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Pflanzenkrankheiten & Schädlinge

Krankheit oder Schädling? Braune Blätter, kleine Tiere, was tun...
Neben den verbreiteten Schädlingen wie Blattläuse, Spinnmilben, Wollläuse, Schmierläuse, Schildläuse, Thripse, Weiße Fliege und Trauermücken gibt es auch häufige Pilzerkrankungen wie echten und falschen Mehltau, Rost und Schimmel, die zu Flecken und Schäden an der Pflanze führen. Neben den chemischen Mitteln wie Insektizide und Fungizide gibt es auch oft gute Hausmittel zu Bekämpfung der Krankheiten oder Schädlinge. Ein optimaler Standort bezüglich Licht und Boden, die richtige Erde oder ein neues Substrat sowie regelmäßiges Düngen können eine Pflanze stärken und unanfälliger gegen Schädlingsbefall und Krankheiten machen.


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Phalaenopsis-Blätter sind ganz schlapp

Marie-Christin Offline
Hauptgärtnerin
Hauptgärtnerin


Beiträge: 154
Beitragvom: Do 19 Aug, 2010 19:42


Hallo zusammen!

Meine Großmutter hat heute einen Notruf an mich abgegeben, aber leider konnte ich ihr auch keine Antowort geben. Vielleicht kann hier ja jemand helfen.

Also die Phalaenopsis-Orchideen stehen am Ostfenster, werden regelmäßig mit den Düngestäbchen von Substral (darf ich das sagen?) gedüngt und meiner Ansicht nach angemessen gegossen.

Die sind auch jahrelang gut gewachsen und haben immer schön geblüht, aber seit einiger Zeit zeigen alle Pflanzen (die auch in verschiedenen Zimmern stehen) das gleiche Schadbild.

Die Blätter sind ganz schlapp, labberig und irgendwie faltig. Z.T. sind selbst schon die ganz jungen neuen Blätter so.

Das komische daran ist aber, dass die Pflanzen trotzdem weiter wachsen und nicht eingehen. Die haben diese komischen Blätter jetzt schon ziemlich lange und wachsen trotzdem weiter. Nur halt mit labberigen Blättern.

Bisher wurde schon versucht, die Bedingungen, unter denen die Orchideen leben zu variieren. Mehr Wasser, weniger Wasser ... sowas eben.

Auch Pflanzen, die neu in den Bestand kommen, nehmen das Schadbild schnell an.

Kann mir jemand weiter helfen??? Bitte?


Danke schonmal,
Grüße,
Marie

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pokkadis Offline
Pflanzenprofessorin
Pflanzenprofessorin


Beiträge: 5775
Beitragvom: Do 19 Aug, 2010 19:50
welche erde haben die denn? und waren das düngestäbchen für orchideen? düngestäbchen hab ich bei orchis auch noch nicht gehört... Nachdenken
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Marie-Christin Offline
Hauptgärtnerin
Hauptgärtnerin


Beiträge: 154
Beitragvom: Do 19 Aug, 2010 19:52
Hallo!

Die haben z.T. handelsübliche Orchideenerde und z.T. Orchideenerde aus der Gärtnerei.

Das sind Düngestäbchen speziell für Orchideen, die sich bisher auch als ganz gut erwiesen haben.


Marie
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Rouge Offline
Hadassa
Hadassa


Beiträge: 11334
Beitragvom: Do 19 Aug, 2010 19:57
Pfeifen die handelsübliche Orchideenerde kann man leider komplett vergessen. Und auch die Gärtnereien - wenn es nicht eine Orchi-Gärtnerei ist - haben nix besseres.

Besser ist, Du bzw. Deine Oma stellen die "Erde" selbst her ... denn Orchideen - wenn's keine Erdorchis sind - sind "Aufsitzpflanzen", d.h. sie leben AUF den Bäumen und halten sich mit den Wurzeln nur fest! Das bedeutet: Das Substrat sollte so grob wie möglich sein. Rindenmulch ist da eine gute Alternative! Das trocknet nach dem Tauchen dann auch richtig schön wieder ab, sodaß Luft an die Wurzeln wieder rankann Wink
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Marie-Christin Offline
Hauptgärtnerin
Hauptgärtnerin


Beiträge: 154
Beitragvom: Do 19 Aug, 2010 20:00
Die Gärtnerei, aus der wir die Erde haben, züchtet Orchideen. Die dürften da eigentlich ganz gut Ahnung haben.

Und bei mir wachsen die Orchideen in dem Substrat super.
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pokkadis Offline
Pflanzenprofessorin
Pflanzenprofessorin


Beiträge: 5775
Beitragvom: Do 19 Aug, 2010 20:05
stell doch mal ein foto oder zwei ein, sonst ist das hier zu schwierig mit der diagnose.
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Marie-Christin Offline
Hauptgärtnerin
Hauptgärtnerin


Beiträge: 154
Beitragvom: Do 19 Aug, 2010 20:08
Fotos gehen leider nicht! Oma wohnt ein Stück weg und heute konnte ich keine Fotos machen.

Die Blätter sind wirklich komplett schlapp und schrumpelig und ganz weich.
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Nightbird Offline
Hauptgärtnerin
Hauptgärtnerin


Beiträge: 175
Beitragvom: Fr 20 Aug, 2010 1:07
bei meiner einen phal sind die blätter auch total schlapp...
nach einer weile wurden auch die blüten schlapp..
dann hab ich orchi substrat gekauft weil ich mir dachte ich topf sie mal lieber um...
is übrigens das substrat von seramis...
naja... auf jeden fall waren alle wurzeln faulig und das ursprungs substrat naß und verschimmelt, was man aber von außen net gesehen hat...
mittlerweile hat die arme nur noch 2 oder 3 kleine luftwurzeln und eine andere orchi wo ich net weiß was es für eine is, hat gar keine wurzeln mehr...
aber auch nach dem umtopfen bleiben die blätter schlapp, und das bleibt wohl auch so bei den alten blättern...
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ZiFron Offline
Pflanzendoktor
Pflanzendoktor


Beiträge: 3359
Beitragvom: Fr 20 Aug, 2010 8:58
Nene, die können sich schon wieder aufstellen. Kann aber ein gutes halbes Jahr dauern, weil die Pflanzen erst neue Wurzeln brauchen.
Meistens behalten sie auch nicht alle Blätter, sondern stoßen einige Altblätter ab, um die Kraft die sie dann gewinnen in die Wurzeln zu stecken.
Meistens bleiben bei solchen pflanzen bei mir dann 2-3 Blätter über und dann beginnen sie wieder zu wachsen. Auf Blüten wartest du dann aber schon noch eine ganze Weile.

Ich habe jetzt erst wieder eine sogenannte MiniPhal hier, die meine Freundin vom Billigtisch im Marktkauf mitgenommen hatte, die so pitschepatschenass war, dass alle Wurzeln hinüber waren. Da sind alle Blätter eingeschrumpelt und ich dachte schon ich werf sie weg, jetzt "entknittern" die sich aber wieder langsam und ich habe gestern die erste neu erwachte Wurzelspitze am Topfrand gesehen.
Aber du musst nach dem Umsetzen Gedult haben - nur weil sie umgetopft ist hat sie ja nicht automatisch neue, gesunde Wurzeln und kann wieder Wasser aufnehmen - das ist ja das ironische daran, dass eine Pflanze durch zuviel Wasser eigtl verdurstet, weil die Wurzeln abfaulen.

Manchmal hilft es auch einige der Altblätter um die Hälfte einzukürzen; schaut zwar bescheiden aus, aber manchmal stellt man damit die Balance zwischen Grün und Wurzelmasse wieder her; v.a. wenn die Pflanzen sehr lange im Wasser gestanden haben und wirklich überhaupt nichts mehr an Wurzeln lebt.

@ Threadersteller: Hängeblätter bei der Phalaenopsis Orchidee sind eigtl immer Wasserprobleme; sprich entweder zuviel oder falsches gießen oder falsches Substrat. Oder alles zusammen.
So ein Problem kann auch auftreten, wenn das Gießen nicht an neue Umweltbedingungen (zB kälter und dunkler im Winter, oder sehr viel heißer und trockener im Sommer) angepasst wird, was evtl das plötzliche Auftreten bei deiner Oma erklären könnte - die letzten Wochen war es ja teilweise sehr heiß bzw ungewöhnlich nass und trüb für die Jahreszeit.
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Marie-Christin Offline
Hauptgärtnerin
Hauptgärtnerin


Beiträge: 154
Beitragvom: Fr 20 Aug, 2010 13:29
Hallo zusammen!

Also Konsequenz aus dem Gesagten wäre für mich jetzt, dass ich zu meiner Oma fahre, die Blumen einsacke und umtopfe (dabei kann ich gleich nach den Wurzeln gucken). Oder?

Kann mir jemand ein bestimmtes Substrat empfehlen? Bisher habe ich immer Standard-Orchideenerde oder welche aus der Gärtnerei verwendet. Ist das Substrat von Seramis gut?

Vielen Dank bis hierher schonmal.

LG,
Marie
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Swen Offline
Hauptgärtner
Hauptgärtner


Beiträge: 266
Beitragvom: Fr 20 Aug, 2010 13:46
Bisher hab ich nur gute Erfahrung mit dem Seramis-Orchi-Substrat gemacht. Hab da u.a. meine Mini-Phalas drin stehen (die Wurzeln waren im Original-Substrat fast vollständig verfault, da es viel zu nass blieb). Seither geht es ihnen immer besser und sie bilden fleißig neue Wurzeln und Blätter.
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Nightbird Offline
Hauptgärtnerin
Hauptgärtnerin


Beiträge: 175
Beitragvom: Fr 20 Aug, 2010 16:30
wie oben schon geschrieben hab ich mittlerweile auch das substrat von seramis.. is zwar etwas teuer, aber scheint ganz gut zu sein... das kaufsubstrat was total naß... und das seramis is immer schnell trocken... so machts jedenfalls den anschein... und in dem durchsichtigen orchitopf kannt du ja sehen ob noch feuchtigkeit drin ist oder nicht.. da bildet sich ja kondenswasser im topf... daran halte ich mich auch mittlerweile.. solange ich noch die wassertröpfchen im topf sehe gieße ich net Wink
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pokkadis Offline
Pflanzenprofessorin
Pflanzenprofessorin


Beiträge: 5775
Beitragvom: Fr 20 Aug, 2010 19:38
ich weiß nicht auswendig von wem meine orchierde für die phalis ist, aber es besteht zu 100% aus pinienrinde. nix erdiges dazwischen. das ist genau das richtige für die aufsitzerorchis.
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Skahexe Offline
Obergärtner
Obergärtner


Beiträge: 621
Beitragvom: Sa 21 Aug, 2010 13:38
Also für mich höt sich das absolut nach zu viel oder wenig Wasser an. Wobei ich eher auf zu viel tippe. Hol sie aus dem Subtrat und schau dir die Wurzeln an. Wenn die schon ganz matschig und braun sind, liegt´s wahrscheinlich daran.
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schafraberg Offline
Hauptgärtner
Hauptgärtner


Beiträge: 139
Beitragvom: Sa 21 Aug, 2010 16:28
Ich kenn das mit den verschrumpelten Blättern. Ich tippe aus eigener Erfahrung darauf, dass die wahrscheinlichste Ursache ein Verfaulen oder Vertrocknen der Wurzeln ist - entweder durch zuviel oder zuwenig Wasser. Ich würde jetzt folgende Therapie vorschlagen: Die Phalaenopsis aus dem Topf nehmen und das gesamte Substrat aus den Wurzeln herausschütteln; sodann die fauligen oder vertrockneten Wurzeln rigeros abschneiden und dann die Orchidee wieder sorgsam neu eintopfen. Ich hab das selbst schon recht erfolgreich praktiziert und meine Orchideen gedeihen seither bestens. Ich verwende übrigens die Orchideenerde von "Compo Sana" (http://www.schneckenprofi.de/compo-sana-orchideenerde.html), obwohl mir an dieser Stelle davon abgeraten wurde. Jedenfalls hats meinen Orchideen sehr gut getan (und ich hab damit auch schon ganz kleine Orchideenableger (sog. Kindel) damit großgezogen. Übrigens - einen Dünger hab ich bei den Orchideen noch nie verwendet und sie entwickeln doch immer wieder neue schöne Blüten.
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