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Tipps & Tricks für Haus & Garten...


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Wachstumslampen - Pflanzenlampen - Beleuchtung im Winter

XorLophaX Offline
Azubi
Azubi


Beiträge: 48
Beitragvom: Mi 27 Jul, 2011 22:06
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Ich möchte mir gerne ein Beleuchtungssystem für meinen Bonsai bauen, dieses soll quasi Links und rechts einen Standfuß haben und dazwischen eine Verbindung und welcher die Lampe angebracht werden soll. Also quasi eine Konstruktion, optisch wie eine Brücke.

Welches Leuchtmittel nehme ich am besten? Die normale Leuchtstoffröhre soll ja ausreichen, aber verbraucht auch recht viel Strom und wird recht warm.
Dachte da, wenn an die Röhren con TNeon?! Oder True Light?!

Alternativ Suche ich nach einer Bezahlbaren Lösung aus LEDs, da diese wenig Wärme erzeugen, flach sind und wenig Strom verbrauchen bei einer sehr hohen Lebensdauer. Aber eignen sich LEDs überhaupt für diesen Anwendungszweck? Welche LEDs - bestenfalls als Streifen - eignen sich denn dafür gut?!

Danke für eure Tipps.

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gudrun Offline
bon coeur de green
bon coeur de green


Beiträge: 12517
Beitragvom: Mi 27 Jul, 2011 22:13
Hast du hier

http://green-24.de/forum/ftopic70630.html

schon mal gelesen?
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XorLophaX Offline
Azubi
Azubi


Beiträge: 48
Beitragvom: Mi 27 Jul, 2011 22:45
Nein, das hatte ich noch nicht entdeckt..

Vielen dank.

Werde mir wohl normale Leuchtstoffröhren kaufen, bzw eine mit Reflektor sollte reichen und diese dann recht nah über der Pflanze anbringen.


Meine Bonsais stehen nämlich an einem Nordfenster und ich ha Angst, dass es zu dunkel ist, grade wo der Sommer so schlecht ist. Zwar ist auf der anderen Zimmerseite (90grad aber weiter hinten, daher ein flacherer Winkel) eine riesige Fensterfront ( ca 2,50m x 4,50m) in West-Ausrichtung aber ob das viel bringt?!
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XorLophaX Offline
Azubi
Azubi


Beiträge: 48
Beitragvom: Fr 29 Jul, 2011 19:06
Habe mir ein Luxmeter bestellt und jetzt, bei recht bewölktem Wetter zeigt es an, dass auf der Fensterbank (Nordseite) wo der Bonsai steht, noch etwas über 4200lux ankommen, was doch eigentlich schon ziemlich viel ist?!

Vor der West-Fensterfront habe ich, dort war Sonnenschein, fast 60000lux gemessen...


Sollten die 4000 Lux nicht eigentlich ausreichen?!
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rasch878 Offline
Azubi
Azubi


Beiträge: 23
Beitragvom: Fr 25 Nov, 2011 18:33
Zu den Lichtanforderungen von Bonsai-Bäumchen kann ich nichts sagen, aber ich habe mich schon einmal tiefer mit der Thematik "Beleuchtung" im Allgemeinen und "Pflanzenbeleuchtung" im Besonderen auseinandergesetzt.

Licht ist kompliziert. Ich versuche es einfach darzulegen.

Licht
Licht ist (grob vereinfacht) elektromagnetische Strahlung eines bestimmten Wellenlängenbereiches. So wie radioaktive Strahlung oder die schon fast vergessene UKW-Radiowelle. Für uns Menschen sichtbar ist nur ein kleines Spektrum dieser Wellen (spüren können wir etwas mehr, nämlich z.B. die Wärmestrahlung des Infrarot-Spektrums und Sonnenbrand durch Ultraviolett-Strahlung).
Link zu Wikipedia: Lichtspektrum

Pflanzen "verarbeiten" und nutzen ein komplett anderes Spektrum als wir Menschen (sie müssen ja auch nicht mit unserem Sehsinn sehen). Welches Spektrum ideal ist, ist (sehr wahrscheinlich) von Pflanze zu Pflanze unterschiedlich. Pauschal lässt sich aber sagen, dass während der Wachstumsphase ein stärkerer Anteil an blauem Licht und während der Blüte/Reifung ein stärkerer Anteil an rotem Licht Vorteile bietet. Sehr gut erforscht ist dies bei der alten Nutzpflanze mit C. Da haben die holländischen Züchter ganze Arbeit geleistet.

Leuchtmittel
Die unterschiedlichen Leuchtmittel wie Glühbirnen, Leuchtstoffröhren, Energiesparlampen und LEDs nutzen unterschiedliche physikalische und chemische Phänomene um für uns sichtbare Strahlung zu generieren.
Zur Bewertung und zum Vergleich der unterschiedlichen Leuchtmittel kann man folgende Daten heranziehen: Lichtausbeute pro Watt und Lichtqualität (Farbwiedergabe). Dazu später etwas mehr.

Glühbirnen
Bei Glühbirnen glüht bekanntermaßen ein Draht, was außer sichtbaren Wellen einen viel größeren Anteil an wärmenden Wellen abstrahlt, weshalb sie so einen schlechten Wirkungsgrad haben. Eigentlich sind es kleine Heizkörper, die als Nebeneffekt sichtbares Licht abstrahlen (sogenannte thermische Strahler).

Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen
In Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen wird (stark vereinfacht) ein Gas zum Strahlen angeregt. Diese Strahlung wird dann an der Röhrenwand von so genannten "Leuchtstoffen" in sichtbares Licht umgewandelt.
Das geschieht aber nur in einem sehr eingeschränkten Spektrum, weshalb verschiedene Gase (die unterschiedlich strahlen) gemischt und verschiedene Leuchtstoffe miteinander kombiniert werden um ein breiteres sichtbares Lichtspektrum zu erhalten. Je gleichmäßiger dieses Lichtspektrum, desto aufwendiger und teurer ist die Röhre.
Trotzdem strahlen Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen in bestimmten Farbbereichen stärker und in anderen Bereichen schwächer. Es treten regelrechte "Spitzen" und "Löcher" im Lichtspektrum auf. Diese sind, wie oben bereits erwähnt nicht unerheblich für das Wohlbefinden einer Pflanze, wenn zum Beispiel genau der benötigten Blau- oder Rotanteil starke Lücken aufweist.

LED
Bei LEDs ist die Einschränkung des Leuchtbereichs noch seeeeehr viel ausgeprägter als bei Leuchtstoffröhren. Um hier einen für Pflanzen brauchbaren Spektralbereich zu erzielen müssen verschiedene einfarbige LEDs miteinander kombiniert werden. Das Ergebnis sieht dann sehr bunt aus:
siehe hier
Da hat man dann ne Disco im Zimmer einfach Spitze aber Farben von Blüten und Blättern kann man nur noch erraten! Damit es auch für unsere Augen farbecht anzuschauen ist, müsste man das Leuchtspektrum !deutlich! erweitern.
Soweit ist diese Technik noch nicht...

Farbwiedergabe
Ein weiterer Effekt von "Spitzen" und "Löchern" im Leuchtspektrum ist eine ungenügende Farbwiedergabe.
Das Ideale Licht zur Beurteilung von Farben ist Tageslicht bei bewölktem Himmel. Denn dieses hat ein sehr gleichmäßiges und gaaaanz breites Lichtspektrum. Unser Sehsinn ist gewohnt nach diesem Maßstab zu messen und zu urteilen.

Aber: im Gegensatz zu unseren Fotoapparaten wird unsere Farbwahrnehmung vom Gehirn gesteuert: wer kennt nicht die seltsam grünstichigen Fotos, die im Licht von Neonröhren entstehen obwohl es "in Echt ganz anders" ausgesehen hat? In Echt hat es so ausgesehen, wie es der Fotoapparat aufgenommen hat! Unser Hirn hat es nur anders gesehen.

Ein weiteres Beispiel: die Fleisch- und Gemüsetheke im Supermarkt. Sieht das nicht immer total frisch aus? Und dann zu Hause angekommen ist der rote Rinderbraten plötzlich ganz grau und die tollen Tomaten und Paprika sehen irgendwie doch nicht so frisch aus.

Was hat das aber jetzt mit den Löchern und Spitzen des Lichtspektrums von Leuchtstoffröhren und LEDs zu tun?
Ganz einfach: die schönen Farben unserer blühenden Lieblinge in all ihren feinen Schattierungen und Zeichnungen sind gar nicht richtig zu sehen, wenn sie falsch beleuchtet werden.
Denn: es werden einfach ganze Farbbereiche "ausgespart", Andere dagegen stärker betont.
Die Lampen über der Gemüsetheke im Supermarkt sind genau dafür gebaut, braune Stellen "unsichtbar" zu machen.
Das Gegenbeispiel ist die Beleuchtung in einem Kunstmuseum, wo die feinsten Feinheiten der Farben auf dem Kunstwerk wiedergegeben werden sollen, genau so wie sie der Künstler gemalt hat (darum wird, wenn möglich, Tageslicht genutzt).

Die Farbwiedergabe von Leuchtmitteln wird im Farbwiedergabeindex Ra angegeben. Tageslicht hat 100, also gilt je höher die Zahl, desto besser werden Farben wiedergegeben und umso breiter und gleichmäßiger ist das Lichtspektrum.

FAZIT
Leuchtstoffröhren oder Energiesparlampen mit hoher Ra-Zahl verwenden wenn die Pflanzen im Wohnzimmer nicht nur "beleuchtet", sondern auch toll aussehen sollen.

Spezielle Pflanzenlampen verwenden wenn es um höchsten Ertrag, schnellstes Wachstum, Zucht, etc. geht.

Die Lichtfarbe (Warmweiss - mehr rot, Tageslicht, oder Kaltweiss - mehr blau) spielt keine Rolle, wenn das, von den Pflanzen benötigte Spektrum mit abgedeckt ist (Leuchtmittel-Hersteller stellen diese Information meist im Internet zur Verfügung).

Fotografieren der Pflanzen bei Tageslicht bei bewölktem Himmel bringt die besten Ergebnisse (und vorher einen Weissabgleich machen Wink ).

Wer mehr über "Pflanzenkultivierung im Haus" wissen möchte: es gibt gute Bücher, die ich hier nicht näher beschreiben darf.


ps.: Wenn jemand weitergehende Infos zum benötigten Lichtspektrum verschiedener Zimmer- und Kulturpflanzen beitragen kann, oder ein entsprechendes Buch empfehlen kann, nur her damit! Drool

Anmerkung der Moderation: Beitrag wurde editiert - bitte keine Tipps zu illegalen oder halblegalen Praktiken. Danke-.

Edit: ach, hab diesen Absatz Grad gesucht unm die verbotenen Begriffe zu löschen. An anderer Stelle habe ich den Begriff geändert.
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mussbein Offline
Hauptgärtner
Hauptgärtner


Beiträge: 417
Beitragvom: Mi 30 Nov, 2011 18:26
Hallo,
Habe mir eine große Led Wachstumslampe gekauft. Die ist zwar in der anschaffung etwas teuer aber an Strom verbraucht sie nicht viel. Da habe ich alle meine Pflanzen drunter gestellt.
Kann aber noch nix sagen ob es zu noch mehr Wachstum verhift. Die Lampe gibt es bei diversen Elektronikversand
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