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cloud  Gärtnermeister

Beiträge: 1417
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vom: Mi 13 Jun, 2007 18:10 |
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Das denke ich auch, wir haben die Freiheit Bildung zu erfahren, meistens den Partner auszuwählen den wir wollen.....viele Freiheiten die es früher nicht gegeben hat. Ich weiss schon dass es immer anführer gegeben hat, bei Naturvölkern einen weiseren oder einfach mächtigste(kann auch grausam) bedeuten, Könige und solche prägen unsere Geschichtsbücher.. wir haben die Freiheit in "Frieden" leben zu können, die Lebenserwartung in der westlichen Welt hat sich seit dem Mittelalter fast verdoppelt, was natürlich auch viel wert ist.
Was Yaksini genau schon gesagt hat, unsere Freiheit ist gross, doch in dem Rahmen der uns vorgegeben ist. Früher hatte man nicht die Möglichkeit so viel informationen zu haben, und das ist das einzige dass sich geändert hat, früher wussten die Menschen dass sie keine Ahnung hatten was alles auf der Welt abging, heute, mit Fernsehen, Internet, alles für alle Zugänglich und so viele Bilder, man geht davon aus dass man alles weiss wenn man nur das Weltgeschehen ein wenig mitverfolgt. Die Masse der Informationen die fürs Fussvolk gedacht sind hat sich vervielfacht, der Inhalt jedoch nicht, aber durch den Ueberfluss geht man davon aus. Ich bin der Meinung Freiheit bedeutet dass man die Möglichkeit haben sollte so leben zu können wie man es für richtig hält, soweit man dadurch jemand anderem nicht genau das Recht nimmt.
Und irgendwie gehts ja darum dass man die Natur und ihre Kräfte vergisst und verleugnet, und shockiert ist wenn sie sich mal meldet. Mir ist schon klar dass viele alte Herrscher sich auch über das wohl der einzelnen Menschen gestellt, Reichtum entsteht weil er woanders fehlt, doch nichts ist mächtiger als die Kraft der Natur, und eben darüber täuschen uns unsere Errungenschaften hinweg. Sie, oder wir nehmen uns die Freiheit zu sehen was wirklich ist.
Und wegen dem Vergleich Mensch und Tier, ich weiss nicht ob das so gut klappen würde ohne Anführer, da wir von so vielen verschiedenen Gefühlen gesteuert werden, aber (achtung:romantische Vorstellung!), wir Menschen hätten eigentlich die Möglichkeit, da wir vom Potential her echt gesegnet sind mit Verstand, 10 Fingern, aufrechtgehen, Gefühlen, der Möglichkeit unsere Umwelt zu verändern.... wir könnten eine perfekte Zivilisation bilden, die mit der Natur lebt sie schätzt und pflegt und respektiert, wo jeder sein Talent auslebt, sei es Kunst, Gärtnern, backen, halt alle Talente die man halt so hat, man könnte in ein Klavierkonzert und mit dem bezahlen was man gemacht hat und das dann gegen eine Vorführung tauschen....
(rosarot triffts wohl besser!!) Jedenfalls würde es uns besser gehn und man würde sich ganz automatisch besinnen, auch weil man die Möglichkeit dazu hat, man würde wieder anfangen zu fühlen die Welt um einen herum, und sie verstehn.
Aber ne realistische Lösung hab ich absolut nicht parat, aber ich weiss dass vieles komplett schif läuft wies jetzt ist, man muss ja nur einmal Nachrichten sehn, und wir sind zum Teil dran Schuld, als Gemeinschaft. Vorallem dass wir das alles nicht so recht ernst nehmen, was eh ein grosses Problem zu sein scheint, man weiss über die Konsequenzen Bescheid, doch momentan betreffen den Alltag noch nicht stark genug, also warten bis sie einem ins Gesicht springen! Boo hoo!
Gruss
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Norbert  Pflanzendoktor

Beiträge: 3641
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vom: Do 14 Jun, 2007 1:36 |
Ist das alles mit der "guten alten Zeit" nicht etwas sehr romantisch verklärt?
Warum hat denn die Weltbevölkerung vor Jahrhunderten nicht so stark zugenommen wie heute?
Weil alle "im Einklang mit der Natur gelebt haben", was nichts anderes heißt, als dass nur die Stärksten überlebt haben und die Schwächeren gar keine Chance hatten zu überleben. Das was wir heute noch in unterentwickelten Regionen wie der Sahelzone erleben: Wenn die Ernte ausbleibt, weil die Natur nicht "günstig gestimmt" war, verhungern die meisten Menschen und nur die Stärksten haben eine Chance, mit dem Wenigen zu überleben, was noch vorhanden ist.
Und wenn es genügend zu essen gab und die Bevölkerung deshalb zu stark zugenommen hatte und nicht Jeder eine große Fläche für seine Bedürfnisse (und Hinterlassenschaften ohne Kläranlage) hatte, brachen eben Seuchen aus wie Pest, Cholera und Typhus und das Gleichgewicht zwischen Mensch und Natur war wieder hergestellt.
Jede Frau musste ein Dutzend Kinder gebären, damit wenigstens zwei oder drei überleben und die Alten (das waren die 40 jährigen) versorgen konnten.
Schaffen wir alle Annehmlichkeiten der Neuzeit (einschließlich des medizinischen Fortschritts) ab und die Natur wird dafür sorgen, dass aus den riesigen Monokulturen (urbane Ballungszentren) wieder eine gesunde Mischkultur wird, die ungefähr der Bevölkerungsdichte der Tundra entspricht und bei der die gegenseitige Ansteckungsgefahr mit Krankheitserregern nicht mehr zum Tragen kommt.
Aber jetzt mal wieder ernsthaft:
Ich bin nicht blind fortschrittsgläubig und auch nicht der Ansicht, alles was technisch machbar ist, sei auch erstrebenswert. Aber die Verteufelung der Technik und die Glorifizierung der guten alten Zeit ist auch ein Holzweg.
Horoskopen, Wahrsagerei und ähnlichen Dingen stehe ich sehr skeptisch gegenüber, wenngleich ich auch zugebe, dass nicht alles, was heute noch nicht erklärbar ist, deshalb auch gleich Unsinn sein muss. Vor 2000 Jahren war auch nicht vorstellbar, dass die Erde rund ist und die Menschen, die auf der "Unterseite" der Erde leben, da nicht runterfallen. Auch die Tatsache, dass Menschen, die tausende von Kilometern voneinander entfernt sind, sich mit "kleinen Kästchen" unterhalten können, wäre damals als kompletter Unsinn abgelehnt worden. Wie so oft im Leben kommt es eben auf die gesunde Mischung von Tradition und Fortschritt an.
Und wer immer noch von der guten alten Zeit träumt, kann ja mal ein Praktikum als Bausklave auf einer Pyramidenbaustelle ableisten. Zwei Wochen dürften dafür völlig ausreichen.
Ich freue mich jetzt jedenfalls auf mein neuzeitliches Bett, wo ich nicht der Gefahr ausgesetzt bin, an einer Kohlenmonoxidvergiftung durch das Lagerfeuer in der Höhle zu sterben oder von einem hungrigen Raubtier (das auch nur überleben will) gefressen zu werden.
Norbert
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pachizefalos  Gärtnermeister

Beiträge: 1235
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vom: Do 14 Jun, 2007 8:36 |
Roadrunner_1 hat Folgendes geschrieben:
Ihr vergesst dabei aber nicht, das Menschen immer von irgendwem mehr oder weniger unterdrückt wurden und nicht wirklich frei waren?
Anführer, Stammeshäuplinge etc. hat es schon immer gegeben und die Niederrangigen mussten für sie arbeiten oder ihre Haut in kriegerischen Konflikten riskieren....
Auch bei Primatengruppen hat einer das Sagen und der Rest muss sich unterordnen. Fairness, Unabhängigkeit und Freiheit sind äusserst selten in der Natur!
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Das ist ein interessantes Thema!!!
Dass es Hierarchische Ordnungen schon bei Primaten gegeben hat und in unserer Geschichte soweit wir zurück sehen können, heißt nicht, dass es immer so sein muss.
Joachim Bauer legt in seinem Buch "Prinzip Menschlichkeit" sehr schlüssig dar, dass unsere Vorfahren nicht etwa deshalb erfolgreicher als Schimpsansen und Bonobos waren, weil sie im Kampf jeder gegen jeden besser waren, sondern weil sie besser in der Lage waren zu kooperieren.
Und er berichtet von Ergebnissen aus der Hirnforschung, die zeigen, dass unser Belohnungssystem im Gehirn ausgelegt ist auf soziale Kontakte und soziale Akzeptanz - und nicht auf Konkurrenz. "The survival of the fittest" wurde als Ideologie aufgegriffen von denen, die am Drücker saßen. Wir müssen sie nicht für uns übernehmen.
Der gleiche Autor zeigt auch in dem Buch "Das Gedächtnis des Körpers" sehr eindrücklich auf, wie Krankheiten begünstigt werden durch das, was und wie wir es erleben.
In seinem bislang neuesten Buch über Spiegel-Nervenzellen "Warum ich fühle, was du fühlst" stellt Joachim Bauer einen anderen Teil der modernen Hitnforschung dar und gibt damit eine Ahnung in welche Richtung nachhaltige Verbesserungen der Lebenssituatiion auf der Erde erreichbar sein könnte.
Ein Team, das gemeinsam ein Produkt erstellt, ist erfolgreicher und glücklicher und zufriedener als eine Gruppe Schicht- und Fließband- Arbeiter, die ohne Verständnis in die Zusammenhänge immer wiederholende Handgriffe ausführen müssen. Der so durchrationalisierte Produktionsablauf ist nur vordergründig und kurzfristig kostengünstig...
In die Richtung gibt es noch viel zu tun.
Packen wir's an ????
Friedliche Grüße Rainald
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Roadrunner  Druidin

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cloud  Gärtnermeister

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vom: Do 14 Jun, 2007 17:32 |
Hallo zusammen,
ich hab damit ja auc nicht gemeint dass Fortschritt im allgemeinen schlecht ist. Die Menschheit hat sich weiterentwickelt um die momentane Lebenssituationen zu verbessern, Krankheiten zu heilen..... und Kühlschränke sind sicher auch ne prima Erfindung, auch von wegen Krankheiten, und in unseren Breitengraden haben wir durch die Vielfalt auch die Möglichkeit uns gesunder-ausgeglichener zu ernähren, als nur immer das Korn zu essen das gerade reif ist.
Ich sag ja nicht mal soll die Zeit zurückdrehen, geht gar nicht und ich bezweifle dass es besser wär, aber es ist schade dass die Entwicklung, der Fortschritt so einseitig narurentfremdet gewesen ist. Und das ist auch der Lauf der Entwicklung, irgendwas wird nach einer Zeit lang wieder "uncool", wird überholt und nachdem es genügend lange in vergessenheit geraten war, wird es raufgeholt, abgestaubt und eine neuere Version davon durchzieht unsern Alltag, nur finde ich es traurug dass die Natur, unser aller Lebensgrundlage, sich in so einem Renaissancemässigen Hype befindet. Es sollte immer present sein und keine Mode erscheinung.
Gruss
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Rose23611  Pearl Of Green

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Norbert  Pflanzendoktor

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Rose23611  Pearl Of Green

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Roadrunner  Druidin

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