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 Berichte und Erfahrungen aus der Pflanzen- und Gartenwelt. News und Ratschläge aus der grünen Welt. |
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Pflanzenschmuck aus Eis und Schnee |
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Frank  Moderator

Beiträge: 4747
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vom: Do 26 Nov, 2009 14:59 |
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Zauberhafter Wintergarten
Mit dem Ende des Herbstes beginnt für viele Gärten eine Art Winterschlaf, aus dem sie erst die Frühlingssonne im nächsten Jahr wieder wecken wird. Diese Gärten haben kaum eine Chance, die kleinen und großen Winterwunder, mit denen die Natur in der kalten Jahreszeit überraschen kann, zu zeigen. Für die Besitzer solcher Gärten ist dann die Gartenzeit zu Ende, nur weil bei der Gartenplanung und -pflege nicht auf den Winteraspekt vieler Pflanzen geachtet wurde. Dabei geht es auch anders: Hinter dem Begriff „Winteraspekt", der von Gartenplanern gerne verwendet wird, verbirgt sich eine faszinierende Welt mit einem einzigartigen stillen Zauber, bei dem die Pflanzen die Hauptdarsteller sind. Je abwechslungsreicher und durchdachter der Garten bepflanzt ist, umso besser kann er auch im Winter seine Wirkung entfalten: Immergrüne und sommergrüne Gehölze, Stauden und Gräser tragen dann alle auf ihre Weise dazu bei, dass sie - durch Raureif, Nebel, Eis, Schnee oder die tief stehende Sonne verwandelt - Eindrücke bieten, wie sie zu keiner anderen Jahreszeit möglich sind.
Weniger schneiden - mehr sehen
Im Herbst wird im Garten aus übertriebenem Ordnungsdenken heraus häufig noch fleißig aufgeräumt und geschnitten, dabei kann weniger mehr sein: Stauden und Gräser, deren Samenstände erst im Frühjahr abgeschnitten werden, verwandeln sich im Winter durch Raureif in glitzernde Skulpturen. Weiße Schneemützen liegen auf immergrünen Gehölzen und auch große, trockene Blütenstände von Fetthennen und anderen spätblühenden Stauden tragen strahlend weiße Häubchen aus Schnee. Für die Tierwelt ist es ebenfalls gut, wenn die meisten Stauden und Gräser nicht schon im Herbst zurückgeschnitten werden. Vögel können sich im Winter von den Samen ernähren und die Stängel bieten kleinen Nützlingen eine Möglichkeit zum Überwintern. Die trockenen Pflanzenteile können außerdem, wenn man sie über Winter stehen lässt, die für den Austrieb im Frühling wichtigen Knospen vor Kälte schützen. Zurückgeschnitten wird dann erst im nächsten Jahr ab Ende März, wenn keine starken Fröste mehr zu erwarten sind. Es gibt aber Ausnahmen: Stauden und Gräser, die sich stark aussamen, wie das bei der Riesen-Segge (Carex pendula) und bei einigen Chinaschilf-Sorten der Fall ist, werden besser vor dem Winter zurückgeschnitten. Um auf der sicheren Seite zu sein, fragt man am besten schon beim Kauf nach dem besten Schnittzeitpunkt. Damit Gräser, die wie das Pampasgras große Horste bilden, im Winter nicht durch ein Übermaß an Feuchtigkeit auseinanderfallen, kann man sie mit einer Schnur locker zusammenbinden. So wird auch das Innere der Gräser vor Frost und zu viel Nässe geschützt, denn Regen kann dann gut außen abfließen.
Die Magie der kalten Tage
Es lohnt sich, den Blick für die interessanten Details vieler Pflanzen in der kalten Jahreszeit zu schärfen und die schönen Seiten des winterlichen Gartens bewusst wahrzunehmen. Dann gibt es manche eisigen Schönheiten zu entdecken wie zum Beispiel Edeldisteln, Sonnenhüte oder Königskerzen, die vom Frost in kleine Kunstwerke verwandelt werden. Viele Disteln bieten wegen ihrer markanten, fast skulpturartigen Gestalt ideale Voraussetzungen für besondere Effekte im winterlichen Garten. Immergrüne Gehölze bilden einen farbigen, ruhigen Hintergrund für diese eisigen Pflanzenschönheiten und heben die mit Raureif verzierten Gräser oder Stauden durch den starken Kontrast sogar noch hervor. Auch nach einem Regen können manche Pflanzen den Betrachter, der Sinn für Feinheiten hat, mit stimmungsvollen Eindrücken verzaubern. Sehr schön sind beispielsweise Gräser, an denen einzelne Regentropfen wie kleine Diamanten glitzern. Wer im Winter mit offenen Augen auf solche Pflanzen achtet und sich von schönen Gärten inspirieren lässt, kann so schon zur Pflanzzeit im Frühjahr seine Ideen umsetzen. Am besten pflanzt man Stauden, Gräser und Gehölze, die in der kalten Jahreszeit besonders attraktiv sind, in die Nähe von oft genutzten Wegen, in den Vorgarten oder in die Nähe von Fenstern, so dass sie von drinnen gut zu sehen sind. Auf diese Weise vorbereitet, bietet der Garten dann im folgenden Winter viele schöne Impressionen. - Es wäre doch schade, wenn man während des Winterhalbjahres ohne seinen Garten auskommen müsste!
PdM
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Titel: 1927-gartenpflanzen-winter.jpg |
Beschreibung: Immergrüne und sommergrüne Gehölze, Stauden und Gräser tragen im Winter alle auf ihre Weise dazu bei, dass sie – durch Raureif, Nebel, Eis oder Schnee verwandelt – Eindrücke bieten, wie sie zu keiner anderen Jahreszeit möglich sind. |
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