Das wäre wirklich interessant, welcher Erfahrungen du damit machst. Ich kenn es vorallem zum desinfizieren von Hühnerställen, weil meine Mutter das nach dem Ausmisten immer streuht, da könnte ich was stibitzen und mal schaun wie es auf den doofen Girsch wirkt der im gemüsegarten wuchert
Lg und einen schönen Tag noch!
Ja, das probier mal aus! Ich habe Girsch bei uns ausgerottet, finde nix mehr.
Hab ich mit Glyphosat (Round-up) und fräsen wegbekommen. Es wird zwar immer gesagt das man Giersch durch fräsen vermehrt, allerdings wenn man es öfter fräst werden die Wurzelstücke immer wieder im Wachstum gestört und gehen dann bald kaputt. Man muss es nur ca. alle 2 Wochen wiederholen.
Aber mit Branntkalk wäre ja noch einfacher. Bin gespannt ob es klappt.
Keine Ahnung wie die das genau macht, aber da kommt ja noch Stroh drüber. Sie staubt das halt auch an die Wände....
Ich habe den girsch einmal dadurch dämmen können das ich große Stücke Karton über die Fläche legte, eine Schicht Erde drauf und Somemrblumen gesetzt. Bis der Karton verrottet verhungert der Girsch darunter, oder ist zumindest arg geschwächt.
mit branntkalk wirst du sicher keinen erfolg mit der bekämpfung des dickmaulrüssler haben.
die sicherste methode ist nach wie vor die NEMATHODEN behandlung zur richtigen zeit ( kann übrigens jetzt bei etwas höheren temperaturen durchgeführt werden ). sieh mal nach unter:
Ja, weiß ich schon. Habe bereits Werbung und Bestellformular vom Hersteller bekommen.
Aber ich glaube du meinst niedrigere Temperaturen!
Werde demnächst (wahrscheinlich Wochenende) darüber berichten.
Eine Nemathoden-Bestellung für mein Gewächshaus ist schon raus.
es hat nur teilweise funktioniert. Im Gewächshaus sehr gut, denn dort ist es immer gut feucht und warm für die Nema´s.
Im Freiland nur mäßig, denn durch den trockenen April war es nicht ganz einfach, diese immer feucht zu halten. Nemathoden müssen nach dem ausbringen ca. 3-4 Wochen feucht gehalten werden, um ein gutes Ergebnis zu erzielen.
Die Idee mit dem Branntkalk habe ich erstmal verworfen, und werde im Herbst wenn die neue Generation heranwächst einen Versuch starten.
Beachte auch zum Thema Branntkalk vs.Dickmaulrüßler - Tipps & Tricks das Angebot im Shop ,dort kannst du einfach online bestellen und sicher kaufen. Wir garantieren g�nstige Preise und einen schnellen Versand.