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Vermehrung, Anzucht und Aufzucht von Pflanzen...
Vermehrungsarten (wie kann ich eine Pflanze vermehren), Saatgut (in welcher Erde, wie zur Keimung bringen, Samen ernten), Aussaat (wann aussäen, Temperatur zum Keimen, wie viel Licht und Luftfeuchtigkeit, welches Wasser und wie oft gießen), Pikieren (wann teilen, Wurzeln trennen und vereinzeln, wie und wann umpflanzen), Stecklinge (wann schneiden und wie anschneiden), Anzucht (welches Substrat, im Gewächshaus oder Freiland), Düngen von jungen Pflanzen, Blüte und Frucht (wann kommt das erste Blatt, die erste Blüte oder Früchte) |
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Schimmel an Torfquelltöpfchen |
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el-torito  Gärtner

Beiträge: 53
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vom: Do 21 Jan, 2010 20:10 |
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Hallo,
aceituna hat Folgendes geschrieben:
Schimmel ist echt nicht so doll für die Pflanzen
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es stimmt einfach nicht. Schimmel interessiert Pflanzen nicht, weil sie sich normalerweise nicht in die Quere kommen, die Pflanze und der Pilz. Ein gewöhnlicher Schimmelpilz geht genausowenig an eine normale Pflanze wie ein anständiger Marder ein Pferd jagend würde. Es ist einfach eine Nummer zu groß für ihn bzw. passt nicht in sein Beuteschema, wenn man das so sagen darf.
Zitat:
(für die Menschen übrigens auch nicht).
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Da stimmte ich dir zu, die Sporen muss man nicht unbedingt einatmen. Also möglich fix in die Erde damit und den Topf dann nicht so feucht halten.
Zitat:
außerdem ist schimmlige erde nicht normal, stellt keine normale, gesunde Umgebung für eine Pflanze dar .
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Womit wir wieder im Reich der Märchen wären. Auf garantiert jedem Quadratzentimeter deines Gartenbodens liegen Unmengen an Schimmelpilzsporen, die nur auf eine gute Gelegenheit warten. Nur wenige Millimeter tiefer im Boden drin machen Schimmelpilze das was sie am besten können: Sie helfen beim Kompostieren und stellen damit der Rhizosphäre mittelbar wieder Nährstoffe zur Verfügung. Ohne (Schimmel)Pilze hätten Pflanzen es verdammt schwer. Ähnlich sieht es auch im Blumentopf aus, allerdings mit dem Unterschied, dass das Bodenleben dort stark verarmt ist, es dort weniger Konkurrenz für Schimmelpilze gibt und sie so richtig loslegen können.
Zitat:
Einpflanzen in Erde trotz Schimmels?
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Das Myzel des Pilzes wächst durch den gesamten Torftopf, jegliches Entfernen von äußeren Schichten ist reine Kosmetik. Nach ein paar Tagen wird der schicke Flaum wieder dort sein.
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el-torito  Gärtner

Beiträge: 53
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Mel  Queen Of Green

Beiträge: 57712
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Canica  Grüne Düse

Beiträge: 15056
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Hesperis  Pflanzendoktor

Beiträge: 4969
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vom: Fr 22 Jan, 2010 9:43 |
Mel hat Folgendes geschrieben:
Lasst uns doch mal sachlich drüber nachdenken, was er meint!
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das ist ja mal ne gute Idee
"Schimmel" ist halt eine etwas ungenaue Bezeichnung für gut sichtbare, pelzige oder mehlige Überzüge auf allem möglichen die durch Pilz hervorgerufen werden. Um die Auswirkungen auf die Pflanze zu bewerten ist zwischen verschiedenen Erscheinungen zu unterscheiden:
Da gibt es die meist hellbbraunen Beläge, die auf neuen oder heißdesinfizierten Substraten auftauchen http://green-24.de/forum/ftopic51120.html. Die können feinen Aussaaten schon mal gefärhlich werden indem sie diese überwachsen.
Dann haben wir eher weißliche oder grünliche Schimmelbeläge auf älteren Substraten oder an der Außenseite von Tontöpfen. Die sind wohl am ehesten mit dem Schimmel vergleichbar den wir von verdorbenen Lebensmitteln her kennen. Das tritt bei zu hoher Feuchtigkeit auf, wenn die Erde langfristig zu feucht ist bzw. bei Tontöpfen im sehr kühlen Winterquartier. Die Pflanze wird nicht geschädigt, eher durch das die schimmelfördernden Bedingungen gleichzeitig für die Pflanze nicht so angenehm sind.
Schimmelbildung gibt es auch auf Schnittflächen beim Rückschnitt von Trieben dadurch dass hier längere Zeit Pflanzensaft austritt. Auch dieser Belag ist für die Pflanze ungefährlich.
Bei Toritos Beispiel mit der Papaya handelte es sich vermutlich um den sogenannten Grauschimmel (Botrytis), und bei dem ist etwas Vorsicht angesagt. Grauschimmel gehört zu den sog. Schwächeparasiten, er lebt üblicherweise saprophytisch, ist damit allegegenwärtig, und kann bei günstiger Gelegenheit zum Parasiten werden. Abgestorbene oder abgeknickte Pflanzenteile bieten ihm Angriffspunkte, von denen aus er in zuvor gesundes Pflanzengewebe einwachsen kann. Dadurch führt er häufig in Aussaaten oder in Stecklingsvermehrungen sowie im Winterquartier zu Ausfällen, er tritt bei entsprechenden Witterungsbedingungen aber auch an Freilandpflanzen auf http://www.eickelmann.de/Seiten/Hop....tz/SchadbildBotrytis.html
Also wie so oft, ist es auch bei Schimmelbefall hilfreich etwass genauer hinzusehen, nicht immer ist Aufregung angesagt, manchmal aber schon.
Grüße H.-S.
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