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Gartenplanung & Gartengestaltung

Planung und Gestaltung, Ideen und Technik, Beispiele, wie wirds gemacht... Gartengestaltung Beispiele


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Unkraut auf Terrassenplatten

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Bauerngarten

Fakur Offline
Hauptgärtnerin
Hauptgärtnerin


Beiträge: 166
Beitragvom: Mi 07 Feb, 2007 10:04
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Guten Morgen,
wir möchten uns gerne einen Bauerngarten anlegen, die Umrandung aus Buchen steht schon, der Eingang ist mit zwei Linden 'markiert'. Es soll eine Mischung aus Kräuter-, Blumen- und Nutzgarten werden. aber mir fehlt
a. die Idee,wie ich sowas sinnvoll gestalten kann, auch die Wege und Beetabtrennungen
b. welche Blumen und Obststräucher da rein gehören oder was halt einfach schön aussieht

Habt ihr Ideen und Tipps?

Danke Fakur

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irenereni Offline
Obergärtner
Obergärtner


Beiträge: 875
Beitragvom: Mi 07 Feb, 2007 11:30
Hallo,
normalerweise sind Bauerngärten formal angelegt. Die einzelnen Beete sind mit Buchs eingefasst.

Hier gibt es Infos:
http://www.hradetzkys.de/bauerngarten.php

oder

http://www.derkleinegarten.de/archiv_bauerngarten.htm

Es gibt sicherlich auch viel Literatur zum Thema.

Gruß Irene
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Junie Offline
Pflanzendoktorin
Pflanzendoktorin


Beiträge: 3322
Beitragvom: Mi 07 Feb, 2007 11:41
Hallo und herzlich Willkommen im Forum..

Die Voraussetzungen klingen schon sehr gut mit Buche und Linde. Wobei ich für dich hoffe, dass nicht viel unter den Linden wachsen oder stehen muss. Sie leiden nämlich meist unter Blattläusen und alles darunter ist dann voll mit klebrigen Honigtau. Deswegen pflanze dort entweder gar nichts oder nur Sachen zur Zierde. Vielleicht hast du auch Glück und bei euch ist es mit den Läusen nicht so schlimm..

Dann hat ein Bauerngarten in meiner Vorstellung eine Umrandung aus einer kleinen, gepflegten Buchshecke. Der Grundriss der Gartens ist streng in zB vier Quadrate unterteilt in deren Mitte eine Hochstammrose oder ein anderer Blickfang wie ein Brunnen steht. In den Beeten vermischen sich Nutzpflanzen mit solchen die auch noch einen Zierwert haben, wie Ringelblume, Borretsch (blaue Blüte). Auch Tomaten können mit ihren Früchten sehr hübsch aussehen. Dann sollte man die einzelnen Beete so anlegen, dass sie verschiedenen Ansprüchen gerecht werden. ZB hoher Nährstoffgehalt, geringerer Nährstoffgehalt. Eher trocken - eher feucht. Vielleicht auch halbschattig - sonnig. Die Pflanzen teilt man dann nach ihren Bedürfnissen auf die Beete auf, aber auch so wie sie sich vertragen (obwohl sie sich dann auch meist aufgrund ihrer Ansprüche ausschliessen würden wie zB Tomaten und Gurken). Als Zierpflanzen kommen dann natürlich noch Dalien in Frage, Sonnenblumen, Stockrosen, Einjährige wie Tagetes, Malven, Cosmea..

Welche Obstbäume ist eine schwere Frage, weil das am besten zu entscheidest. Du musst das Obst essen und nicht wir Wink Wenn der Garten nicht allzu groß ist und nicht viele Obst essen würde sich vielleicht Ballarinabäumchen anbieten. Also diese sehr schmalen, hohen Obstbäume. Davon bekommt man sehr viele auf vergleichweise wenig Platz unter.. Bei Blumen musst du auch alles nicht so eng sehen, es gibt wunderbare Wildkräuter mit einem besonderen Charme. Vielleicht, vor allem wenn Laien und Kinder auch ernten sollen, solltest du darauf achten, Giftpflanzen aus dem Garten so gut es geht zu verbannen. Zumindest wenn sie wie die Tomate keinen wirklichen Nutzen sondern nur der Schönheit dienen.

Was auch noch immer einer Überlegung wert ist, wäre ein Hochbeet. Weil man dort ohne zu bücken arbeiten kann und den Rücken schont. Oder auch ein Gewächshaus, weil es viele Pflanzen doch etwas wärmer möchten..
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8er-moni Offline
Pflanzenprofessorin
Pflanzenprofessorin


Beiträge: 7078
Beitragvom: Mi 07 Feb, 2007 12:35
Hallo Fakur,
vielleicht kriegst Du für die Wege frostfeste, alte Ziegelsteine/Platten(Abbruch) ... nix Teures, müssen ja nicht mehr so ganz tipp-topp sein!
Wenn Du keine Platten kriegst/willst, sollten die Wege fest gestampft sein - und tiefer liegen als die Beete (das sollte auf alle Fälle so sein!), damit Du bei Regen nicht im Matsch versinkst .... wenn Du grad schnell um einen Schinittlauch raussaust!

... und die Rosenkugeln nicht vergessen -- die gehören hier bei uns im Salzburgischen unbedingt in den Bauerngarten.

Hier noch ein link: http://gartennetz.net/gartengestalt....tenstile/002_gartenstile/

lg und viel Spaß bei der Planung!
Moni
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Junie Offline
Pflanzendoktorin
Pflanzendoktorin


Beiträge: 3322
Beitragvom: Mi 07 Feb, 2007 12:44
oder statt einem Pflaster eine wassergebundene Wegedecke.. also ein ganz normaler befestigter Kiesweg.. darauf geht es sich so schön..
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Fakur Offline
Hauptgärtnerin
Hauptgärtnerin


Beiträge: 166
Beitragvom: Mi 07 Feb, 2007 15:38
Vielen Dank schon mal!!
Kies fänd ich auch sehr schön, aber werden die nicht sehr schnell grün?
Oh ja, eine schöne Rose in der Mitte Smile und ein wenig Lavendel drunter.
Buchsbaume kann ich zur Beetabtrennung nicht nehmen, was gibt es als Alternative? Tangetis vielleicht?
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Junie Offline
Pflanzendoktorin
Pflanzendoktorin


Beiträge: 3322
Beitragvom: Mi 07 Feb, 2007 15:59
warum kannst du Buchs nicht verwenden? Wenn man ihn gut schneidet eignet sich angeblich auch Lavendel als kleine Begrenzung. Tagetes habne das Problem, dass sie eine Schneckenleibspeise sind und eben auch einjährig. Man verwendet eben Gehölze, vor allem immergrüne wie Buchs, weil sie auch im Winter eine Struktur in den Garten bringen.. Aber es ist auf jeden Fall ein Versuch wert, es mal mit Tagetes zu probieren. Wenn du das machen solltest, bestell ich jetzt schon paar Bilder..

Kies wird grün bzw. vermoost/algt, wenn es zu feucht ist und der Weg sich im Schatten befindet. Dann ist es auch eine Frage welche Steine man verwendet, manche werden mit der Zeit hässlich und verfärben sich. Gegen Gras und Pflanzen im Weg bietet es sich an eine Vliesschicht oder etwas ähnliches unter die Kiesschicht zu bringen. Dann können keine Unkräuter aus dem Boden rauswachsen und alle neu angeflogenen sind leicht zu entfernen.. Eine andere Alternative wäre Rindenmulch..
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Fakur Offline
Hauptgärtnerin
Hauptgärtnerin


Beiträge: 166
Beitragvom: Mi 07 Feb, 2007 16:30
Buchs ist giftig für Pferde, und unsere wohnen bei uns, da möchte ich sie der Gefahr nicht aussetzen Wink
wie komme ich drauf,dass Tangetes gerade gegen Schnecken sein sollen? *grübel* nee,dann lieber nicht. Lavendel wäre dann eine gute Alternative!
Mmh schwierig ....
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Junie Offline
Pflanzendoktorin
Pflanzendoktorin


Beiträge: 3322
Beitragvom: Mi 07 Feb, 2007 16:37
hmm, aber die Pferde sind doch hoffentlich nicht in eurem Gemüsegarten Wink Ich kann es verstehen, dass man diese Pflanzen dann meidet. Wenn ihr mehr Platz habt und alles großzügiger gestalten könnt, dann könntet ihr in die einzelnen Beete Trittsteine machen um sie einfacher bewirtschaften zu können und dann eine kleine Hecke aus kleinbleibenden Rosen machen. Das schaut auch wunderbar aus oder wie wäre es mit Katzenminze als Eingrenzung?

Tagetes halten Schnecken von Gemüse fern, weil die Schnecken eben lieber Tagetes fressen. Vorteile haben sie schon, aber ob es den Tagetes so gut gefällt..

Gegen Schnecken soll übrigens Kupfer helfen, darüber können sie nicht Kriechen, wenn du günstig an Kupfer kommen solltest, dann zäune doch eine Beete damit ein..
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Fakur Offline
Hauptgärtnerin
Hauptgärtnerin


Beiträge: 166
Beitragvom: Mi 07 Feb, 2007 17:30
man weiss aber nie, wohin die Neugier die Pferde verschlägt Wink
Katzenminze sagt mir nicht Sad kleine Rosenhecke wäre natürlich auch sehr nett, wie sieht es mit Sanddorn aus?
So grosszügig können wir nicht gestalten, längste Seite ca 15m wenn mich nicht alles täuscht.
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Junie Offline
Pflanzendoktorin
Pflanzendoktorin


Beiträge: 3322
Beitragvom: Mi 07 Feb, 2007 17:41
Sanddorn ist eine wunderschöne Pflanze, die durch ihre grauen Blätter und leuchtend orangen Früchte Farbe ins Beet bringt. Aber sie bleibt nicht wirklich klein und fühlt sich auf sandigen Böden am Wohlsten, obwohl sie nicht wirklich anspruchsvoll ist. Einen kleinen Haken gibt es aber auch bei ihr, die Pflanze ist zweihäusig, also weibliche und männliche Blüten sind nicht auf der gleichen Pflanze. Deswegen achte darauf dass du beide Geschlechter hat, dass ein Männchen in der Nähe steht oder du eine Sorte wählst, die sich selbst befruchten kann (ich glaub da gibt es mittlerweile auch welche beim Sandorn).. Ansonsten tolle, Vitamin C-reiche Früchte

Katzenminze ist eine wunderschöne blau oder weiß blühende Staude mit unzähligen Sorten. Sie blühen sehr reichlich und sind eine wunderschöne Begleitung zB zu Rosen. Sie wirken verspielt, romantisch.. einfach traumhaft..

http://images.google.de/images?svnum=10&hl=de&q=nepeta

15 m sind einiges.. du könntest zB eine Minihecke mit Zwergrosen, Polyantha- oder Bodendeckerrosen gestalten. . Vorteil dieser Röschen ist dass sie meist den ganzen Sommer über blühen und gut geschnitten werden können. Außerdem bleiben sie alle recht klein, teilweise auch unter 30-40 cm Höhe..
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Jondalar Offline
Pflanzenprofessor
Pflanzenprofessor


Beiträge: 8260
Beitragvom: Mi 07 Feb, 2007 17:54
Hallo!
Ich finde Bauerngärten auch total schön, nur die Pflanzenauswahl, besonders bei Zierpflanzen ist halt leider etwas beschränkt, wenn man wirklich einen Original Bauerngarten will...

(Die modernere Version des Bauerngartens wäre der Landhaus bzw. Cottage- Garten...)

Typisch für die Bauerngärten in meiner Region (Tirol) sind natürlich der Gemüsegarten mit allem drum und dran, und für die Zierde ein Flieder und Schnittblumen.
So beliebte Pflanzen wie Hibiscus syriacus, Fackellielien, Bambus und viele andere empfindliche Winterharte sind hingegen komplett untypisch für bauerngärten.

Ich hab mal eine Liste für dich gemacht. besonders schönen Pflanzen die in Tiroler Bauerngärten so anzutreffen sind und eine Bemerkung dazu was mir typisch für diese Pflanze erscheint:

Stauden:
Aquilegia vulgaris Gewöhnliche Akelei (edle Glockenblüten)
Delphinium Eliator Gruppe Rittersporn (eine Blüten- Wucht)
Paeonia officinalis Bauernpfingstrose (klassisch schön)
Paeonia lactiflora Edelpfingstrose (blüht später als P. officinalisl)
Phlox paniculata Flammenblume (reich blühend)
Iris x barbata Bartiris hohe Sorten (schön geformte Blüten)
Lysimachia punctata Felberich (sehr wüchsig)
Echinacea purpurea Sonnenhut (lange Blütezeit)
Viola odorata Duftveilchen
Primula vulgaris Kissenprimel

Zweijährige:
Digitalis purpurea Fingerhut (edle "Blütenkerzen")
Dianthus barbata Bartnelke (manchmal mehrjährig)
Campanula mediium Marienglockenblume (große Blüten)
Viola x Hybriden Stiefmütterchen

Gehölze.
Syringa vulgaris Flieder (duftet gut)
Forsithia intermedia Foldglöckchen (reichblütig und früh )
Philadelphus Hybriden Pfeifenstrauch (duftet gut aber leider Läuse)
Potentilla fruticosa Fingerstrauch (lange Blütezeit)

Zwiebelblumen:
Narzissen, Tulpen, Schneeglöckchen, Krokus usw... (die Klassiker eben)
Lilium candidum Madonnenlilie
Lilium regale Königslilie

Nicht winterharte Zwiebel und Knollenpflanzen:
Dahlien (Dahlia ) (lange und auffällig blühen viele Sorten)
und Gladiolen (Gladiolus) (alle Jahre wieder schöne Schnittblume)

Einjährige:
Tagetes Sorten Studentenblume (gut für Bodengesundheit)
und noch viele weitere... (Sonneblumen, Schmuckkörbchen, Feuersalbei, Sommerastern usw...)

Balkonpflanzen
Pelargonium peltatum Hängende Pelargonien
Pelargonium zonale Stehende Pelargonien (Geranien)
Asparagus Zierspargel


Ich hoffe das hilft dir etwas weiter

lg robert
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Junie Offline
Pflanzendoktorin
Pflanzendoktorin


Beiträge: 3322
Beitragvom: Mi 07 Feb, 2007 18:02
obwohl man die Auswahl Pferdetechnisch etwas einschränken muss..

Delphinium, Digitalis, Zwiebelblumen (Narzissen, Tulpen), Aquilegia, Iris, Primula, eventuell Paeonia solltest du nicht oder nur mit Vorsicht verwenden, weil sie wie Buchs giftig sind. Oder du achtest darauf, dass dein Pferd nicht in den Garten gelangt..
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Jondalar Offline
Pflanzenprofessor
Pflanzenprofessor


Beiträge: 8260
Beitragvom: Mi 07 Feb, 2007 18:53
Genau desshalb wäre vielleicht ein Cottage oder Landhausgarten besser als eiN Bauerngarten. Weil dann kann man auch zusätzlich noch die ganze heimischen Wildpflanzen verwenden (Für Bauerngärten sind Wildformen eher untypisch weil als Unkraut vberpönnt)
z.B: Sterndolden, Wiesenmargerieten, Wiesenglockenblumen, Wiesensalbei usw....

Mein Pferd wusste eigentlich immer ziemlich genau was es fressen darf und was nicht. Es ist oft ausgebüchst und besonders gerne durch den Rasen und die Blumenbeete gallopiert aber gefressen hat es nur Rosenknospen und anderes unproblematisches zeug. Bei den giftpflanzen hat nie auch nur ein Blättchen gefehlt. (Und das obwohl es immer heißt Pferde mit Araberblut wären leichtsinnig)

Dennoch gibt es natürlich Fälle wo Pferde nach dem Genuss von einigen Eibenzweigen innerhalb weniger Minuten an Herzmuskelversagen gestorben sind.

Ich würde es jetzt mal nicht übertreiben mit dem Giftpflanzen- verbannen, aber zumindest solche Pflanzen meiden bei denen bekannt ist das Pferde sie durchaus auch fressen, trotz Giftigkeit (Ligustrum, Thuja, Taxus, Aconitum usw...)
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Fakur Offline
Hauptgärtnerin
Hauptgärtnerin


Beiträge: 166
Beitragvom: Mi 07 Feb, 2007 21:42
danke Euch Beiden Freu mich
da mein Pferd auch Thuja frisst, möchte ich schon gerne Giftpflanzen vermeiden Wink

Langsam bekomme ich ein kleine Idee, was ich so machen kann.. und die Hecke aus kleinen Rosen gefällt mir sehr sehr gut Wink und dazu schöne Stauden und vorallem: Stockrosen!
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